Objektive

Neu: Voigtländer 50mm f/1.5 will besonderen Look erzeugen

Mit bewussten Aberrationen will das neue Voigtländer Heliar Classic 50mm f/1.5 VM ein Gegenstück zu den Objektiven der heutigen Zeit bilden.

Voigtländer Objektiv mit bewussten Aberrationen

Aktuelle Objektive versuchen in aller Regel, Bildfehler wie sphärische und komatische Aberrationen so gut wie möglich zu vermeiden. Voigtländer will mit dem neuen Heliar Classic 50mm f/1.5 VM ganz bewusst ein „Gegenstück zu den Hochleistungsobjektiven der heutigen Zeit“ liefern. Das Objektiv ist so konzipiert, dass es bei offener Blende eine absichtlich belassene Aberration zeigt und als Gestaltungsmittel nutzt. Mit geschlossener Blende lässt dieser Effekt immer mehr nach, ab f/4 soll das Heliar Classic 50mm f/1.5 VM weitestgehend verzeichnungsneutral sein.

Das Objektiv selbst arbeitet mit einer optischen Konstruktion von 6 Linsen in 3 Gruppen, das Gehäuse besteht zu großen Teilen aus Aluminium. Die Naheinstellgrenze beläuft sich auf 50 cm, das Gewicht beträgt 255 Gramm.

Ab Herbst 2021 soll das Voigtländer Heliar Classic 50mm f/1.5 VM zum Preis von 699 Euro im Handel erhältlich sein, verfügbar ist das Objektiv ausschließlich für den Leica M-Anschluss. Mittels Adapter kann es aber natürlich auch an anderen Kameras verwendet werden.

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Mirko

allein der Look des Objektives löst bei mir „haben wollen“ aus leider hat es „Alfred Anschluss“
Also Voigtländer gerne so etwas auch für Fuji X liefern 😍

100carat

Nach Hoch Sybille und Tief Vincent nun also auch der erste Bajonett-Anschluss mit männlichem Vornamen. Bekommen Sonnenblenden, Filter oder Blitzgeräte dann weibliche?

Mirko

das ist eine einmalige Sache zu Ehren Alfreds neuer Kamera 😅

Marcel

Naja, wenn es ein Gegenstück zu heutigen Objektiven darstellt und man es für die gängigen Mounts trotzdem adaptieren muss, da nur Alfred Bajonett, könnte man ja auch einfach n Helios 58 f2 für 50 Ocken nehmen und das mit nem zwani adapter auf ne fuji und co drauf hauen. Ich meine 700 Taler sind schon ne Stange Geld für so ein Objektiv. Außer es würde mit AF kommen. Aber ok, mehr Auswahl ist trotzdem immer schön.

Mirko

naja das Helios zeichnet sich mehr durch sein swirly Bokeh aus und die jüngeren Versionen waren dann auch vergütet. Voigtländer bietet ja auch beim 50/1.5 entweder SC oder MC an wobei ich dann lieber zur SC Version greifen würde.
Ansonsten hast Du natürlich recht das man auch preiswert (je nach Objektiv) diese Effekte schön mit Altglas bekommt, nur leider zerstört der Adapter den Formfaktor

Alfred Proksch

Momentan läuft meine Eingewöhnungsphase und die Testreihe im kalibrierten Studio. Bericht folgt bei passender Gelegenheit. Wenn ich das technische Optimum (Kamera mit den zwei Objektive und den Filtern) gefunden habe denke ich bestimmt über weitere Festbrennweiten und deren Eigenschaften nach.

Voigtländer, Zeiss inklusive allem was es sonst noch gibt sind angedacht. Erst einmal muss mir das System in die Hand wachsen und die Bedienung „automatisiert“ in meinem Kopf funktionieren. Schließlich möchte ich die Eigenheiten von fremden Objektiven gezielt für diverse Zwecke ausnützen können.

Mirko das ist zu viel der Ehre aber am Fuji X Bajonett hatte ich mit adaptierten Gläsern aus meinem Fundus genau so Spaß und sehr gute Ergebnisse.

Rolf Carl

Jetzt bin ich aber sehr von dir enttäuscht! Ich dachte, dass Leica Elmarit das einzig Wahre ist, und dann kommst du mit so Billigware wie Voigtländer und Zeiss um die Ecke.

Alfred Proksch

Rolf es geht immer noch ein wenig schlimmer wenn man sich anstrengt.

Dennis

Naja. Also Elmarit sind jetzt die 2.8 bei Leica. Wenn man die Perfektion im m System sucht sind das die beiden apos 35 und 50mm. Die haben dann allerdings ein Preisschild von über 7000€. Da wäre es dann eine Überlegung wert die beiden Voigtländer Alternativen in den Fokus zu nehmen. Das 50er apo von voigtländer habe ich an der m10-p im Einsatz (ist für den Preis sehr gut). Beim 35er ist es das Leica Summicron ohne apo ( tolles Objektiv und sehr kompakt).

