Fujifilm Kameras

Fujifilm: Name des neuen Filmsimulationsmodus jetzt bekannt

Der Name des neuen Fuji Filmsimulationsmodus ist durchgesickert! Außerdem: Fuji stellt die Produktion des Pro 400H Farbnegativfilms ein.

Neuer Filmsimulationsmodus “Nostalgic Negative”

Aus dem Hause Fujifilm kommt heute eine positive und eine negative Nachricht. Wobei, die positive Nachricht stammt eigentlich gar nicht von Fujifilm selbst, sondern vielmehr von Fujirumors. Die Kollegen der bekannten Rumor-Webseite wollen nämlich erfahren haben, dass der Name des kommenden Fuji Filmsimulationsmodus “Nostalgic Negative” lautet. Welcher originale Film diesem neuen Modus als Inspiration dient ist leider noch nicht bekannt, doch der Name klingt schon mal recht vielversprechend.

Mit der Enthüllung des neuen Filmsimulationsmodus rechnet man am 27. Januar 2021, wenn zudem auch die Fuji GFX 100S, die Fuji X-E4 sowie neue Objektive vorgestellt werden sollen.

Fuji Pro 400H wird nicht mehr produziert

Die negative Nachricht stammt von Fujifilm selbst und betrifft alle Fans der analogen Fotografie, die den Farbnegativfilm Fujicolor Pro 400H ins Herz geschlossen haben. Fujifilm wird die Produktion dieses Films nämlich einstellen, das hat der Hersteller in Form einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Als Grund für das Ende der Produktion wird die komplizierte Fertigung angeführt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 4.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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Maratony

Komplizierte Fertigung?
Die haben das Jahrelang hinbekommen und nun ist es kompliziert? Schade, war ein schöner Film!

Florian

Das darf nicht wahr sein! Ich liebe diesen Film.
Jahrelang die Kleinbildvariante genutzt. Habe mir sogar extra nun eine Mamiya C330 gegönnt um in den Genuss des Mittelformatfilms zu kommen und jetzt das. Ich fasse es einfach nicht…
Hoffentlich kommt noch meine Bestellung an.

Dann hat Fuji sich nun für mich erledigt.

Peter Braczko

Eigentlich bin ich ja – wegen der Nikkor-Objektive – im analogen Mittelformatbereich Fan von Zenza Bronica, aber die Mamiya C330 ist auch eine Top-Kamera. Die Japaner schafften es, Wechselobjektive für die Zweiäugigen anzubieten, das konnte Rollei nicht. Besitzen Sie auch das extrem scharfe Sekor 3.5/105 mm? Ein sehr empfehlenswertes Portraitobjektiv.

Florian

Vielen Dank. Ich muss sagen, die Mamiya ist unglaublich schön. Nur an den spiegelverkehrten Sucher muss man sich gewöhnen. 🙂

Nein, leider noch nicht. Bisher habe ich das 80er und das 135er. Aber ich werde den Objektivpark sowohl nach oben, als auch nach unten noch vervollständigen. 🙂 Der Vorteil an der Mamiya ist auch, dass die Objektive noch bezahlbar sind.

Peter Braczko

Spiegelverkehrte Sucher? Meinen Sie den Standard-Lichtschacht? Mamiya lieferte für die Mamiyaflex-Kameraserie (C2, C33, C220, C330 usw.) als Zubehör leicht aufsetzbare Primensucher – und die teilweise auch mit einer integrierten TTL-Messung. Sehr zu empfehlen! Unter den Zweiäugigen sind die Mamiya-Kameras immer noch das Beste, was wir (damals) auf dem Fotomarkt kaufen konnten – und dazu die “doppelten” Objektive von 55 mm bis 250 mm, alles schnell auswechselbar!

Marco

Echt schade, früher habe ich nur 400h und Portra benutzt. Heute eher Kodak Vision 3 von Silbersalz35. Aber der 400h istq echt schön. Dann heißt es jetzt Reste aufkaufen.

Uneternal

Und in China ist ein Sack Reis umgefallen.
Jetzt macht man schon für ne popelige Lookup-Table extra ne Präsentation.
Ik gloobs nüsch.

Robin

Ich nix Fuji, aber Fuji gut.
Nur, was ist so doll an den Fuji-Filmsimulationen?
https://petapixel.com/2020/12/28/this-free-app-lists-recipes-for-over-100-fujifilm-film-simulations/

Mirko

na das was das Wort „Filmsimulation“ schon sagt, mag sein das Du früher auch nur mit einen Film fotografiert hast…vielleicht ist dieser mit aufgeführt

Robin

Hallo
Ich meinte dies im Bezug zu dieser free app list für über 100 Fujifilm Film Simulationen.Wozu dann Gedöns über neue Simulationen von Fujifilm?
Abgesehen davon, zum Spielen, ist die Bildbearbeitung da, denk ich.

