Kameras Olympus

Olympus bekennt sich in neuem Statement klar zum Kamerageschäft

Olympus bekennt sich in einer neuen Stellungnahme klar zum Kamerageschäft: „Wir planen im Moment nicht die Sparte zu verkaufen.“

Olympus Kamerasparte nicht mehr unverkäuflich

Bloombergs Artikel hat hohe Wellen geschlagen. Dass der Artikel des amerikanischen Medienkonzerns in den letzten Tagen so oft diskutiert wurde, lag vor allem an einer Aussage von Olympus CEO Yasuo Takeuchi. Der hat im Gespräch mit Bloomberg nämlich verraten, dass Olympus eigene Kamerasparte inzwischen wohl nicht mehr unverkäuflich ist.

Wörtlich hat Bloomberg das folgendermaßen formuliert:

„Takeuchi also backtracked on some of his comments in the past that the camera business was not for sale, saying that may not be the case anymore.“ (Bloomberg)

Da die Aussage von Takeuchi und nicht aus der Gerüchteküche kommt, darf sie durchaus ernst genommen werden. Gleichzeitig sagt Takeuchi aber natürlich nicht, dass das Kamerageschäft tatsächlich verkauft werden wird. Er spricht lediglich davon, dass es wohl nicht mehr komplett unverkäuflich ist, so wie das in der Vergangenheit der Fall war.

Neues Statement von Olympus

Auf den Artikel von Bloomberg und die darin enthaltene Aussage von Takeuchi hat Olympus nun erneut in einem offiziellen Statement reagiert. Schon zu den Gerüchten vor einiger Zeit hatte Olympus ja eine Stellungnahme herausgegeben, war damals in den Formulierungen aber zurückhaltender und hat lediglich auf die zuletzt vorgestellte Unternehmensstrategie verwiesen, in der auch die Kamerasparte eine Rolle spielt.

In der neuen Stellungnahme zum Bloomberg Artikel ist Olympus nun etwas deutlicher und bekennt sich klar zum Kamerageschäft.

„Wir haben im Moment keine Pläne, den Imaging-Bereich zu verkaufen.“ (Olympus)

Hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Aussagen aus der Stellungnahme, anschließend dann die originale Pressemitteilung im englischen Wortlaut:

  • Olympus plant im Moment nicht, die Kamerasparte zu verkaufen
  • Der Imaging-Bereich soll stabilisiert und gestärkt werden
  • Es gibt bereits eine Roadmap mit spannenden Produkten für die nächsten Monate und Jahre
  • Es wird an neuen Technologien gearbeitet, die Fotografie und Videografie verbessern sollen
  • Imaging-Bereich auch für andere Business-Bereiche von Olympus wichtig
  • Fokus in Zukunft verstärkt auf dem medizinischen Bereich
  • Olympus hebt hervor, wie einzigartig die eigenen Kameras und Objektive sind (Qualität, Kompaktheit)

Die originale Pressemitteilung

Abschließend hier nun die komplette Pressemitteilung von Olympus Tokio zum Nachlesen:

„Olympus would like to comment on recent media coverage re rumors about the sale of our Imaging business.

As announced in our Corporate Strategy Olympus is further focusing on Medical and follows the strong ambition for all our businesses to be profitable and contribute to our overall business objectives. In that regard we are continuously evaluating our overall portfolio as announced in our Corporate Strategy on November 6th 2019.

For Imaging, however, we currently have no plans to sell the business. The task is therefore to stabilize and strengthen its market position. To achieve that we are actively running marketing activities and have already established a clear and exciting product roadmap for the coming months and years. We are actively pursuing future technology developments that will enhance photography and video for creators. Furthermore Imaging is and will continue to be an important technology and innovation driver for our other businesses.

Our Imaging business features a unique product portfolio. Olympus products are compact and lightweight systems, featuring market leading image stabilization and autofocus. Many high-end products are also splash-proof. No other product offers customers this level of optical excellence paired with the highest mobility.

Only recently we launched our new OM-D E-M5 Mark III – a light yet feature packed addition to our semi-pro camera portfolio inheriting pro-features like a high precision AF from our OM-D E-M1 Mark II model. Furthermore we have announced the development of M.ZUIKO DIGITAL ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO earlier this year to be launched by next year.

Customers can follow our break-free campaign on various channels and worldwide.“

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

55 Kommentare

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    • @ Werner Gutgsell
      Klein und Fein. Das sind doch die Stärken von Olympus. Insbesondere Klein. Wie in aller Welt kommt dann eine OMD E-M 1X zustande? Gerade Olympus weiß doch, wie man Kameras baut. Stichwort OM 4ti.
      Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob eine OMD E-M 1 III auf den Markt kommt und eventuell mit einem neuen Sensor. Zusammen mit dem neuen 150-400 wird das bei entsprechendem verbesserten Rauschverhalten für Tierfotografen ganz sicher eine wahnsinns Kombi.