Stefan Komarek

Es gibt Hersteller, die liefern die nur noch mit Leica M-Bajonett. Das Bajonett ist komplett mechanisch, damit müssen sich die Hersteller nicht mehr um irgendeine Art der Zusammenarbeit zwischen Objektiv und Kamera kümmern, weder bei der Kennzeichnung des Objektivs in den EXIF-Daten, noch bei der Blendensteuerung noch beim Fokussieren.

Das Leica M-Bajonett hat einen Durchmesser von 44 mm und ein Auflagemaß von 27,8 mm. Damit passt es mittels Adapter an alle DSLMs von MFT bis Vollformat.

Das Objektiv erinnert mich etwas an David Hamilton. Der hatte in den 70ern seinen Look mit dem Zerkratzen der Frontscheibe seiner Nikon-Objektive erzielt. Diese Objektive hat damit auch deutliche Aberrationen, aber zumindest noch eine Springblende.

Mirko

wie Hamilton seinen Look erzielt hat da reichen doch die Spekulationen von Vaseline bis hin zum Haarspray. Das Geheimnis hat er doch mit ins Grab genommen und die mit seiner Arbeit vertraut waren reden nicht darüber. Da Hamilton auch mit Minolta Optiken fotografiert hat müsste er ja auch diese zerkratzt haben 🤔 wobei das Minolta 58/1.4 schon ziemlich weich ist und das 58/1.2 diesbezüglich noch eine Schippe drauf setzt.

Stefan Komarek

Wenn Hamilton auch Minolta verwandt hat, dann hat er wohl auch Minolta-Linsen bearbeitet, Ich weiß nur, dass er Nikon verwandt hat. Er hat auch Filme gedreht, Bilitis und Zärtliche Cousinen, da mussten die Film-Objektive wohl auch dran glauben.

Ob verschmiert oder zerkratzt, egal, es waren jedenfalls bewusst erzeugte Abweichungen von der Norm. Die Normalos, die den Look nachstellen wollten, nahmen damals Weichzeichner-Vorsatzlinsen.

joe

…Er hat auch Filme gedreht, Bilitis und Zärtliche Cousinen… heute wäre Hamilton gar nicht mehr tragbar mit seiner Weichzeichner Softporno Pädophilie! ich habe schon damals nicht verstanden weshalb man den gut findet.

Joschuar

… na denn, was heute alles durchgeht kann ich noch viel weniger verstehen ….

joe

… was heute alles durchgeht kann ich noch viel weniger verstehen ….

Was zum Beispiel?

Ingo

Seit wann muss sich ein Hersteller von Objektiven für das M-Bajonett nicht um die Kennzeichnung für die Exifs kümmern? Die M-Leicas haben ja eine interne Bildkorrektur. Natürlich sollten die Objektive gekennzeichnet werden.

Joschuar

RICHTIG und es gibt einen Adapter für die GFX 😉

Joschuar

Schlechte Ausrede- Adapter drauf und fertig 😉 Da alles Mechanisch ist past es wunderbar 😉

Mirko

Joschuar, meine Augen sind erstmal darauf gerichtet was Voigtländer alles so für Fuji X bringen wird. Da ich genügend 35 & 50mm Objektive habe reizt mich vor allen das Nokton mit 40mm Brennweite und natürlich in der SC Ausführung….Gott sei Dank trägt der M Adapter ja nicht so „dick“ auf

Leroikin_G

Eins mit „besonderen Look“ habe ich schon: Zeiss Planar T* heisst es und hat sogar f/1.4.

Rolf Carl

Eins mit „besonderem Look“ habe ich schon, das Sigma Art 35 mm, und es hat sogar f1.4.
Bisher konnte ich der Versuchung widerstehen, aber ich würde gerne mal ein paar Kratzer auf der Frontlinse anbringen, um den ultimativen Look hinzukriegen. Bin mir nur noch nicht schlüssig, welches Werkzeug das richtige ist; Hammer, Beil, Stichsäge (manuell oder elektrisch) oder vielleicht doch Laser? Was denkt ihr?

joe

Rolf, investiere ein paar Franken in einen neutralen Filter und lass Deinen Versuchungen freien Lauf. Vielleicht wirds ja etwas besonderes, dann kannst du immer noch ans Objektiv rangehen.

Rolf Carl

Gute Idee, joe, wenn ich mich recht erinnere, gibt es sogar schon zerkratzte Filter in verschiedenen Designs.

Alfred Proksch

Das Leica Objektive bauen kann steht außer Frage.

Wer die Voigtländer Objektive baut oder wo die Zeiss Dinger für das Leica M-Bajonett montiert werden habe ich noch nicht überprüft. Es ist bei den modernen DSLM Objektiven ebenfalls eine weltweite Zusammenarbeit im Spiel.

