Kameras Nikon Objektive

Nikon D850: Liste von geeigneten Objektiven

Pressebild der Nikon D850

Welche Objektive sind für die Nikon D850 geeignet? Fotograf Thom Hogan hat eine Liste mit seinen Empfehlungen zusammengestellt.

Objektive für die Nikon D850

Die Nikon D850 arbeitet mit einer Auflösung von 46 Megapixeln. Das ist ziemlich beeindruckend, doch um das Potenzial einer solch hohen Auflösung voll ausschöpfen zu können, braucht es auch geeignete Objektive. Deshalb fragen sich viele Nikon Fotografen, welche Objektive denn optimal für die Nikon D850 geeignet sind.

Zunächst einmal: Wenn man skeptische Kommentare in verschiedenen Foren liest, könnte man fast den Eindruck bekommen, dass es im Grunde überhaupt keine Objektive für die Nikon D850 gibt. Das stimmt so natürlich nicht, denn prinzipiell lässt sich jedes F-Mount Objektiv auch an der D850 nutzen. Die Frage ist eben nur, welche Objektive das Potenzial des Sensors bestmöglich ausschöpfen können.

Liste von Thom Hogan (und Nikon)

Der Name Thom Hogan dürfte in der Nikon Szene vielen ein Begriff sein. Seit 1994 fotografiert Hogan mit Nikon Kameras und er hat sich über die Jahre in der Branche einen Namen gemacht.

Hogan hat nun auf seiner Webseite eine Liste mit Objektiven veröffentlicht, die er Nikon D850 Nutzern empfehlen würde. Dabei macht er zunächst einmal darauf aufmerksam, dass die Auflösung der D850 bezogen auf die horizontalen bzw. vertikalen Pixelzahlen nur um 12 Prozent gestiegen ist. Damit sollten seiner Meinung nach alle Objektive, die auch an der D810 gut funktioniert haben, für die D850 geeignet sein.

Nikon selbst hat in Videos, Broschüren usw. elf verschiedene Objektive an der D850 genutzt. Daraus kann man schließen, dass diese Objektive nach der Meinung von Nikon optimal für die D850 geeignet sind:

  • 8-15mm f/3-5-4.5E
  • 14-24mm f/2.8G
  • 19mm f/4E PC
  • 20mm f/1.8G
  • 24-70mm f/2.8E
  • 28mm f/1.4E
  • 70-200mm f/2.8E
  • 80-400mm f/4.5-5.6G (Hogan hält dieses Objektiv nicht für geeignet)
  • 105mm f/1.4E
  • 200mm f/2G
  • 400mm f/2.8E

Hogan selbst hält diese Objektive für empfehlenswert (bei Objektiven mit einem * möchte Hogan noch weitere Tests durchführen und diese anschließend möglicherweise von der Liste streichen):

  • 8-15mm f/3.5-4.5E
  • 14-24mm f/2.8G
  • 16-35mm f/4G
  • 19mm f/4 PC-E
  • 20mm f/1.8G
  • 24mm f/1.4G
  • 24mm f/1.8G
  • 24mm f/3.5 PC-E
  • 24-70mm f/2.8G*
  • 24-70mm f/2.8E
  • 24-120mm f/4G*
  • 28mm f/1.8G
  • 35mm f/1.4G
  • 35mm f/1.8G
  • 45mm f/2.8 PC-E
  • 58mm f/1.4G
  • 60mm f/2.8G
  • 70-200mm f/2.8GII*
  • 70-200mm f/2.8E
  • 70-200mm f/4G*
  • 80-400mm f/4-5.6*
  • 85mm f/1.4G
  • 85mm f/1.8G
  • 105mm f/1.4E
  • 105mm f/2.8G
  • 200mm f/2G
  • 200-400mm f/4G*
  • 300mm f/2.8G
  • 300mm f/4E
  • 400mm f/2.8G or E
  • 500mm f/4G or E
  • 600mm f/4G or E
  • 800mm f/5.6E
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

15 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Meiner Meinung nach, sollte man bei der Betrachtung der geeigneten Objektive nicht die Art-Reihe von Sigma außer Acht lassen. Ich selbst verwende an meiner D800 schon seit geraumer Zeit das 24/1,4, das 35/1,4 und das 50/1,4. Alle drei Objektive erzielen hervorragende Ergebnisse an meiner Kamera. Die Auflösung aller drei Linsen ist beeindruckend. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass sie auch bei der D850 genauso hervorragende Ergebnisse erzielen werden.
    ich hoffe, dass ich es bald mit meiner eigenen D850 ausprobieren kann. 🙂

      • Beim Format DX habe ich folgende Sigmaobjektive: 10-20mm f4-5.6 und 18-35mm 1.8 Art. Beide sind scharf, das Art Objektiv ist überhaupt das schärfste, da ich je hatte.
        Beim Format FX habe ich folgende Sigmaobjektive: 35mm 1.4 Art, 24-105mm Art, Makros 50, 70, 105 und 150mm 2.8. Ich kann Ihnen versichern, dass ich noch mit keinem dieser Objektive AF-Probleme hatte. Die Art-Objektive kann man übrigens mit einem USB-Dock auf die eigenen Bedürfnisse einstellen, konkret die AF-Feinjustierung vornehmen. Ich hatte bis jetzt noch keinen Bedarf. Ich fotografiere übrigens mit der D7000 und der D750. Nebenbei bemerkt kann ich sagen, dass ich einige Nikonobjektive verkauft habe, weil ich nicht zufrieden war.

