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Naturfoto des Jahres 2020: GDT präsentiert den Gewinner

Die Gesellschaft für Naturfotografie hat das beste Naturfoto 2020 gekürt. Hier seht ihr das Gewinnerfoto “A hare’s dream” von Peter Lindel.

Mit Atemmasken und Schutzhandschuhen hat die Jury der Gesellschaft für Naturfotografie den Gewinner des diesjährigen “Naturofoto des Jahres” präsentiert. Erstmalig wurde dieses nicht bei der jährlichen Mitgliederversammlung, sondern in einer Online-Abstimmung, ermittelt. Gewonnen hat das Foto “A hare’s dream” von Peter Lindel.

Gewinnerfoto des "Naturfoto 2020" der GDT
© GNJ 2020, Peter Lindel | Titel: A hare’s dream

Das Foto, so Lindel, entstand im Juli 2019 und sei das Ergebnis einer monatelangen Suche nach einer geeigneten Location. Im Morgenlicht entdeckte Lindel drei Hasen, von denen einer zum Modell seines Gewinnerfotos wurde. Der Feldhase sei dabei inzwischen deutlich schwerer zu finden, als noch vor 12 Jahren. Dabei war es damals die große Anzahl der Hasen, die ihn überhaupt dazu gebracht hätten, Naturfotos im Dortmunder Norden aufzunehmen.

Weiterhin sehe Lindel in den Augen des Hasen Neugierde, Vorsicht, Angst und Verträumtheit. Maßgeblich wird das Foto allerdings vom rötlichen Gegenlicht bestimmt, das die Gräser rund um das Subjekt erstrahlen lässt. Ich persönlich finde vor allem die Augen des Hasen beeindruckend, die durch den starken Lichteinfall sehr plastisch wirken. Doch auch ein Blick auf die anderen Einsendungen lohnt sich.

70 Fotos in sieben Kategorien

Denn auf ihrer Homepage zeigt die GDT 69 weitere Fotografien, die es in die engere Auswahl geschafft haben. Als Kategorien dienen dabei Vögel, Säugetiere, “Andere Tiere”, Pflanzen und Pilze, Landschaften, Atelier Natur und die Sonderkategorie Wasser. Die Fotos lassen sich allesamt auf der Homepage der Gesellschaft für Naturfotografen einsehen. Über folgenden Link gelangt ihr direkt dort hin:

» Alle Gewinnerfotos sehen

Hier exemplarisch drei weitere Siegerbilder aus anderen Kategorien:

© GNJ 2020, Benjain Waldmann
© GNJ 2020, Flurin Leugger
© GNJ 2020, Jens Cullmann

Alle Preisträger werden neben der Auszeichnung mit Warengutscheinen von AC-Foto belohnt. Gewinner Lindel erhält als Gesamtsieger zudem eine Olympus OM-D E-M1 Mark III samt Kit-Objektiv. Wollt ihr im Jahr 2020 selbst ein Foto einsenden, habt ihr für Auswahl oder Aufnahme eurer Fotos voraussichtlich bis Dezember Zeit. Im letzten Jahr fiel der Start für Einsendungen auf den 20. Dezember und endete am 1. Februar 2020. Alle benötigten Informationen findet ihr ebenfalls auf der oben verlinkten Seite der GDT.

Quelle: GDT

Benjamin Lucks

Benjamin Lucks

Freiberuflicher Journalist, der einige Jahre Berufserfahrung aus einer Technik-Redaktion mitbringt. Da er seit seiner Jugend fotografiert, ist Photografix für ihn die lang ersehnte Doppelbelichtung aus Berufs- und Privatleben.

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Mirko

….tolles Picture vom Hasen ?

joe

Habe mir alle Fotos angesehen, da sind zum Teil wirkliche Hammerbilder darunter und es ist schwierig zu entscheiden ob nicht Platz 4 oder 8 es nicht auch verdinet hätten zu gewinnen. Eine krasse Fehlentscheidung gibt es allerdings doch – nach meinem Fotogeschmack – bei Wasser hat – meiner Meinung nach – das schlechteste Bild gewonnen, jedes andere Bild aus dieser Kategorie ist um Längen besser. Aber ich muss dazu sagen ich kann dieses verschwommene, langzeitbelichtete Wasser nicht mehr sehen! Das hätte bei mir nicht einmal Platz 10 belegt.