Die Wahrscheinlichkeit das die Kamera interne Objektiv Korrektur Software bei den „Originalen“ sehr gut funktioniert ist groß. Das heißt aber noch lange nicht das die Objektive gut sind. Wer Ahnung hat sieht wo und was digital korrigiert wurde.

Zitat: Voigtländer will mit dem neuen Heliar Classic 50mm f/1.5 VM ganz bewusst ein “Gegenstück zu den Hochleistungsobjektiven der heutigen Zeit” liefern.

Ich finde diese Ankündigung ehrlich und zielführend. 700 Euronen sind ein stolzer Preis dafür.

Beim Leica M-System fallen Fehler sofort auf, das hat auch seine Vorteile.

Mirko

Voigtländer ist Cosina und die Zeiss Objektive sollten aus Deutschland stammen obwohl Zeiss auch einige Objektive in Japan fertigen lässt

Alfred Proksch

Danke Mirko,

Cosina hat für fast alle Hersteller im Auftrag Objektive gefertigt. Das geht dann in Ordnung.

Heute fertige ich im Studio mit meinem eigenen „genormten“ Testaufbau weitere Dateien um das Verhalten meiner beiden Objektive (Summicron-M 1:2/35 mm ASPH & Summarit-M 1:2,4/75 mm) genau zu überprüfen. Was mir sehr gefällt ist wie kompakt eine Vollformat mit zwei Objektiven sein kann.

Ingo

Gerade das 35 asph. ist ein großartiges Objektiv. Das hat wirklich überzeugt an der M9 Monochrom. Teste mal das Gegenlichtverhalten und die Punktlichtquellen mit deinem Testaufbau. Ebenso auch den Schärfeverlauf bei den dreidimensionalen Motiven. Ich hatte mal auf einer Fotomesse das 2,0/75 asph. probieren können, das war auch auf dem Niveau des 35ers.

Ingo

Hi Mirko, Zeiss wird auch bei Cosina gefertigt. Es gibt glaube ich noch ein Zeiss Objektiv, das in Deutschland gefertigt wird.

Stefan Komarek

Soweit ich das verstehe, geht es hier nicht um Leica, schon gar nicht um Leica-Kameras.

In der letzten Zeit kam ein sehr große Anzahl von Objektiven für das Leica-M Bajonett auf den Markt, vor allem von Nicht-japanischen Herstellern. Man könnte meinen, Leica M sei das meistgekaufte Bajonett der Welt.

Leica M ist nur ein Zwischenschritt. Das Bajonett ist einerseits etabliert, Leica ist ein guter Name, und kein Kunde erwartet Elektronik (was den Herstellern vermutlich Probleme bereiten würde).

Die Hersteller bieten reihenweise Adapter auf alle Arten von DSLMs, selbst auf GFX gibt es das. Diese Angebote gibt es sogar im Bundle zusammen mit dem Objektiv, was meiner Meinung nach zeigt, dass die Objektive nicht für Leica M Kameras geplant waren.

Die Idee eines Zwischenbajonetts ist auch Retro. In den 50ern kamen Objektive mit T2-Anschluss. T2 war ein mechanisches Gewinde, an das die üblichen Kamerabajonette geschraubt wurden. T2-Adapter gibt es heute noch (z.B. von Walser), T2 wird auch für Fernrohre verwandt.

Red and Gold

Voigtländer hat verstanden, dass der Leica Fotograf nicht das perfekte Bild sucht, sondern das außergewöhnliche Bild. Ich besitze das Voigtländer 35mm 1.4 nokton classic SC für meine Leica. Und schon das hat einen sehr besonderen Bildlook.

Alfred Proksch

Red and Gold genau so ist es. Das werden die meisten Anwender nicht nachvollziehen können oder besser gesagt wollen weil der Vorgang Bilder zu fertigen ein kreativer Prozess ist.

Thomas Müller

Alfred, das würde ich so nicht ausdrücken, denn das bedeutet ja in letzter Konsequenz, dass alle die nicht Leica und nicht Voigtländer benutzen, fotografisch nicht kreativ sind. Auch Fotos, die mit Objektiven und Kameras geschossen werden, deren Abbildungsleistung „perfekt“ sind, können sehr kreativ sein. Kreativität kommt in erster Linie vom Fotografen und nicht von seiner Ausrüstung.

Alfred Proksch

Hallo Thomas Müller meine Anmerkung bezog sich auf diejenigen die Bilder als automatisierte Aufzeichnung von Ereignissen begreifen. Für diese Anwendergruppe ist die Ausrüstung sehr wichtig.

Natürlich sind alle Hobbyisten „freigesprochen“, Fotografen von vorne herein nicht betroffen weil sie sich mit der Gestaltung von Bildern beschäftigen.

