Nikon Objektive

Nikon: Neues 180-400mm f/4E TC 1.4 FL ED VR kommt in Kürze

Pressebild der Nikon D850

Nikon wird in den nächsten Tagen ein neues Objektiv präsentieren, das AF-S Nikkor 180-400mm f/4E TC 1.4 FL ED VR.

Neues Objektiv von Nikon

Nikon wird in den nächsten Tagen auf der CES 2018 in Las Vegas ein neues Objektiv präsentieren, das berichten verschiedene Quellen. Es soll sich um ein neues AF-S Nikkor 180-400mm f/4E TC 1.4 FL ED VR handeln, das – da darf man sich sicher sein – kein Schnäppchen werden wird. Ein Preis im Bereich von rund 10.000 Euro würde uns nicht weiter wundern.

Sobald das neue Objektiv vorgestellt wurde, werden wir euch selbstverständlich mit allen offiziellen Details versorgen.

via: Nikonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

12 Kommentare

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  • heißt …TC 1.4 in der Bezeichnung, dass in dem Ding ein Telekonverter verbaut ist? Der Preis lässt darauf schließen, dass es eher für hoch auflösende Sensoren, wie in der D850 verbaut, zu gebrauchen ist.
    Zwar sind das aus Kostengründen nicht meine bevorzugten Nikon-Artikel, aber ich finde es grundsätzlich gut, wenn Nikon sich Produkte auf höchstem Qualitätsniveau ausdenkt. Davon profitieren auch die „normalen“ Sachen der Produktpalette.

  • Da soll wohl das komplett überteuerte 200-400mm f4 ersetzt werden, das in jedem Test zerrissen wurde und nicht einmal die Abbildungsleistung des 200-500mm f5.6 erreicht, das nur etwa einen Fünftel des Preises des f4 kostet.

    Canon hat ein praktisch identisches Zoom auf dem Markt, das genau 10’000 kostet und ca 3.5 kg schwer ist. Mark hat also ziemlich gut geschätzt, was das neue Objektiv kosten wird.

    Nun, dieses Objektiv wird sicher seine Käufer finden, nämlich jene, die Scheuklappen anhaben und nicht über den Tellerrand, oder eben über die Nikonpalette sehen können oder wollen. Wie ich schon kürzlich in einem Post geschrieben habe, gibt es eine Alternative:

    – das excellente Sigma 120-300mm 2.8 OS Sports. Dazu den neuen Sigmakonverter 1.4. Den muss man dann halt noch selber anbringen, hat aber bis 300mm Blende 2.8 und mit Konverter 420mm bei Blende 4.

    Wie blöd oder stur muss man sein, wenn man die überteuerten Canon oder Nikon kauft? Das Sigma ist absolut überragend, etwa gleich schwer mit Konverter und kostet nicht mal die Hälfte. Mehr muss man dazu nicht sagen.

    Übrigens, da wir gerade bei den Teles sind. Heute habe ich das brandneue Tamron 100-400 f4.5-6.3 ausprobiert, das ich gestern gekauft habe. Es ist grandios. Bei 400mm habe ich bei einer 30stel Sekunde noch scharfe Aufnahmen hingekriegt. Wenn man die Lichtstärke nicht braucht, ist das mehr als eine Alternative!

    • Hallo Rolf Carl,

      hast Du selbst schon mit dem Nikon 200-400 an Vollformat gearbeitet? Ich selbst kenne beide 200-400 Linsen an D3s und D3x. Und ja, das 200-400 von Nikon ist ein absolut tolles Objektiv, wenn es nicht für zu weit entfernte Objekte verwendet wird. Also im Bundestag topp und meines Erachtens in freier Wildbahn, naja. Das 200-500 kannst Du nicht vergleichen. Dafür ist der AF nicht schnell genug. Ich hatte das 200-500 für einige Monate an der D810. Der AF der D810 ist nicht schnell/stark genug für das 200-500. Mag sein, an der D500 (kleiner Sensor, starker AF) oder einer D5 (wenig Auflösung, starker AF) kann es anders sein. Und zum Sigma 120-300 OS Sport. Absolut toll. Habe ich an der D800 und D810 und jetzt an der D850 (damit habe ich aber bisher nur wenige Fotos gemacht). Und den aktuellen 1,4 Konverter von Sigma habe ich auch dazu. Ich werde mir auf jeden Fall das 180-400 gern mal ansehen und ausprobieren an der D850. Auch wenn ich es mir vermutlich nicht leisten kann/will. Es wird, so meine Einschätzung, deutlich über 10.000 Euro kosten. Schließlich will Nikon selbst finanziell wieder gesunden, und ja, es gibt genug Leute auf der Welt, für die sind 14.000 Euro auch nicht zu teuer…

      • Hallo Bodo Schulz

        Es ist ja noch nicht so lange her, als wir über Telezooms geschrieben haben und du den Wunsch nach einem 100-400 f4 geäussert hast. Das 200-400 f4 kenne ich persönlich nicht, aber nach den Testberichten wäre ich nie auf die Idee gekommen, es mir anzuschaffen, dann noch zu diesem Preis. Bei ‚Colorfoto‘ und auch bei ‚Fototest‘ fällt es gnadenlos durch.