Finny

danke, geht mir genauso! Das ist so…. 80er… hat mir noch nie gefallen!

Jürgen W

Platz 1 in der Kategorie “H-Milch in der Natur” :-))

Pendulum

das ist echt der erste Fotowettbewerb 2020, wo ich die alle Bilder echt stark finde. Absolut verdient.

Norbert L.

Klasse Fotos!

Jürgen W

Die Bilder sind mir nicht “wabi-sabi” genug. Nicht authentisch. Das ist doch keine Natur! Sie zeigen nicht das (manchmal schmerzvolle) Werden und Verfall, den Prozess, die Evolution, das Imperfekte.

Wo sind die Produkte der Natur wie Kartoffeln? Fallobst? Vielleicht gar Kuhfladen?

Unser Nachbar hat einen Hund mit nur drei Beinen. Auch den kann man fotografieren, wie er viel Spaß dabei hat, mit unserem Enkel zu spielen.

Hier noch ein Beispiel, wie ich das mit dem Verfall meine: Christopher Beane, “Kale Frost”, aus dem Buch “Flower”.
comment image

Die Gewinnerbilder sind mir zu sehr ästhetisch überhöht. “Please, Adobe, pimp my landscape!”

Im Angelsächsischen nennt man das auch kritisch “steroid landscapes”.

Wundert mich, dass die Bilder überhaupt noch draußen geschossen werden und nicht im Studio.

Tom

Sehr schöne Bilder.

Und wer da wieder meckert: “Mimimi, die wurden nachbearbeitet, mimimi”

Ja und? Das gehört heutzutage dazu, um den Bildern den Ausdruck zu verleihen, den man ihnen verleihen möchte. Dadurch werden sie besonders und sehen nicht aus wie das tausendste Blümchen oder Katzen JPEG Foto, das in irgendeinem Forum gepostet wird.

Bernd

Wer sich beschwert, das Fotos “nachbearbeitet” werden, der hat Fotografie nicht verstanden.

Natürlich gibt es einige, die komplett übertreiben, aber da bei den Gewinnerfotos sehe ich keins in diese Richtung. Finde ich alle toll.

daniel

“Wer sich beschwert, das Fotos „nachbearbeitet“ werden, der hat Fotografie nicht verstanden.”
verstehe ich nicht. muss man bilder bearbeiten um photographie zu verstehen?

Thomas Müller

@Bernd: Ich sehe das genau umgekehrt: Wer regelmässig seine Fotos nachbearbeiten muss, DER hat Fotografie nicht verstanden.

Bernd

@Thomas Müller
Ich rede nicht von Retusche oder Fehlerbeseitigung.

Tom

@ Bernd manche Leute kennen den Unterschied anscheinend nicht, weil sie sich selbst nie wirklich damit beschäftigt haben.

Thomas Müller

@Tom
Viele Leute kennen den Unterschied, wollen aber Fotografieren und nicht malen. Wer richtig fotografieren kann und bei der Bildgestaltung und Aufnahme bereits versteht was er macht und zu welchem Ergebnis dies führt, muss höchstens wenig nachbearbeiten. Wer das nicht gelernt hat, versteht auch nicht von was ich rede.

Thomas Müller

@Bernd
Ich auch!

Tom

@Thomas wer in RAW fotografiert muss immer mehr bearbeiten und die Nachbearbeitung hat in erster Linie wenig mit Bildgestaötung zu tun. Wer die Bildgestaltung ( Drittel Regel, goldener Schnitt etc.) nicht beachtet, kann das in der Nachbearbeitung nur noch retten, wenn noch viel Bild um das eigentliche Motiv vorhanden ist. Manchmal kann man während dem Fotografieren auch gar nicht so genau arbeiten und schneidet das Bild im Nachhinein zurecht.