      • Im Vergleich zu D5 und Canon ? ist die E-M 1X klein und zierlich, vollgestopft mit Innovation und preislich ein Sonderangebot.
        Eine E-M1 II mit Batteriegriff ist auch nicht viel kleiner.

      • Naja,
        ich würde mal sagen, der Vergleich hinkt.
        Wenn schon, dann wäre die X mit einer Sony A9 zu vergleichen.
        Und das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte. Die A9 hat nämlich nebenbei auch das Zeug, Nikon und Canon ersthaft Paroli zu bieten.

      • Bis ISO 1600 hält die E1MX mit einer A9 locker mit. Bei JPG im Sport eigentlich normal, sowieso.
        Kamera ist mit Optik leichter, kleiner, schneller bei AF, Serienaufnahmen, Schreibperformance in den Kartenslots, Aufnahmespeicher und ausdauernder beim Akku. Von den anderen Dingen wie GPS, Barometer, Höhenmeter, Kompass, Graufilter, Nachtaufnahmen, Stacking oder HR-Aufnahme rede ich hier noch gar nicht.

        Wo kann also eine E1MX also nicht mithalten ?

      • OlyNik

        „Wo kann also eine E1MX also nicht mithalten ?“

        Beim Fotografen, OlyNik, beim Fotografen …

        Sämtliche Topshots fotografieren mit Vollformat, weil sie eben wissen, worauf es ankommt.

      • @ OlyNik
        Ähm, ernsthaft jetzt?
        Na gut. Also, beim Sport, im Stadion oder auf einem anderen Sportplatz, geht es bei ISO 1600 eigentlich erst los. Da sind leider nicht immer optimale Lichtverhältnisse.
        In Hallen, insbesondere wenns nicht Bundesliga ist (Handball/Basketball/Volleball usw.) geht es ja dann eher schon in Richtung 8000, 10000 oder mehr ISO.
        Für die genannte Zielgruppe der A9/1DX Mark II/D5 ist das relevant. Abgesehen davon, wo ist den ein 2,8/400 (umgerechnet) mit der entsprechenden Tiefenschärfe (kein Mensch will z.B. den Kopf eines Fußballers erst suchen, weil die Köpfe des Publikums im Hintergrund genau so scharf oder jedenfalls viel zu deutlich abgebildet werden)?
        Schonmal mit einem 200-400 im Vollformat fotografiert? So eine Linse gibt es nicht bei MFT. Und wenn du neben anderen Fotografen stehst, deren Bilder einfach eine prägnantere Bildsprache haben (Stichwort Wegblenden des störenden Hintergrundes), dann frag dich nicht, welche Fotos nachher verkauft werden.
        Was den Autofokus betrifft, so habe ich doch starke Zweifel daran. Natürlich hat Olympus einen schnellen Autofokus, aber bei langen Teles mit vergleichbar geringer Tiefenschärfeebene wie es mit der A9 möglich ist, müsste Olympus die Fähigkeiten beweisen. Bei Blende 4, 5,6 oder gar 8 (umgerechnet in Tiefenschärfe bei Vollformat mit vergleichbarer Bildwirkung) ist ja auch weniger Präzision gefragt.
        Aber ich denke, das wirst du schon selber wissen und willst uns alle nur etwas ärgern, gell? ;-).

      • @ OlyNik
        Nur zum Verständnis. Ich bin mir sicher, mit den Pro Objektiven und bis 1600 ISO könnte ich auch mit einem MFT System glücklich werden. Was mich hier nur wundert ist speziell die Platzierung der X gegen echte Sport-Kameras, die darauf auch getrimmt sind.
        Dafür die Energie der Entwickler zu konzentrieren anstatt auf eine OMD E-1 Mark III mit möglichst rauschfreiem Sensor in hohen ISO Bereichen finde ich ärgerlich.
        Also, ISO 3200 fähiger Sensor, ein 1,4/200 und ein 2,0 100-200, dann noch ein 2,8/300 auf den Markt bringen, ebenso wie ein 1,4 35-100, dann hätte Olympus ein mit Sony, Canon und Nikon ziemlich vergleichbares System und wäre in einigen Bereichen tatsächlich überlegen.

  • Was für ein Hin und Her…
    früher war das immer ein gutes Indiz für einen tatsächlichen Verkauf / Schließung.
    Ich denke, das Letzte Wort ist noch nicht gesprochen in der Sache. Es bleibt spannend.

