Kameras Olympus

OM System OM-5: Begeisterung sieht anders aus

Eine schlechte Kamera ist die OM System OM-5 sicher nicht. Trotzdem hätte der Hersteller nach Meinung unseres Autors mehr rausholen können – und müssen.

Es gibt keine schlechten Kameras mehr

Bevor in den nächsten Stunden zahlreiche wütende E-Mails der Micro-Four-Thirds-Gemeinde auf mich hereinprasseln, lasst mich vorneweg gleich festhalten: Nein, die neu vorgestellte OM System OM-5 ist mit Sicherheit keine schlechte Kamera. Ich bin überzeugt davon, dass viele von euch mit ihr hervorragende Bilder schießen und eine wunderbare Zeit haben werden.

Das Problem ist: Eine gute Kamera vorzustellen, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus. Jede Kamera der letzten Jahre ist eine gute Kamera, von absoluter Billig-Technik wie hier mal abgesehen.

Trotzdem, ich bin grundsätzlich bei euch. Als ich kurz vor der offiziellen Präsentation die letzten Gerüchte zur OM-5 zusammengefasst habe, dachte ich mir: Och, das Gehäuse ist doch nach wie vor sehr schön anzusehen, dazu die neuere Technik der E-M1 Mark III… das könnte doch eine spannende Neuheit werden!

Doch nur die Kamera an sich zu betrachten reicht für eine Einordnung schlichtweg nicht aus. Stattdessen muss man auch vergleichen, was sich im Vergleich zur drei Jahre alten Vorgängerin getan hat und auch ein ganz kurzer Blick auf die Konkurrenz schadet nicht.

Und sobald man diesen Vergleich und den kurzen Blick auf die Konkurrenz gewagt hat, wird klar: OM System hätte aus der OM-5 deutlich mehr rausholen können – und wahrscheinlich müssen, wenn man neue Kunden anlocken möchte.

Kaum Neuerungen bei der Hardware

Fangen wir mit dem ersten Fehler an, den ich gemacht habe. Gestern hatte ich noch das Bild im Kopf, dass die “neue” Technik der E-M1 Mark III mit dem Gehäuse der E-M5 Mark III kombiniert wird. Ein etwas ausführlicherer Blick auf die Datenblätter der beiden Kameras hat mir heute gezeigt: So sehr unterscheiden sich die Spezifikationen der E-M1 III und E-M5 III ja eigentlich gar nicht voneinander.

Man sollte also eher festhalten, dass die allermeisten technische Daten von der E-M5 Mark III übernommen werden. Sensor, Autofokus, Serienbildgeschwindigkeit, elektronischer Sucher, Display, Akku, Gehäuse? Kennt man alles bereits von der Vorgängerin.

Von der E-M1 Mark III oder der OM-1 wird nur sehr punktuell etwas aufgegriffen. So zum Beispiel der TruePix IX Prozessor, der unter anderem eine etwas bessere Gesichtserkennung und kleine Verbesserungen beim AF-Algorithmus ermöglicht. Dem leistungsstärkeren Prozessor und auch dem effektiveren Bildstabilisator (eine der weiteren, wenigen Hardware-Verbesserungen der OM-5) hat man auch den High-Resolution-Modus mit 50-Megapixel-Aufnahmen aus der Hand sowie zahlreiche der erstklassigen Computational-Photography-Modi von Olympus bzw. OM System zu verdanken. Auch gibt es zum Beispiel einen nützlichen Sternenhimmel-AF und es können vertikale Videos aufgezeichnet werden.

Die OM System OM-5 ist ab sofort vorbestellbar bei: Calumet | Foto Koch | Foto Erhardt

Robusteres Gehäuse (oder doch nicht?)

Beim Gehäuse gibt es auf dem Papier ebenfalls eine durchaus relevante Neuerung, so ist die OM-5 im Gegensatz zur Vorgängerin nämlich mit einer IP53-Zertifizierung versehen. Hat OM System hier also bei der Robustheit nachgebessert und die Wetterfestigkeit gezielt aufgewertet?

Sieht auf den ersten Blick ganz danach aus. Doch so richtig schlüssig wirkt es für mich nicht, dass man das Gehäuse von der E-M5 Mark III bis ins kleinste Detail übernimmt, um dann ausschließlich die Dichtungen und die Wetterfestigkeit zu überarbeiten. Ich würde also zumindest die Möglichkeit in den Raum werfen, dass OM System für die OM-5 lediglich die IP53-Zertifizierung eingeholt hat, die Kamera sich in Sachen Wetterfestigkeit im Vergleich zur Vorgängerin aber gar nicht so wirklich verbessert hat. Auch weil das Gewicht mit exakt 414 Gramm unverändert bleibt.