  • Es gilt dabei auch die Preise im Auge zu behalten.

    Das 850 Gehäuse geht noch so im Preis. Wer aber neue Objektive kaufen muss um den Sensor auszunutzen kommt sehr schnell in den Bereich der Fuji Mittelformat Kamera.

    Über ein Stativ und stabilisierte Objektive muss man auch sprechen, denn bei dieser Auflösung treten kleinst Fehler gnadenlos in den Vordergrund.

    Ob es da nicht besser ist die Vorteile vom Mittelformat gleich mitzunehmen? Gut, wer es eilig hat muss bei der 850 bleiben. Es lohnt sich bestimmt seinen Anforderungsrahmen erneut zu überprüfen!

    • Hallo Alfred, welche Vorteile von einem echten Mittelformat meinst du genau?
      – den einzelnen mittigen Autofokuspunkt oder eher die ISO die bei 400 am Anschlag ist. Oder und die Serienbildgeschwindigeit von 1- max 2 Bildern die Sekunde?

      Die wirklich gute Fuji mit dem Kleinbild-Pro Sensor lassen wir mal aussen vor. Wobei auch hier, wenn ich mir die Raw Dateien von dpreview in Camera Raw reinlade, (ISO3200) mich dann am Ende vom der Preis-Leistung nicht überzeugen.

      Es wird immer spezielle Kameramodelle geben, die für den jeweiligen Einsatzweck besser sind. Derjenige der überwiegend auf Sport macht wird sich eher eine A9 oder D1X, D5 kaufen. Derjenige der auf Portraits mit perfekter Ausleuchtung im Studio macht für den ist eine Mittelformat die richtige wahl.

      Was macht der, der von allem ein bisschen aber das in gut haben möchte, der könnte sich jetzt eine D850 kaufen. Ich glaube das ist ein ordentlicher und Solider Allrounder. Schon die D800 hatte bis Iso 200 Mittelformat Qualitäten.

      Ich kann mich noch an die ewigen Diskussionen erinnern beim Erscheinen der D800.
      36Mpix kann man nicht ruhig halten, das ganze geht nur auf Stativ. Es gibt keine Objektive die das ab können usw…
      Alles Quatsch, man kann wunderbar auch mit 50Mpix bei Dämmerung oder schon im Dunkeln und das ganze noch in der Stadt – Natur und nicht nur im Studio Fotos machen.

      Wenn es Probleme gab, entweder nicht auf die Situation angepasste Belichtungszeiten oder es stellte sich in der Regel heraus das es am Objektiv liegt und dieses nicht auf den Body angepasst war. (Back/Frontfokus-Dezentrierte Linsen)
      Hatte ich selbst mit dem Tamron 24-70 2.8 erlebt. Gekauft und es war kein scharfes Bild möglich. Body und Objektiv an Tamron und siehe da, alles gut.

      • Herr Proksch meint die Fuji GFX 50s die Sie dem „Kleinbild Pro“-Format zuordnen, welches meines Erachtens nicht existiert. Den Begriff habe ich schon mal gehört, kommt aus dem Lager welches die These verfechtet alles unter 60x45mm ist kein Mittelformat. Die Definition aus der analogen Zeit lautet, alles was größer ist als Kleinbild ist, ist Mittelformat. Warum sollte sich daran auf einmal etwas ändern? Gerade das Mittelformat bietet doch so viele unterschiedliche Größen. Diese Formate gab es ja auch nicht alle auf einmal und trotzdem zählen sie zum Mittelformat. Das Format 44x33mm gab es von Anfang an im digitalen Mittelformat. Es reiht sich bloß in die lange Reihe der unterschiedlichen Formate im Mittelformat ein. Die aktuellen Sensoren im Mittelformat setzen alle auf die CMOS Technologie, da ist bei ISO400 noch lange nicht der Anschlag erreicht. Mittelformat ist und bleibt wahrscheinlich ein Nischenprodukt. Wer die beste Bildqualität will, kommt am Mittelformat nicht vorbei, muss sich dann allerdings mit den bekannten Einschränkungen wie Geschwindigkeit, Autofokus etc. arrangieren.