    Wie gesagt, ich fände es toll, wenn Leica Olympus Kamera Sparte übernimmt und weiter führen würde.

  • „„Wir haben im Moment keine Pläne, den Imaging-Bereich zu verkaufen.“ (Olympus)“

    Die Dauer des Moments wird dabei offengelassen.
    Außerdem muss man ja nicht verkaufen. Man kann auch so den Laden dicht machen.
    Man könnte das ja mal mit Samsung gegenüberstellen.

    Fakt ist, dass alle traditionellen Hersteller geschlafen haben. Es sieht bei den anderen Herstellern mit Ausnahme von Sony und vielleicht noch Canon nicht viel bessers aus.

    • Den Smart Phone Herstellern wird genau das selbe vorgeworfen, nichts Neues.
      Und in 5 Jahren CEO Samsung oder 10 Jahren Apple, soll das Smart Phone tot sein. Nur ist es so schweißtreibend, den Kühlschrank zum Telefonieren, mit zu schleifen. Als Brillenträger bin ich auch nicht an solchen Dings-Bums Brillen interessiert, trage keine Armbanduhr und eine sprechende Jacke mag ich auch nicht.

    • Wer hat den als Kamerahersteller geschlafen ?
      Die Möglichkeiten an Optimierungen von Sensorgrößen / Auflösung, Blende und Belichtungszeit, Belichtungsmessung und Auslöseverzögerung sind halt beschränkt. Olympus war immer Vorreiter bei der Technik (spiegellos, Sucher, Kompaktheit und Innovationen wie BS und Funktionen (Graufilter, Nachtaufnahmen). Langsam kommen nun auch mehr oder minder sinnvolle Softwareerweiterungen wie Augen-AF, Gesichtserkennung und weiterer Schmarren, den ersthafte und gute Fotografen nicht brauchen. Das braucht nur die Smartphone-Generation.

      Das einzige was Smartphonehersteller momentan können ist statt einer, zwei, drei oder vier Kameras einzubauen, die alle 12 MP haben und die Software deppensicher zu machen. Mit einem Pixelpitch von 0,8 µm! werden ohne Tricks (wie aktuell beim iPhone11 bei Nachtaufnahmen, wo mehrere Aufnahmen gemacht werden und das Rauschen dann herausgerechnet wird) keine guten Bilder entstehen.

      Das sieht man auch bei Tageslichtaufnahmen sofort auf einen hochauflösenden Monitor wie 4 oder 5k.
      Aufnahmen völlig überschärft, unscharf in den Ecken und damit nicht brauchbar (ausser für nicht kritische Smartphone Knipser, die sich ihre Fotos nur am Smartphonedisplay ansehen oder bei schwachsinnigen „sozialen“ Apps ihre schlechten Fotos posten).

      Ich hoffe das die guten Kamerahersteller noch lange durchhalten, aber leider ist alles heute nur auf kurzfristigen Gewinn und Marge getrimmt. Wenn es so sein sollte bin ich gut ausgerüstet und komme noch die nächsten 10 Jahre locker aus. Und dann werden wir sehen was sie Technik bringt oder gebracht hat.

      • @ OlyNik
        Völlig Richtig meiner Meinung nach. Das ist nämlich des Pudels Kern. Um die Auflösung, ISO-Fähigkeit und Geschwindigkeit nochmal dramatisch zu verbessern braucht es eine komplett neue Sensor- und Kameratechnik.
        Bis dahin wird weiter optimiert und jeder entscheidet, ab welchem Punkt denn seine Ansprüche zufriedengestellt sind.

  • Takeuchi soll von Bloomberg mißverständlich zitiert worden sein.
    Das böse Gerücht soll von gekündigten Olympus-Mitarbeitern in die Welt gekommen sein.
    Ein Schelm …

  • Diese Statements, die jetzt Schlag auf Schlag kommen….Olympus hatte sehr gute Zeiten. Ich denke da an die Filmzeit, die ersten Digicams. Momentan ist wieder ein Umbruch. Keiner weiß wohin sich alles bewegt. Einerseits die Handys, andererseits irgendwelcher Sofortbildkram, dazwischen werden gerade die kompakten zerrieben, DSLR totgeredet und irgendwer wird mal wieder den Tod der Fotografie herbei reden. An Olympus: „Seid ehrlich, sagt dem Kunden die Wahrheit. Nur so bleibt ihr glaubwürdig „.

  • Und noch’n apokalyptisches Gerücht.
    Die Northrups sagen das Ende von Nikon voraus.
    Warum versuchen sich die beiden nicht mal im Spielkasino.
    Oder sind die da schon weltweit gesperrt.?

    • a-ha
      In China ist ein Sack Reis umgefallen.