Micro-USB im Jahr 2022, kein Joystick

Bleiben wir mal beim Gehäuse und kommen auf die Tatsache zu sprechen, dass die Ende 2022 vorgestellte OM-5 immer noch einen Micro-USB-Port und keinen USB-C-Port besitzt. Akku laden, während die Kamera in Betrieb ist? Fehlanzeige. In welchem Jahrzehnt befinden wir uns nochmal?

Auch einen Joystick oder einen Kopfhörerausgang sucht man bei der Kamera nach wie vor vergeblich, genauso wie das komplett überarbeitete Menü der OM-1 fehlt. Stattdessen macht OM System bei der OM-5 wieder einen Schritt zurück und implementiert das alte und in meinen Augen schlechtere Menü der Vorgängerin. Das macht die OM-5 auch als Zweitkamera für Besitzer einer OM-1 etwas unattraktiver.

Auch das Gesamtfazit von DPReview fällt nach einem erst Test eher ernüchtert aus:

“Leider ist die OM-5 weniger eine Mini-OM-1 als vielmehr eine Neuauflage der E-M5 Mark III. Als erste Kamera, die den Namen OM System trägt, ist sie daher eine kleine Enttäuschung. Selbst auf den ersten Blick gibt es hier nicht wirklich viel Neues.”

Vor allem beim Menü, dem Autofokus und den Anschlüssen sind die allermeisten Konkurrenten in der Mittelklasse inzwischen besser aufgestellt, zudem haben Kameras wie die Fuji X-S10 oder Canon EOS R10 auch einen größeren Sensor zu bieten und sind gleichzeitig günstiger.

Gute Kamera, aber zu wenige Neuerungen

Die OM System OM-5 stellt im Vergleich zur drei Jahre alten E-M5 Mark III also nur ein kleines Update dar. Der Hersteller betreibt dezente Modellpflege und bessert primär mit einem neuen Prozessor nach, der unter anderem die Implementierung einiger neuer Software-Funktionen, die man aber bereits von anderen Olympus Kameras kennt, ermöglicht.

Ich wiederhole mich gerne nochmal: Die OM System OM-5 ist keine schlechte Kamera und mit Sicherheit gibt es ein paar Fotografen da draußen, für die sie die perfekte DSLM ist. Insgesamt habe ich mir hier allerdings mehr Neuerungen erhofft und bin dementsprechend kein Fan von OM Systems sehr zurückhaltender Modellpflege.

Umfrage

Wie ordnet ihr die OM System OM-5 ein? Teilt ihr meine Enttäuschung oder konnte euch die Kamera auf den ersten Blick überzeugen?

OM System OM-5: Was ist euer erster Eindruck?
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Philip

Ich habe es auch schon im Oly-Forum geschrieben:

Die OM5 ist für Upgrader und für Menschen, die ein sehr leichtes System suchen, perfekt. Durch die typischen OM System Features kann man alles mögliche ablichten.

Für Technikenthusiasten ist sie wiederum nur aufgewärmter Kaffee.

Spekulation:
Wahrscheinlich waren einfach nicht alle geplanten Teile in nächster Zeit und ausreichender Stückzahl lieferbar gewesen.

Ich hätte mich als Technikenthusiast auf eine kleinere und etwas abgespecktere OM1 sehr gefreut. So bleibe ich aber nun bei meiner G9 und warte auf deren Nachfolger.

Eine GH6 und OM1 gibt es zur Not ja auch noch. Zusätzlich reizt mich weiterhin eine EM1X. Auswahl ist daher ausreichend vorhanden.

Das PanaLeica 25-50mm f1.7 wurde erst kürzlich gekauft. Daher bleibe ich dem System auch treu.

