GoPro erweitert sein Portfolio um die 360-Grad-Kamera Max 2 mit 8K-Video, die kompakte Lit Hero mit Beleuchtung und das KI-Gimbal Fluid Pro AI.
Max 2 schon zweite 360-Grad-Kamera dieses Jahr
GoPro diversifiziert sein Produktportfolio mit drei neuen Geräten, die unterschiedliche Anwendergruppen ansprechen. Den Kern der Neuankündigungen bildet die Max 2, eine 360-Grad-Actionkamera mit echter 8K-Videoaufnahme, die sich als robuste Alternative zu Konkurrenzprodukten von Insta360 und DJI positioniert. Anfang des Jahres hatte der Hersteller seine bestehende 360-Grad-Kamera leicht aktualisiert, jetzt folgt wie erwartet das größere Upgrade.
GoPro Max 2 jetzt bestellen: Calumet
Die Max 2 hebt sich durch ihre echte 8K-Auflösung von 7.680 x 3.840 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde von der Konkurrenz ab. Während andere Hersteller wie Insta360 mit der X5 ebenfalls 8K anbieten, verspricht GoPro 21 Prozent mehr verwertbare Pixel für das finale 360-Grad-Bild. Das kompakte Gehäuse misst 64,0 x 69,7 x 48,7 Millimeter bei einem Gewicht von 195 Gramm inklusive 1.960-mAh-Akku.
Ein Alleinstellungsmerkmal sind die werkzeuglos austauschbaren Glaslinsen mit f/1.8-Blende. Diese lassen sich durch einfaches Drehen entfernen und ersetzen. Das ist ein praktischer Vorteil bei den besonders bruchgefährdeten Fischaugenlinsen von 360-Grad-Kameras. Sechs Mikrofone erfassen räumlichen Sound in alle Richtungen, wobei Windgeräusche automatisch reduziert werden. Bluetooth-Konnektivität ermöglicht den Anschluss externer Mikrofone wie AirPods für Interviews oder Kommentare.

Der Test von Heise bestätigt die hohe Bildqualität der Max 2 mit detailreichen Videos und starkem Kontrast. Problematisch bleibt jedoch die Wärmeentwicklung, die sich eigentlich durch ein neues Kühlsystem nicht mehr so dramatisch auswirken sollte: Nach 25 Minuten Dauerbetrieb bei Raumtemperatur schaltet die Kamera wegen Überhitzung ab. Die Akkulaufzeit lag bei etwa 80 Minuten in höchster Auflösung.
Technisch bietet die Max 2 spezielle Funktionen, die vor allem für professionelle Anwender interessant sind. Mit 10-Bit-Farbtiefe erfasst sie über eine Milliarde Farben, während die optionale GoPro-Labs-Firmware Bitraten bis 300 Mbit/s ermöglicht. GP-Log-Codierung mit entsprechenden LUTs erweitert den Dynamikumfang für die Nachbearbeitung. 360-Grad-Fotos entstehen mit 29 MP, während Zeitlupenaufnahmen bis zu dreifacher Verlangsamung bei 4K in 100 fps möglich sind.


Für Einzelobjektiv-Aufnahmen stehen fünf digitale Objektive zur Verfügung, darunter das neue Max HyperView mit 180-Grad-Sichtfeld in 4K bei 60 fps. Die Videostabilisierung Max HyperSmooth arbeitet mit 360-Grad-Horizontsperre, sodass das Bild auch bei Drehungen und Überschlägen waagerecht bleibt. GPS-Tracking und wasserdichte Konstruktion bis fünf Meter Tiefe komplettieren die Ausstattung.
GoPro Lit Hero mit LED-Beleuchtung
Als zweite Neuheit positioniert GoPro die Lit Hero als Lifestyle-Kamera mit integrierter Beleuchtung. Das 93 Gramm schwere Gerät ist sieben Gramm schwerer als die letztes Jahr eingeführte Standard-Hero-Kamera und unterscheidet sich durch vier helle LEDs neben dem Objektiv. Diese ermöglichen Aufnahmen bei völliger Dunkelheit und erzeugen einen charakteristischen Look, der an Sofortbildkameras mit überaktivem Blitz erinnert.

