Nikon Marktgeschehen

Nikon trennt sich auch im Vorstand von Ex-CEO

Im selben Zug wie die Bilanz präsentiert Nikon einen Vorstandsumbau. Der Ex-Konzernchef geht ganz.

Nikon hat zeitgleich mit der Vorlage einer historisch schlechten Bilanz auch den Vorstandsumbau für die ordentliche Hauptversammlung am 26. Juni 2026 angekündigt. Bemerkenswert ist vor allem, wer nicht mehr dabei ist: Der erst Anfang April als CEO abgelöste Toshikazu Umatate scheidet komplett aus dem Vorstand aus und übernimmt stattdessen den Posten eines Ehrenberaters.

Sauberer Schnitt nach dem CEO-Wechsel

Umatate hatte Nikon zuletzt als Konzernchef geführt und war zum 1. April 2026 von Yasuhiro Ohmura abgelöst worden, wie wir berichtet haben. Damals hatte Nikon noch angekündigt, dass Umatate als Director im Vorstand bleibt. Mit der jetzigen Mitteilung wird klar, dass der frühere Konzernchef stattdessen einen vollständigen Rückzug antritt.

Die Personalie fällt damit zusammen mit dem schlechtesten Jahresergebnis der Firmengeschichte, das Nikon am selben Tag veröffentlichte. Hauptursache war eine Wertberichtigung von 90,6 Milliarden Yen aus der SLM-Solutions-Übernahme, einer Akquisition aus Umatates Amtszeit.

Yamaha-Veteran übernimmt den Boardvorsitz

Auch an der Spitze des Aufsichtsgremiums ändert sich etwas. Der bisherige Vorsitzende Shiro Hiruta tritt ab, Nachfolger soll Takuya Nakata werden, langjähriger Präsident und CEO des Musikinstrumenten-Herstellers Yamaha und seit April 2024 dessen Vorstandsvorsitzender. Nakata sitzt bereits als externer Director im Nikon-Board und wird in der neuen Rolle nach der Hauptversammlung formell bestätigt.

Auf Vorstandsebene rückt zudem Senior Vice President Yoichi Kassai zusätzlich in den Vorstand auf. Als neue externe Mitglieder schlägt Nikon Toshihiro Uchiyama (aktuell Berater bei NSK und externer Director bei IHI) und Yoko Seki für das Audit Committee vor.

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3 Kommentare
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Leonhard

Und was folgern wir nun aus diesem “Rauswurf”?

Eigentlich hat man bei Nikon damit nur eine Reis-Schnaps-Idee korrigiert, welche so nie klappen kann, weder in Asien noch in Europa noch irgendwo sonst auf der Welt.

Meinereiner meint sich zu erinnern, da hätte irgendwo in Europa mal ein alter Sack eine ähnlich genitale Idee gehabt, der Alte wollte gehen und der Junge sollte übernehmen, was aber am Veto des Jungen gescheitert ist.

Das neue Obersteingesicht sagt was und alle schauen den Alten an, ob dies auch so gemacht wird, ja also wirklich, wir sind doch nicht in der Bundespolitik?

Klaus

Umatate ist Jahrgang 1956. Die Zeit der Greise an der Unternehmensspitze geht auch in Japan dem Ende entgegen und der Kauf der in Lübeck ansässigen SLM Solutions (ja, es sind die Deutschen, die Nikon wegen Abschreibung des Goodwills auf SLM Solutions aktuell nach unten ziehen) durch Nikon war seine Entscheidung.

Leonhard

Nun ja, lieber Klaus, Jahrgang 1956, dafür wäre er für das Amt des US-Präsidenten erheblich zu jung, soviel zu Japan und den alten, grauen Eseln!

Warum schmeißt man einen CEO überhaupt raus? Meinereiner glaubt, nicht weil man Geld verloren hat, sondern eher, weil man das Vertrauen verloren hat, War es am Ende die Sch…. an sich, welche er angerichtet hatte oder der Umgang mit der Selbigen hinterher?

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