Sieben Satelliten, ein Blick pro Tag auf denselben Ort. Möglich macht das unter anderem Optik aus dem Hause Nikon.
Nikon liefert die Teleskope für die nächste Generation der Erdbeobachtungssatelliten von Axelspace. Insgesamt sieben Satelliten der Reihe GRUS-3 sollen die Optik des japanischen Konzerns an Bord tragen. Der erste Start ist frühestens ab Juli 2026 geplant.
GRUS-3 sind kompakte Satelliten mit optischem Sensor, die Axelspace zu einer wachsenden Konstellation für Erdbeobachtungsdaten ausbaut. Jeder Satellit wiegt rund 150 Kilogramm und misst 96 x 78 x 126 Zentimeter. An Bord arbeiten sieben Spektralbänder, vom panchromatischen Kanal über das sichtbare Licht bis ins Nahinfrarot.

Jeder Satellit umkreist die Erde in rund 585 Kilometern Höhe auf einer sonnensynchronen Bahn. Dabei nimmt er einen 28,3 Kilometer breiten Streifen auf und löst Objekte am Boden bis auf 2,2 Meter genau auf. Ein einzelner Bildstreifen kann dabei bis zu 1.356 Kilometer lang werden. Zusammen können die sieben Satelliten jeden Ort einmal täglich aufnehmen, allerdings nur nördlich des 25. Breitengrads. Das betrifft praktisch ganz Europa, Nordamerika und Ostasien, während äquatornahe Regionen seltener erfasst werden.
Das Teleskop gehört zu den wichtigsten Bauteilen, denn es bestimmt maßgeblich, wie gut ein Satellit beobachten kann. Nikon fertigt es eigens für GRUS-3 und greift dabei auf sein Know-how in Licht- und Präzisionstechnik sowie auf frühere Weltraumteleskope zurück. Neben der Leistung legt Axelspace Wert auf die Kosten, denn die Optik soll sich später in Serie fertigen lassen.
Wie fein die Auflösung ausfällt, macht der Konzern an zwei Beispielen deutlich. Sie reiche aus, um am Flughafen Haneda die einzelnen Flugzeugtypen auseinanderzuhalten. Zugleich sei der aufgenommene Ausschnitt so breit wie die 23 Stadtbezirke Tokios.
Zusammenarbeit seit 2018
Neu ist die Zusammenarbeit nicht. Nikon stattete bereits den ersten GRUS-1-Satelliten (oben im Bild) von Dezember 2018 sowie vier weitere Einheiten von März 2021 mit Spezialteleskopen aus. Axelspace betreibt damit seinen Erdbeobachtungsdienst AxelGlobe, der 2019 startete.
Axelspace-Chef Yuya Nakamura sieht in der neuen Flotte einen wichtigen Schritt, um AxelGlobe “auf die nächste Stufe” zu heben. Wie sich die Satelliten im Betrieb schlagen, wird sich nach den ersten Starts ab Sommer zeigen.
Die Verbindung zur Raumfahrt pflegt Nikon bis in die Gegenwart. Erst im Frühjahr 2026 kam kurzfristig eine Nikon Z9 an Bord der Orion-Kapsel der Artemis-II-Mission, obwohl ursprünglich nur zwei ältere D5 mitfliegen sollten. Für die geplanten Mondlandungen entwickelt der Hersteller zudem die HULC, eine umgebaute Z9 in einer thermischen Schutzhülle, die den Temperaturschwankungen und der Strahlung im All standhalten soll.


…da kann Nikon von ganz oben entspannt zuschauen, wie der Wettbewerb sich um die Marktführerschaft prügelt. Das nenne ich mal innovativ…:-))
Habe ich gedacht, als ich den Artikel gelesen habe, da müssen sich die anderen weit hinten anstellen.
Super Erfolg für Nikon, aber von den paar Dingern wird man vielleicht berühmt, aber nicht wirklich reich.
Prestige joe, Prestige…
Ich war vor vielen Jahren bei einer Großbäckerei, Spezialist für Vollkornprodukte, und sie bekamen von der Nasa den Auftrag, für Astronauten(Apollo-Programm)ein Vollkornbrot zu kreiren. Das war eine kniffilige Anforderung, weil, sehr hohe Ansprüche. Haben es letztendlich produziert und die Produkte waren Teil der Astronauten Ernährung. Das wurde natürlich beworben und es gabe einen enormen Umsatzzuwachs. Die Entwicklungskosten haben sich absolut rentiert.
Schöne Geschichte… so etwas passiert nur im echten Leben…!