        Das 200-500mm f5.6 habe ich dagegen und kenne es unterdessen recht gut. Ich benütze es hauptsächlich für die Wildlifefotografie und vor allem auch für Vögel im Flug. Zusammen mit der Nikon D750 habe ich eine Ausbeute von ca. 80% scharfen Bildern in der 100%-Ansicht (Die D810 hat doch den gleichen Autofokus wie die D750, oder?). Was da nicht genügt, wird sofort gelöscht. Die Nikon D500 habe ich erst etwa 3 Wochen, aber meine ersten Eindrücke sind, dass das Nikkor 200-500mm f5.6 daran ebenso scharf ist wie an der D750, trotz dem Cropfaktor. Bei schlechten Lichtverhältnissen werde ich aber weiterhin die D750 benützen, da sie trotz der sehr guten Werte bei der D500 doch etwas weniger rauscht.

        Das Sigma 120-300mm habe ich zwar nicht, aber ich war einige Male schon nahe daran, mir es zu kaufen. Aber die Vernunft hat gesiegt, da ich meistens in den Bergen unterwegs bin und stundenlang wandere, und da ist das Gewicht eben enorm wichtig. Wenn das Sigma 2 kg schwer wäre, würde ich keinen Moment zögern. Für meine Zwecke ist es leider etwas zu schwer.

    • Ich habe eine tolle Botschaft für dich 🙂

      Es gibt sogar Menschen, die sich einen Ferrari kaufen, obwohl ein Passat viel praktischer ist 😉

      Wer es sich leisten kann … warum nicht?

      • Ich habe auch eine tolle Botschaft für dich:

        Wer es sich leisten kann, kauft den Ferrari und den Passat, weil er dann das Schöne mit dem Nützlichen verbinden kann …

    • wer das Sigma 2.8/120-300 mm excellent findet und mit 1.4x Konverter ernsthaft als Konkurrenz zum 4.0/200-400 mm VR II sieht, scheint mir nicht sonderlich verwöhnt zu sein.
      Mal auf den Nahbereich achten und auf die Hintergrundwiedergabe und der 1.4x Konverter nimmt viel Brillanz weg.
      Außerdem ist das Sigma so kopflastig und schnell aus der Hand gerutscht – das Freude damit nur schwer aufkommen will. Nichts gegen die Innovationsfreude von Sigma – aber wenn ich bei wenig Licht weiter entfernte Motive aufnehmen will, verwende ich heute 2.8/300 mm (nicht von Sigma!) oder 1.8/135 mm von Sigma.
      Und wenn ich Brennweiten von 400 mm und jenseits brauche – ist in jedem Fall das Sigma 6.3/150-600 mm C (nicht Sports!!!) ein wichtiges Werkzeug.
      Richtig scheint mir, dass dieser Nachbau des Canon 4/200-400 mm x 1.4x als Nikkor 180-400 mm erst einmal enttäuschen aussieht.
      Es müßte in jedem Fall ein 4.0/100-400 mm sein – da man sonst oft eine zweite Kamera mit 2.8/70-200 mm braucht und auch beim TC hätten sie gleich die Performance des 1.7x (den Nikon sehr gut beherrscht) einbauen können.
      So wird es sich auch bei Berufsfotografen gegen das sehr gute und seltsam preiswerte 5.6/200-500 mm sehr schwer tun.
      Den Preis sehe ich auch jenseits 13.000€ und damit fast 10x so teuer. Da ich das Canon hatte und es nicht so sehr deutlich schärfer ist als das Sigma 6.3/150-600 mm – war schon das sein Geld keinesfalls wert.
      Das mehr an Präzision, Abdichtung und Haltbarkeit wird durch den fast 10fachen Preis ebenfalls nicht aufgewogen.
      Nikon hätte hier besser ein anderes Tele-Zoom zum neuen Leben erweckt:
      4.5/50-300 mm VR – das ist es was heute sicher viele Fotografen sehr gut nutzen können.
      So innovativ und überragend Nikon bei den Kameras ist – so sehr liefern sie leider bei einem Teil der Objektive nur Nachbauten von Canon – sehr bedauerlich.