      Eigentlich zeigt das einmal mehr, wie völlig idiotisch die althergebrachte Kameratechnik ist.
      Im Grunde nur ein Argument, das Zeug nicht mehr anzufassen.

      Da gibt es bestimmt auch noch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ergonomisch gefertigte Ohrstöpsel, damit man das Auslösen der Kamera nicht hört, in der Spezialausfertigung für Kleinbildkameras zum Schnäppchenpreis von 799,00 Euro.

  • Alle reden wegen der momentan guten Fotoqualität der Handys den Tod der herkömmlichen Kameras herbei. Warum keine Innovationen, wo das SP mit einbezogen ist, zb Optiken, Objektivadapter, Schnittstellen zwischen Kamera und SP. Der Trend geht eindeutig weg von der immer dabei Fotokamera. Es könnte viel anderes geben als nur die Systemkamera. Mir würden völlig andere Dinge einfallen: Um heute früh die blaue Stunde zu fotografieren, mein SP, den Adapter und das teure Weitwinkel. Heute Mittag kleine Grillparty, mal ein Bild nur SP. Morgen Abend Gesellschaft, ein paar Bilder, SP, Blitz andocken, passendes Objektiv adaptieren. Es gibt zig Anwendungen, in absehbarer Zeit werden Hersteller diese Dinge bringen. Sollten die Fotoproduzenten in derzeitiger Schockstarre verbleiben, werden sie bei künftigen Innovationen nicht mehr dabei sein.

    • Ich bin der Meinung, die sollten mal Urlaub machen, damit der Kopf mal frei wird.
      Die drehen sich doch im Kreis, die bewegen sich immer nur in ihrem eigenen Kosmos.

      • Das ist nicht interessant. Das ist der alte Müll von gestern – groß und bestimmt nicht gut.
        Verstehen es die Fans der alten Fototechnik nicht, dass das außerhalb einer Fangemeinde kaum noch gefragt ist? Die Nachteile, die man mit der alten Fototechnik in Kauf nehmen muss, für momentan noch etwas bessere Auflösung und Qualität tagsüber, machen die ganze Sache unattraktiv.

      • Das ist ja auch auf Martin Berdings Vorschlag geantwortet, der so ein Konzept vorgeschlagen hat.
        Aber um da mal ganz deutlich zu sagen, Smartphones sind die neuen Kompaktkameras. Nicht mehr und nicht weniger.
        Die gabs auch schon zu Film-Zeiten als Edel-Kompakte von Ricoh und Leica, es gab innovative Konzepte mit dem APS-Filmformat (sollte mit besserer Emulsion genausogut sein wie Kleinbild), es gab schon Bridge-Kameras mit ziemlichen Zoom und auch ganz kleine wie die Rollei 35 oder die Minox. Haben aber alle nicht dafür gesorgt, daß das große und sperrige Spiegelreflex-System nicht mehr am Markt bestehen konnte (hatte die gleichen Kleinbild-Filme verwendet wie die Kompaktkameras).
        Und genau diese Funktion übernehmen jetzt die Smartphones. Kann man hochjubeln, muß man aber nicht. Da ist bald für jeden etwas dabei. Trotzdem kein Grund zu jubeln, daß deshalb die Systemkameras verschwinden.
        Das hat meiner Meinung nach nämlich einen völlig anderen Grund, oder zwei Gründe genauer gesagt.
        Zum Ersten hat die Technik einfach ein Niveau erreicht, auf dem eine ständige Neuanschaffung einfach nicht nötig ist. Vergleichbar mit dem Innovationszyklus bei den damaligen Filmkameras, bei denen es auch ziemlich lange gedauert hat, bis ein neues Modell auf den Markt kam. Das hat sich ja erst im Autofokus-Zeitalter geändert.
        Und zum Zweiten ist der Markt, vergleichbar mit dem Fernsehmarkt und auch dem Smartphone-Markt, einfach gesättigt. Die Kamerahersteller haben sich aber auf eine konstant hohe Nachfrage nach neuen Modellen eingestellt. Nur wird das Rad nicht jedes Jahr neu erfunden.
        Von daher gesehen ist das Verhältnis Smartphone/Systemkameras doch völlig normal. Es gibt überhaupt keinen Grund, das Smartphone so zu hypen, nur weil man jetzt eine kleine Knipse immer dabei hat. Das hat zwar mit dem Wegbrechen des Kompaktkamera-Marktes zu tun, aber daraus jetzt abzuleiten, daß bald eine Canon 1dx Mark III oder auch eine Sony A9 vom Smartphone ersetzt wird, ist doch absurd.
        Nichtmal MFT ist davon gefährdet sondern eher von der Übernahme der innovativen Konzept in Kameras mit größeren Sensoren. Wer schon Wechselobjektive und ein System will, der will auch die bestmögliche Bildqualität. Deshalb kommt die Konkurrenz bei MFT von oben und nicht von unten.
        Versteh das oder versteh das nicht, Smartphones werden nunmal die Knipsen bleiben, die sie sind.