Das Heer von Ereignis Fotografen arbeitet schon länger mit den multimedialen Smartphones. Dieser Gruppe geht jedwedes Objektiv am A…. vorbei!

Thomas Müller

Danke Alfred, für Deine Erläuterung. Hab´s nun verstanden, wie es gemeint und auf wen Deine Anmerkung bezogen ist.

Charlie

Sagen wir lieber, nicht immer. Aber Portaits mit einem Thambar sind schon und haben etwas besonderes.

Mirko

ja der Look dieser SC Versionen gefällt mir auch sehr, vielleicht sollte ich mir doch mal einen M Adapter zulegen

Rolf Carl

Nur mal eine Frage: Wie wäre es eigentlich, wenn der Fotograf den „besonderen Bildlook“ über seinen eigenen, mit den Jahren erarbeiteten Stil definieren würde und nicht über das Material, das er verwendet? Zugegeben, letzteres ist die bequemere Lösung.

Mirko

Naja Rolf da gibt es zwei Möglichkeiten, Ausgang ein Porträt mit „Swirly Bokeh“
a) ich verwende gleich ein Objektiv welches mir diese Eigenschaft bietet
b) Softwarelösung
Bei Voigtländer kann man sich auch schön die Unterschiede anschauen zwischen den SC & MC Versionen, falls ich dich jetzt richtig verstanden habe

Rolf Carl

Nee, Mirko, das war nicht das, was ich meinte. Mein Ansatz war, dass ich doch z.B. das Bokeh auf meine Art gestalten und interpretieren kann, unabhängig von der Kamera und dem Objektiv, das ich verwende, und dadurch einen eigenen Stil entwickle.

Red and Gold

Das ist zu wenig! Zu einem eigenen Bildlook gehört so viel mehr.

Wie fotografiere ich? Wann fotografiere ich? Welche Brennweiten nutze ich? Wie viel Erfahrung habe ich? Wie bearbeite ich meine Bilder? Und unter anderem natürlich auch: „womit fotografiere ich?“

Nutzt du Kameras und Objektive die nur sehr wenige nutzen, werden deine Bilder schon automatisch „anders“ aussehen. Wenn du dann auch noch ein gutes Auge hast, liegt dir die Welt zu Füßen. 🙂

Canon, Nikon, Sony ist nichts als Mainstream. Nichts besonderes, nichts auf das man stolz sein kann.

Thomas Müller

Achso Red and Gold, aber auf ´ne Leica kann man stolz sein wie Bolle. Sag mal, in welchen Kategorien denkst Du denn eigentlich, wenn Du mit Deiner Fotokamera vor die Tür gehst?

Red and Gold

Sag mir mal bitte, wo genau ich gesagt habe, dass man auf eine Leica stolz sein kann? In dem Text, auf den du dich beziehst, habe ich nicht 1x die Marke Leica erwähnt :))

Ich habe darüber gesprochen, dass es Ausrüstung gibt, bei denen deine Bilder schon von Anfang an „anders“ aussehen. Damit meine ich gar nicht unbedingt Leica. Da können wir auch ein „günstiges“ new petzval nehmen oder das Biotar 75mm 1.5, Canon 50mm 0.95, Nikkor 58mm 1.4g, Lens Baby Objektive usw. Aber Leica bietet tatsächlich recht viele Objektive, die einen sehr eigenen Look haben.

Wenn fast alle mit Sony, Nikon, Canon rum laufen und dabei noch alle ein Sigma Art Objektiv drauf haben (so ist es z.B. aktuell in der Hochzeitsfotografie), dann sehen die Bilder auch grundsätzlich erstmal alle gleich aus. Das dann deine Augen da noch was besonderes rausholen können, habe ich nicht bezweifelt

Thomas Müller

Nichts einfacher als das, denn das ergibt sich aus Deinen bisherigen Posts:
„….Ich besitze das Voigtländer 35mm 1.4 nokton classic SC für meine Leica. Und schon das hat einen sehr besonderen Bildlook.“
„Canon, Nikon, Sony ist nichts als Mainstream. Nichts besonderes, nichts auf das man stolz sein kann.“

Es geht Dir also um den Stolz auf eine Kamera und nicht auf Bilder, wie Du dann weiter unten versuchst dich herauszureden :))

Dass man mit Altglas den Look eines Bildes beeinflussen kann ist ein alter Hut und wird zwischenzeitlich von sehr vielen Fotografen eingesetzt. Auch ich habe einige Altglaslinsen und Adapter für meine Kameras. Mit dem daraus resultierenden Look kann man aufgrund der Häufigkeit solcher Fotos sich kaum mehr von anderen unterscheiden.