Guter Image-Erfolg für Nikon, aber was sollten sie sonst nehmen bei Axelspace? Nikon baut seit Jahrzenten die weltweit schärfsten Objektive…
“aber was sollten sie sonst nehmen bei Axelspace”
Musst mal bei den Russen nachfragen, Carl Zeiss Jena gibt es ja nicht mehr 😉 und auf westliche Produkte haben sie ja keinen Zugriff mehr…angeblich 🫣
Träum weiter kleiner Peter.
Was ein Quatsch. Nikon kocht auch nur mit Wasser wie andere Objektiv Hersteller. Nikon war wahrscheinlich einfach preislich günstiger als Carl Zeiss und co.
Die Top-Nikkor-Objektive sind keinesfalls preiswert – aber bringen den entsprechenden Gegenwert. Zeiss lässt übrigens seine Objektive bei Cosina herstellen, früher Lieferant von Foto-Quelle und Neckermann?
Meine 3 Nikon D850 kommen nicht aus dem Nikon Stammhaus in Japan, sind sie deshalb schlechter? Raten Sie einmal, was der Grund dafür sein könnte?!
Übrigens: das bisher schlechteste Objektiv, das ich angeschafft habe, stammt aus dem Hause Nikon und wurde in Japan produziert:| AF-S Nikkor 24-120mm 1:3,5-5,6 an der F6. Ich hatte zum Glück noch ein altes Nikkor 18mm 1: 3,5 und das 135mm 1:2 dabei. Situation gerettet.
Dass Cosina schon lange nicht nur billig kann, ist bekannt. Zeiss legt hier sehr strenge Standards. Das ist auch bekannt, oder Ihnen nicht? Auch die Contax RTS Modelle hatten die Elektronik von Yashica und später von Kyocera. Ist Ihnen das auch zu billig und schlecht?
… und um dass Niveau Ihres Kommentars zu unterstreichen, schreibe ich Ihnen nicht, wen Nikon in den Anfängern gerne kopiert hat. Blick auf Seite 42 Ihrer Nikon Faszination, 1. Auflage, kann da helfen. Die S-2 von 1954 erinnert äußerlich schon sehr an Technik, die erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse von 1936 vorgestellt wurde. Und jetzt raten Sie bitte, welcher Hersteller aus Deutschland diese Kamera präsentierte?
Ist Nikon auf dem Level des Abkupferns stehen geblieben, oder hat sich da was getan?
… jetzt habe ich doch ein bisschen was dazu gesagt. Sie werden es verzeihen und bei nächster Gelegenheit die gleichen Weisheiten verbreiten. Warum nur hat der PB von früher mit dem jetzigen keine Gemeinsamkeiten mehr?
Um auf Ihre letzte Frage einzugehen: losgelöst von einer individuellen Betrachtung bezogen auf einzelne Persönlichkeiten neigen wir Älteren dazu, den Blick für die Realität zu verlieren. Die angebliche Lebenserfahrung drängt oft kritische Fragen oder analytisches Denken mehr und mehr in den Hintergrund. Der Akteur bleibt stehen… der Blick wird eng, lässt wichtige Details außen vor. Falls Sie Ironie bei mir vermuten- ich bin weit entfernt davon. Eher spricht eine Form der Besorgnis aus meinen Worten. Einen guten Sonntag!
Vielen lieben Dank, so etwas Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht … und für mich behalten. Das sind bei vielen bedauerlicherweise Realitäten, Ironie wäre hier hochmaligne.
Ich hoffe immer auf diejenigen, die alt werden wollen, aber nicht alt sein. Und davon gibt es erfreulicherweise auch sehr viele.
Schönes Pfingstwochenende aus dem Felsenstädtchen Pottenstein in der Fränkischen Schweiz
Sehr gut ihre Selbstkritik!
Kyocera hatte in seinem damaligen Plattenspieler-Sortiment zwei herausragende riemengetriebene Modelle: den PL-901 und seinen Nachfolger den PL-910. Das waren technologische Prestigeobjekte, mit denen Kyocera die Leistungsfähigkei seiner Industriekeramik ebenso eindrucksvoll wie raffiniert unter Beweis stellte. Die Elektronik lieferte Micro Seiki. Ebenfalls alles andere als billig und schlecht.
Vielen Dank für Ihre ergänzenden Informationen 🌞
Da gab es bei Axelspace eine Ausschreibung und der billigste durfte liefern.
“Der Billigste” – Ihre Argumente sind so schlecht wie Ihre Rechtschreibung!
Cosina baute auch für Nikon Kameras. Für Tamron Objektive – da wurde ein gelber Punkt drauf gepappt und fertig war ein Nikon Objektiv.
