Laowa Neuheiten Objektive

Laowa Aksen 45mm f/2.8 und 17,5mm f/1.7: Ultra-Makro-Zooms, die beim Zoomen scharf bleiben

Laowa bringt mit der Aksen-Serie zwei Makro-Zoomobjektive, die beim Zoomen zwischen verschiedenen Vergrößerungsstufen automatisch scharf bleiben.

Vergrößerung ändern, ohne neu zu fokussieren

Bei extremen Nahaufnahmen kostet jede Änderung der Vergrößerung normalerweise Zeit. Ihr müsst nachfokussieren, die Kamera neu ausrichten und das Licht anpassen. Genau diesen Schritt sparen die beiden Aksen-Objektive: Sie sind parfokal aufgebaut, das Motiv bleibt beim Wechsel der Vergrößerung also scharf. Laowa bewirbt die Serie entsprechend als weltweit erste parfokale Ultra-Makro-Zoomobjektive.

Das Aksen 45mm f/2.8 1-5x Ultra Macro APO deckt den Bereich von 1:1 bis 5:1 ab. Bei 1:1 landet das Motiv in Originalgröße auf dem Sensor, bei 5:1 fünffach vergrößert. Der Abstand zwischen Frontlinse und Motiv liegt fest bei 40 Millimetern. Ein in die Fassung integrierter koaxialer Beleuchtungsblock soll für schattenfreies Licht direkt am Motiv sorgen und Kontraste an Kanten verstärken.

Das Aksen 17,5mm f/1.7 5-10x Ultra Macro APO geht noch weiter und deckt fünf- bis zehnfache Vergrößerung ab, bei nur 22 Millimetern Arbeitsdistanz. Hier lässt sich die Frontsektion gegen einen Tubus mit seitlicher Öffnung tauschen, durch die sich zusätzliches Licht ins ohnehin sehr enge Arbeitsfeld einbringen lässt.

Beide Objektive sind apochromatisch gerechnet, kurz APO. Diese Bauweise soll Farbsäume an kontrastreichen Kanten unterdrücken, die bei so hohen Vergrößerungen sonst schnell sichtbar werden.

Technische Daten, Preise und Verfügbarkeit

Das 45mm f/2.8 besteht aus 13 Linsen in 9 Gruppen, hat eine 11-Lamellen-Blende und wiegt 646 Gramm. Das 17,5mm f/1.7 bringt es auf 17 Linsen in 12 Gruppen, ebenfalls 11 Blendenlamellen, und wiegt 618 Gramm. Beide sind für Vollformat ausgelegt und in den Anschlüssen Sony E, Nikon Z/F, Canon RF/EF sowie Leica L erhältlich.

Fokussiert wird bei beiden Objektiven ausschließlich manuell, einen Autofokus gibt es nicht. Das liegt zum einen an den zahlreichen verfügbaren Anschlussvarianten, zum anderen ist Autofokus bei Vergrößerungen von 1:1 bis 10:1 ohnehin von untergeordneter Bedeutung. In diesem Bereich wird in der Praxis meist manuell fokussiert, häufig kombiniert mit Fokus-Stacking für mehr Schärfentiefe.

Beide Objektive nutzen eine APO-Konstruktion (apochromatisch), die Farbsäume speziell bei so hohen Vergrößerungen wirksam unterdrücken soll, fokussiert wird bei beiden manuell.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis liegt laut Venus Optics für die fotografischen Versionen jeweils bei 749 US-Dollar (umgerechnet rund 658 Euro), die aufwendigeren Cine-Versionen kosten 1.499 US-Dollar (rund 1.317 Euro). Offizielle EU-Preise mit deutscher Mehrwertsteuer stehen noch aus.

Wer für die extreme Nahaufnahme noch zusätzliches, gezielt platzierbares Licht braucht, findet mit dem Godox MF-T76 S einen passenden Zangenblitz. Und falls euch die enormen Vergrößerungen der Aksen-Serie nicht reichen oder ihr eher im Telebereich arbeiten wollt, hat Laowa mit dem 180mm f/4.5 1.5x Ultra Macro APO sowie den cineastischen 15-24mm T8 und 15-35mm T12 Macro-Probe-Zooms bereits weitere ungewöhnliche Makrolösungen im Programm. Micro-Four-Thirds-Nutzer werden dagegen eher beim kürzlich vorgestellten 90mm f/2.8 2X Ultra Macro APO fündig.

Was der Abbildungsmaßstab genau aussagt und warum er sich durch den Sensorcrop nicht ändert, erklären wir ausführlich in unserer Einführung in die Makrofotografie.

via: PetaPixel

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3 Kommentare
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Hans

Was war nochmal ein Zoom-Objektiv? Eines mit variabler Brennweite. Wo ist die bei den beiden vorgestellten Objektiven?

K. Krimberger

Diese Aussage “Wer für die extreme Nahaufnahme noch zusätzliches, gezielt platzierbares Licht braucht, findet mit dem Godox MF-T76 S einen passenden Zangenblitz. ” verstehe ich nur bedingt. Grundsätzlich ist ein Zangenblitz dazu da um ihn direkt am Objektiv anzubringen. Bei beiden Objektiven sehe ich diese Möglichkeit nicht oder habe ich ein Objektivgewinde übersehen? Natürlich kann ich die Blitzzangen frei am Motiv platzieren aber das kann ich mit jedem Remoteblitz.

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