Rolf Carl

„Nutzt du Kameras und Objektive die nur sehr wenige nutzen, werden deine Bilder schon automatisch „anders“ aussehen.“
Soso, und du meinst also, wenn die Bilder anders aussehen, dass sie automatisch besser sind? Und überhaupt, wenn ich hier so mitlese, habe ich jeweils den Eindruck, dass die Leica-Fotografen weit in der Überzahl sind. Und ehrlich gesagt; ich habe ja schon einige Bilder gesehen und ich kann immer noch nicht sagen, ob sie mit Leica, Canon, Nikon, Sony und mit Zeiss, Sigma Art oder sonst etwas aufgenommen wurden. Aber ich sehe, ob es ein gutes oder ein schlechtes Foto ist und manchmal erkenne ich auch den Bildlook des Fotografen, aber nicht auf Grund des Materials, das er verwendet, sondern der Art und Weise, WIE er die Bildidee umgesetzt hat.
Aber um sich vom Fussvolk abzugrenzen, ist Leica natürlich bestens geeignet, gebe ich zu, man müsste dann nur noch fotografieren können.

Red and Gold

„Soso, und du meinst also, wenn die Bilder anders aussehen, dass sie automatisch besser sind?“

Einspruch! Unterstellung! 🙂

Mein persönlicher Anspruch als Berufsfotograf ist es, dass man meine Bilder sofort erkennt. Das hat was mit Alleinstellungsmerkmalein zu tun und nicht mit besser oder schlechter. Qualitativ sind meine Bilder sogar definitiv schlechter aber sie sehen halt anders aus. Das verschafft mir unter anderem volle Auftragsbücher.

Auf Hochzeiten fotografiere ich z.B. Hybrid. Also analog und digital. Und bei den Objektiven nutze ich gerne seltene Leckerbissen. Das da nicht die bestmögliche Qualität bei rum kommt, kannst du dir ja vorstellen. Aber es sieht halt anders aus. Darauf stehe ich und darauf stehen wohl auch meine Kunden.

Rolf Carl

Einspruch abgelehnt. Das war keine Unterstellung, sondern eine Frage.

Thomas Müller

Rolf, genau so sehe ich das auch. Leica liefert eine tolle Qualität und wem es das wert ist, der soll sich eine solche Ausrüstung zulegen und Spass damit haben. Leica versucht auch wie fast jede Luxusmarke zusätzlich zu dieser Qualität eine Art Mythos und Religion um die Marke herum aufzubauen, das machen die Leute in Wetzlar schon sehr geschickt und clever. Wenn aber manche Leica-Jünger (nicht jeder Leica-Eigentümer ist ein solcher, ich meine damit eine bestimmte Klientel) dann meinen, sie stünden wegen ihrer Leica hinsichtlich Kreativität und Qualität ihrer Fotos über dem aus ihrer Sicht fotografischen Fussvolk, dann schreibe ich dagegen an. Dies gilt aber aus meiner Sicht explizit nicht für Alfred, er hat – so verstehe ich seine Posts – einfach Spass an seiner neuen Ausrüstung ohne aufgrund dieser zu meinen, deswegen nun in irgend einen pseudo-elitären Kreis der Hyperkreativen aufgestiegen zu sein. Und genau diesen Spass gönne ich ihm von Herzen.

Rolf Carl

Thomas, das ist genau das, was nervt; das hyperkreative Getue, auf Grund dessen man dann noch offensichtliche Bildfehler schönreden möchte, einfach peinlich. Alfred schätze ich dagegen auch so ein, dass er seine Neuerwerbungen wirklich aus Neugier und Freude an der Fotografie auswählt. Und wenn er vorig Kohle hat, wieso nicht.

Thomas Müller

Also, wenn es um den angeblichen „Leica-Look“ geht, der so besonders sein soll, dann scheint die Sache relativ einfach zu sein. Dieser Look hat vor allem mit einer von Leica selbst eingeräumten Farbraum-Transformation in ihren Kameras zu tun, welche die Software in Leica Kameras vornimmt. Leica macht somit prinipiell nichts anderes, als beispielsweise Fuji mit seinen vielen (aber ab- und umschaltbaren) Filmsimulationen, jedoch mit dem Unterschied, dass diese Farbverschiebung bei Leica standardmässig und zwingend durch die Kamerasteuerung vorgegeben ist und man das Ding dann einfach „Leica Look“ getauft hat.
https://www.dirkfietz.de/leica-look-nachbau/

