Insta360 bringt seine 360-Grad-Serie in Stellung. Erste Bilder verraten ein kürzeres Design und mehr Leistung.
Vom Actioncam-Spezialisten Insta360 sind kurz vor dem erwarteten Marktstart Marketingbilder der Insta360 X6 aufgetaucht. Die neue 360-Grad-Kamera fällt dem Leak bei Winfuture zufolge deutlich kompakter aus als ihre Vorgänger und rückt damit näher an das Format klassischer Actioncams. Gleichzeitig deuten Händlereinträge auf einen höheren Preis hin.
Kompakteres Gehäuse mit vertrautem Aufbau
Auffälligster Unterschied ist die Bauform. Wo frühere X-Modelle recht lang ausfielen, wirkt die X6 spürbar kürzer. Am grundsätzlichen Aufbau ändert sich wenig. Auf Vorder- und Rückseite sitzt jeweils ein Sensor hinter einer ausgeprägten Fisheye-Linse, an der Seite gibt es ein Display für Bedienung und Vorschau. Das Panel zeigt an seinen beiden Enden unterschiedlich stark abgerundete Ecken.







8K mit 50 Bildern pro Sekunde
Zur restlichen Ausstattung ist bislang wenig bestätigt. Die Marketingbilder nennen aber ein zentrales Detail: 8K-Auflösung bei 50 Bildern pro Sekunde im 360-Grad-Modus. Das wäre ein spürbarer Sprung gegenüber der im April 2025 vorgestellten X5, die im selben Modus nur 30 Bilder pro Sekunde schaffte.
Ob die zuvor kursierenden 60 fps bei 8K erreicht werden, bleibt vorerst offen. Auch die in der Community diskutierten Wünsche wie ein 1-Zoll-Sensor oder 10-Bit-Farbtiefe lassen sich aus den Bildern nicht ablesen. Bereits im Frühjahr war die X6 in einer Zertifizierungsdatenbank aufgetaucht und hatte auf einen baldigen Start hingedeutet.
Höherer Preis als beim Vorgänger
Beim Preis geht es nach oben. Laut Händlereinträgen soll die X6 ab 689 Euro ohne beiliegendes Zubehör kosten, das Essentials-Bundle mit praktischem Zubehör bei 789 Euro liegen. Zum Vergleich: Die X5 startete bei 590 Euro. Damit fällt der Aufschlag deutlich aus, auch gegenüber den zuvor erwarteten 599 bis 649 Euro. Der Zeitpunkt ist heikel, denn die Konkurrenz ist enger geworden. Die DJI Osmo 360 bietet 8K bei 50 fps samt 10-Bit-Profil und kostet in Deutschland rund 480 Euro, zudem ist GoPro mit der Max 2 in das Segment zurückgekehrt. Ein offizieller Vorstellungstermin ist noch nicht bekannt, dürfte aber angesichts der Qualität des Bildmaterials nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
Parallel weitet Insta360 sein Portfolio ohnehin aus: Gerüchten zufolge könnte im September eine Kamera mit Micro-Four-Thirds-Sensor (MFT) folgen. Genannt werden rund 20 Megapixel, eine f/1.8-Optik, ein großer aufklappbarer Touchscreen in der Tradition der Ace Pro und erstmals physische Einstellräder für Blende und Belichtungskorrektur direkt in der Kamera statt nur mit zusätzlichem Cage.