Warum man Fotografie deswegen nicht verstanden hat, musst du mir erklären, denn wenn man sein Bild dadurch perfektionieren möchte, hat man Fotografie mehr verstanden als manch anderer.

daniel

tom, wenn man seine kamera einzustellen weiß, wird man am ende kein raw benötigen. man wird nichts croppen müssen (es gibt mehr als nur 1/3 oder den goldenen schnitt) und man braucht keine farben oder licht nachzubarbeiten. vielleicht ist es eine philosophische frage, aber ich mag nicht die bilder nachzubearbeiten. daher bemühe ich mich die kamera vorher richtig einzustellen. jpg ausgabe bei geschätzt 98% der bilder ist gut bis sehr gut. warum dann noch ans raw gehen?

wer wer die zeit hat und lieber später bearbeitet darf das sicherlich gern. aber das hat nichts mit dem verständnis der photographie zu tun.

Tom

@daniel dann belichte mal bei Landschaft mit einem Bild so, dass die hellsten Stellen optimal belichtet sind und das du beim JPEG bei den dunklen Stellen dann noch genug siehst. ? Wird schwer. Bei RAW kein Problem. Einfach unterbelichten, dass die hellsten Stellen (z.b. Sonne) perfekt belichtet sind und in der Nachbearbeitung hellt man die dunklen Stellen ohne Verluste auf. Du hast etwas bei vielen Kameras die Möglichkeit HDR zu nutzen, aber bei Motiven mit Bewegung geht das nicht und HDR Bilder aus der Kamera sehen immer merkwürdig aus. Dann bei Portraits will ich sehen wie du in der Kamera Hautunreinheiten etc . bearbeitest und wie du die Haut etwas softer machst. Bei Motiven, wo du nicht viel Zeit hast, z.B. Hochzeiten, die ich auch fotografiere, möchte ich sehen wie du bei allen Bildern einen perfekten Bildaufbau hinbekommst. “Halt, das mit dem Tausch der Ringe müssen wir nochmal machen, mein Bildaufbau war nicht perfekt und ich kann nicht nachbearbeiten” ? Dann will ich auch noch sehen, wie du JPEGs deinen eigenen Look verleihst, so wie ihn viele Fotografen haben, damit man ihre Bilder wiedererkennt und damit Kunden wissen, was sie zu erwarten haben. Die standard JPEGs aus der Kamera sehen… Weiterlesen »

Bernd

Daniel ein gutes Beispiel für meine These. Danke.

Mirko

„ Dann will ich auch noch sehen, wie du JPEGs deinen eigenen Look verleihst“

Tom nichts einfacher als das zB
Simulation Eterna
Dynamikbereich DR200
Körnung schwach
Weißabgleich Auto R +4 B -6
Lichter +4
Schatten +4
Farbe +4
Schärfe -2
Rauschreduktion -4
ISO 400

oder

Simulation Classic Chrome
Dynamikbereich DR100
Körnung schwach
Weißabgleich 10000K R-7 B +3
Lichter -1
Schatten +1
Farbe 0
Schärfe +2
Rauschreduktion -4

Ich glaube anhand der Daten wirst Du schon erkennen das ich zwei völlig unterschiedliche Looks von einen Motiv ablichten kann ohne den RAW Konverter überhaupt bemühen zu müssen ? Natürlich muß einen vorher klar sein mit welcher Filmsimulation man arbeitet oder eben nicht.

Tom

@Mirko ok, das ist einer meiner genannten Punkte, der Rest bleibt noch übrig ?
Trotzdem hast du da aber Filmlooks, die von Fuji vorgegeben wurden. In Lightroom kann ich eigene Presets erstellen, die es in der Kombination so nicht gibt.

@ daniel

Du hast noch geschrieben “…(es gibt mehr als nur 1/3 oder den goldenen schnitt…
Ja, ich habe ja auch “etc.” dahinter geschrieben, damit ich nicht alles aufzählen muss: “( Drittel Regel, goldener Schnitt etc.)”
Wenn, dann bitte alles lesen und nicht Dinge unterstellen, die man nicht geschrieben hat.