Nichts besonderes, nichts auf das man stoz sein kann 😁

Red and Gold

Es ist verschwendete Zeit jemanden der noch nie mit Leica gearbeitet hat, die Leica Welt zu erklären. Vor allem, wenn man resistent für neue Ansichten ist. Ich sag nur, für ne Woche ausleihen und Horizont erweitern 🙂 Der „Leica Look“ hat wenig mit Farben zu tun. Ein Bildlook ist so viel mehr als nur die Farben. Aber wenn man nach deiner Auslegung geht, dann gibt es natürlich den Leica Look. Genauso gibt es aber auch den Sony, Canon und Nikon Look. Jedes System hat eigene Farben. Beim „Leica Look“ geht es um viel mehr. Du trittst mit einer M anders auf, du hast ein ganz anderes Gefühl, du verlässt dich nicht auf die Kamera sondern auf dein Können, du verzichtest bewusst (notfalls sogar auf den Bildschirm wie bei der M10-D), du fokussierst manuell. Und ja, dann kommt auch noch dazu, dass Leicas wunderschön neutrale Farben haben. Leica M Bilder sind nun mal anders, ob du es willst oder nicht. Was ich so an Leica liebe ist, dass ich immer mal wieder diese wow-Bilder mache, die so nicht geplant waren. Bilder die mich selber überraschen. Das Ziel war es z.B. auf das Auge scharf zu stellen. Weil das aber bei Blende… Weiterlesen »

J.Friedrich

Zitat: Bilder die mich selber überraschen. Das Ziel war es z.B. auf das Auge scharf zu stellen. Weil das aber bei Blende 1.4 und dem Messsucher wirklich schwer ist, gelingt einem das nicht immer. Dann sitzt man da vor dem Rechner und denkt: „Das Bild ist total gut und es war so überhaupt nicht geplant.“ Schwer zu beschreiben, Leica User werden wissen was ich meine. … Das ist die geilste (Sorry, für den Ausdruck!) und zutreffendste Aussage, die ich je zu Mess-Sucherkameras gelesen/gehört habe! Der Fotograf: Meister Zufall! Die Kamera+Optik: Zehntausend Ocken++. Hatte selbst jahrelang 3 Voigtländer Bessar plus 5 tolle Optiken. Genauso war es: Das Glücksmoment: Es hat mal „alles gepasst“ oder zufällig Schnappschuss mit falsch fokussiertem Sujet „hatte was“. Auweia, wenn das auch heute noch M-Fotografie bedeutet, dann ist Alles gesagt. DANKE !!, für diese wirklich offene Klarstellung, denn genauso ist es. Alfred wird das noch merken, aber mit 12.000,– um den Hals ist das schwierig zuzugeben, das M-Fotografie eine Art Traum ist, bei dem auch sehr oft geflucht wird …

Rolf Carl

Na, jetzt weiss ich wenigstens, was du mit „Alleinstellungsmerkmalen“ und „anders aussehenden Bildern“ meinst: Fokus daneben! Klingt irgendwie wie ein Witz, aber ich habe tatsächlich das Gefühl, dass du ernst meinst, was du da gesagt hast.
Ich fotografiere zwar meistens nur Tiere, aber alle Bilder, bei denen in der 100 % Ansicht die Augen nicht scharf sind, werden ausnahmslos gelöscht. Es beleidigt meinen Fotostolz, wenn der Fokus nicht sitzt. Aber deine Hochzeitspaare scheinen nicht sehr anspruchsvoll zu sein, der Grund könnte aber auch ein anderer sein, denn wie heisst es doch so schön: Liebe macht blind.

Red and Gold

Kenn mich in deinem Bereich nicht aus, da mag das Schubladendenken richtig sein. Für die „künstlerische“ Fotografie mit tiefem Ausdruck ist eine manuelle Leica M das Beste was mir passieren kann.

Rolf Carl

Okay, alles klar, vermasselt man ein Bild, weil der Fokus daneben liegt, hängt man einfach die Etikette „Kunst“ dran.
Etwas anderes ist es, wenn man den Fokus bewusst anders setzt, aber das hast du deiner Aussage nach nicht getan, sondern du bezeichnest ein misslungenes Bild als Kunst. Merkst du den Unterschied?

Red and Gold

Du hast leider keine Ahnung wovon ich spreche und hast auch noch nie mit einer Leica M gearbeitet. Deshalb beende ich die Diskussion.

Rolf Carl

Muss ich auch nicht, denn die fotografischen und künstlerischen Grundsätze gelten markenübergreifend und nicht nur für Leica M. Aber ich freue mich für dich, dass du noch Kunden hast.

