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Nikon D850: „Mir hat noch nie eine Kamera so viel Spaß gemacht!“

Stephan Wiesner hat sein Testvideo zur Nikon D850 veröffentlicht. In seinem Fazit sagt er unter anderem, dass ihm „noch nie eine Kamera so viel Spaß gemacht hat“.

Nikon D850 Testbericht von Stephan Wiesner

Nachdem wir vor rund zwei Wochen bereits darüber berichtet hatten, welchen ersten Eindruck Fotograf Stephan Wiesner von der Nikon D850 hat, wollen wir heute einen Blick auf sein ausführliches und komplettes D850 Testvideo werfen, welches vor einigen Tagen veröffentlicht wurde. Dieses ergänzt den schriftlichen Testbericht auf seiner Webseite.

Stephan hat die Nikon D850 in verschiedensten Umgebungen rund zwei Wochen lang getestet. Landschaftsfotografie, Streetfotografie, Outdoorfotografie, Studio, Porträts – da war wirklich vieles dabei. Sein Fokus lag aber primär auf der Landschafts- bzw. Outdoorfotografie.

Tolles Display, super Autofokus

Seiner Meinung nach ist die Nikon D850 in allen wesentlichen Punkten besser als die D810. Vor allem das Display, welches er schon in seinem letzten Video gelobt hatte, scheint ihm wirklich gut zu gefallen, da es extrem hochauflösend ist und der Touchscreen gut funktioniert. Bei seinem Trip in den Alpen hatte Stephan nicht mal einen Laptop dabei, da das Display so gut ist, dass man alle Bilder wunderbar über den Bildschirm der Kamera bewerten kann.

Die technischen Daten der Nikon D850 dürften inzwischen eigentlich alle kennen. Spannend ist also zu beobachten, wie sich die Kamera dann tatsächlich in der Praxis schlägt. Hier stellt Stephan Wiesner unter anderem fest, dass sie sich wunderbar auch mit Handschuhen bedienen lässt und dass alle Bedienelemente groß und hochwertig sind, sodass man nicht aus Versehen irgendetwas auslöst. Zudem ist seiner Meinung nach der Griff ganz hervorragend, sodass man die eigentlich recht schwere Kamera auch gut längere Zeit in der Hand halten kann.

Stephan erwartet von einer Outdoorkamera einen hohen Dynamikumfang – und den liefert die D850. Zudem hat sie viele Pixel, die man seiner Meinung nach oftmals zwar nicht braucht, die aber manchmal dann doch ganz nützlich sind. Als extrem zuverlässig beschreibt er außerdem den Autofokus, bei seinem Porträt-Shooting war quasi jedes Bild scharf.

Auch Videos lassen sich mit der D850 wunderbar erstellen, doch da die internen Mikros keinen wirklich guten Sound liefern, der Autofokus im LiveView nicht gelungen ist und es keinen integrierten Bildstabilisator gibt, wird ein Videograph immer eher zu einer anderen Kamera greifen.

Fazit und abschließende Frage

Stephan Wiesners Fazit: Gerade für die Landschaftsfotografie ist die Nikon D850 perfekt geeignet, auch wenn sie natürlich kein Leichtgewicht ist, woran man sich gewöhnen muss. Im Studio würde er persönlich eher zu Canon greifen (wegen Tethered Shooting und minimal besseren Hauttönen), doch ansonsten ist die Nikon D850 seiner Meinung nach „ein richtig geiles Werkzeug“. Sie fühlt sich für ihn sehr professionell an, er hat Vertrauen in die Kamera und man kann mit ihr absolut alles machen. Außerdem gibt er zu, dass er niemals mit einer Kamera so viel Spaß hatte wie mit der Nikon D850.

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Trotzdem muss man sich seiner Meinung nach die Frage stellen, ob man die Nikon D850 wirklich braucht. Denn auch er stellt objektiv betrachtet fest, dass er als Fotograf alles was er macht auch wunderbar mit der Nikon D750 machen könnte. Und die Nikon D750 kostet nur halb so viel wie die D850! Für viele lohnt sich der Aufpreis der D850 also unter Umständen nicht, wenn man es rein rational betrachtet – doch es ist ja auch absolut legitim, mehr Geld in eine Kamera wie die D850 zu investieren, weil man einfach Spaß an neuer Technik und an mehr Möglichkeiten hat. Das haben wir vor einiger Zeit im Artikel „Neue Kameras machen keine besseren Bilder – oder doch?“ festgestellt.

Hier abschließend das komplette Testvideo zur Nikon D850 von Stephan Wiesner:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

7 Kommentare

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  • Ein guter Fotograph macht mit einer neuen Kameraausrüstung (inklusive gutem Objektiv) natürlich bessere Bilder bei einer nun höher auflösenden und genauer fokussierenden Kamera. Bei uns Normalbürgern spielt das keine so grosse Rolle, da wir erstens nicht so gross ausdrucken und zweitens bis auf Zufallsergebnisse einfach nicht so perfekt sind wie ein guter Profi. Dennoch macht es natürlich auch Spass ein neues Spielzeug zu haben und damit zu experimentieren.

  • Erst einmal grosses Lob an Mark für die vielen tollen Berichte! Ich fotografiere beruflich und besitze neben der D750 nun auch die D850. Ganz klar, die D750 ist der perfekte Allrounder. Im Verhältnis zum Preisunterschied halte ich den Mehrwert der D850 für einen Hobbyfotografen für sehr gering. Mir als täglicher Anwender, bietet die D850 mit vielen kleinen Verbesserungen ein noch kompromissloseres Arbeiten. Der bessere Sucher, belichtete Knöpfe, das bessere Display, und ein paar Kleinigkeiten. Im Berufsalltag für mich viel Wert.

  • Die D850 wäre natürlich sicher eine Wunschkamera, aber eben, der Preis ist happig. Mit meiner D750 bin ich sehr zufrieden. Ich liebäugle natürlich auch mit dem schnellen Autofokus der D500 oder jetzt mit der D850 für die Fotografie von Vögeln im Flug. Aber die Kombi D750 mit dem 200-500 VR ist so gut, dass ich 90 % scharfe Bilder in 100 %-Ansicht generiere. Und bei Landschaftsaufnahmen ist die Kamera sowieso einfach nur Spitze. Deshalb brauche ich eigentlich keine D850, da ich keine Poster in Stalltürgrösse machen lasse. Ich denke, dass nur Profis, die die absolut höchste Auflösung brauchen, so eine Kamera wirklich benötigen.

  • Gerade in der Landschafts- bzw. Architekturfotografie ist der Dynamik-Umfang dieser Kamera immer noch nicht ausreichend, so dass man letztlich doch auf HDR setzen muss.

    Und in dem Moment wird die Überlegenheit des Canon-Systems mit den überlegenen Canon-Objektiven und der sehr zurückhaltenden RAW-Bearbeitung offensichtlich.

    Canon ist nicht umsonst Marktführer.

    Und was den Stephan Wiesner betrifft – wenn ich schon eine solche Aussage lese:
    „Mir hat noch nie eine Kamera so viel Spaß gemacht!“

    dann ist doch klar, dass das nichts anderes als Werbung ist.
    Und solche Werbung soll sicher nicht Fachleute erreichen, sondern Laien.

    Ach ja – die Hauttöne seien bei Canon besser!
    So ein Blödsinn!
    Verzichtet der auf eine Graukarte?