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OM System OM-3 Astro: Spezialkamera für den Sternenhimmel

OM System erweitert seine Micro-Four-Thirds-Reihe um die OM-3 Astro. Die Kamera zielt auf Hobby-Astrofotografen, die rote Emissionsnebel ohne Sensorumbauten oder aufwendige Nachbearbeitung ablichten wollen.

Technisch basiert die OM-3 Astro auf demselben 20,4-Megapixel-BSI-Stacked-Sensor und TruePic-X-Prozessor wie das Anfang 2025 vorgestellte Standardmodell. Der Clou ist ein modifizierter Infrarot-Sperrfilter, der laut Hersteller rund 100 Prozent der Wasserstoff-Alpha-Wellenlängen durchlässt. Standardkameras blockieren diesen Spektralbereich weitgehend, weshalb Emissionsnebel auf ihren Aufnahmen kaum sichtbar werden. Die Kehrseite: Für normale Tageslichtfotografie ist die OM-3 Astro wegen des daraus resultierenden Farbstichs nicht geeignet.

Profile für rote Nebel und Sternenlandschaften

Zwei voreingestellte Farbprofile lassen sich über die Custom-Modi abrufen: COLOR1 für rote Nebel, COLOR2 für natürliche Sternenlandschaften. Der High-Res-Shot-Modus rechnet zwölf Einzelaufnahmen zu einem 50-Megapixel-Bild zusammen und korrigiert dabei Sternbewegungen sowie Nachführfehler automatisch.

Der auch in der normalen OM-3 verfügbare Starry Sky AF fokussiert selbstständig auf schwache Sterne, der Live-Composite-Modus setzt Langzeitbelichtungen ohne Überstrahlung zusammen, und ein Night-Vision-Modus schaltet das Display auf Rotdarstellung, um die Dunkeladaption der Augen zu schonen.

Das kompakte Vollmetallgehäuse wiegt unter 500 Gramm, ist IP53-zertifiziert und unterscheidet sich äußerlich nur durch ein “ASTRO”-Emblem vom Standardmodell. An Bord sind ein OLED-Sucher (2,36 Mio. Bildpunkte), ein schwenkbarer 3-Zoll-Touchscreen, ein 5-Achsen-Stabilisator mit bis zu 7,5 Blendenstufen und 4K60-Video.

Die Astro-Kamera ist mit zwei bereits erschienenen Body-Mount-Filtern kompatibel, die zwischen Bajonett und Sensor sitzen und daher auch mit Fisheye- und Ultraweitwinkel-Objektiven funktionieren: ein Lichtverschmutzungsfilter (BMF-LPC01, ca. 300 Euro) und ein Soft-Filter (BMF-SE01, ca. 210 Euro), der helle Sterne größer und farbiger erscheinen lässt.

Gegenüber der bereits erhältlichen E-M1 Mark III Astro bietet die OM-3 Astro den moderneren Prozessor und einen gestapelten Sensor mit besserem Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Ob der Micro-Four-Thirds-Sensor bei extrem lichtarmen Deep-Sky-Objekten mit Vollformatkameras mithalten kann, bleibt offen. Der Vorteil liegt in Kompaktheit, geringerem Gewicht und einer ab Werk optimierten Lösung.

Die OM-3 Astro kostet rund 2.200 Euro und soll ab Ende Februar 2026 in Europa erhältlich sein.

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via: 43Rumors

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Jörg

Habe die normale OM3 und wüßte nicht warum ich für Astro eine solche Ausführung kaufen sollte.
Wenn man Astro sehen möchte schmeißt man den Rechner an und findet reichlich gute Bilder die man selber gar nicht im Stande ist zu erzeugen.
Und soweit mir bekannt ist ändert sich der Sternenhimmel nur wenig.😂

RaniT

“Wenn man Astro sehen möchte schmeißt man den Rechner an und findet
reichlich gute Bilder die man selber gar nicht im Stande ist zu erzeugen.”

Wenn man Fotos sehen möchte, dann schmeißt man den Rechner an und findet
reichlich gute Bilder die man selber gar nicht im Stande ist zu erzeugen.

Jörg

Völlig falsch und kein Vergleich.Bitte nochmals kurz nachdenken.

N1USER

Bitte klärt mich mal auf, weil ich das mir der Astrofotografie bisher auch nicht richtig verstanden habe. Ist dabei der Weg das Ziel?

DerWolf

Wenn man von etwas keine Ahnung hat, muß man auch nichts dazu schreiben.

Jörg

Anscheinend habe ich genug Ahnung davon weil es so ist wie ich es geschrieben habe.
Nur der böse Wolf hat wohl keine Ahnung.