Peter

Spekulation:
Wahrscheinlich waren einfach nicht alle geplanten Teile in nächster Zeit und ausreichender Stückzahl lieferbar gewesen.“

Das glaube ich eher weniger. Die anderen Kamerahersteller bekommen ja die modernen Teile auch. Ich denke eher, da ist kein Geld mehr vorhanden für Neuentwicklungen. Das was jetzt verbaut ist, lag einfach noch rum und konnte ohne grossen Aufwand zusammen gefriemelt werden. Und viel musste ja nicht rumliegen in den Lager: diese Kamera wird wohl kaum in grossen Stückzahlen verkauft werden.
Schade, aber ich sehe den langsamen Niedergang von Vaio (gleiche Investorengruppe) wiederholt…

Kale

Bei der EM1X hättest zuschlagen müssen. Software seitig noch mehr als EM1 Mark3. Die EM1X gab es jetzt online direkt für unter1400€
Ich habe die EM5Mark2 noch und gefällt mir besser und ist wertiger als der Nachfolger und diese war Wetterfest wie die EM1 Modelle. EM5 war immer etwas mehr abgespeckt und handlicher. Da muss schon ein Unterschied sein.
Menü der OM1 hätte man bringen sollen abgespeckt. Micro USB verstehe ich nicht wie auch das nicht Laden während man mit Arbeitet. Unverständlich. Die EM1 Mark3 kann es. Also Technik Hardware ja aber lieber Rückschritt.
Zu älteren EM5 Modelle. Die großen Pro Optiken sind eh nichts vom mit Arbeiten aus der Hand. Der Boddy ist einfach kleiner. Der Autofokus war nicht mit dem EM1 Modellen zu vergleichen.
Der OM5 haben sie viel Technik und Software verpasst. Und man ist beim Mark3 Body geblieben. Da ist sie nicht wertig genug zur EM5 Mark2. Bei Mark3 soll es zu Rissen im Kunststoff Body am Bajonett für die Optik gekommen sein. Das ist gelegentlich mit großen Optiken wohl passiert. Der Kunststoff Body war für mich der Anschluß.

Philip

Die Xer gibt es gebraucht in einem sehr guten bis neuwertigen Zustand für knapp unter 1000 €. Hier werde ich in den nächsten Tagen auch zuschlagen. Wollte die schon immer haben und warum nicht. Ein zweiter Body schadet nicht.

Peter

Ganz einfach: Neukunden gewinnt man damit keine, das ist nicht Wow, nur Gähn und der Bestandskunde wie ich runzelt die Stirn und fragt sich ob man bei dieser Resteverwertung vera… werden soll: Sensor, Sucher, Display von 2016 kein neuer Stacked Sensor kein verbesserter AF wieder Kunststoffgehäuse kein Joystik für AF altes Menusystem, also nicht einheitlich mit der grossen OM-1 der alte kleine Akku, also nicht kompatibel zur OM-1 kein USB-C, also keine Ladung während des Betriebs für z.B. Langzeitaufnahmen oder als Webcam kein Kopfhöreranschluss, wie soll man da den Ton bei Videoaufnahmen kontrollieren…? Ladeschale wird auch nicht mehr mitgeliefert. Bei diesem kleinen Akku braucht man ein Rudel davon, also muss man Ladeschale auch noch dazu kaufen. und ich soll als Bestandskunde für all das und ein paar kleine Verbesserungen (btw: der ND Filter ist abgespeckt auf ND16) €1300 ausgeben? Nie im Leben! Da kaufe ich mir gescheiter günstiger eine gebrauchte EM1-3 oder bleibe bei der EM5-3. Tia OMDS: Turnaround sieht anders aus… zumindest mein Geld kriegt ihr nicht und viele dieser jetzt schon veralteten Büchsen werdet ihr wohl kaum verkaufen, aber ist wahrscheinlich auch gut so: ich denke sooo viel von den alten Restbeständen liegt ja wahrscheinlich eh nicht mehr… Weiterlesen »

Thorsten

Volle Zustimmung!

W. B.

Stimme der vorgenannten Meinung voll zu.
Habe selbst noch die Olympus-OMD-M5-II mit 16 mp.
Hiermit bin ich sehr zufrieden. Wenn nochmals etwas neues, dann Fujifilm X-H2 und Fuji-Objektiven.

Roland Meier

Ganz genau, zusammengekleistert aus EM1 Marklll und EM5 Marklll, was soll das? Eine Fuji xt2 hatte schon einen Joystick aber nicht mal das. Die OM5 bringt absolut keine Neuerung. Kaufe ich nicht.

