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Olympus E-PL9: Neue Einsteiger-DSLM für 700 Euro vorgestellt

Olympus präsentiert mit der E-PL9 eine neue Einsteiger-DSLM, die ab März für 700 Euro erhältlich sein soll. Sie kann unter anderem Videos in 4K aufzeichnen.

Neuer Prozessor, Videos in 4K

Wieder einmal haben sich die Gerüchte und Leaks bewahrheitet: Olympus hat heute Morgen die neue E-PL9 präsentiert, die sich an Einsteiger richtet und ab Mitte März in den Regalen der Händler zu finden sein wird.

Olympus übernimmt bei der E-PL9 einige technische Daten von der Vorgängerin, bessert aber auch an einigen Stellen nach. So lassen sich mit der E-PL9 nun beispielsweise Videos in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, außerdem gibt es den neuen TruePic VIII Prozessor, einen verbesserten Autofokus, ein überarbeitetes Gehäuse und einen integrierten Blitz.

Sensor mit 16 Megapixeln, verbesserter Autofokus

Im Inneren der Kamera arbeitet nach wie vor ein 16-Megapixel-Sensor (Micro-Four-Thirds). Der ISO-Bereich erstreckt sich von ISO 200 bis ISO 26.600, außerdem gibt es verschiedenste Aufnahmeprogramme, Filter und Verschlusszeiten bis maximal 1/4.000 Sekunde. Die Serienbildgeschwindigkeit beträgt 4,8 bzw. 8,6 Bilder mit mechanischem und 6,1 bzw. 14,1 Bilder mit elektronischem Verschluss – im Zwischenspeicher finden allerdings lediglich 14 RAWs Platz.

Der Kontrast-Autofokus der E-PL9 arbeitet nun mit 121 Messfeldern und soll dank des neuen Prozessors auch schneller reagieren, vor allem bei bewegten Motiven. Zu den weiteren technischen Daten gehört ein 3-Achsen-Bildstabilisator, der zwar nicht so effektiv arbeitet wie Olympus 5-Achsen-Bildstabilisator, aber immerhin 3,5 Blendenstufen längeren Belichtungszeiten ermöglicht.

Klappbarer Touchscreen

Die Bedienung der E-PL9 erfolgt in erster Linie über das 3 Zoll große Touch-Display, das sich um 180 Grad nach unten und um 80 Grad nach oben klappen lässt. Wie eingangs bereits erwähnt lassen sich mit der neuen DSLM auch Videos in 4K aufzeichnen, etwas schade ist allerdings, dass die Bildrate auch bei Full HD nur 30 Bilder pro Sekunde beträgt. Hier wären 60 fps natürlich schön gewesen. Abgerundet werden die Spezifikationen durch WLAN, Bluetooth, einen Pop-Up-Blitz und ein Gewicht von 380 Gramm.

Zusammen mit dem 14-42mm f/3.5-5.6 EZ Pancake soll die wahlweise in Schwarz-Silber, Weiß oder Silber-Braun erhältliche Olympus E-PL9 knapp 700 Euro kosten.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

16 Kommentare

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  • ….. cool, „Einsteiger“-DSLM …. für „nur“ 700.-€
    Mag ja sein, dass das für eine DSLM „günstig“ ist, auf der anderen Seite… auch das will erstmal verdient sein (netto)! Schon krass, in was für (Geld-)Gefilden wir uns inzwischen bewegen.

    • Na wenn ich mich recht zurück erinnere hatte mein E39 von 2000 knapp 60.000 DM gekostet das sind gut 30.000 € , heute bekomme ich Ich dafür gerade mal einen Skoda Octavia und ein Fünfer BMW liegt bei gut 54.000 €….schön das die Welt rund läuft 🤪 also warum sollte es in der Fotobranche anders ablaufen 🤔

    • Vordergründig betrachtet ist das richtig…..aber wieviel musste man für vergleichbare Technik (sofern es diese überhaupt schon gab) vor einigen Jahren bezahlen…..das darf man nicht gänzlich außen vor lassen bei dieser Betrachtung

