Kameras

Minolta meldet sich mit (enttäuschender) Kamera zurück

Minolta ist wieder da und meldet sich mit einer neuen Kamera zurück. An alte Glanzzeiten kann das Unternehmen damit aber sicher nicht anknüpfen.

Name Minolta taucht auf neuer Kamera auf

Minolta war einer der ältesten Kamerahersteller Japans und gehörte Ende des letzten Jahrtausends neben Canon und Nikon zu den weltweit größten Kameraherstellern. Im Jahr 2006 gab das Unternehmen dann allerdings den Rückzug aus der Branche bekannt, das A-Bajonett wurde im Anschluss von Sony übernommen und existiert bis heute – auch wenn Sony in diesem Bereich vermutlich keine Neuheiten mehr vorstellen wird. Schließlich liegt der Fokus des Unternehmens seit vielen Jahren auf dem E-Bajonett.

Doch nun meldet sich Minolta tatsächlich mit einer neuen Kamera zurück. Oder sagen wir besser: Der Name Minolta ist auf einer neuen Kamera zu finden. Mit dem ursprünglichen Minolta hat das natürlich nichts mehr zu tun, vielmehr gehört der Markenname inzwischen der „JMM Lee Properties LLC“ und die neue Kamera, auf die wir gleich zu sprechen kommen, wird von „Elite Brands Inc.“ gefertigt.

Minolta MNCP10: Eine Sofortbildkamera

Manche von euch werden es sich sicherlich schon denken können: Bei der neuen Minolta Kamera handelt es sich um eine Sofortbildkamera. Die „Minolta MNCP10“ kann bereits bei Amazon zum Preis von 310 Euro vorbestellt werden, löst mit 10 Megapixeln auf und ist in der Lage, die geschossenen Bilder auch direkt auszudrucken. Weitere Details ersparen wir euch.

Sofortbildkameras liegen im Trend, das zeigen auch die neusten Verkaufszahlen aus Japan, dort konnte Fujifilm zuletzt dank der eigenen Instax-Kameras nämlich sogar Sony überholen. Die Markeninhaber von Minolta wollen scheinbar auf diesen Zug aufspringen und so ein paar Euro verdienen.

Dass wir ehemals große Namen auf eher enttäuschenden Neuheiten wiederfinden, war in den letzten Jahren keine Seltenheit – wir erinnern uns an die Yashica Y35. Wobei Yashica im Jahr 2022 ja einen weiteren Anlauf starten und ein neues Produkt auf den Markt bringen möchte (wir berichteten). Mal sehen, welchen in Vergessenheit geratenen Markennamen wir als nächstes auf einer Neuheit sehen werden. Auf wen tippt ihr?

via: Sonyalpharumors | Beitragsbild: Simon Woehrer

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joe

Also so schlecht ist das Ding nicht, nur etwas zu teuer in Deutschland. Man kann damit nicht nur Bilder der Kamera, sondern auch vom eigenen Smartphone drucken und die Bilder sind erheblich grösser (30%) als die Instax Bilder.
In den USA kostet die Kamera ohne Steuer unter 199,95$. Wenn man den Wechselkurs mit einbezieht und die Mehrwertsteuer von 19% dazurechnet, dann kommt man auf einen Euro-Preis von 209,50€. Also der aufgerufene Preis in Deutschland ist schlappe 100,50€ oder 32% zu hoch.

Rüdiger

3,75mm f2.2 mit 10MP? Ist also ein Fotodrucker mit unterklassigem Handykameramodul.

joe

Und Fuji Instax ist Spitzenqualität ohne Drucker?🤣🤣🤣

Rüdiger

Fuji Instax ist Fotobelichtung – die Instax Kameras sind analoge Sofortbildkameras.
Die Fuji Instax Pinter belichten den Film mit RGB OLEDs.

Minolta dagegen druckt digitale Bilder im Thermo Transfer Verfahren.

Wenn schon schlechte Qualität, dann bitte richtig!

rue jo

Danke…für das spekulative …äh spektakuläre Bild auf Facebook zu sehen…weshalb ich extra hierher geswicht bin… So’n sch… Ich hätt’s mir denken können..;) 😉 ;)))))

joe

Wer ist denn heute noch auf Facebook? Wusste gar nicht dass es die noch gibt, selbst meine Schwester ist schon seit Jahren nicht mehr dabei, das will was heissen.

rue jo

Du wirst staunen…oder vielleicht doch nicht, denn dort sind ne Menge Fotoleute, Gruppen aus unterschiedlichen Gründen. Fotos werden auf FB jede Menge gepostet.Vernetzung spielt sicherlich eine Rolle, Erreichbarkeit und private Gründe. Gäbe es keine Bezugsleute dort, wäre ich wohl auch nicht mehr dort. 🙂

Markus B.

Was ist der Vorteil gegenüber den Hybrid-Sofortbild-Kameras von INSTAX oder Canon? Die kosten weniger wie die Hälfte…
Es ist wie bei billiger Consumer-Elektronik: Die wird mittlerweile auch unter glorreichen Markennamen wie „Grundig“ oder „Dual“ verkauft…schade für die einst so stolze Marke „Minolta“…
Hätte Sony die Namensrechte behalten und auf seine Kameras gedruckt, dann wäre das wenigstens ehrlich.

Martin Berding

Minolta war bis zur Jahrtausendwende das Tafelsilber. Es wurden sogar Objektive (Zoom) und Kameras (Leicaflex) für Leica zugeliefert. Nach der Jahrtausendwende ging die Geschichte mit irgendwelchen Plasteknubbeln steil bergab, bis Sony alles übernahm. Warum eigentlich kommen sie jetzt mit dem komischen Ding wieder zum Vorschein?
So als würde Mercedes den Trabant nachbauen.

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