Venus Optics erweitert sein Probe-Portfolio um zwei Zoomobjektive, die Makroaufnahmen mit einem ultraweiten Bildwinkel kombinieren. Damit spricht der Hersteller vor allem professionelle Filmer an.
Laowa ist mittlerweile bekannt für seine ungewöhnlichen Objektive, welche die größeren Hersteller nicht produzieren wollen. Kürzlich haben wir euch die beiden Ultraweitwinkel-Objektive Laowa 17mm f/4 Zero-D Tilt-Shift und Laowa 17mm f/4 Zero-D Shift vorgestellt. Mit dem Laowa 15-24mm T8 und dem Laowa 15-35mm T12 bringt Laowa jetzt endlich die neuen Makro-Probe-Zoomobjektive auf den Markt, über die wir im letzten Jahr bereits berichtet hatten.
Makro-Probe jetzt mit Zoom und austauschbaren Modulen
Beide Probe-Objektive beginnen bei 15mm und setzen auf das typische, lange Tubus-Design, das ihr von früheren Probe-Linsen wie dem Laowa 24mm T8 2x Pro2be kennt. Der große Unterschied ist die Zoomfunktion, die euch bei Video- und Fotoaufnahmen mehr Flexibilität am Set ermöglichen soll. Laut dem Hersteller ist das 15–35mm T12 das weltweit weiteste Makro-Probe-Objektiv mit dem umfangreichsten Zoom-Bereich.
Auch das modulare Konzept ist spannend. Neben dem geraden Direct-View-Modul (gerade Röhre) lassen sich weitere Aufsatzmodule nutzen, darunter Varianten mit 35-Grad- und 90-Grad-Blickwinkeln sowie ein Periskop-Modul für extreme Perspektiven. Zudem ist das Direct-View-Modul wasserdicht bis 351 Millimeter.

Cine-Fokus mit T-Stops und Parfocal-Design
Beide Objektive sind klar cineastisch ausgerichtet. Das zeigt sich an den T-Stops, dem parfokalen Aufbau und der cinefreundlichen Bedienung. Fokussiert wird manuell, was ihr je nach Einsatz berücksichtigen solltet. Technische Daten sind unter anderem 37 Linsenelemente in 26 Gruppen, eine neunlamellige Blende, ein 90-Grad-Fokusweg, ein 0,8-Gear-Mod und ein Frontdurchmesser von nur 32 Millimetern. Die maximale Vergrößerung liegt bei 2,3× und die minimale Arbeitsdistanz bei nur 5 Millimetern.
Der Standardanschluss ist ARRI PL. Optional sind auch Canon-EF-, Canon-RF-, Nikon-Z-, Sony-E- und Leica-L-Mount-Versionen verfügbar. Für Super35 und APS-C ist außerdem ein separat erhältlicher 0,7x-Reducer vorgesehen, der in Kombination mit dem Objektiv eine Brennweite von 11–17mm (T5,6) bzw. 11–24mm (T8,4) ermöglicht.
Typische Einsatzfelder für diese Objektive sind Produktvideos, Foodfilme, Naturdokumentationen oder Werbung. Zwar ist auch das Fotografieren technisch möglich, allerdings sind Handling, Lichtstärke und das Fokus-Layout ganz klar cine-orientiert. Wenn ihr auf der Suche nach einem Probe-Objektiv zum Fotografieren seid, ist dafür das 24mm f/14 2× Macro Probe eher geeignet.
Dass sich die beiden Probe-Zooms eher an professionelle Produzenten richten, merkt man auch am Preis: Das Direct-View-Modul startet bei 4.139 Euro. Die Module sind einzeln oder im Paket erhältlich. Optional müsstet ihr bei Bedarf noch einen Wechselmount erwerben, wenn ihr das Objektiv nicht mit ARRI PL verwendet. Zudem gibt es bei Venus Optics Bundles mit weiteren Probe-Linsen.
via Petapixel