Peter

Ja aber diese Stärken kann man auch schon mit der OM5-3 haben, nur viel günstiger. Die paar kleinen Upgrades reichen nicht aus für diesen Preisunterschied. Vor allem muss man bei der 5er Serie mit diesen mini Akkus ja auch noch 2-3 Ersatzakkus einrechnen und die Ladeschale muss man im Gegensatz zur EM5-3 bei der OM-5 auch noch separat kaufen. Kommt also bei der Preisdifferenz noch oben drauf.

Peter

Sollte Antwort an Mark sein, sorry.

Klaus

In zwei bis drei Jahren sind die eh vom Markt verschwunden. Keine Aufregung mehr wert. In der Medizin nennt man das Koma.

Peter

Genau, die OM-1 ist eine Super Kamera. DAS war der Anfang vom Turnaround, leider jetzt wieder zurück auf Feld 1. Ich hatte mich echt auf eine moderne kleine OM-5 gefreut und das Budget wäre vorhanden gewesen.
Aber so sehe ich mittel-/langfristig auch schwarz für die Firma. Schade.

Klaus

Von Glaube und Umfragen kann niemand leben. Bis jetzt hat OM-Systems noch nichts geliefert was annähernd interessant wäre. Hinzu kommt, das sich derzeit vieles auf der Welt in einer Transformation befindet. Politisch wie Wirtschaftlich.

Frank

Was in meinen Augen in der Bewertung ein wenig zu kurz kommt ist die Tatsache, daß es bei den neuen Kameras gar nicht mehr darum geht, neue Fotografen für die Fotografie zu gewinnen, sondern eher darum, in einem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb dem Konkurrenten einen Kunden abzugewinnen.
Die Reise in Konkurrenz mit dem Smartphone geht doch eher in die Richtung, mehr künstliche Intelligenz in die Kameras zu bringen. Das tun aber die Mitbewerber ebenfalls nicht, weshalb ich OMDS zwar in einer sehr abwartenden Position sehe, weil man nicht die finanziellen Mittel der Mitbewerber hat, aber die OM-5 dennoch
nicht als total veraltet sehen möchte.
Mit der OM-1 hat sich OMDS wohl stark verausgabt, weshalb die OM-5 nicht als direkter kleiner Konkurrent aufgebaut werden soll, um die Kunden dort nicht abzuziehen. Und nicht jeder Fotograf verfügt über die ausreichenden Mittel, gleich mit dem Spitzenmodell einzusteigen. Und da hat die OM-5 meiner Ansicht nach durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Frank

Kann ich als Argumentation respektieren, bin aber aus meiner Sicht der Dinge anderer Meinung. Mein Ansatz ist einfach der, daß der Technik in der Fotografie zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, zu Lasten der Fotografie selbst. Es ist die Aussagekraft eines Fotos, welches für die Qualität entscheident ist, nicht die Anzahl der Megapixel auf dem Kamerasensor. Sonst wären ja heute Aufnahmen von Doisneau, Cartier-Bresson oder Capa als unzulänglich einzuschätzen.
Und wenn Du dem Kameraneuling, der vom Smartphone umsteigt eine Vollformatkamera in die Hand gibst, dann wird der vermutlich zunächst vom Ergebnis enttäuscht sein, weil die technische Korrektur der Aufnahme nicht automatisiert abläuft, wie beim Smartphone.
Es geht um einen Kampf ums Überleben in einem schrumpfenden Kameramarkt für die Hersteller. OMDS mag aus technischer Sicht da hintendran liegen, aber die Daseinsberechtigung liegt auf der Hand: Handliches Kamerasystem mit einer großen Auswahl an Objektiven. Warum sollte man da den Verdrängungswettbewerb mitmachen, der nur noch mehr Opfer fordern wird?

Max Headroom

“In zwei bis drei Jahren sind die eh vom Markt verschwunden.”

Solche Aussagen sind immer zu geil. Frag mal Pentax, Fujifilm, Hasselblad und Leica, wie oft die in den letzten 10 Jahren schon vom Markt verschwinden sollten…

Ich finde solche Aussagen auch in sofern problematisch, weil es irgendwann eine selbsterfüllende Prophezeiung ist. Wenn alle Gegner des System schreiben MFT ist tot, dann wird sich kein Neuling eine MFT-Kamera zulegen, obwohl sie evtl, die beste Lösung für ihn oder sie wäre. Und dann ist MFT tot…

Schade, dass es offensichtlich einigen nur noch um die Bestätigung des eigenen Systems geht, und nicht mehr um die Fotografie an sich….

