Ein runder Aufsteckblitz ist für viele der schnelle Weg zu angenehmeren Porträts und weichem Bounce-Licht. Mit dem Godox V1 mid erschien kürzlich ein neues Modell der Mittelklasse, das kompakter ist und trotzdem moderne Features wie einen Touchscreen und eine Funksteuerung bietet.
Rundkopf für harmonisches Licht und schnelles Bounce Handling
In den technischen Daten des neuen Godox V1 mid wird keine Leistung angegeben. Einige Händler sprechen jedoch von 55 Watt. Auffällig sind die kompakteren Abmessungen und das geringere Gewicht: Mit Akku bringt der Blitz 413 Gramm auf die Waage.
Der runde Blitzkopf soll ein besonders harmonisches Lichtbild liefern und sich ideal für Porträts eignen. Für indirektes Blitzen kann er horizontal von 0 bis 333 Grad gedreht und vertikal von -7 bis 120 Grad geneigt werden. Der wechselbare Akku ist für etwa 650 Auslösungen bei voller Leistung ausgelegt und die Recyclingzeit beträgt dabei laut Godox bis zu 1,7 Sekunden.


TTL für viele Systeme plus Funk und LED Einstelllicht
Der V1 mid unterstützt die Modi TTL, Manuell und Multi sowie High-Speed-Sync bis 1/8000 s inklusive Synchronisation auf den ersten und zweiten Verschlussvorhang. Die integrierte 2,4-GHz-Funksteuerung erlaubt den Einsatz als Sender oder Empfänger mit einer Reichweite von bis zu 70 Metern, 32 Kanälen und mehreren Gruppen. Hinzu kommt ein zwei Watt starkes LED-Einstelllicht mit 5300 Kelvin sowie eine Touchscreen-Bedienung.
Der Blitz ist als Version für Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, OM System und Panasonic erhältlich. Die Sony-Variante unterstützt zusätzlich die Global-Shutter-Synchronisation der Sony Alpha 9 III. Außerdem ist der V1 mid mit dem AK-R1-Zubehörsystem mit magnetischen Lichtformern kompatibel und lässt sich mit einer passenden Halterung auch an Bowens-kompatiblen Lichtformern nutzen.
Preislich positioniert Godox den V1 mid mit 189,99 Euro unter den vorhandenen Modellen Godox V1 Pro (ca. 240 Euro, 76 Watt) und Godox V100 (ca. 290 Euro, 100 Watt).
Wäre der runde Kopf für euch ein Grund, vom klassischen Speedlight auf den V1 mid zu wechseln?
via Godox


Godox finde ich nicht schlecht – ich habe dafür sogar meine Sony-Blitze verkauft, weil ich keine Lust mehr hatte auf Batterien, die Sony Blitze generell extrem überteuert sind, und dazu die geringere Leistung gegenüber Godox. In der Makrofotografie konnten die Sony-Blitze bei der Geschwindigkeit nicht mithalten, und die Li-Ionen-Packs von Godox sind einfach viel praktischer. Höhere Kapazität pro Gewicht, mehr Dauerblitze und kein Batteriemüll.
Was ich aber vom Touch Display halten soll, weiß ich nicht so richtig. Früher hatte man für die meisten Einstellungen Tasten, die man blind erfühlen konnte oder sogar mit Handschuhen bedienen. Keine Ahnung, ob es gut ist, dass jetzt alles nur noch über Touch geht. Manchmal war das Alte auch besser.
Wenn ich mal wieder in einem Leihwagen mit den unzähligen Touch Bedienung unterwegs bin, sehe ich nur Nachteile statt Vorteile. Muss das wirklich immer sein? Und in weiteren 10 Jahren sind die Knöpfe plötzlich wieder der heiße Scheiß.
Ansonsten bin ich mit Godox hochzufrieden an der Sony. Und hätte ich die Wahl beim Kauf, würde ich die Version mit Knöpfen nehmen.
Jetzt warte ich nur noch darauf, dass es bald nur noch Tastaturen mit Touch gibt. Finde den Fehler.
Meine „Arbeit“ ist für heute und morgen erledigt – alles vorsichtshalber delegiert – es läuft.
Lieber Stefan Zimmermann meinerseits habe ich mit dem Touchscreen lästige Erfahrungen gemacht aber auch recht positive. Die Kamera mal eben eingeschaltet für wenige Sekunden abgestellt – wieder in die Hand genommen und schon war das AF-Feld „verrutscht“ weil ich da versehentlich dran gekommen bin.
Irgend ein modernes elektronisches Gerät in die Hand nehmen und ohne das man mit Touchscreen oder Tasten erst einmal Funktionen programmieren muss ist NICHT mehr Zeitgemäß! Auf welcher FN oder C1-C2-C3-C4-C5 war noch mal meine gesuchte Blitzlicht Einstellung gespeichert? Für die Personalisierung meiner Kamera war jede Menge Zeit und die Bedienungsanleitung nötig. Mit dem Godox hat man dann zwei Bedienungsanleitungen auf dem Tisch liegen und ob die zwei Rechner (Kamera-Blitz) miteinander gut klar kommen stellt sich erst im Nachhinein heraus. Im Zweifelsfall – es gibt IMMER ein Update – natürlich für beide Geräte!
Ja die SONY Blitze könnten durchaus überholt werden. Anderseits sind sie zusammen mit der A9III zur Zeit absolut unschlagbar. Ich habe 4 HVL-F60RM2 Blitze. Deine Aussagen bezüglich Blitzleistung kann ich leider nicht überprüfen, da ich lediglich den Godox V1 an der A9III geteste hatte. Dieser ist in derselben Kategorie wie der HVL-F60RM2, erreicht aber nicht die konstante Leistung, Seriengeschwindigkeit und Farbqualität des SONY Blitz an der A9III. Die A9III erreicht mit dem HVL-F60RM2 locker 40 Bilder/s mit konstaner Helligkeit und Farbqualität. Zum Vergleich besitze ich auch noch 7 Elinchrom Blitze und hatte mehrfach den Broncolor Satos 3200 mit 3 Blitzköpfen an der A9III verwendet. Elinchrom ist ok für Einzelblitze. Für Serienblitze aber unbrauchbar. Der Broncolor Satos 3200 ist der einzige Blitzgenerator, der in der Lage ist, 120 Blitze/s mit konstanter Leistung und Farbe an der A9III zu produzieren. Mit über 25’000 CHF blitzt er aber in einer ganz anderen Liga. Ob Godox Blitze überhaupt in der Lage sind mehrere Blitze gleichzeitig mit unteschiedlicher Blitzleistung bei hoher Blitzrate korrekt zu verarbeiten, kann ich in Ermangelung von mehren Godox Blitzen leider nicht testen. Vermutlich nicht, die die Synchronzeiten bei unteschiedlicher Leistung der Blitze und gleichzeitig kurzen Verschlusszeiten auch unterschiedlich sind. Ein grosser… Weiterlesen »
Sobald man eine Fläche schräg anblitzt, wird aus dem Kreis eine Ellipse mit ungleicher Lichtverteilung. Die sieht vielleicht anders aus, als bei einem herkömmlich rechteckigen Aufsteckblitz, aber ich glaube nicht, dass das irgendwelche sichtbaren Verbesserungen im Endresultat liefert.
Ist vielleicht nett fürs Marketing und die Optik beim Shooting, aber in der Praxis wahrscheinlich nutzlos. Gleiches gilt für den Touchscreen. Der könnte in der Praxis sogar ein Nachteil werden.