Skylum feiert den vierten Geburtstag von Luminar Neo mit einem umfangreichen Frühjahrs-Update. Version 1.27 bringt gleich mehrere neue KI-Werkzeuge für die Porträtfotografie – und macht dabei auch auf dem Smartphone nicht halt.
Neue Porträt-Funktionen
Das wohl praktischste neue Feature verbirgt sich im Bereich „Haut AI“: Ein neuer Regler zur Makelbeseitigung soll Pickel, Mitesser und andere Hautunreinheiten automatisch erkennen und beseitigen. Zuvor gab es hier nur die Option „Hautunreinheiten entfernen AI”. Mit dem Schieberegler könnt ihr nun selbst regeln, wie stark die Hautunreinheiten beseitigt werden sollen. Mithilfe eines neuen Schiebereglers kann nun nicht nur das Gesicht, sondern auch der Körper gezielt weichgezeichnet werden.


Auch beim Gesicht AI-Werkzeug wurde die Funktion zur Entfernung von Augenringen überarbeitet. Skylum verspricht euch ein natürlicheres Ergebnis, das weniger künstlich wirkt als bisherige KI-Korrekturen dieser Art. Bisher hat diese Option auch gerne mal Bereiche um die Augen mitkorrigiert, wo man diese Korrekturen eben nicht haben wollte.
Neu hinzu kommt außerdem das Bokeh AI-Werkzeug (bisher „Porträt mit Bokeh AI”), das nun nicht mehr auf Porträts beschränkt ist. Damit könnt ihr bei jedem beliebigen Motiv eine Hintergrundunschärfe simulieren. Dies funktioniert ähnlich wie mit dem Werkzeug „Lichttiefe” mithilfe einer 3D-Tiefenmaske. Zusätzlich könnt ihr verschiedene Bokeh-Formen wie rund, oval, hexagonal, herzförmig oder sternförmig auswählen.


Masken weichzeichnen und schnellerer Mobile-Sync
Abseits der Porträt-Werkzeuge gibt es mit dem Weichzeichnen-Regler für Masken eine weitere nützliche Neuerung. Damit lassen sich weichere und natürlicher aussehende Übergänge an Maskenrändern erzielen. Zusätzlich gibt es einen Regler, mit dem sich die Maskenauswahl verkleinern oder vergrößern lässt. Diese Funktion steht euch jetzt für alle Maskenarten zur Verfügung.
Auch die mobile App von Luminar wurde aktualisiert und heißt ab sofort nur noch „Luminar” (zuvor „Luminar Mobile”). Die Gesicht AI-Funktionen wie Beleuchtung und Gesichtsformung sowie Glanzreduzierung und Entfernung von Hautunreinheiten aus Haut AI stehen jetzt auch unter iOS und Android zur Verfügung. Zudem wurde das Bokeh AI-Werkzeug in die App integriert.
Ab dem 9. April 2026 verfügbar
Skylum verspricht außerdem, dass die Synchronisation eines bearbeiteten Bildes zwischen Smartphone und Desktop in weniger als einer Minute abgeschlossen ist. Die neue Version steht ab dem 9. April 2026 allen Anwendern mit aktiver Lizenz kostenlos zur Verfügung.
Wenn ihr noch keine Lizenz habt, findet ihr auf der offiziellen Skylum-Website derzeit eine unbefristete Desktop-Lizenz für 99 Euro. Wenn ihr Luminar Neo zusätzlich auf mobilen Geräten verwenden wollt, werden 139 Euro dafür fällig. Mit unserem Gutscheincode PHOTOGRAFIX spart ihr 10 Euro.
Nutzt ihr für die Bearbeitung eurer Porträts bereits KI-gestützte Werkzeuge wie Luminar Neo? Oder vertraut ihr lieber auf die klassische, manuelle Retusche?
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Ja, nutze Luminar Neo inzwischen sogar als Hauptprogramm. Nachdem Adobe alles auf Abo umgestellt hatte. Klassische, manuelle Retusche geht natürlich dort auch. Die verschiedenen KI-Module muss man nicht zwingend nutzen, auch wenn die inzwischen richtig gut funktionieren und viel Zeit sparen können.