J.Friedrich

Ich kannte hier mal einen „Matt“, der hat auch Hochzeitsfotografie gemacht und war ganz verzückt von sich selbst und seinem Gerät … Schön und gut waren die Aufnahmen, haben mir vom „Stil“ und den Presettings im Workflow gut gefallen, aber die Aufnahmen waren nicht aussergewöhnlich … Der hat auch immer bisserl „beleidigt wie Leberwurst“ von seiner einzigartig künstlerischen Kombi mit Leigaga wie esotherisch-verwunschen gesprochen und mehrere Personas hier präsentiert … Matt, bist Du es? Wenn nein, nix für ungut und „pass auf Dich auf“, sonst manifestiert es sich … Wenn ja, man kann heute Vieles heilen …

Thomas Müller

Leica schreibt ja in einem seiner Magazine selbst, dass der Leica-Look vor allem etwas mit einer Farbraum-Transformation durch die Kamerasteuerung zu tun hat, durch die sich „dezent kräftige“ Farben ergeben sollen. Also gerade keine neutralen Farben. Was Du sonst beschreibst, ist einfach das Fotografieren mit einer mindestens 30 Jahren alten Kamera aus der analogen Zeit, bei denen die meisten heute selbstverständlichen Helferlein noch gefehlt haben. Das hat mMn auch nichts mit „Leica-Look“ zu tun sondern mit Retrofotografie allgemein. Dazu kann man eine Leica verwenden, aber auch jede andere, wie beispielsweise eine Canon A1 oder Nikon F3 oder Contax etc etc.

Mirko

Thomas sehr interessanter Link, ich hätte vermutet der Begriff „Leica Look“ entstand schon zur analogen Fotografie und hätte was mit der ein oder anderen Optik zu tun. Naja man lernt nie aus ….

Thomas Müller

Hi Mirko, möglicherweise ist das auch so, wie von Dir vermutet, dass bereits zu analogen Zeiten das Altglas von Leica bestimmte Farben bevorzugt bzw erzeugt hatte und Leica diese Eigenschaft nun in das Zeitalter der digitalen Fotografie durch eben diese elektronische „Farbraum-Transformation“ mit hinüber genommen hat. Wie ich ja schon schrieb, wäre das prinipiell nichts anderes, als was Fuji mit seinen Filmsimulationen betreibt. Bei dem einen ergibt sich aufgrund der simulierten Filmeigenschaften ein besonderer „Look“ der Bilder, beim anderen aufgrund der Simulation von Altglaseigenschaften. Aber hier spekuliere ich und habe dafür keine Quelle.

Mirko

Thomas ich hatte ja auch eine ganze Zeit lang Leica im Kopf ( gebraucht natürlich) aber letztendlich kämen wohl zu 90% China Objektive zum Einsatz und dann noch ein paar Voigtländer. Ich mag meine China Linsen und fotografiere damit sehr gerne aber dafür benötige ich keine Leica ( habe ja auch noch Pläne außerhalb der Fotografie) und wie Du schon sagst zu Fuji, eben noch „Velvia“ das nächste Bild im „Kodak Look“ oder oder oder
Naja der Look wird aber schon ein anderer sein wenn ich mit dem Noctilux fotografiere oder mit so einen China f0.95 Teil, wäre ja traurig wenn nicht 😂

Ingo

Hi Mirko. Also, das Leica 0,95 50er wird die überhaupt nicht gefallen. Im Gegensatz zum 1,0/50er Noctilux ist die Linse auf technische Perfektion hin gearbeitet worden. Die Optischen Fehler sind unglaublich gut korrigiert worden bei Offenblende.

Mirko

Moin Ingo, vermutlich werde ich nie zu einen Vergleich kommen 😀 aber ich glaube es Dir aufs Wort

Ingo

Das hatte ich auch nur auf einer Fotomesse. Ein Freund hatte allerdings das 1,0 Noctilux. Das war natürlich echter Charakter.

Ingo

Hi Thomas Müller, danke für den Link. Das gibt den Fuji-Fotos definitiv mehr Pepp. Sie sind sonst sehr gut, habe aber eine etwas flache Gradationskurve für meinen Geschmack. Ist ein sehr guter Tipp. Vermutlich hat die Kamera etwas mehr Dynamikumfang, als ich es mag.

mario kegel

es ist leicht befremdlich, das man auf seine kamera stolz sein koennte (egal von welcher marke). davon abgesehen gibt es sehr viele tolle photographen, die ihre bilder mit leica kameras machen (york hovest, gabriele micalizzi, jostin mott, marcus lanz nutzt wohl und sebastião salgado macht manches wohl auch mit leica). mit sicherheit sieht man auch sehr viele bilder, die mit kameras aus dem hause leitz entstanden sind. meist nennen diese photographen aber ihre kamera nicht, wie auch nicht jeder tischler staendig seine werkzeuge aufzaehlt. ich moechte sagen, leica kann beides sein, werkzeug und statussymbol.
man sollte also lieber auf seine bilder stolz sein und nicht auf die kamera, die hat man nur gekauft und nicht gemacht.
davon abgesehen macht leica tolle objektive und kameras.

Red and Gold

Ich bin stolz auf meine Bilder und ich bin auch stolz darauf, dass ich mir durch meine Fotos ein Leica System leisten kann. Auf der photokina vor einigen Jahren stand ich mit großen Augen am Leica Stand. Da fing mein Traum an. Ich konnte einfach nicht begreifen, dass es ein Kamera-System gibt, welches so viel in mir auslöst.
Aber die Sachen waren finanziell leider unerreichbar für mich.

