Kodak Analog Neuheiten

Kodak und Lomography: Neue Analog-Kameras für wenig Geld

Die Analogfotografie bekommt stetig Zuwachs, auch im niedrigpreisigen Segment. Ein Projekt bleibt allerdings noch sehr vage.

Innerhalb weniger Tage sind gleich drei Meldungen aus der Analogfotografie zusammengekommen: Reto Project bringt mit der Kodak EC35 eine Einsteigerkamera, Lomography erweitert seine nachladbaren Simple-Use-Kameras um eine Halbformat-Variante, und Light Lens Lab bestätigt ein weiteres Kameraprojekt.

Plastik-Kodak mit Acryl-Linsen

Hinter der Kodak EC35 steht nicht Eastman Kodak, sondern Reto Project. Das Hongkonger Unternehmen lizenziert den Markennamen und baut darunter eigene Analog- und Digitalkameras, etwa die Halbformatkamera Ektar H35 und die viral gegangene Schlüsselanhänger-Digitalkamera Charmera. Ende letztes Jahr haben sie ihr Analog-Angebot um die Snapic A1 für 99 Dollar ergänzt.

Technisch bleibt die EC35 bewusst simpel. Sie hat ein zweilinsiges Acrylobjektiv mit 25 mm Brennweite und fester Blende f/10, eine feste Verschlusszeit von 1/100 Sekunde, manuellen Filmtransport und einen eingebauten Blitz, den eine einzelne AA-Batterie versorgt. Das Plastikgehäuse wiegt 102 Gramm und misst 119 x 65 x 41,5 Millimeter. Eine Schiebeabdeckung schützt das Objektiv und sperrt gleichzeitig den Auslöser, was ein bisschen an die legendäre Olympus Mju erinnert.

Anders als die Ektar H35 belichtet die EC35 das volle Kleinbildformat. Sie kostet 34,99 US-Dollar, im Bundle mit Film und Gurt 44,99 Dollar, und ist in bis zu sieben Farben zu haben (zwei scheinen schon ausverkauft). Einen Europreis nennt Reto bislang nicht, auch die deutschsprachige Shopseite rechnet in Dollar ab.

Lomography lädt den Film schon vor

Lomography, ein Wiener Anbieter analoger Kameras und Filme, erweitert außerdem seine Simple-Use-Reloadable-Reihe. Das sind vorgeladene Kameras, die sich so einfach bedienen lassen wie Einwegmodelle, sich aber immer wieder neu befüllen lassen.

Neu ist eine Halbformat-Variante, aus einem Film werden also doppelt so viele Bilder. Ab Werk sind 40 Aufnahmen geladen, nach dem Nachladen sind bis zu 72 möglich.

Auch hier ist die Technik minimal: 21 mm Brennweite, feste Blende f/9, Blitz mit einer AAA-Batterie, Gehäuse aus recyceltem Kunststoff. Die Farbversion mit LomoChrome Classicolor 200 kostet 29,90 Euro und bringt drei Farbfilter für den Blitz mit. Die Schwarzweißvariante mit Lady Grey 400 liegt bei 24,90 Euro und verzichtet auf die Filter.

Light Lens Lab bleibt vage

Light Lens Lab ist vor allem für Nachbauten klassischer Leica-Objektive bekannt. Der chinesische Hersteller arbeitet laut LeicaRumors an einer neuen Filmkamera, die sich vom bereits bekannten Barnack-Nachbau unterscheidet und als langfristiges Projekt beschrieben wird. Technische Daten, Preis und Zeitplan fehlen bislang vollständig.

Parallel entwickelt das Unternehmen einen eigenen Schwarzweißfilm. Den will es noch in diesem Jahr auf den Markt bringen, geplant sind auf Dauer Formate von 135 über 120 bis hin zu 4×5 und 8×10. Die Produktion läuft im chinesischen Shangrao, wo Light Lens Lab Objektiv- und Filmfertigung an einem Standort zusammengelegt hat.

Die Kameras selbst sind in diesem Fall die günstigste Komponente. Wer bislang wegen der laufenden Kosten vor der Analogfotografie zurückgeschreckt ist: Billig ist das Hobby weiterhin nicht, aber die Preisentwicklung fällt weniger dramatisch aus, als wahrscheinlich viele vermuten. Manche Emulsionen sind zuletzt sogar spürbar günstiger geworden.

via: Kosmofoto | DPReview | Leicarumors

guest
3 Kommentare
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Mirko

WIE 😮 …noch kein Umweltschutz Kommentar 🫪

Skaldewolf

Warum?
Das Moped von Lomo kommt zwar mit Film, ist aber reloadable.

Stefan

Jetzt fehlt nur noch eine preiswerte schöne Schmalfilmkamera.
Da ist ne Marktlücke……

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