    • Der Preis ist immerhin mit einem Kit-Objektiv. Aber grundsätzlich sehe ich das ähnlich, Olympus bewegt sich mit seinem Preis eher am oberen Ende dessen, was man noch als echte Einstiegskamera bezeichnen kann. Olympus hat aber eigentlich noch nie die Sparfüchse angesprochen. Trotzdem wird es vermutlich nicht lange dauern, bis sich der UVP von Olympus vom tatsächlichen Strassenpreis unterscheiden wird, denn von den Spezifikationen her wird es die E-PL9 nicht ganz leicht haben, sich gegen die deutlich günstigere und teilweise sogar besser ausgestattete GX80 von Panasonic durchzusetzen. Die E-PL9 kann in diesem Vergleich vor allem ihr Retrodesign ins Feld führen, aber sonst sehe ich momentan kaum Vorteile für die Olympus, obwohl die Panasonic schon ca 2 Jahre alt ist. Eventuell ist der Autofokus der Olympus besser, aber das müssen Tests erst zeigen. Etwas enttäuschend ist, dass die Olympus nur einen 3-Achsen IBIS hat, während die günstigere Panasonic mit einem 5-Achsen IBIS punkten kann. Vermutlich hat Olympus den IBIS abgespeckt, um nicht die OM-D E-M10 III zu kannibalisieren. Aber genau die erhält man mit dem gleichen Kit-Objektiv für derzeit nur 50 Euro mehr und dieser Preisunterschied ist bei der Qualität ihres 5-Achsen IBIS es allemal wert, eher zur M10 III zu greifen.

    • @ Finny
      …. „Einsteiger“-DSLM …. für „nur“ 700.-€….
      Sie haben Recht. Die Technik ist schon längst bei Olympus da. Selbst die M10 M3 gibt es für 679 Euro neu.
      Die hat den XIII Prozessor. also den neusten. Selbst diese Kamera gerade herausgekommen !! gibt es nun schon gebraucht für 550 Euro und darunter. Wenige Wochen alt !!!
      Was soll das eigentlich ??

      Olympus, Fuuji, Panasonic mit ihren Neuen, alle für Einsteiger und wesentlich überteuert.
      Eine Einsteiger Kamera kostete mal 99 – 199 Euro !!!

      Da sieht man mal wieder, wie der Hobby Fotograf gemolken wird, Leute , laßt Euch nicht so melken.
      Wenn Ihr diese Kamera wieder verkauft, bekommt Ihr etwas Euros zurück und einen warmen Händedruck !!

      Dabei warten wir, zumindest in diesem Forum, auf immer bessere Technik und Bedienung aller Neuerscheinungen, und die Fotoindustrie bringt immer mehr “ Schrott“ heraus.
      Für Anfänger, Nein, das heißt ja Einsteiger !! Also wird der Preis gerechtfertigt.
      Wie naiv von uns !! Auf bessere Technik zu hoffen.

      Leute, ich rate Euch, wartet bei allen Neuerscheinungen mind 3 Monate ab, bevor Ihr sie kauft.
      Es sieht so aus, das diese Neuen, Oly PL9 und co, Fuji Gh5S, XA 5 und co Panasonic GX9 GF10 und co einem hohen Preisverfall ausgesetzt sind.
      Wollt Ihr das so mitmachen ??

  • Ist ja schön wenn ständig mehr so Spielzeug Kameras heraus gebracht werden,aber ich bin gespannt wann Canon mal mit was großem aus dem Arsch kommt. Diese Langweiler brauchen ja länger als unsere Politiker😀

  • Ich warte auf Highlights, nicht auf so ein Popelkram. Wann knackt eine MFT-Sensor-Objektivkombination endlich die 2000er Auflösungsgrenze (Linienpaare) ?

  • Die PL-x Kameras von Olympus sind schon ein „Hingucker“, auch kompakt und etwas handlicher in gewissen Situationen. Aber der Preis und die künstliche Kannibalisierung der Technik ist schon unvergleichlich!
    In der OM-D E-M10 III gibt es für kaum mehr Geld den überzeugenden 5 Achsen Stabi. Ich habe damit in 4k gefilmt und kann bestätigen, der funktioniert subjektiv besser als bei der Lumix GH5 oder Lumix G9. Da steht das Videobild absolut ruhig. Dann wieder keine Zeitlupenfunktionen, nicht mal bei FHD als 60p möglich. Das kann man schon kaum noch glauben.
    Da schließe ich mich den anderen Meinungen an und bestätige, daß die GX80 noch immer eine bessere Option in Sachen Technik ist. Ähnlich kompakt, leider nicht so schick.

