Leica • Kameras

Leica: Erstes Bild der nächsten Sonderedition

Der Hammerschlaglack kehrt an Leicas M-Kameras zurück. Diesmal könnten gleich ein analoges und ein digitales Modell das Finish erhalten.

Ein geleaktes Foto zeigt die nächste Hammertone-Edition von Leica. Zu sehen ist eine analoge M-A mit grau strukturierter Lackierung, eine digitale M11-P im selben Finish soll folgen.

Veröffentlicht hat das Bild Leicarumors. Optisch gleicht die Kamera demnach der Ginza-Edition aus dem Frühjahr, trägt aber kein Logo auf der Front. Die Auflage soll bei 1.600 Exemplaren weltweit liegen. Ob die Zahl für beide Modelle zusammen oder für jedes einzeln gilt, bleibt offen. Preise und Termine gibt es noch nicht.

Der Hammerschlaglack ist eine graue Strukturlackierung mit gehämmert wirkender Oberfläche. Ernst Leitz Wetzlar nutzte ihn ab Ende der 1950er Jahre vor allem für Mikroskope, Projektoren und Vergrößerer. An Kameras tauchte er nur selten auf, etwa an der Leica MD von 1964, von der lediglich zehn Exemplare in diesem Finish entstanden.

Im April hatte Leica zum 20. Geburtstag des Stores in Ginza eine M-A Hammertone in 100 Exemplaren aufgelegt, verkauft ausschließlich in Japan. Schon 2011 gab es dort zum fünften Jubiläum eine M9-P Hammertone, ebenfalls in 100 Stück. Eine 2016 auf 25 Exemplare limitierte M-A Hammertone für den Wiener Store erzielte 2021 bei einer Auktion 132.000 Euro. Mit 1.600 Exemplaren weltweit fiele die neue Edition deutlich größer aus und wird entsprechend vermutlich nicht solche Wiederverkaufspreise aufrufen.

Auch zum 50-jährigen Bestehen von Leica Historica gab es eine M-A-Edition mit hellblauem Leder, von der im Sommer ausführliche Bilder auftauchten. Leica erweitert das Programm bis zur M12, die erst 2027 erwartet wird, vor allem über neue Lackierungen und Sondermodelle. Unsere Gerüchteübersicht führte bislang nur die M11-P im Hammerschlag-Finish, von der lediglich Mockups kursierten.

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8 Kommentare
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Peter Braczko

Darauf haben wir sehnsüchtig gewartet – oder etwa nicht? Läuft das schon unter: “Alles muß `raus”?

Alfred Proksch

Alles Firlefanz für den Sammler. Wer die Vorteile von Messsucher Kameras oder die herkömmliche Bedienung sowie die handwerkliche Präzision von technischen Gegenständen liebt wird sich bestimmt keine „Sondermodelle“ in die nicht vorhandene „berüchtigte Vitrine“ stellen.

Wirklich alle für das Bilder machen nötigen Parameter selbst einstellen bedeutet die eigenen Vorstellungen zu kennen sowie das Wissen technisch auf das Aufnahmegerät zu übertragen. Selbstverständlich funktioniert das mit jeder manuell bedienbaren Systemkamera genau so gut.

Der Unterschied zum M-System ist einzig und alleine KOPFSACHE !

Eine Frage stellt sich. Welche Prämissen IN DEN KÖPFEN dominant sind?

Matthias

Ganz einfach: wenn man fotografisch nicht weiterkommt, kauft man sich das tollste Equipment mit dem Hintergedanken, dass man vorne mitspielen kann. Und wenn alle sagen, das ist die beste Kamera ever, hat man nichts falsch gemacht. Bis der nächste Fachmann um die Ecke kommt und alles niedermacht. Und schon wieder hat man sich abhängen lassen weil man so dumm war gerade diese Kamera zu kaufen. Dagegen hat eine Leica doch eine ziemliche Wertbeständigkeit und macht auch noch Freude beim Fotografieren. Natürlich nur für diejenigen, die sich die Fähigkeiten angeeignet haben, damit umgehen zu können…

Heiko

Vollkommen richtig! Und die es nicht können, na die kaufen sich ne Q .

Sirion

Da darf ich dir ein bisschen widersprechen😃 es gibt auch viele Menschen, da kenne ich so manchen, die einfach sehr technikaffin sind, und die möchten gerne immer auf den neuesten Stand sein und nicht, weil sie fotografisch nicht weiter kommen. Und ganz ehrlich, mit einer Leica umzugehen ist jetzt nicht so schwierig, dass man sich dafür besondere Fähigkeiten aneignen muss🤗

Sirion

Aus kaufmännischer Sicht kann ich Leica ja verstehen, die Sondereditionen verkaufen sich immer im kürzester Zeit. Aber langsam bekommt das eine gewisse Beliebigkeit und mich persönlich langweilen diese Sondereditionen nur noch.

Alfred Proksch

Beliebigkeit sehen meine Augen bei wirklich allen Vollformat Kamera Herstellern. Sie unterscheiden sich vielleicht Software gesehen in Kleinigkeiten die sowieso kaum jemand wirklich nutzt und im Design der Produkte. Was allen gemeinsam ist sind die überhöhten Preise sowie eine gestresste Lieferfähigkeit bei diversen vergleichbaren Modellen.

Sirion

Da ist was dran, egal ob Nikon, Sony, Canon etc., alle bauen Kameras auf höchsten technischen Niveau, “Verbesserungen” finden momentan nur noch bei Sachen statt, bei den man sich fragt, was soll das. Ich sage nur Fischerkennung als Beispiel und nein, meine ich nicht als Nikon-Bashing, nur als Symptom der derzeitigen Entwicklung

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