Peter

Naja, wenn OMDS weiterhin Resteverwertung macht, dann sind sie wohl bald Geschichte. Dafür braucht es keine selbsterfüllenden Prophezeiungen.
Das schreibe ich als langjähriger Kunde von Olympus/OMDS, der aktuell 2 Kameras von ihnen besitzt.

Und deine Beispiele hinken: Pentax bedient noch eine kleine Randgruppe, wie lange das noch gut geht, werden wir sehen, Hasselblad und Fujifilm haben geliefert und zwar mit Innovationen und Leica ist Leica: irgendwer wird auch immer noch einen Rolls Royce kaufen, einfach weil er es kann und wegen des Namens…
Eine Olympus hatte aber nie den Nimbus einer Leica, fällt also weg. Der einzige Weg geht über Innovationen und Konkurrenzfähigkeit. Wenn aber das neuste Model so wenig Neues bietet, upgradet der Bestandskunde nicht und der Neuling, der mal in MFT schnuppern will, kann auch die immer noch erhältlichen EM5-3 oder Em10-4 kaufen und das gesparte Geld in Linsen investieren. Und wenn er sich auf dem Gebrauchtmarkt eindeckt, kann er mit den €1300 schon ein kleines System kaufen mit 2-3 Linsen.

Max Headroom

“Und deine Beispiele hinken”

Warum? Jede Marke hat irgendwelche Gründe, warum sie trotz Todesprophezeiung immer noch am Markt ist. Das ist hier nicht anders. OM wird nicht die gleichen Gründe haben wie Leica mit ihrem Image oder Fuji, die die letzten Jahre (und das habe ich direkt von denen gehört) nur dank Instax überlebt haben.

Ich kenne (obwohl ich mir die letzte zwei Jahre mit viel ausprobieren echt Mühe gegeben habe, eines zu finden) kein System, welches eine so gute Mischung aus Kompaktheit, Funktionsumfang, Objektivsortiment und (für die Sensorgröße) eine ansehnliche Bildqualität liefert.

Es tut mir leid, dass die Kamera nichts für Dich ist. Aber ich z.B. war die letzten Monate am überlegen ob ich mir noch eine “alte” E-M5III oder für teuer Geld eine OM-1 zulegen werde, welche mir aber einfach zu groß ist. Nun habe ich mit der OM-5 eine nette Mitte, die nicht das neueste an Bord hat aber auch fast nen 1000er weniger kosten (laut UVP) als die OM-1…

Ich glaube (wie der Autor schon schrieb), es gibt ja so gut wie keine schlechten Kameras mehr… und wenn die Specs passen.. Why not?

Peter

Lieber Max, ich mag es Dir von Herzen gönnen, wenn die neue Kamera „jetzt“ für Dich so reinpasst.
Ich hätte auch nichts geschrieben, wenn die Kamera 200-300€ günstiger rausgekommen wäre, unter dem Namen EM5 Mark IV mit der Verlautbarung, dass sich die Entwicklung der OM-5 noch etwas in die Länge zieht.
Aber so wird jetzt kommuniziert: DAS ist die neue Mittelklassekamera als Ergänzung zur OM-1.
Das heisst: kein einheitliches Menu, kein einheitlicher Akku und eine Hardware von 2016.
Das heisst weiterhin 2 Ladegeräte mitschleppen, 2 Sorten Akkus, Akku Dummy für Langzeitprojekte, kein Betrieb am Powerbank (btw: das kann die EM1-3 schon), weiterhin 2 verschiedene Menusysteme intus haben, weiterhin kein Kopfhöreranschluss für Videoprojekte usw.
Das ist „mir“ zu wenig und ich glaube sehr viele denken ähnlich (siehe Umfrage oben). So gesehen glaube ich nicht, dass diese Kamera der Renner wird. Das sieht für mich eher nach Zitrone auspressen, solange es geht aus.
Nun denn, es gibt Schlimmeres auf der Welt, ist nur ne Kamera und ich spare Geld, was solls…

Klaus

Ironie des Schicksal wird wohl sein, dass LEICA einer der wenigen sein wird, die diesen derzeitigen Sturm überleben kann. Ich habe nicht geschrieben, das MFT tot sein wird, sondern eine Restrampe wie OM-Systems. Wenn die keine alten Teile mehr haben machen die einfach dicht. Ich erkenne kaum eine Innovation oder gar ein Alleinstellungsmerkmal hätten. Ich habe mein Leica M-System nochmals als MFT Pendant (LUMIX) gebaut und macht genau viel Spass wie mit dem Original zu fotografieren. Als Leica-Nutzer geht es mir schon um die Fotografie und das seit über 40 Jahren. Gut, die M ist eine Ausnahme auf dem Markt und würde Leica ebenfalls eine solche Geschäftspolitik betreiben wie OM-S, würden die von mir keinen einzigen Euro mehr sehen.