Mirko

weil diese free App Simulationen nur auf das JPEG zugreifen während ich bei denen von Fujifilm zB im Nachgang (RAF) im Konverter von ClassicChrome auf ClassicNegativ wählen kann.
Davon mal ab hat der Betreiber von Fujixweekly der viel Zeit in diese „Rezepte“ investiert jemanden verklagt der seine Filmsimulationen unter anderem Namen verbreitet. Ansonsten finde ich es persönlich genial wieder mit alten Filmen digital zu fotografieren ( wenn man es so nennen möchte) diese sterile digitale Fotografie geht mir mittlerweile am A… vorbei aber das ist nur MEINE Ansicht

Holger

Das kann ich mit RAFs, darktable und den entsprechenden LUTs auch. Als Filmsimulationen gibt es da zig Varianten, nicht nur Fuji, auch Kodak, Ilford, …

Mirko

Holger,
das weiß ich ???? Nur fotografiere ich gleich mit „Ilford“ oder „Acros“ ,sprich Jpeg, was ich mit dem RAW anstelle ist doch eine andere Geschichte

Alfred Proksch

Wer den Werdegang eines analogen Bildes nicht kennt geschweige denn niemals diesen Prozess selbst gemacht hat wird nicht verstehen worum es geht.

Als erstes die Bildidee, den Gedanken welches Filmformat besser geeignet ist, welcher Film den passenden Charakter dafür mitbringt. Welcher optische Filter den Eindruck verstärken könnte, was für ein Labor oder welche Chemikalien bei der eigenen Negativentwicklung zielführend sind und schließlich die Wahl des Fotopapiers zum fertigen Bild. Die Krönung ist eine professionelle Rahmung und die richtige Beleuchtung in den Ausstellungsräumen.

Viele Stunden kreativen Wirkens sind mit diesem Zeitaufwendigen Vergnügen verbracht worden. Das Bild hat schon deswegen einen „Wert“ gehabt.

Die Fuji Filmsimulation direkt aus der Kamera, wie Mirko schreibt aus der RAW Datei berechnet, ist sozusagen der vom Fotografen für die Aufgabe ausgewählte „Film“. Er wird bewusst ausgesucht um eine bestimmte Anmutung zu erreichen. Somit hat die Beschäftigung mit der Bildidee schon lange vor der ersten Aufnahme begonnen und muss nicht nachträglich bei der Bildbearbeitung „hingemurkst“ werden.

Das ist für mich der ausschlaggebende Punkt und deswegen arbeite ich gerne mit meinen Fuji Kameras und den implementierten Filmsimulationen.

Alfred Proksch

Nachtrag:

Vergessen habe ich die Wahl der Brennweite und den mit dem Objektiv verbundenen „Eigenheiten“. Ein Fundus diverser außergewöhnlicher Altgläser die alles sind, aber nie perfekt, helfen mir dabei etwas „andere“ Fotos zu fertigen.

Mirko

Alfred, sehr schön beschrieben ???? Es ist doch früher keiner mit einem s/w Film in den Zoo spaziert um „exotische“ Tiere zu fotografieren, man hat sich vorher einen Kopf darüber gemacht und nicht nachher. Meine „analogen“ sind mit unterschiedlichen Filmen gefüttert und die die ich für richtig halte darf mit ( auch wenn es mal die falsche Entscheidung war/ist) Man hat seinen Kopf im Vorwege genutzt und nicht im Nachgang, ob ich nun in s/w fotografiere und im Nachgang es in Farbe umwandle ist doch scheissegal Dank RAW ….man sucht sich das beste Ergebnis in Sekundenschnelle heraus. Genauso mit Objektiven, ich habe eine Vielzahl von 58 oder 35 mm Objektiven aber keins davon ist wie das andere wo alles „Glatt gelutscht ist“ Naja Heute diskutiert man über Display oder das der AF von xy 0.05 Sekunden schneller ist ????

Robin

Also echte Günschtler eben.
War und bin seit Dunkelkammerzeiten – Hugaschaka – Sammler und Jäger.
Dafür bedanke ich mich dann, bei der Göttin des Augenblicks.
Und auch im Zoo, muss die Göttin des Moments mir gnädig sein, damit der Dschelada oder Theropithecus gelada, mir seine imposante Vorderfront oder sein nicht weniger eindrucksvolles Hinterteil zeigt.