Meinem “blitzschnellen” Autofokus-Nikkor 200-500 mm gönne ich jetzt nach erfolgreicher Tätigkeit eine kleine Ruhepause. Hat mich mich einen Tag lang mit knackscharfen Bildergebnissen verwöhnt – und danach suche ich den gelben Punkt?!
Das 200-500 ist scharf, aber hör endlich auf mit dem Quatsch, dass es blitzschnell sein soll. Das AF-Modul ist lahm wie eine Ente. Ich hatte es jetzt gerade bei 3 Tagen intensiver Vogelfotografie im Einsatz, das erste Mal an der Z8 so richtig im Dauereinsatz. Mein Tamron-Zoom ist z.B. bei Flussseeschwalben bei Revierkämpfen im Flug mindestens doppelt so schnell wie das Nikkor. Dieses braucht über eine Sekunde, bis das erste Bild scharf wird, das ist bei so schnellen Aktionen oft zu spät. Auch bei Bartmeisen, die sich im Sekundentakt im Schilf bewegen, kommt das 200-500 nicht wirklich mit. Für Fussball mag es reichen, für schnellere Motive aber überhaupt nicht, von blitzschnell ist das Tele sehr weit entfernt.
Nachdem ich das Nikkor 5.6/200-500 nun an der Z8 ausgiebig getestet habe, steht mein Entschluss fest, dass ich mich von dieser lahmen Gurke trenne und nach etwas Besserem umsehe.
Schwalben sind eine Herausforderung für „Mensch und Material“…
Ja, das ist so, es braucht viel Übung und auch viele Versuche, dazu noch etwas Glück, dass im entscheidenden Augenblick nicht noch ein anderer Vogel ins Bild fliegt. Umso ärgerlicher, wenn dann der AF-C des Teles nicht wie gewünscht liefert. Am liebsten wäre mir eine Festbrennweite mit 500 mm, oder eventuell das Nikkor 180-600. Wenn ich das nächste Mal mit meinem Bruder auf die Vögel losgehe, probiere ich es mal aus, er hat das Tele-Zoom.
Behalte das 400/4,5 mit TC 1,4 im Hinterkopf… leicht, schnell, gute BQ.
Brauchst du das Tele oft mit TC 1.4? Und ist dann der AF-C gleich schnell wie ohne? Das andere Problem ist auch, dass es dann wieder “nur” f6.3 ist, aber dafür bei 560 mm. Wenn die Kombi liefert, wäre es eine Option. Zudem wäre die Kombi auch noch etwas leichter als das 180-600, würde mir auch noch passen. Und ich hätte 400 mm für die Dämmerung mit 4.5. Ja, wenn die Kombi liefert betreffend AF-C, gefällt mir die Idee, mehr Brennweite brauche ich nicht unbedingt, ich habe jetzt ja genug Beschnittpotenzial. Gute Idee, 2 Fliegen mit einer Klatsche!
Gepeilt 30 % mit TC – keine Einbußen BQ und Geschwindigkeit wahrnehmbar. Messtechnisch??? Die 45 MP bieten in der Regel genügend Reserven, um ohne TC zu fotografieren. Noch leichter ist die Kombi mit Z III. Interessant wäre da noch die Z50 II. Der AF soll prima sein. 👋🏻
Danke für deine Einschätzung! Messtechnisch interessiert mich nicht, wenn du keine Einbussen wahrnehmen kannst, dann ist die Geschwindigkeit etwa gleich oder höchstens minim langsamer. Das würde mir vollkommen reichen. Und ja, ich habe die meisten Vogelbilder bisher mit dem 100-400 gemacht, das reicht meistens auch dank den 45 MP. Mein Bruder hat die Z5 II, auch sehr leicht, und mit dem 180-600 zusammen macht er sehr gute Bilder, soweit ich es gesehen habe. Er ist jedenfalls sehr zufrieden mit den Fotos. Die Z50 II ist sicher auch nicht schlecht, aber APS-C käme für mich nur noch in Frage, falls eines Tages eine Z500 kommen würde mit ca. 30 MP..
Der “nur mit Wasser kochen” ist gut, habe ich über die anderen auch immer gedacht. Und klar, für solche Projekte nimmt man immer die billigste Ware, nicht die beste.
billigste heißt nie schlechteste. Und wenn Japan es ähnlich Hand habt wie in anderen Ländern dann wird oft Ausschreibungen nach spezifikationen gemacht und dann der billigste Anbieter genommen. Und nicht weil die schlecht sind, sondern weil der Preis am niedrigsten ist.