      • Ein krasses Beispiel, das z.B. auch iPhones mit der App Hipstamatic in ersthafter Fotografie eingesetzt wurde, ist z.B. das hier vom Konflikt-Fotografen Ben Lowy:
        https://www.eyeem.com/blog/qa-with-ben-lowy
        Sicher einigen hier bekannt. Und? Fotografiert jetzt jeder Kriegsfotograf mit iPhones? Wohl eher die „Bürger-Reporter“, die vor Ort leben.
        Kann mich noch daran erinnern, daß seinerzeit ein Prämierter Fotograf mit einer Olympus C4040 und C5050 in Konfliktgebieten prämierte Fotos gemacht hat. Ist trotzdem nicht die Norm geworden. Es gibt eben immer exzellente Fotografen, die mit jeder Kamera tolle Fotos machen. Liegt eben immer noch am Fotografen, wie die Bilder werden.

      • @ Ingo

        Was die Fragen der Marktsättigung betrifft, gebe ich Ihnen recht. Die wird in ein paar Jahren (sagen wir mal in 8 Jahren) auch die Smart-Kameras erreichen (einfache Modelle schon viel viel eher).

        Wir haben aber im Vergleich zu früher eine etwas andere Situation.

        Bezüglich Auflösung geraten die Kleinbildkameras bei Freihandaufnahmen mit großer bzw. alltagstauglicher Schärfentiefe (Schlösser, Landschaft) an ihre Grenzen. Da kann man keinen Vorsprung mehr herausholen, da kann man nur verlieren.

        Bezüglich Rauschen sind die herkömmlichen Kameras durch die Sensoren limitiert. Sie sind aber noch viel mehr durch die extrem langsame Serienbildgeschwindigkeit limitiert, die die implementierung moderner Technologien unmöglich macht.

        Moderne Technologie ist zum Beispiel, mehrere Bilder übereinander zu legen zur Rauschminderung. Dabei geht man davon aus, dass das Motiv in den Fotos gleich, das Rauschen aber zufällig verteilt ist. Beim Übereinanderlegen mehrerer Fotos kann man bei statistischer Normalverteilung davon ausgehen, dass beim Rauschen positive und negative Werte gleich häufig vorkommen und sich gegenseitig auslöschen. Übrig bleibt das Motiv.

        Moderne Technologie ist die HDR-Technologie, bei der mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen gefertigt werden, die dann zu einem HDR-Bild zusammengesetzt werden. Dabei werden Dynamikumfänge erreicht, die mit herkömmlichen Kameras nicht, oder nur vom Stativ realisierbar sind. Zudem wird mit der HDR-Technik auch das Rauschen reduziert.

        Solche Möglichkeiten der Bildverbesserung auch bei kleinerem Format gab es in der Vergangenheit nicht.

        Auch waren die früheren Kompakten Kameras doch recht groß im Vergleich zu einem heutigen Smartphone. Die konnte man auch nicht als Walkman, als Navi, als Telefon, Radio oder Fernseher nutzen.

        Und dass die kleineren Kameras sogar in einigen Disziplinen wie Video, Nachtmodus, Panorama den großen Kameras überlegen sind, das gab es früher auch nicht.

        Die Situation der großen Kameras ist heute anders. Sie müssen sich faktisch Konkurrenz auf Augenhöhe stellen, auch wenn manche das noch nicht wahrhaben wollen. Es gibt nur wenige Nischen, wo sie noch Vorteile haben. Und diese werden zunehmend weniger und kleiner.

        Kleinere Stückzahlen erfordern höhere Preise zur Amortisation von Forschung, Entwicklung, Werbung und was noch zur Herausgabe einer neuen Kamera gehört. Man kann durchaus über die Preisentwicklung bei Neuveröffentlichungen rückwärts auf die Absatzzahlen schließen.