Mirko

Tom,
das sind Filmsimulationen die auf Fuji aufbauen so kann man eben aus ClassicChrome von mir aus Kodakchrome nachahmen und dies bereits in der Kamera, letztendlich macht man in LR nichts anderes ?
Was Du weiter oben beschrieben hast mit den Lichtern/ Schatten hatte der „Gott“ der deutschen Fuji Gemeinde mal gezeigt (glaube es war die Pro3) und zwar in Jpeg ?
Natürlich hat RAW das größere Potential aber ausschließlich in RAW zu fotografieren ist Schnee von gestern. Hatte vor geraumer Zeit ein Bild gesehen vom Brandenburger Tor bei herrlichen Sonnenschein nur Schatten war keiner da ? aber solche Bilder scheinen gerade modern zu sein, wo Sonne ist da ist auch Schatten und diesen muß ICH nicht weg bügeln ?

daniel

tom, das war keine unterstellung, ich habe das etc übersehen. 😉

tom, ich habe nicht behauptet, daß jemand der seine bilder bearbeitet keine ahnung vom photographieren hat (von wegen thema unterstellung). ich habe lediglich festgestellt, daß man sehr wohl ohne bildbearbeitung klar kommen kann, wenn man die kamera schon auf die bildsituation einstellt. die filmprogramme von fuji sind nur voreinstellungen. die kann man auf jeder anderen kamera ebenfalls übernehmen, mit der richtigen einstellung.

zu behaupten das eine sei richtig und das andere sei falsch ist grundsätzlich eine pholosophische einstellung. jemand der seine bilder nicht nachbearbeitet ist genau so ein photograph wie jemand der 7 programme verwendet. ich persönlich bearbeite nahezu keine bilder nach. mir gefallen die voreinstellungen von fuji sehr gut und verfälscht wird bei mir auch nichts. wenn ich einen zarten schmeichelhaften look bei einem portrait haben will, dann schnalle ich das agfa multi coated 50mm f1.4 auf die kamera. bei offenblende ist da garnichts mehr scharf. 😉

Tom

@ Mirko Da ich aber auch wegen den anderen Punkten die Nachbearbeitung mit Lightroom benötige, fällt der Punkt für mich eben flach 😉 Man kann eben nicht in der Kamera Hautunreinheiten korrigieren oder Dinge im Hintergrund enfernen, die im Bild stören. Du kannst zwar die Werte so einstellen, wie du oben geschrieben hast, aber sobald sich das Motiv, die Umgebung und das Licht unterscheidet, musst du auch da wieder korrigieren. Bei RAWs kümmere ich mich um die Bildgestaltung und erledige den Rest später am PC, wo ich die Bilder eh in großer Ansicht überprüfen muss. Auf dem Bildschirm am PC sehe ich nicht nur das Bild deutlich größer, ich kann auch alles genauer kontrollieren, als auf dem kleinen Display der Kameras. Ich kann dann nicht nur mit einem Klick mein Preset darüber legen, sondern kann auch schnell und einfach andere Korrekturen vornehmen, wenn nötig. “Hatte vor geraumer Zeit ein Bild gesehen vom Brandenburger Tor bei herrlichen Sonnenschein nur Schatten war keiner da ? aber solche Bilder scheinen gerade modern zu sein, wo Sonne ist da ist auch Schatten und diesen muß ICH nicht weg bügeln ?” Keiner entfernt Schatten komplett, weil das einfach merkwürdig aussehen würde. Ich habe zumindest noch… Weiterlesen »

Tom

@ daniel

“tom, ich habe nicht behauptet, daß jemand der seine bilder bearbeitet keine ahnung vom photographieren hat (von wegen thema unterstellung). ”

Habe ich auch nicht behauptet ;-). Ich habe geschrieben “Das hat aber nichts damit zu tun, dass man Fotografie nicht verstanden hat.” Ich habe nie geschrieben, dass du das geschrieben hast.
Aber Thomas Müller hat geschrieben: “Wer regelmässig seine Fotos nachbearbeiten muss, DER hat Fotografie nicht verstanden.”
Und das ist einfach falsch.

Oft genug liest man nämlich genau diese Aussage von Thomas Müller und die Leute haben es einfach nicht verstanden und werden es auch nicht verstehen.