Ich hatte mir dieser Tage auch einmal eine Testversion von Luminar Neo heruntergeladen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dieses Bearbeitungsprogramm als Hauptprogramm einzusetzen. Da zu fehlen mir ein paar Dinge, die andere Programme mitbringen. Sicherlich spart man viel Zeit dadurch, daß KI einem viele Dinge abnimmt, wo man sonst ziemlich zeitaufwändig Hand anlegen muß. Ich weiß ja nicht wie Du das siehst, aber daß man in den Einstellungen nicht einmal ein Farbprofil festlegen kann, sondern mir Luminar bei jeder Rawdatei immer das Luminar Farbprofil vorschlägt, was ich dann auf ein anderes ändern muß, finde ich äußerst lästig. Bei der Korrektur des Horizonts, so das bei eingeschalteter Wasserwaage der Kamera überhaupt notwendig ist, schneidet Luminar Neo Bildteile unwiderbringlich ab. So etwas kenne ich weder von Affinity Photo, noch von Photoshop Elements, die ist bislang verwendet habe. Dort werden die Bildteile wieder dazu gerechnet. Automatisch. Und mir ist es in der kurzen Testphase auch noch nicht gelungen, pastellfarbene Töne zu erzeugen. Die Farbprofile sind mir einfach viel zu knallig. Und man kann mit dem Programm Bildstrukturen hinzufügen, aber nicht wegnehmen. Vielleicht hat die 7-tägige Testphase noch nicht ausgereicht, um sich all die Dinge zu erarbeiten. Aber mit dem was ich bislang… Weiterlesen »
Man könnte diverse Kamera Profile importieren. Kameraprofile (DCP-Dateien) werden in Luminar Neo im Werkzeug „RAW entwickeln“ unter „Kamera Profil“ importiert.
Ja, das funktioniert sehr gut, ist aber meistens unnötig. Wenn ich auf das Luminar Farbprofil klicke, werden die Profile meiner Kamera darunter automatisch angezeigt. Zumindest funktioniert das bei Nikon-Kameras.
Häufig ist aber das Luminar Profil schon sehr passend.
Es geht mir nicht darum, neue Kameraprofile zu importieren, sondern darum, daß bei neu geladenen Rawdateien nicht bei jeder neuen Datei immer wieder unter dem Punkt “Entwickeln” beispielsweise das Adobe-Farbprofil erneut ausgewählt werden muß. Das nervt einfach nur.
Wenn ich jetzt versuchen würde auf all deine Fragen eine Antwort zu geben, würde das sicherlich den Rahmen sprengen. Also verzeih mir. Aber vieles von dem was du oben ansprichst funktioniert schon, wenn man weiß wie es geht. Obwohl Luminar eines der am intuitivsten zu bedienenden Programme ist die ich kenne, erfordert es trotzdem etwas Einarbeitungszeit. Auf YouTube gibt’s von René Ledrado sehr gute Videos zum Thema. Der Mann ist Dozent und kann alles super erklären. Den kann ich dir wärmstens empfehlen. Dort findest du sicher viele Antworten.
Ich kenne René Ledrado, und ich kenne auch seine Videos. Er ist ein verdammt guter Verkäufer, weil es ihm gelingt zu überzeugen, daß der Käufer einige Zusatzpakete erwerben sollte, um all das zu bewerkstelligen, was er in seinen Videos zeigt. Ich kenne auch sein Video, in dem er mittels Ebenen eine schiefe Laterne aufrichtet, ohne allerdings ins Detail zu gehen. Von Grund auf bietet Luminar Neo eben nicht die Möglichkeit den Horizont zu begradigen, ohne Bildverluste einzugehen. Selbst im Buch für 59,90 Euro stehen nicht mehr als 2 Sätze zu diesem Programmpunkt. Intuitiv ist Luminar Neo zweifelsohne, trotzdem mangelt es an Details in den Videos und Büchern. Im Mai wird das Buch zur aktuellen Version im Rheinwerk Verlag erscheinen. Ich gehe mal davon aus, daß das detaillierter sein wird. Ich hatte mir das Benutzerhandbuch zu Luminar Neo von Carolanne Kuphal bestellt. Das geht aber auch nur sehr vage an die von mir gestellten Fragen ein. Unter einem Handbuch habe ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt. Ich habe das Gefühl, daß sowohl Ledrado wie auch Kuphal nur die Werbetrommeln von Skylum sind. Wenn Du Antworten auf meine Fragen wüßtest, so hättest Du mir konkrete Hinweise geben können, wo Dir welche bekannt… Weiterlesen »
Kann nur sagen das unter Windows das Programm sehr langsam ist, selbst auf einem performanten Rechner. Zumindest als ich es noch genutzt habe, direkt nach Release als Update von Luminar AI.