2019 konnte ich mir dann meinen großen Traum erfüllen und darauf bin ich stolz. Wenn das für dich befremdlich ist, passt das natürlich in die Neidkultur, ist mir aber relativ egal. Ich habe mir ein Ziel gesetzt und das habe ich Jahre später erreicht.

Trotzdem will ich nochmal anmerken, dass es in meiner Aussage um etwas anderes ging. Das ihr euch jetzt über einen Nebensatz aufgeilt, der mit meiner Hauptaussage wenig zu tun hatte, konnte ich nicht erahnen. Deshalb nochmal in Kurzform: Wer außergewöhnliche Bilder will, sollte mal über außergewöhnliche Ausrüstung nachdenken. Da ist Leica nur ein Beispiel von mehreren Möglichkeiten.

mario kegel

es ist jetzt nicht so eine riesen problem eine leica zu besitzen, also verstehe ich nicht ganz warum man auf eine kamera derartige gefuehle ausbilden sollte. befremdlich ist fuer mich eine ueberbewertung eines „gegenstandes“, da ist der weg zum kult wie bei „apfel“ nicht mehr weit.
und es ist super, das du dir deinen traum erfeullen konntest und jetzt in der lage bist außergewoehnliche bilder zu machen. wobei sehr viele sehr, sehr gute bilder mit allen erdenklichen systemen entstanden sind.
sehr viele bekannte leica-photographen betonen auch nicht immer wieder, das sie leica nutzen. na, erkennste den unterschied?

Ingo

Es ist schade, daß man sich rechtfertigen muss, wenn man auf seine Leica ein wenig stolz ist. Du hast sie dir erarbeitet und es ist schön, wenn du dann gleich auf das nächste schielst, was du dir kaufen möchtest. Ich hatte zweimal ein Leica-System, das ich jeweils wieder verkauft habe. Und zwar, weil mir einmal der Verschluss der M4P zu laut war und der Belichtungsmesser nicht eingebaut war. Und bei der M8 war es dann die ISO, die mir nicht zeitgemäß war. Ich hätte jeweils auf ein neueres und wesentlich teureres Kameramodell upgraden müssen, das war mir dann zu heftig. Des Vergnügen, mit einer M zu fotografieren, kann ich sehr gut verstehen. Mach schöne Fotos damit.

moss

Erstaunlich, das Menschen, die sich eine Leica kaufen meinen, Sie seien in eine andere Liga aufgestiegen
und könnten nun endlich außergewöhnliche Bilder machen.
Es gab mal einen Versuch, da wurden Bilder mit 3 verschiedenen Kameras (ich glaube Canon, Olympus und Leica) gemacht. Dann wurden die Betrachter gefragt, mit welcher Kamera welches Bild aufgenommen wurde. Keiner lag auch nur annähernd richtig. Soweit ich mich erinnere, hat man z.B. mit der Oly s/w Bilder gemacht. Das wurde dann sehr oft Leica zugesprochen…

Alfred Proksch

Ich habe auf die Schnelle mal eben 20 Voigtländer Objektiv für das M-Bajonett gefunden. Zähle ich Zeiss und die chinesischen M-Bajonett Linsen noch oben drauf ist das Angebot als ausreichend zu bezeichnen. Vom originalen Spitzen-Objektiv bis zum extrem preiswerten Derivat kann der Kunde frei wählen.

Weil keine Elektronik verbaut ist sind die Objektive meist sofort lieferbar.

Am Rande erwähnt: Mein Nachbar kann seinen fast neuen sündhaft teuren BMW nicht fahren weil ein kleines defektes elektronisches Ersatzteil (für die Hybridtechnik) seit Wochen nicht geliefert werden kann.

Rolf Carl

Du weisst aber schon, dass in deiner Leica Elektronik verbaut ist, oder?
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, hat dein Nachbar für den sündhaft teuren BMW kein Ersatzfahrzeug. Was bitte ist das für ein Unternehmen??

Alfred Proksch

Rolf Carl,

echt? Habe ich so etwas fortschrittliches? Könnte ich fast vergessen wenn ich sehe wie „analog“ sich der reine S-W Sensor verhält. Er reagiert z.B. auf die SW Filter wie ein chemisches Medium. Außerdem sollte der Nutzer auf die Lichter ein Auge haben.

Ersatzfahrzeug ist sein altes 3er Cabrio (Baujahr 1986) mit H-Kennzeichen. Fährt zuverlässig wie seit Jahrzehnten.

Dennis

Für alle die sich für die Konstruktion von Objektiven habe ich hier ein link https://youtu.be/HTLi-wcXBtQ.
Da geht es um das Leica summicron 35mm apo. Der Vortrag wird von Peter Krabe gehalten. Sehr interessant.