Und Fuji ist so ziemlich der einzige Hersteller, dessen Kameras so gute JPEGs ausspucken und die diese Filmlooks haben. Es gibt ja auch noch andere Hersteller und da sieht ein JPEG aus wie jedes andere.

Thomas Müller

@Tom Bist DU Dir eigentlich sicher, dass Du verstanden hast, über was hier diskutiert wird und was andere meinen? Bernd hatte behauptet, “wer sich beschwert, dass Fotos “nachbearbeitet” werden, der hat Fotografie nicht verstanden”. Genau auf diese falsche und überhebliche Aussage habe ich geantwortet und diese Aussage von Bernd bringt das zum Ausdruck, was selbst der ein oder andere Profifotograf an Workflow hat, nämlich dass man mal mit wenig Überlegungen losfotografiert und sich dann später am Bildschirm um das “schöne” Foto kümmert. Teilweise mit Eingriffen, die weder mit dem ursprünglichen Ausgangsmaterial und erst recht nicht mit der fotografierten Realität noch viel zu tun haben. Heutige digitale Fotografie zusammen mit Bildbearbeitungsprogrammen macht dies möglich. Stephan Fürnrohr hat das für den Veranstalter dieses Wettbewerbs hier aber bereits beschrieben, dass man derartig entstandene “Fotos” für den Wettbewerb nicht haben möchte, man möchte authentische Fotografie beurteilen und lässt nur geringfügige Eingriffe zu. Genau das ist auch mein Ding. Wenn ich eine Person mit Falten portraitiere, dann bleiben bei mir die Falten drin, die sind Ausdruck von Persönlichkeit und Lebenserfahrung und haben ihren eigenen Charme und genau diese Bilder sind authentisch. Wer künstlich glattgebügelte unrealistische Gestaltungen portraitieren will oder muss oder wer Produktfotografie mit möglichst… Weiterlesen »

Tom

@Thomas aha und wie hätte man jetzt all das aus deinen bisherigen Kommentaren herauslesen sollen? Ich bin kein Hellseher. Hättest du deinen Standpunkt vorher genauer erläutert, hätte ich dich früher verstehen können.

Da du aber nur auf eine falsche Aussage (von Bernd) mit einer falschen Aussage geantwortet hast, kann man das nicht riechen.

Bernd

@Thomas Müller.
Wie schon oben erwähnt, ich rede nicht von Retusche oder Fehlerbeseitigung.

Du setzt Nachbearbeitung gleich mit Unrealistischen Bildern und mit unüberlegter Fotografie, die dann am PC korrigiert wird. Und das ist von dir auch eine überhebliche Aussage.

Natürlich gibt es einige Fotografen, die RAW als Korrektur verwenden, aber die haben Fotografie ebenso nicht verstanden. Andere haben ebene gerne einen gewissen Style. Warum auch nicht?

RAW mit seinem großen Dynamikumfang und der viel höheren Farbtiefe als JPEG hat irre Potential, wenn man es richtig verwendet und natürlich Vor Ort am Motiv und später bei der Entwicklung weiß was man tut.

Alles andere ist Porsche fahren mit nur mit den ersten zwei Gänge.

Mirko

Tom,
um eins mal klar zustellen, ich habe früher mehr in RAW fotografiert ( also genau umgekehrt im Vergleich zu Dir) und fotografiere erst mit Fuji häufiger im Jpeg Format.
Dann arbeite ich mit CaptureOne, das habe ich mir nicht zum Spaß zugelegt und weiß auch schon wie man es anwendet ?
Und wenn ich zB ein Bild überbelichten will dann tue ich es bewusst schon im Vorwege und nicht erst im Nachgang , so kreieren die einen das fertige Bild schon in der Kamera die anderen im Nachgang am Rechner. Mir geht es hier nicht um RAW vs JPEG !!!
Da ich nicht mit Hochzeitsfotografie mein Geld verdienen muß greife ich gerne bei Portrait zum Biotar, erspart mir auch schon im vorweg die Zeit um nicht im Nachgang am Rechner mir ein Swirly Bokeh erstellen zu müssen (Thema eigener Look)