Selbst mit 64GB RAM und 16 Kernen war es teils einfach nicht nutzbar.
Danach bin auf Adobe umgestiegen und auch mit dem Abo zufrieden. Lightroom bietet mir persönlich bessere Einstellmöglichkeiten und eine bessere Art Bilder zu bearbeiten.
Das mit der Performance mag auf MAC anders sein oder durch zig Updates ggf. auch auf Windows besser geworden sein. Aber der Workflow an sich gefiel mir bei Luminar Neo einfach nicht.
Die Performance war früher echt ein Problem gewesen. Mein Windows 11 Rechner hat eine ähnliche Konstellation wie deiner, dort bin ich aber mit der Geschwindigkeit inzwischen sehr zufrieden. Keine Ahnung, warum das bei dir so lange dauert. Fakt ist aber, dass das Programm auf einem Mac noch besser arbeitet.
Momentan denke ich deshalb gerade darüber nach, mir einen Mac Mini M4 zu zulegen, da mich Windows manchmal doch ziemlich nervt.
Für mich ist das Apple Ökosystem nicht zumutbar und Windows passt für mich, habe damit keinerlei Probleme.
Empfinde ich nach dem Wechsel ganz genau so!
Ich habe letztes Jahr von einem MacBook zum Galaxy Book 5 Pro gewechselt.
Subjektiv für mich kein Unterschied in der Geschwindigkeit. – Zurück zu Mac geht es bei mir auf keinen Fall wieder…
Selbst mit 64GB RAM und 16 Kernen war es teils einfach nicht nutzbar.
Das Problem ist, dass die meisten Bearbeitungsprogramme gar nicht auf alle Kerne zugreifen, sondern nur auf 2. Da nützt auch der schnellste PC nichts.
Nein, das ist hier nicht der Fall. Sowohl Lightroom, Photoshop und Luminar sind passend Multithreaded programmiert und lasten alle Kerne aus. Das mag für ältere Versionen von Adobe vielleicht zutreffen, aktuelle Versionen sind dahingehend optimiert. Nutzen ebenso die GPU.
War damals lange mit dem Luminar Support in Kontakt da eben auch das komplette System zu 100% vom Luminar Prozess belegt war, auf allen Kernen und fast den kompletten RAM gefressen hat.
Okay, wusste ich nicht, da hat sich anscheinend etwas in die richtige Richtung getan. Wenn Luminar auf Windows so langsam läuft, käme es für mich sowieso nicht in Frage. Ich bleibe bei Windows.
Aha, grosses Update für Portraitfotografen. Das wird sicher ein Ladenhüter, wenn man den Portrait-Wettbewerb bei Photografix als Referenz nimmt: Gerade mal 4 Bilder zur Auswahl bei hunderten Fotografen hier. Da frage ich mich natürlich, haben da gar nicht mehr mitgemacht, oder waren nur 4 Fotos gut genug, und den Rest haben sie gleich zum “Schlechtesten Fotografen der Welt” von Icelandair weitergeschickt?
Naja, was solls, ich mache ja sowieso nur Tierportraits, da muss ich wenigstens keine Unterschrift der Viecher haben. Und Luminar brauche ich dafür auch nicht.
Rolf, Luminar lebt davon, daß sie ihre Zusatzpakete verkaufen können. Geh mal auf die Webseite von Skylum um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel hunderte von Euro Du da verbraten kannst, um das Programm zu komplettieren.
Du kennst doch auch den Trick, wo ein Film just dort endet, wo es gerade spannend wird. Für die nächste Folge mußt Du dann wieder bezahlen. Und um alle Aktualisierungen zu erhalten braucht es eben ein Abonnement.