      • @ Sabrina
        Klingt ganz vernünftig.
        Was die Auflösung betrifft, macht es aber einfach keinen Sinn, die immer weiter nach oben zu drehen. Das ist entweder reines Marketing, oder eben bei sehr wenigen Aufnahmen wirklich notwendig. Dann würde ich allerdings auch eine Fuji GX100 oder besser noch eine Phase One IQ 4 mit 150 MP nehmen. Ich glaube einfach nicht, daß ein Smartphone mit 100 MP da überhaupt vergleichbar ist. Und für Online brauche nicht einmal 6 MP, oder?
        HDR ist natürlich ein großes Thema, gerade auch um die Nachteile der kleinen Handy-Sensoren zu kompensieren. Darf sich eben nichts oder nur wenig bewegen. Das geht aber locker schon lange mit entsprechender HDR Software am Rechner und wird sicher spätestens bei der nächsten Generation Kameras integriert sein (siehe Fuji X-Pro 3). Passt aber gar nicht für meine Art der Fotografie.
        Was automatische Panoramen betrifft, die mache ich schon länger mit Systemkameras, die das integriert haben. Und das funktioniert eigentlich immer besser zumindest als mit einem iPhone X. Jedenfalls meiner Meinung nach, wobei ich auch beim Smartphone immer die Einzelbilder selber montieren würde.
        Stimmt, die Technik zur Rauschreduzierung gibt´s ja schon länger, und wenn die Smartphones das automatisch machen, um so besser. Ich brauche das allerdings in einem einzelnen Foto.
        Übrigens, 30 Bilder pro Sekunde RAW finde ich jetzt wirklich nicht zu langsam, um Moderne Techniken anzuwenden.
        Was völlig richtig ist, die Preise werden bei kleineren Stückzahlen steigen, wenn die Nachfrage da mitzieht.
        Ich würde z.B. nicht den gleichen Preis für ein APS-C System (bei vergleichbaren Kameras und Objektiven) wie für ein Vollformat-System bezahlen, und auch nicht für ein MFT-System wie für ein APS-C System. Ich finde, da ist einiges doch nicht im Lot.
        Was ich aber noch sagen möchte. Ich denke, es ist doch wirklich ok, wenn jemand mit einem Smartphone zufrieden ist. Und es ist noch schöner, wenn er oder sie damit auch noch wirklich gut umgehen kann. Der Fotograf macht immer noch die Fotos. Oder, wie in ihrem Fall, die Fotografin natürlich.

      • Bei Panoramas ist der nahezu exakte Nodalpunkt nur dann wichtig, wenn releativ nahe Gegenstände vor dem Motizv stehen.
        Fotografiert man einen Gebirgszug in der Ferne, ohne eine Bank in 3m Entfernung im Bild zu haben, dann ist das auch mit großen Kameras kein Problem.

      • Bei mir besteht weniger das Problem, dass ich mit dem Smartphone zufrieden wäre.
        Vielmehr bin ich mit den traditionellen Kameras eher unzufrieden.

        Und ja – in Situationen, bei denen man mit einem „Schuss“ ein Bild machen muss, ist man mit der herkömmlichen Kamera besser dran, zumindest bei wenig Licht.
        Ich hatte vor kurzem Tagsüber Fotos mit dem Smartphone von einer Kirche unmittelbar an einer stark befahrenen Straße gemacht. Die vorbeifahrenden Autos waren trotz der Einstellung „immer HDR“ messerscharf.

        Es wird vorläufig immer noch Bereiche geben, in denen Smartphones nicht das geeignete Werkzeug sind. Das ist so.

      • @ Sabrina
        Ja, erstaunlich, was die Smartphones beim HDR alles schon berechnen können, wenn die Autos tatsächlich alle scharf sind.
        Ich denke, die Generation an Kameras wie z.B. die Fuji X-Pro 3, die ja auch HDR bietet, wird ähnliche Ergebnisse bieten.
        Womit sie völlig recht haben, ist, daß größere Kameras einfach Grenzen haben, was die technischen Tricks betrifft, die ein kleiner Smartphone-Sensor drauf hat.
        Wobei, 30 Bilder pro Sekunde mit AF und RAW bietet schon einiges an Möglichkeiten, finde ich.
        Ich kenne noch die ersten Kodak/Canon Sensoren, wo 2,1 MP und 800 ISO das technisch Machbare boten. Rauschen, insbesondere Farbrauschen, war so schön wie ein buntes Silvester-Feuerwerk.
        Da musste man automatisch in höchstlichtstarke Objektive investieren. Jede neue Kamera-Generation mit einer Stufe besserem ISO-Wert war schon ein echter Gewinn. Als die Kameras so 2010/2012 bei Vollformat und annähernd der heutigen Bildqualität ankamen, ebenso der Autofokus, konnte man dann endlich auch mal wirklich lange Zeit mit einer Kamera arbeiten.
        Deshalb bin ich vermutlich auch einfach zufriedener mit dem heutigen Kamera-Angebot, da man mit IBIS, Stativ und Computer schon fast alles erreiche kann, was eben auch ein Smartphone bietet. Macht eben nur etwas mehr Arbeit.