Rolf Carl

Hallo zusammen, da es im Beitrag ja um einen Naturfotografen-Wettbewerb geht, hier noch einige Ergänzungen betreffend Jpeg und Raw: Stephan Fürnohr, übrigens selber Preisträger dieses GDT-Wettbewerbs, schreibt in seinem Kommentar weiter unten, dass wer in die engere Wahl komme, die Raw-Dateien einreichen müsse. Bei den meisten Naturfotografie-Wettbewerben ist dies sogar zwingend, um Manipulationen auszuschliessen. Wie ich den Wettbewerbsunterlagen des GDT entnommen habe, ist es aber hier möglich, auch Jpeg-Dateien zur Überprüfung einzusenden. Allerdings müssen es Jpeg’s direkt aus der Kamera sein und dürfen kein zweites Mal in einer Bearbeitungssoftware abgespeichert werden. Das heisst im Klartext, dass die Fotos schon absolut perfekt sein müssen, um sie gebrauchen zu können, denn z.B. auch Sensorflecken dürfen nicht mehr entfernt werden, was bei Raw-Dateien erlaubt ist. Die Üperprüfung der Originaldateien führt in der Regel ein spezialisiertes Labor in Holland durch. Zudem werden die Originaldateien mit den eingesandten Jpeg’s in höchster Qualität abgeglichen. Diese Massnahmen schliessen Manipulationen im technischen Bereich praktisch aus. Naturfotografen, die an Wettbewerben teilnehmen möchten, fotografieren deshalb fast ausschliesslich in Raw. Bei der Nachbearbeitung sind nur moderate Korrekturen erlaubt. Das heisst also, dass schon bei der Aufnahme sehr präzise gearbeitet werden muss, um nachher mit möglichst wenig viel herausholen zu können. Bei… Weiterlesen »

Rolf Carl

Nachtrag:

Sorry natürlich können Sensorflecken beim eingesandten Foto entfernt und Anpassungen durchgeführt werden. Nur das Kontrollbild muss original aus der Kamera sein.

Thomas Müller

@Tom
Stimmt Tom, das konnte man aus meinem ursprünglichen Post natürlich nicht herauslesen, das bedurfte weiterer Erläuterungen. Eingangs wollte ich der Aussage von Bernd auch nur ein pointiertes und kurzes Contra geben, dass dies dann zu umfangreicheren Diskussionen führt, hatte ich nicht erwartet.

Thomas Müller

@Bernd
Nein, ich setze Bildbearbeitung nicht mit unrealistischen Fotos gleich. Da Du aber schon wieder anderen, die einen anderen Workflow als Du haben, in arroganter Weise vorwirfst, sie hätten Fotografie nicht verstanden, habe ich keine Lust mehr mit Dir darüber zu diskutieren. Du kannst mir aber glauben, jeder der hier sich regelmässig zu Wort meldet, hat von Fotografie mindestens das verstanden, was Du meinst verstanden zu haben. Die Kenntnisse über den grösseren Dynamikumfang und grössere Farbtiefe von RAW-Aufnahmen sind dabei nur ein Klacks und absolute Selbstverständlich, das weiss hier praktisch jeder.

Bernd

@Thomas Müller
Du wirfst anderen Leute in Arroganter Weise vor, das sie nicht fotografieren können, wenn sie “Nacharbeiten”, du perfekter Fotograf.

daniel

bernd, da muss ich thomas leider in schutz nehmen. damit hast du angefangen:
“Wer sich beschwert, das Fotos „nachbearbeitet“ werden, der hat Fotografie nicht verstanden. ”

wie auch immer es gemeint war, es liest sich sehr überheblich.

Bernd

@Daniel

Fotografie, egal ob Digital und Analog besteht immer aus der rohen Datenaufnahme oder auch Negativ und dann die Entwicklung des Bildes. Digitale Kameras oder Smartphones machen das Automatisch per Software von selbst oder man nutzt die Digitale Dunkelkammer.
( Ja, ich weiß, das RAW auch von der Software angefasst wird, aber es ist am Ende trotzdem kein Fertiges Bild).

