Die Hüter des Micro-Four-Thirds-Standards raten vor dem Kauf von Produkten fremder Hersteller zur Vorsicht. Welche Firmen gemeint sind, bleibt offen.
Kauft ihr eine Kamera oder ein Objektiv mit Micro-Four-Thirds-Anschluss von einem Hersteller außerhalb des Standards, solltet ihr die Kompatibilität vorher selbst prüfen. Das Four Thirds Office hat am 10. Oktober einen entsprechenden Hinweis veröffentlicht. Darin heißt es, das Office garantiere “NICHT”, dass Produkte von Nichtmitgliedern dem Standard entsprechen oder mit einzelnen Geräten zusammenarbeiten.
Der Link steht prominent in der Navigationsleiste der englischen und der japanischen Website. Vor dem Kauf sollt ihr kompatible Modelle, unterstützte Funktionen und Nutzungsbedingungen beim Hersteller oder Händler nachlesen. Konkrete Marken oder Produkte nennt das Office nicht.

Zwei Neuzugänge in diesem Jahr
Der Standard hat 2026 zwei neue Mitglieder bekommen. Im Februar trat der chinesische Hersteller Sonida bei, im September folgte GoPro. Beide zeigen, dass eine Mitgliedschaft keine volle Kompatibilität bedeutet. Die Mission 1 Pro ILS nutzt das MFT-Bajonett ohne elektronische Kontakte und arbeitet nur mit manuellen Objektiven. Die Kamera, die Sonida auf der IFA zeigte, trägt am Bajonett die Aufschrift “N-Mount” und hat zehn statt elf Kontakte.
Die Warnung zielt ausdrücklich auf Nichtmitglieder. Davon gibt es inzwischen einige mit MFT-Produkten. Viltrox hat im Juli seine ersten MFT-Objektive angekündigt, auch 7Artisans und Meike fehlen auf der Liste. Das günstige SG-image AF 25mm f/1.8 funktioniert laut Robin Wong an einer Olympus Pen E-P2 nicht, an Panasonic GM1 und GF7 nur mit elektronischem Verschluss.
Insta360 ist ebenfalls kein Mitglied. Seit April kursieren Bilder einer Insta360-Kamera mit MFT-Bajonett, Gründer JK Liu bestätigt zwei spiegellose Systemkameras in Entwicklung. Ob der Hinweis einem dieser Hersteller gilt, bleibt offen.
via: DPReview


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