Stefan Zimmermann

Mittlerweile würde ich mir echt eine Ignorieren-Funktion wünschen, um bestimmte User einfach auszublenden.
Ehrlich, Leute – schaut mal, wie ihr hier ohne Inhalt schreibt und euch dann noch emotional aufregt.
Welchen Sinn hat das? Warum postet man etwas, das keinen oder kaum Mehrwert bietet – einfach nur, um sich mitzuteilen oder aus Langeweile?
Ich kann das echt nicht nachvollziehen, und leider ist das nicht nur hier so.

joe

Da hast du absolut recht – zugegebenermaßen habe ich Null Ahnung von Astro-Fotografie und wollte mich hier informieren um nun leider festzustellen, dass die Schreiberlinge hier nicht durch Fachwissen glänzen und offensichtlich auch nicht wirklich die hellsten Kerzen auf der Torte sind.

Henry

Das klingt sehr interessant. OM-System scheint sich weiterzuentwickeln, was man von Panasonic bei MFT gerade nicht sagen kann. Die Kamera werde ich auf jeden Fall weiter im Blick haben. Leichtes Gepäck im Gelände wäre genau das Richtige für mich.

Jörg

Hi Henry! Wie hat man sich das genau vorzustellen? Ist die Kamera auch herkömmlich nutzbar?
Was mir eben auch im Sinn kommt ist das ein APS C oder VF Sensor eher geeignet ist aber es diesen offiziell wohl noch nicht am Markt zu kaufen ist.
Mir ist bekannt das wohl jemand für eine Aplha IV einen Umbau anbietet.

Henry

Kann man, ist aber wohl nicht ratsam. Durch den geänderten IR-Sperrfilter würden bei Tageslicht die Bilder wohl einen kräftigen Rotstich bekommen.

Sascha Zander

Gibt es solch einen Filter als Schraubfilter für Objektive?
Dann könnten man die Kamera normal nutzen?

Mirko

ja gibt es.

Jörg

Also die Beschreibung auf der om Seite gibt auch nicht mehr als Info her.
Sie hat aber weiterhin das kreativ Wahlrad welches für die ursprüngliche Bildgestaltung spricht.
Man kann gespannt sein.
Für lediglich Astro und Dunkelheit finde ich wäre es arg eingeschränkt.

Reinhard Riek

Na sicher doch. Mit einem Fischaugen lassen sich die besten Astroaufnahmen machen. Genauso wie man mit einem 100er Spiegelobjektiv ein Stecknadelkopf in exzellenter Schärfe aufgenommen werden kann.

Daniel_S

Ein Spiegelobjektiv? Ich glaube Du meinst eher ein Makroobjektiv, oder?
Oder gibt es für deine tolle Praktica etwas einzigartiges, was sonst niemand kennt?

Stefan Zimmermann

Wenn man schon etwas Spezielles kauft und dafür Aufwand betreibt, ist man mit einer Vollformatkamera deutlich besser aufgehoben. Das gilt besonders im Vergleich zu MFT-Sensoren, die mur ein wenig größer als 1″-Sensoren sind und damit bei Astrofotografie klar im Nachteil. Das Fokussieren auf Sterne ist ohnehin kein Problem, sodass man dafür kein Extra-Feature in der Kamera benötigt. Beim Marketing der OM-Kamera klingt es jedoch so, als würde es ohne diese Funktion gar nicht funktionieren. Bei Weitwinkelobjektiven fallen kleine Fokusfehler ohnehin kaum ins Gewicht, weil die Schärfentiefe sehr groß ist. Und bei langen Brennweiten nutzt man einfach eine Bahtinov-Maske – kostet unter 10 Euro und ist 100 % präzise. Das In-Camera-Stacking ergibt dagegen kaum Sinn. Für ernsthafte Astrofotografie braucht man RAW- oder FIT-Dateien, die später am PC verarbeitet werden, sodass viele wichtige Korrekturen vor dem Debayern stattfinden können – zum Beispiel Rauschmodellierung, Fremdlichtentfernung oder Pixelrejection. Außerdem sortiert man die schlechteren Aufnahmen aus und bewertet Seeing, Verzerrung der Sterne, Luftschichten, Jetstream usw. Teilweise nutzt man nur Teilbereiche eines Frames und verwirft den Rest. Wie soll eine Kamera all das live und in Echtzeit leisten? Und was ist am Ende das Ergebnis? Viele spielen etwas herum, merken schnell, dass die Bildqualität nicht so… Weiterlesen »

Roland

Coole Idee, deckt eine populäre Nische ab.

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