      • Mit vielem hast du Recht, deswegen verweise ich auf das persönliche Anforderungsprofil. Meine berufliche Fotografie erledige ich mit Voll- und Mittelformat. Aus der Praxis kann ich sagen das eine sauber fotografierte Mittelformat Datei einfach besser ist. Was nicht besagt das die KB Datei nicht exzellent ist. Mit beiden kann man sehr gut leben. In meinem Profil kommt ISO 400 kaum vor. Deswegen kann ich dazu keine Aussage machen. Schnelle Serienbilder kommen bei mir nicht vor. Die Vollformat kann das ausgezeichnet, bisher zwei mal benötigt, für mich somit nicht wichtig.

        Allergrößten Wert lege ich auf ausgezeichnete Objektive. Und da sind physikalisch gesehen die großen Mittelformat Sensoren im Zusammenhang mit den dafür gebauten Linsen im Vorteil. Dazu der etwas größere Dynamikumfang, das macht den minimalen aber deutlich sichtbaren Unterschied.

        Meine Frau hat eine Edelkompakte mit der die Enkel abgelichtet werden. Da sind des öfteren Bilder dabei die mit 1600 ISO immer noch brauchbar sind. Selbst sehr gute Smartphone Bilder der glücklichen Eltern sind möglich.

        Ich sehe die breite Spanne der Bilderzeugung positiv, es ist so wie es ist! Leider gibt es das Mittelformat Smartphone noch nicht.

  • Was die geeigneten Objektive angeht, kann ich nur sagen, dass oft ’nicht geeignete‘ Objektive doch zu gebrauchen sind. Ich komm zwar aus dem Canon Lager, aber als dort die 5DS und 5DSR erschienen, wurden auch ne Menge Objektive als ‚ungeeignet‘ eingestuft. Stefan Gross (Traumflieger.de) hat dann aber in Tests gezeigt, dass sogar das 24-105 f4/L, was nicht als ‚die‘ Linse bei Canon gilt, Vorteile bei einem 50 Mega Sensor verzeichnen konnte. Man wird seine alten Linsen ja nicht gleich entsorgen, so dass man das dann auch selbt testen kann.

  • Wenn man die D500 hat und FX-Objektive besitzt, ist es eigentlich ganz einfach: Alle Objektive, mit denen man bisher an der D500 zufrieden wahr, werden jedenfalls in der Bildmitte sehr ähnlich wie bei der D500 abbilden, da die Pixelgrößen bei der D850 (19,01 µm2) und der D500 (17,9 µm2) recht nahe zusammenliegen. Am Rand sieht das dann natürlich etwas anders aus. Panik ist da aber nicht angesagt und Nikon bietet das nicht unumstrittene 24-120 mm /f4 ja auch als Kit-Objektiv an.

    In diesem Sinne werde ich auch mein Nikon 200-500 mm /f5.6 an meiner bestellten D850 verwenden und denke, dass ich auch an der D850 passable Ergebnisse bei 500 mm damit erzielen kann, auch wenn Thom Hogan es nicht empfiehlt.

    Daher keine Panik. Wobei 45 bis 50 megapixel aktuell sicher die Grenze dessen darstellen, was man mit einem Vollformatsensor sinnvoll nutzen kann. Mehr megapixel braucht es in nächster Zeit sicher nicht, wohl aber darf gerne am Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten gefeilt werden.

  • wenn das 24-120mm f/4 G schon als „unsicher“ genannt wird, dann frage ich mich, warum nikon genau dieses objektiv dann im kit zusammen mit der kamera verkauft…

  • Wenn man schon so eine Liste macht und Bedenken hat, ob die Objektive überhaupt genügen, müsste man eigentlich konsequenterweise alle Zooms streichen. Eine Festbrennweite ist immer schärfer und löst höher auf, da gibt es nichts zu rütteln. Dass Nikon seine überteuerten Zooms empfiehlt, ist natürlich logisch, die wollen ja verkaufen.
    Etwas gibt es auch noch zu bedenken; Das gleiche Objektiv erzielt auf einem besseren Sensor eine bessere Leistung. Das kann man auf dxomark sehr gut beobachten. Je mehr Pixel die Kamera, desto höher die Punktzahl des Objektivs. Deshalb denke ich, dass man mit der D850 keine Probleme haben sollte, wenn der Objektivpark auf dem neuesten Stand ist.
    Ich kannte mal jemanden, der eine Super Sony-Kamera gekauft hatte. Die Begründung dazu war, dass er die uralten Minoltaobjektive noch brauchen konnte. Tja … jedem das seine und das was er verdient …

    • Ich finde das man zur Zeit mit den Tamrons 15-30, 24-70 und 70-200 F2.8 sehr gut fährt an der D850 und das zum halben Preis des Nikon Äquivalents.