  • Warum werden Kameras eigentlich überhaupt nach „Einsteiger“, „Fortgeschrittener“ und „Profi“ kategorisiert?
    Ist es sinnvoll, dass eine Einsteigerkamera aus Plastik ist und einen hohen Wertverlust aufweist?
    (Wer sich so eine Kamera jetzt für 700 Euro kauft, kann ja mal versuchen, sie in einem Jahr für die Hälfte zu verkaufen. Viel Spaß.)
    Ist es sinnvoll, dass sie ein billiges Plastikobjektiv und manchmal sogar ein Plastikbajonett haben?
    Ist es sinnvoll, dass Einsteiger mit Blende 5,6 fotografieren, Profis aber mit Blende 2,8?
    Fotografieren Einsteiger nie im Regen?
    Brauchen Einsteiger keinen Sucher?
    (Das geht nicht speziell gegen Olympus, das macht die Imaging-Industrie ja ganz allgemein so.)

      • @ Mimas

        Ihre Argumentation ist richtig, nur die wenigsten sind so wie sie bereit diese Möglichkeit zu nutzen. Je nach Set kostet kostet die D5300 zwischen 450 und 750 Euro. Unter „Einsteigerkamera“ habe ich 300-400 Euro als Preisvorstellung für eine Kamera mit Wechselobjektiven im Kopf.

        Bei den Spiegellosen kenne ich nur die YI M1 Digitalkamera mit 12-40mm F3.5-5.6 Objektiv + 42.5mm F1.8 Objektiv für ca 400 Euro. Die wird aber hauptsächlich über das Display bedient, sie bietet nicht eine so gute Steuermöglichkeit wie Ihre D5300.

        Bezogen auf die Olympus E-PL9 die mit einem Objektiv 700 Euro kosten soll und „nur“ 16 Mio Pixel aufbieten kann liefert die YI M1 deren 20 Mio Pixel. Ich finde das 300 Euro Preisunterschied in diesem Segment eine Menge Kohle ist.

    • Einsteiger Kameras

      gab es zu analogen Zeiten. Damals hat man dazu auch „Lernkameras“ gesagt. Das waren manuell bedienbare Geräte bei denen Zeit, Blende und Entfernung nach Überlegung des Nutzers eingestellt wurden. Der User hat durch Erfolg/Misserfolg die Grundkenntnisse der Fotografie erlernt.

      So etwas möchte ich gerne wieder als digitale Kamera haben. Im Zeitalter voll automatisierter Handys und mit elektronischen Effekten überladener Einsteiger Geräten wird das wohl niemals wieder sein. Eigentlich schade!

      • also Herr Proksch,
        das gilt doch auch noch für die heutigen Einstiegsmodelle, nur das die Automatik im Zweifelsfall aktiviert werden kann. Mit meiner D5300 habe ich mir nach dem trail & error Prinzip die Grundlagen der Fotografie genau so erarbeitet. Über das Display bekomme ich sogar praktische Tipps von der Kamera, wenn ich das denn möchte. Man muss doch nur auf „M“ stellen und ggf. die ISO Automatik deaktivieren. Wenn man dann als Anfänger noch unterfordert ist, schaltet man zusätzlich den Autofokus ab und geht in den Garten oder im Zoo auf Motivsuche. Schon lernt man das Fotografieren. Mit der D750 halte ich das auch heute noch so.
        Ich denke, dass man mit jeder Kamera fotografieren lernen kann, solange sie „PSAM“ auf dem Programmrad hat und der Fotograf auch gewillt ist, das zu nutzen.

    • Angebot und Nachfrage. Plastik ist nicht persé schlecht. Wer nicht oft fotografiert. Ähnlich und noch viel extremer sind diese 35 € Bohrmaschinen. Aber wer einmal im Jahr ein Regal zusammen baut, braucht keine blaue Bosch.

  • Welcher elektronischer Sucher passt auf diese Kamera .Oder wieder eine
    für innen mit Blende 5.6 doch nicht für innen.
    Für wen .??? oder für was.
    Mit freundlichen Grüßen Axel