  • Dieses Hin und Her hat mein Vertrauen in Olympus schwer erschüttert. Als langjähriger Kunde und teilweise professioneller Fotograf (E-500, E-3, EPl5 und OMD EM 5) ist es mir schwer gefallen, den beabsichtigten Kauf der neuen OMD EM 5 MK III nicht zu tätigen. Da ich das MFT-System schätze und zahlreiche Objekte besitze, werde ich jetzt zu Panasonic wechseln. Die LUMIX G9 ist meine Kamera der Wahl, zudem preiswerter und bietet auch noch mehr als die EM 5 MK III. Schade Olympus, ich bin sehr enttäuscht.

  • Also wenn ich ein Kamerasystem habe, mit dem ich recht zufrieden bin, dann wären für mich die Meldungen über Olympus kein Grund, zu wechseln. Wozu?
    Ich würde schauen, was mir noch fehlt und das noch erwerben, damit ich das System noch lange nutzen kann.

    • Für mich ist MFT das System. Daher ist es kein Wechsel desselben, sondern nur des Anbieters. Vergleiche auch mal die beiden Kameras, Du wirst sehen, das Panasonic deutlich mehr fürs Geld bietet. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

      • Ich finde die Aussage „bietet mehr fürs Geld“ recht pauschal. Bei 4K Video mag das stimmen aber im Fotobereich würde ich das nicht unterschreiben. Was mich an der Kamera vor allem überzeugt ist die Qualität der Fotos (auch bei niedrigen ISO Werten und schlechten Lichtverhältnissen) vor allem in Verbindung mit den PRO Objektiven. Das Zusammenspiel des Bildstabilisators der Kamera und der Objektive ist hier einfach perfekt und kaum zu überbieten.

        Nachdem ich einer der glücklichen bin, die seit kurzem im Besitz einer Olympus OMD EM 5 MK III sind, konnte ich die Fotos der Kamera recht gut mit meinen bisherigen Kameras (Canon 700d, Canon 80D, Canon 6D) vergleichen.

        Mein persönliches Fazit hierzu ist, dass verglichen mit den Canons Olympus trotz MFT Sensor in einer anderen Liga ist (auch zur Canon 6D).

        Vor dem Systemwechsel hatte ich mir auch die Panasonic G9 sowie die Sony Alpha 7 II angesehen. Die Sony hatte ich gemietet. Die Bilder waren hier besser als bei der Canon 6D jedoch konnte ich keinen deutlichen Unterschied zur Olympus erkennen. Ausschlaggebend war für mich am Ende das Preis Leitungsverhältnis zwischen der Sony und Olympus, da ich mir neben der Kamera auch noch einige Objektive mit gekauft habe.

        Die Panasonic G9 konnte ich nur kurz testen jedoch hatte ich hier geringfügig mehr Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen vergleichbar gute Bilder zu machen. Allerdings ist die Panasonic bei geringfügig besserem Preis auch eine gute Kamera. Die Entscheidung Olympus / Panasonic traf ich am Ende deswegen weil mich hier das Zusammenspiel zwischen den PRO Objektiven mit der Kamera bei Olympus v.a. bei wenig Licht und dem hervorragendem Bildstabilisator mehr überzeugt haben. Auch das Rauschverhalten war bei der neuen Olympus OMD EM 5 MK III geringfügig besser.

        Der Kommentar gibt meine persönliche Erfahrung mit den Systemen wieder. Am Ende muss jeder selbst für sich entscheiden welches System am besten passt.

      • Hallo Andreas,
        danke für den kurzen Vergleichsbericht.
        Nur eine Frage, da meiner Erfahrung nach die Objektive einen wesentlichen Einfluß auf die Bildqualität haben.
        Hattest du vergleichbare Objektive wie die Exzellenten Pro-Objektive von Olympus an deinen Canon Kameras? Also auch Top-Festbrennweiten, keine Zooms? Ebenso bei der Sony?
        Soll jetzt keinen Zweifel an Olympus bedeuten, mit den Pro-Objektiven und einer überschaubaren ISO-Zahl wird sicher glücklich werden mit dem System, ganz klar.

      • Hallo Ingo,

        stimme Dir mit den Objektiven in jedem Fall zu.

        Bei den Canon APS-C Kameras war ich u.a. mit dem Sigma 17-50 f/2.8; 8; Sigma 18-300 f3,5-6,3 unterwegs. Zusätzlich habe ich für die APSC’s und die 6D noch das Sigma 150-600 Sports, das Canon EF 50 f/1,8, das SIGMA 12-24mm F4 DG HSM , ein Sigma 8 mm F3,5 Fisheye sowie das Canon Kit Objektiv 24-105 3.5-5.6 benutzt.

        War da sehr Sigma lastig aber fand hier das Preis Leistungsverhältnis recht gut.

