Kameras Nikon

Kommt Nikons spiegellose Vollformatkamera mit einem Dual-Pixel-Autofokus?

Nikon scheint an einer eigenen Version des Dual-Pixel-Autofokus zu arbeiten. Wäre denkbar, dass die kommende spiegellose Vollformatkamera mit diesem neuen AF ausgestattet sein wird.

Nikon braucht einen besseren Video-AF

Wenn man sich die Nikon D850 anschaut, die vor einigen Monaten vorgestellt wurde, dann findet man kaum Schwachstellen. Es ist eine extrem ausgereifte Kamera, doch einen großen Nachteil kann man nicht schönreden – und das ist der Video-Autofokus. Diese Schwäche mag den einen weniger stören als den anderen, doch im Vergleich zu anderen Herstellern wie beispielsweise Canon sieht Nikon hier aktuell wirklich alt aus.

Canon hat den hervorragenden Video-Autofokus der eigenen Kameras unter anderem der Dual-Pixel-Technologie zu verdanken. Und bei Nikon scheint man sich wohl zu denken: „Was die bei Canon können, dass können wir auch“. Denn nun sind Patente aufgetaucht, die zeigen, dass Nikon an einer eigenen Version des Dual-Pixel-Autofokus arbeitet.

Patente für Dual-Pixel-Autofokus

Nikons Technologie entspricht vom Prinzip her wohl ziemlich genau der von Canon, mit dem Unterschied, dass Nikon wohl zusätzlich auch die „Time-Of-Flight-Technologie“ implementieren möchte, die man beispielsweise aus dem Hause Sony kennt. Dabei misst die Kamera die Entfernung zu den jeweiligen Motiven, was den Autofokus noch zuverlässiger machen soll.

Nikon scheint also an einem neuen Autofokus-System zu arbeiten, welches wohl vor allem im Video-Bereich bessere Dienste leisten soll. Da muss man kein Hellseher sein, um die Patente mit der kommenden spiegellosen Vollformatkamera bzw. High-End-DSLM von Nikon in Verbindung zu bringen. Denn DSLMs punkten ja häufig mit erstklassigen Video-Funktionen. Eine Bestätigung, dass die kommende DSLM mit diesem neuen Autofokus ausgestattet sein wird, gibt es aber noch nicht.

Quelle: Nikoneye

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

9 Kommentare

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  • Ein bisschen ärger ich mich ja schon, dass ich mir die Sony A7r III gekauft habe und nicht noch etwas Geduld gezeigt habe. Gestern habe ich 3 Stunden!!! versucht, die Funktionstasten 1,2 und 3 auf dem Wahlrad zu programmieren … ohne Erfolg. Ich spreche nur über mich persönlich aber so ein Menü wie bei Sony ist eine Katastrophe.

    Ich glaube das es unterm Strich immer noch die beste Wahl ist, sich auf Canon und Nikon zu verlassen.

    • Also ich kaufe immer im Fachhandel! Unsere lokalen Geschäfte halten jeden Internet-Preis bzw. unterbieten diesen sogar. Dort lasse ich mir die Geräte und die wichtigsten Einstellungen dann zeigen. Perfekte Win-Win Situation für langfristige Kundenbindung.

    • 3h? Hast du die A7riii wirklich gekauft, oder willst du hier nur trollen? Nach 3h sollte man zumindest bemerkt haben, dass die Funktionstasten nicht auf dem Wahlrad sind! Die Funktionstasten hat die A7riii übrigens 4! Es sind C1-C4! Das Wahlrad ist z.B. left, right und down button. Ich geb zu, dass das Sonymenu anfangs gewöhnungsbedürftig ist, aber nach 3h den Menüpunkt „custom key“ nicht zu finden?…..ach komm!!!

      • OK left, right und down kann man als Funktionstasten bezeichnen. C1-C4 sind custom buttons.
        Aber was willst du denn dort einstellen, was angeblich nicht funktioniert oder du nicht hinbekommst?

      • Auf 1 soll die Videofunktion mit 25fps und einer Belichtung von 1/50 liegen. Auf 2 dann 50fps mit 1/100 und auf 3 dann 100fps mit 1/200. Damit ich bei Videorepirtagen schnell wechseln kann. Habe es auch mittlerweile raus gefunden, nachdem mein Fachhändler auch ewig gesucht hatte.

  • Typischer „Fachmann Fehler“

    Bei fast allen programmierbaren technischen Geräten tritt dieses Phänomen auf weil die Fachleute davon ausgehen das der Anwender „Insider“ ist. Erschwerend kommt dazu das es ausführliche Bedienungsanleitungen nur noch als PDF zum herunterladen gibt. Wenn du Pech hast ausschließlich in englischer Sprache.

    Deswegen leihe ich mir vor dem Kauf gerne die gewünschte Kamera bei meinem Rent Service aus. Wenn ich damit klar komme und das Handling stimmt kaufe ich, ansonsten probiere ich die Mitbewerber aus. Blöde ist das nur wenn ich durch Zubehör an einen Hersteller gebunden bin, weil ein kompletter Wechsel immer sehr teuer ist.

    Mir sind zum Beispiel Kameras mit Einstellrädchen für alle Aufnahme relevanten Parameter am liebsten, weil da braucht man nix programmieren und die Umstellung ist in Sekunden erledigt. Sehr schöner Nebeneffekt, das Display bleibt unverschmiert.