Bildbearbeitung

Lightroom: Neue Regler für die Kante verbessern KI-Masken deutlich

Adobe hat Lightroom Classic 15.5, Lightroom Desktop 9.5 und Lightroom Mobile 11.5 veröffentlicht. Größte Neuerung: zwei neue Regler, die KI-generierte Masken spürbar sauberer wirken lassen.

Neue Regler beseitigen Halos an feinen Kanten

Wer von euch viel mit den automatischen KI-Masken arbeitet, kennt das Problem, dass an feinen Kanten wie Blattwerk, Fell oder der Horizontlinie schnell unschöne Ränder oder Halos entstehen. Genau hier setzen die neuen Regler Weiche Kante und Kante an. Weiche Kante weicht den Übergang der Maske auf, Kante zieht die Maskengrenze wahlweise nach innen oder außen.

Damit lässt sich eine automatisch erzeugte Maske, die grob passt, im Nachgang gezielt an die tatsächliche Kontur im Bild anpassen, ähnlich wie es Retuscheure in anderen Programmen schon lange von Hand machen. Verfügbar sind beide Regler sowohl in Lightroom Classic als auch in Lightroom Desktop.

Generative Erweiterung, Zu DNG rendern und überarbeitetes Zuschneiden

Mit Generative Erweiterung hält außerdem eine KI-Funktion Einzug in Lightroom Desktop und die iPhone-App (noch nicht in Classic), die ein Bild über seine ursprünglichen Grenzen hinaus erweitert und den neuen Bereich passend auffüllt, praktisch etwa für ein anderes Seitenverhältnis oder mehr Raum ums Motiv. Damit das funktioniert, flacht Lightroom vorherige KI-Bearbeitungen automatisch in ein Zwischenbild ab, was Generative Credits spart, frühere KI-Schritte danach aber nicht mehr einzeln editierbar macht.

Ergänzend gibt es die neue Funktion Zu DNG rendern: Sie erzeugt aus Bild und Bearbeitung eine neue Datei, äußerlich ein DNG, technisch aber ein TIFF im DNG-Mantel, kleiner als ein reguläres TIFF, dafür ohne Zugriff auf zusätzliche Lichter- oder Schattendetails aus den Rohdaten. Gedacht ist das vor allem als Zwischenschritt vor Generative Expand, etwa nach einem Zuschnitt.

Auch das Zuschneiden selbst wurde überarbeitet: Drehen und Spiegeln landen jetzt im Protokoll, zwei neue Menübefehle setzen die Kamera- oder Metadaten-Ausrichtung zurück, und die Abdunkelung außerhalb des Ausschnitts lässt sich in Classic in mehreren Stufen regeln. Auf dem iPad läuft zudem erstmals Entrauschen, vorausgesetzt, es steckt mindestens ein M1-Chip im Gerät. Hilfestellung zur Nutzung der neuen Funktionen erhaltet ihr wie immer bei Adobe selbst.

Erst vor rund zwei Wochen hatte Adobe mit der Anzeige des Autofokus-Punkts direkt im Raw-Bild eine weitere praktische Neuerung nachgereicht, allerdings bislang nur in Camera Raw und Photoshop, nicht im Develop-Modul von Lightroom Classic.

Dass Adobe bei Entrauschen und KI-Bildverbesserung insgesamt nachlegt, passt ins Bild der kürzlich angekündigten Übernahme von Topaz Labs, deren Technik langfristig ebenfalls in Lightroom und Photoshop einfließen soll.

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2 Kommentare
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Mike7554

ein produkt, nicht 1000sende, produkt muß nicht als abo sondern diskret (auf DVD, ect) erhältlich sein. ausserdem muß eine software reichen für professionelle bildnachbearbeitung, für web-dienste kann es extensials geben. Klare Produktlinie, klarer preis, keine überfrachtete produktwerbung auf adobe webseite….andernfalls schreibt der potentielle kunde adobe leicht mit 2 x o und 1 x f….

Markus S.

Die Masken sind auf jeden Fall besser geworden, besonders Objekterkennung und das Motiv wird besser erkannt.
Aber die Masken sind auch viel langsamer geworden. Meine Grafikkarte ist zu 100% ausgelastet und die Verarbeitung ist bestimmt 3-4 mal langsamer als vor dem Update.
Hoffentlich tut sich noch was an der Performance sonst wartet man echt recht lang bis man Einstelungen über mehre Bilder hinweg synct.

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