        Damit kann man schon recht gute Fotos machen 🙂 Aber es war halt immer eine rechte Schlepperei, da der Bildstabilisator bei niedrigen ISO Werten und dunkler Umgebung bei Canon einfach nicht so gut ist. Ohne Stativ gehts praktisch nicht. Zudem waren die Bilder eines Bekannten der eine Sony hat immer ein wenig klarer und detailreicher. Klar kann man das oft Nacharbeiten aber das kostet halt Zeit.

        Wollte deshalb eigentlich auf Sony umstellen und konnte die Alpha 7II mit dem SEL2470Z 24-70 mm f/4 testen. Die Bilder waren auch sehr gut, aber nachdem ich auch den „Objektivfuhrpark“ mit umstellen wollte hat mich der Preis des Gesamtpakets doch abgeschreckt.

        Zu Olympus kam ich dann eher zufällig, nachdem ich eine OMD EM1 II mit dem 12-40 PRO Objektiv testen konnte da die EM5 noch nicht verfügbar war. Über die Qualität der Fotos war ich extrem überrascht. Ich konnte für die Art der Fotos die ich mache keinen Unterschied zur Sony erkennen. Was mich zudem extrem beeindruckt hat ist, dass ich mit der Kamera trotz MFT bei wenig Licht und niedrigen ISO Werten durch den guten Bildstabilisator verwacklungsfreie Billder machen konnte (Gleicht für meine bisher mit Olympus gemachten Erfahrungen die Sensorgröße zu einer Sony oder 6D aus). Mit der 6D ging das ohne Stativ nicht. Hab mir dann „blind“ die OMD EM 5 III vorbestellt, da mir die kompaktere Größe und vor allem das geringe Gewicht mehr zugesagt hatte.

        Die Panasonic hatte ich wie erwähnt dann auch noch angetestet aber bei dunkler Umgebung (blaue Stunde) mehr Probleme gehabt scharfe Bilder ohne Stativ zu erzeugen. Bei Tageslicht war die Kamera aber auch gut. Eventuell etwas schlechter als die Olympus was aber auch am Leica 12-60 Objektiv oder am Bediener 🙂 gelegen hat.

        Nachdem ich kein Profi bin sondern nur recht viel Zeit und Geld in mein Hobby investiere hab ich mich für das für mich beste Preis Leistungsverhältnis (100€ Bonus + 3 Jahre Garantieverlängerung) inkl. 3 PRO Objektive + Konverter entschieden und habs in der kurzen Zeit in der ich jetzt die OMD EM 5 III habe nicht bereut. Leider muss ich jetzt noch auf das 150-400 Zoom warten. Werd aber auch erst einmal noch die ersten Tests abwarten ob ich dann meine Canon APS-C „Sammlung“ koplett auflösen werde.

        Je nach Art der Fotografie (Portrait) ist eine Vollformat bestimmt noch besser hier bin ich aber weniger unterwegs und dafür hab ich ja aktuell noch die 6D die ich aktuell auch noch nicht verkaufen werde.

        Wollte eigentlich nicht mehr so viel schreiben ist jetzt wieder viel Test geworden. Dabei lass ich es jetzt auch.

      • Ein weiter Grund für den Kauf war für mich die Focus Bracketing und Focus Stacking Funktion für Makro Aufnahmen , die bereits in der Olympus OMD EM 5 III integriert ist. Bei meinen Canons war dies nur mit externen Lösungen mit viel Aufwand möglich. Jetzt ist das kinderleicht. Die Sony 7II hatte die Funktion auch nicht bei der Panasonic G9 wär’s auch möglich gewesen.

      • Hi Andreas,
        schön, daß du auch die Objektive nochmal aufgezählt hast. Das Sigma 150-600 Sport kenne ich an der Nikon D3s (12 MP).
        Jedenfalls erklärt mir das auch, warum die Olympus so deutlich besser wirkt als deine Canon Kameras.
        Klar ist, die Größe der DSLR ist für mich mittlerweile auch viel zu unhandlich (bei mir gings allerdings in Richtung Fuji).
        Wenn du dich zu Olympus entschieden hast, wird sicher nochmal die 17mm, 25mm und 45mm 1,2 Pro Serie sehr reizvoll sein. Da gibt es wohl schon einige spannende Objektive bei Olympus. Ich würde ehrlich gesagt auch bei Original-Objektiven bleiben. Deshalb ist es mir bei Fuji auch egal, ob Sigma die Riesen-Linsen auch für Fuji bringt. Ein wichtiger Teil des Systems, für das man sich entscheidet, sind nunmal die Linsen. Und die sind bei Olympus ja fraglos überragend.