Insgesamt ist das dann aber auch nicht preiswerter als Lightroom im Abo, so Du es im Angebot erwirbst. Der einzige Vorteil bei Luminar Neo ist, daß Du im Portraitmodus die Person mittels KI zum Lächeln bewegen kannst, auf Knopfdruck. Aber wie Du schon sagst. lächelnde Viecher braucht niemand.
Ja, Frank, das machen die anderen aber auch. Ich habe ja DxO PL9, da gibt es auch immer 2 Versionen, dazu noch spezielle Software, aber alles ohne Abo. Die letzte Version PL hatte ich etwa 8 Jahre lang, das kam eindeutig günstiger als ein Abo. Für die Z8 brauchte ich aber die neuste Version. Wenn man später zufällig noch eine neue Kamera kauft, braucht man wieder die neuste Version, aber das kostet dann weniger, wenn man die letzte oder vorletzte Version schon hat.
Ich bleibe aber bei DxO PL, den ganzen Schickimicki mit Fotos manipulieren usw. brauche ich nicht, ich möchte authentische Bilder erzeugen. Deshalb kommt Luminar sowieso nicht in Frage, das geht genau in die entgegengesetzte Richtung.
Vielleicht hätte man statt dessen einfach eine Frau nehmen sollen.
Dann hätte man den Plastik-Look wenigstens noch auf Make-up schieben können.
So bleibt nur die leise Frage:
Warum jagen so viele einem Ideal hinterher,
das eher an eine Schaufensterpuppe erinnert
als an einen echten Menschen?
Dabei sind es doch gerade die Gesichter mit Ecken, Kanten und gelebten Spuren,
die uns wirklich fesseln.
Die Geschichten erzählen, ohne ein einziges Wort.
Setztmittlereile ja fast komplett auf AI und das man möglichst weit entfernt vom Original Foto am Ende ist.. für movh ist das nichts , für Generation Instagram ist es wohl top
Lichttiefe, dieses Werkzeug ist der Hammer und gehört inzwischen zu meinen Lieblingen. Ich bin gespannt auf das ähnlich funktionierende Bokeh AI.
Meins auch. Hab es mir sofort ganz nach oben verschoben.
Findet ihr das Deep Light Tool wirklich gut? Ich habe mir dazu einige Videos angeschaut und mein Eindruck ist ehrlich gesagt kritisch. Für mich hat dieses KI-Tool kein echtes Verständnis von Licht und Bildwirkung. Im Kern wirkt es wie ein globaler Eingriff, vergleichbar mit einer großen radialen Maske in Lightroom, die man einmal von links nach rechts durch das gesamte Foto zieht und danach noch von oben nach unten. Das Problem dabei ist die fehlende Präzision. Die Trennung der Bildbereiche erfolgt ohne echtes Lichtverständnis und wirkt dadurch ungenau. Im Prinzip arbeitet das Tool wie ein breites Lichtband, das einmal über das Bild gelegt wird, mehr passiert da nicht. Das Ergebnis wirkt für mich oft eher wie ein zusätzlicher Instagram Effekt als wie eine saubere Lichtführung und verliert dadurch schnell an Qualität und Tiefe, statt wirklich edel zu wirken. Ich kann nachvollziehen, dass das für Einsteiger beeindruckend ist. Gerade wenn man sich noch nicht intensiv mit Maskenarbeit und Lichtführung beschäftigt hat, lassen sich solche Effekte auf den ersten Blick schnell als „stark“ wahrnehmen. Viele werden davon beeindruckt, weil sie hochwertige Ergebnisse und echte Fine Art Bearbeitung bisher kaum gesehen haben. Für jemanden, der seit Jahren gezielt mit Masken arbeitet und Licht… Weiterlesen »
Wie schön ist es deinen Artikel zu lesen – Endlich jemand der eine Bilddatei „lesen“ kann – Jemand der gezielt arbeitet und keine Effekthascherei betreibt. Meine Hochachtung hast du auf jeden Fall und zwar unabhängig davon welche Software für die Bearbeitung verwendet wurde.