“Nachbearbeitung” gehört zur Fotografie schon immer dazu. Ein Foto kommt nicht perfekt vom Sensor auf die Speicherkarte.
Wer sich über “Nacharbeitung” beschwert, hat Fotografie nicht verstanden.

Thomas Müller

@daniel
Danke Dir für Deine Unterstützung. Mir ist das mit unserer “Intelligenzbestie” Bernd, dem einzigen und wahren Versteher von Fotografie, nun aber zu dumm geworden, der weiss genau was gemeint ist und versucht sich nun in Ausflüchte.

Viva

…man sollte es vllt optimieren oder individualisieren nennen. Und wo manche ein gestörtes Verhältnis zu Schönheit haben ist es ähnlich, wie viele stumpfe Abbilderrei mit ästhetischer Fotografie verwechseln.

Jürgen W

Sehe ich auch so.

In anderen künstlerischen Bereichen ist das ja genauso.

Niemand malt ein Bild mit irgendwelche Farben, die sich zufällig gerade auf der Palette befinden.

Niemand schreibt ein Gedicht oder einen Roman mit den erstbesten Wörtern und gedanken, die einem in den Sinn kommen.

Da wird immer optimiert und nachgebessert.

Stephan Fürnrohr

Hallo zusammen, ein kleiner Hinweis:
Die Wettbewerbe der GDT legen Wert auf authentische Naturfotografie.
Für jedes Bild, welches die Jury die engere Wahl holt, muss die RAW-Datei vorgelegt werden (und es findet auch eine Prüfung statt).
Wir schätzen Kreativität sehr, nur sollte sie aus unserer Sicht “on Location” und nicht am Computermonitor passieren. Das bedeutet nicht, dass wir diesen Weg als alleine selig machend sehen. 😉
Aber er entspricht dem, was wir unter authentischer Naturfotografie verstehen.
Details s. zB. hier (Punkt 7.):
https://www.gdtfoto.de/pdf/enj2020/01_GDT_Europaeischer_Naturfotograf_des_Jahres_2020_TN-Bedinungen.pdf
Liebe Grüße,
Stephan

Rolf Carl

Hallo Stephan

Herzliche Gratulation zu deinem 2. Platz in der Kategorie “Atelier Natur”. Tolles Foto!

Mark Göpferich

@Stephan: Da kann ich mich nur anschließen, Gratulation!
@Rolf: Schön, dass du wieder da bist!

Klaus Vorndran

Klaus
Sehr schöne Fotos
Da ich sehr viel Fotografiere (nicht mit Handy sondern mit einer etwas besseren Kamera) weiß ich was das für ein Aufwand ist solche Fotos zu machen(morgens vor Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein, und auf das richtige Licht zu Warden und und und)
Und bei diesen Wettbewerb kann ich nur sehr wenig an denn Bildern bearbeiten, so gut wie gar nichts.
Für alle Fotografen gut Licht

Archie

Wie sagten schon die alten Griechen 🙂 “De gustibus non est disputandum”. Natürlich gefällt mir das eine oder andere Bild besser als ein anderes, aber wer bin ich zu sagen, dass das alle anderen auch so sehen müssten? Insgesamt bin ich begeistert von der Auswahl; es ist eine Freude, sich die Bilder anzuschauen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keines so hinbekommen hätte. Chapeau!

Tom

Griechen? Das ist eine lateinische Redewendung ?

Archie

Deswegen der Smily! Im Übrigen ist es zwar lateinisch, aber der Satz stammt nicht von den alten Römern, sondern, wie uns Wikipedia verrät, von dem französische Schriftsteller Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755-1826).

Tom

Ok, den Smiley konnte ich so nicht deuten ?