      • Das 300 mm 2.8 ist sicher ein tolles Objektiv. Es ist aber nur eine Brennweite, da braucht man dann sicher noch ein zweites dazu. Deshalb sind ja Telezooms so praktisch. Ein Beispiel aus der Praxis:

        Ich gehe oft in ein NSG, wo sich meist mehrere Naturfotografen aufhalten, um Vögel zu fotografieren. Als einmal unvermittelt eine sonst sehr scheue Wasserralle auf eine Kiesbank spazierte, keine 2 Meter entfernt, konnte ich mit meinem 200-500 mm 5.6 VR wegzoomen und war sofort am Fotografieren. Die Kollegen mit den schweren 500 und 600 mm f4 versuchten verzweifelt genügend Abstand zwischen sich und den Vogel zu gewinnen und mussten zusehen, wie die Wasserralle schon wieder im Schilf verschwand.

        Die beiden Sigmas 150-600 mm waren natürlich auch in der Entscheidung, aber da ich lieber freihand fotografiere war mir das Sports zu schwer. Praxistestberichten zufolge sind das Nikkor und das Sigma C ebenbürtig und ich habe dann mein Bauchgefühl entscheiden lassen. Bis heute habe ich es nicht bereut.

        Ein 4.5/50-300 mm VR?? Aber bitteschön … Dann doch lieber gleich das excellente Sigma 120-300 2.8 OS Sports.

  • Hallo Rolf Carl,

    meines Wissens ist der AF der D750 besser/schneller als jener der D810. Daher dürftes Du auch mit 24 MP und dem AF des Bodys sehr gute Ergebnisse haben. Das Sigma 120-300 in der aktuellen Ausführung kann ich sehr empfehlen. (Die ältere Ausführung mit OS hat allerdings meines Erachtens einen anfälligen AF. Der musste bei mir öfter erneuert werden und nur deswegen bin ich dann auf die Sports-Version umgestiegen. Die optische Leistung ist meines Erachtens identisch). Ich stimme Dir zu 100 % zu, das Sigma 120-300 ist schon ein Schwergewicht und sicher kein Objektiv für „normale“ Fotografen, die damit auf längerer Tour zu Fuß unterwegs sein wollen. Dann nehme ich auch lieber meine 70-200 II von Nikon mit.

    Mit der Nikon D500 wirst Du meines Erachtens viel Spaß und tolle Fotos haben. Wenn ich APS-C nehmen würde, dann wäre die D500 neben der D7200 für mich die erste Wahl.

  • Eine Überlegung wert

    ist für Tele Freunde die RX10 IV von Sony. Das ganze Ding wiegt mit dem 24-600mm/2,4-4 gerade mal 1,1 kg. Der Autofokus ist schnell und zuverlässig. Der Preis ist für ein komplettes System in Ordnung.

    Wenn man in die Jahre kommt und viel in der Natur unterwegs ist zählt jedes Kilo doppelt. Da ich sonst mit Voll- und Mittelformat im Studio arbeite kenne ich die Format Vorteile.

    Positiv überrascht war ich vom „ein Zoll“ Sensor. Mit RAW fotografiert und professionell ausgearbeitet war ein 80×100 Poster kein Problem.

    Sicher sind die Bilder von Vollformat Kameras und von dafür gebauten Spezial Objektiven besser, das steht außer Frage. Wenn ich meine Natur Bilder verkaufen müsste würden sie mit viel Aufwand und mit teurem Equipment gemacht. Aber so genieße ich die Erinnerungen an meine Ausflüge und meine Bilder die ohne „Gedöns“ einfach gemacht wurden weil ich immer alles dabei hatte.

  • Auf meiner Suche im Netz sind mir noch keine Bilder von Kleinbild Zommobjektive von so 100-500/600 der mittleren Blendenklasse um 5,6 begegnet, deren Bilder die Qualität die der Olympus 40-150 und 4/300 erreichten. Im eigenem Bestand habe ich ein altes Sigma 50-500, dessen Qualität einfach nicht mehr gut ist und das ich gern ersetzen möchte. Das 2,8/70-200 VR2 und sogar das 28-300 spielt in derselben Liga wie die Olympus-Linsen. Den Qualitätsabfall hin zu den 300-500ern kann ich mir nicht erklären. Erst eine Festbrennweite, wie das 300/4 zieht mit der Olympus gleich und überholt sie ein klein wenig. Wir brauchen nicht über Signal-Rausch-Abstand und seine Folgen diskutieren, das ist mir schon klar. Da ich sowohl die Nikon D850 wie auch die Olympus EM1MK2 habe kann ich sie gut vergleichen. Abgesehen von der besseren Darstellung räumlicher Tiefe, die natürlich auch bei mittelklasse Linsen erkennbar ist, braucht die Nikon schon Spitzenoptiken, um bessere Ergebnisse zu liefern. Gibt es so ein Zoom für die Nikon?