Johannes

Das kommt mir vor, als würde man während der Fahrt mit einem modernen VW elektronisch den Sound eines Karmann-Ghia, Bulli, Brezelkäfer usw. über Lausprecher simulieren.
Wenn ich das Feeling eines Oldtimers genießen möchte, muss ich auch tatsächlich mit einem fahren.

joe

Das sehe ich auch so, übrigens ein sehr gutes Beispiel. Ich will ja kein Spielvederber sein, aber diese Filmsimulationen haben für mich mit echtem Film genausoviel zu tun wie ein echter Orgasmus mit einem Simulierten!

Alfred Proksch

Dann wird es Zeit den Film zu wechseln. Spaß beiseite, weil ich mir vorgenommen habe keine „Wurst“ aus Pflanzen sondern nur das Original zu verspeisen benutze ich ab und an analoge Medien zum Bilder machen.

Wir leben leider in virtuellen Zeiten, insofern ist eine Filmsimulation das kleinste Übel. Es ist noch nicht so lange her das ich auf der Straße Menschen mit interessanten Gesichtern wegen Fotos ansprechen konnte, mit Maske heute etwas schwierig!

Eine Filmsimulation hat die Aufgabe das „Kopfkino“ in Gang zu setzen, nicht mehr und nicht weniger. Meinen eigenen fotografischen Stil (auch elektronisch gesetzt) habe ich mir auf die FN Taste gelegt oder mit „Makros“ im Bildbearbeitungsprogramm hinterlegt.

Demnächst kann sich jeder der das möchte mit Hilfe eines 3D Programms automatisiert fotorealistische Personen in der zur Entfernung passenden Größe in seine Aufnahme rändern lassen, dank KI gleich richtig beleuchtet und mit Schattenwurf!

Joe es wird langsam eng für uns Fotografen!

joe

Alfred, ich bin wie Du, wenn Wurst, dann echt oder gar nicht! Und ich verwende keine Backmischung um einen Kuchen “wie von Mutti” zu backen, sondern versuche ihn selbst zu backen. Natürlich möchte ich auch Niemandem verbieten gewisse Effekte in seine Bilder einzubauen nur hat das halt nichts mit meiner Art der Fotografie zu tun. Ich versuche, die Effekte die ich haben will mit früh aufstehen, bei Nacht und Nebel in die Kälte, bei Nebel an den Fluss oder See oder durchgezieltes Licht, bereits beim Fotografieren zu erzeugen. Eng wird es tatsächlich für uns (wobei ich ja im Gegensatz zu Dir nur ein mittelmässiger Amateur bin), aber – meiner Meinung nach – nicht wegen der Filmsimulationen, die soll jeder benutzen wie er will, sondern wegen der immer besser werdenden Smartphones. Noch sind sie nicht gut genug für alles, aber doch gut genug für sehr vieles und viele.

Alfred Proksch

Joe,

erstens stell Dein „Licht nicht unter den Scheffel“ den Amateure machen auch richtig gute Bilder besonders weil sie im übertragenen Sinn früh aufstehen müssen und im Gegensatz zu vielen Profis nicht „betriebsblind“ sind!

Was mich erschreckt hat war der Besuch in einem spezialisiertem Betrieb der Werbeindustrie. Dort wurde ein noch nicht gebautes Fahrzeug mit Hilfe eines „Sphären Bildes“ (einfach gesagt ein hochauflösendes rundum Panorama) auf dem Casino Rondell in Monaco platziert. Auf allen Oberflächen (Glas Lack, Chromleisten usw.) spiegelte sich teils transparent das Sphären Bild in der richtigen Perspektive. Der schnelle Probeausdruck auf A3+ (Canon Drucker) hat mich umgehauen. Ich hätte geschworen das die Kiste in echt vor Ort fotografiert wurde!

Noch sind solche Dinge teurer als das Fotografen Honorar und erfordern richtig gutes Personal! Aber wie lange noch?

Was sind in diesem Zusammenhang schon läppische Fuji Filmsimulationen? Nicht einmal ein „Fliegenschiss“ auf der Scheibe des gerenderten Fahrzeuges!

Matthias

Noch sind solche Dinge teurer als das Fotografen Honorar und erfordern richtig gutes Personal!

Alfred,
selbst jetzt schon hauen diese Dienstleister sich die Preise um die Ohren. Schlussendlich wird dann berechnet, was die Industrie bereit ist zu zahlen. Berücksichtigen muss man auch, dass bei jedem kleinen Änderungswunsch von Kundenseite wieder komplett neu gerendert werden muss. Auseinandersetzungen wegen der Preise sind da vorprogrammiert…

Matthias

Und? Bist Du immer sicher, ob echt oder simuliert? :-))