Der Rest war mir bekannt. Latein in der Schulzeit ist zwar schon etwas her, aber Manches blieb dann doch im Gedächtnis hängen, auch wenn es nicht viel nützt ?

daniel

es sind schöne bilder. besonders ist mir kategorie wasser platz 2 “milch und honig” aufgefallen. mir gefällt das warme licht und die belichtungszeit, die im übergang von sichtbarer welle zum verlauf liegt. das bild liegt zwischen photographie und gemälde und strahlt trotz der unrast einer welle eine starke ruhe aus.

einige bilder sind nachstellbar, glück, … aber sie wurden von jemandem gemacht der sie einschickte. wer es besser kann, soll das auch tun. 😉

kritisch betrachtet fehlt mir auch bei einigen irgendwie die natur. sie sind zu clean. einfach nur ein tier, eine blume, ein ort,… was das leben betrifft gefällt mir das säugetiere platz 4 “und jetzt nix wie weg…” am besten. die farben und gestaltung hier sind nicht meine welt. aber der moment in dem das leben zum tod übergeht und damit das leben ermöglicht ist ein sehr emotionaler. somit ist hier die natur in meinen augen im besonderen betont.

Alfred Proksch

Neben Bilder machen koche ich sehr gerne. Ist jetzt eine gemeine Äußerung aber ich habe beim betrachten des Sieger Bildes den Braten im Ofen gesehen!

Davon ab die Bilder sind alle gut gemacht und wer Sieger wird ist eben Gefühlssache weil es keine objektive Messwerte für Fotos gibt.

BEN

Es ist doch auch mal schön, nicht nur die technische Seite der Fotografie zu betrachten. Hardware und Elektronik ist das eine, Geschmack, Geist, Kreativität das andere. Schöne Bilder!

Herrbert

Danke Benjamin, das ist endlich mal ein vernünftiger Artikel. Bitte mehr davon.

Robin

Und von was träumt jetzt der Feldhase?

Alfred Proksch

Schön ist es wenn sich Menschen mit der Tier Fotografie beschäftigen, anstrengend ist das auch.

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen mit einem Hobby Ornithologen am Neusiedler See im Tarnzelt zu sitzen. Hitze, Mücken in die Flasche pieseln und dann stundenlanges Warten auf einen Piepmatz der nach gar nichts aussieht aber sehr selten ist. Übrigens bis auf eine Ausnahme hatten die Leute DSLR Kameras dabei.

Die dafür nötige Ausrüstung kostet mehr als mein zweisitziges Oldtimer Cabrio. Deswegen freue ich mich wenn es für Naturfotografen Anerkennung gibt.

Marco Streng

Eine Frage habe ich mir gestellt? Was will der Gewinner mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark III samt Kit-Objektiv?

Der bräuchte sicherlich was anderes.

BEN

Eine MFT ist vielleicht gar nicht mal so schlecht für Naturfotografen.

Tom

@ BEN Eben, dafür sind doch MFTs perfekt geeignet. Klein, leicht, robust, dieTeleobjektive sind klein und leicht und man erreicht bei F4 schon einen großen Schärfebereich, den man bei VF erst mit F8 hat. Der IBIS arbeitet effizient, wodurch man auf Stative verzichten kann und bei großen Brennweiten unterstützt der IBIS den Stabi im Objektiv (falls vorhanden).
Würde ich nur Natur fotografieren, hätte ich keine VF Kameras, sondern entweder die EM1 III oder die EM1X.

Alfred Proksch

In der Jacke hatten etliche zusätzlich so kleine Superzoom Kameras. Auf Nachfrage warum denn das bei der vorhandenen super Ausrüstung kam die Antwort das es besser sei überhaupt schnell ein Bild vom Tier zu haben weil oft nicht genügend Zeit für den Aufbau bliebe sofern man das Revier des Vogels nicht genau kenne.

Jahrzehnte habe ich beruflich fotografiert, aber es gibt immer noch Sparten wo ich absoluter Anfänger bin, dazu zählt die Tierfotografie in freier Wildbahn. Tricks haben die, das glaubst du nicht! Von der Fotofalle bis zur ferngesteuerten Freilassung von Beutetieren und das nur um besondere Tierbilder zu bekommen.

George

Welchen Stellenwert hat die GDT allgemein bei den Fotografen? Muss man dazugehören, wenn man sich für Naturbilder interessiert bzw. welche macht? Welchen Zweck erfüllt sie? Ich wäre dankbar, wenn mir jemand ein wenig den Sinn der GDT erklären würde.