Die Lit Hero filmt in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde, eine Steigerung gegenüber den 30 fps der Standard-Hero. Ein mitgelieferter Diffusor kann vor die LEDs gesetzt werden, um das Licht zu streuen und Gesichter sanfter auszuleuchten. Die Reichweite der LEDs ist jedoch begrenzt, weshalb sie sich hauptsächlich für nahe Motive eignet. Die Kamera bleibt bis fünf Meter wasserdicht und bietet über 100 Minuten Aufnahmezeit bei ausgeschalteter Beleuchtung.
Fluid Pro AI: Gimbal stabilisiert auf 3 Achsen
Der Fluid Pro AI komplettiert das Trio als universeller 3-Achsen-Gimbal. Er stabilisiert GoPro-Kameras, Smartphones und Kompaktkameras bis 400 Gramm Gewicht durch austauschbare Halterungen. KI-gestützte Motivverfolgung erkennt Gesichter und Körper automatisch, während ein integriertes Fülllicht professionellere Aufnahmen ermöglicht. Mit 18 Stunden Laufzeit dient er gleichzeitig als Powerbank.

Die Max 2 startet am 30. September für 519,99 Euro, während Lit Hero (269,99 Euro) und Fluid Pro AI (199,99 Euro) am 21. Oktober folgen. Besonders die Max 2 dürfte durch ihre Robustheit und Profi-Features punkten und die bisherige Dominanz von Insta360 im 360-Grad-Bereich anfechten. DJI war mit der Osmo 360 kürzlich ebenfalls in diesen Markt eingestiegen.
Quelle: GoPro


Gilt für DJI und GoPro: Feine Produkte für Video affine Freizeitsport begeisterte junge Leute. Klasse wie robust, kreativ durchdacht diese Art der Bildaufzeichnung ist. So etwas hätte ich mir früher als ich noch mit dem Gleitschirm unterwegs war gewünscht. Und echt preiswert sind die Geräte obendrauf.
Viel Spaß all jenen die damit ihre Videos machen – ist wirklich ehrlich gemeint.
Also nach all den Jahren mit eher schwachen Upgrades hat GoPro hier echt abgeliefert. Lediglich die App der Max 2 muss abliefern, da ist Insta360 wirklich weit vorn.
Abwarten
Leider wird auf dieser Seite ausschließlich über neue Produkte berichtet oder gemeinsam spekuliert. Was schlichtweg fehlt sind Erfahrungen von Nutzern, die einen Hinweis geben, wo Stärken und Schwächen der Neuerungen liegen. Oder gibt es dann Stress mit Handel und Firmen?
Die Dji Osmo 360 ist im Prinzip ein gutes Produkt, aber sie hat gravierende Probleme die 180 Grad-Bildschnitte sauber zu verrechnen. Wenn Vorder und Hintergrund unruhig sind – z.B. Büsche, dann gibt es im Hintergrund an der Nahtstelle ein breites Band, wo alles verschwimmt, während die anderen Teile des Bildes scharf sind. Hier ist der Kamera-Rechner schlicht überfordert. Oder unter Wasser: da paßt zumindest in unseren Teichen nichts mehr zusammen. Ob die Karibikbilder tatsächlich gestochen scharfe 360 Grad-Aufnahmen liefern, wage ich deshalb zu bezweifeln.
Ja, hier geb ich dir recht, die Zusammenrechnung bei der Insta 360 haut schon oft daneben, vor allem im Nahbereich. Sind da andere besser? Hast du dahingehend Erfahrung?
Leider nein. Ist eine Nischennutzung, da war ich bisher zurückhaltend.