Peter

„Ich habe nicht geschrieben, das MFT tot sein wird, sondern eine Restrampe wie OM-Systems. Wenn die keine alten Teile mehr haben machen die einfach dicht.“

Genau das ist mittlerweile auch mein Verdacht. Siehe Vaio…

Cat

Die OM-5 hätte eine Kamera werden müssen, die auch Fotofans mit weniger Geld anspricht. Und sie muss jetzt gegen Fuji, Canon u Nikon mit größerem Sensor bestehen.
Das tut sie nicht.
Diese läute kaufen R10 o R7.
Die OM-1 ist aber aus meiner Sicht die beste Kamera 2022 zum fairen Preis, nur war sie 9 Monate praktisch nicht lieferbar.
Die beiden neueren 4.0 Zooms sind heillos überteuert. Also das überleben für das System steht mit dieser Neuheit wieder mehr auf der Kippe.
Lang lebe die OM-1!

J.Friedrich

Ich habe ja (bisserl auch aufgrund deiner Dauer-Begeisterung;-)) nun gut 4 Tage die R7 “zum Spass” zu meinen R6sen u der R3 dazu geordert – AF wirklich Klasse (die R3 kann es gefühlt nicht soooviel besser), und ansonsten Klein, leicht, handlich – Das Herz & vor allem den Auslöser auf dem richtigen Fleck 😉. Also wer “gescheite FF-Objektive” davorflanscht bekommt auch knappe 30MP für 1499,– inkl. Ef-Adapter geliefert. Ich sitze gerade beim Ausdrucken in A2 auf dem Epson Pro 3880 mit eingestellter 2880×1440 DPI von ein paar heute früh gemachten “Test-Fotos” auf einem “noch geschlossenen” Rummelplatz” bei Sonnenschein u Spiegel-Pfützen … alle mit ISO 100/400 und dem “zweckentfremdeten” 2.8 15-35 L als 24-56mm an der R7 … Alle extra mit Offenblende und bei 24mm-FF! Parallel habe ich noch ein paar Aufnahmen mit dem “Billig 16mm/26mm-FF ebenfalls bei Offenblende gemacht. Respekt was das “kleine Drecksteil” R7 mit den eigentlich nicht vergleichbaren Optiken abliefert. Also da hätte OM-System “schwer zu knabbern” um dies annähernd bei 20MP u MFT-nativen-Bildkreisoptiken für meine A2-Drucke zu liefern. Also wer eine kleine/leichte “Konverter-Ergänzung” zu seiner R6/R3/R5 sucht … “R7 Kauftipp”! Grüße …

J.Friedrich

😉 mit “Auslöser auf dem rechten Fleck” meinte ich Depp natürlich den “Ein/Aus-Schalter” auf der rechten Griff-Daumen-Seite 😉

alex

Satirekommentar?

Cat

dafür ist ja alex zuständig – da macht ihm keiner was vor.
Und wer das mit dem Ein/Ausschalter nicht versteht – so lange eine Kamera mit wenig Akkupower (R5/R6) auch diese im Standby noch leerfrisst – dem ist nicht zu helfen.

Rawbert

Befürchte nicht.

Ingo

Da sehe ich übrigens den größten Vorteil bei FF-Linsen an APS-C. Nämlich die Sensorübergreifende Kompatibilität. Du klingst ja sehr zufrieden mit der Qualität der Linsen an der R7. Was mich eigentlich sehr interessiert ist die AF-Geschwindigkeit. Da sie ja anscheinend an die R3 heranragt (auch bei bewegten Objekten?) würde mich die Qualität etwas älterer Linsen mit Adapter an der R7 sehr interessieren. Ich würde damit vielleicht das vorhandene System ergänzen können, ohne es gleich komplett zu ersetzen. Der AF ist nämlich der große Nachteil am Fuji-System für mich. Hast du auch mit älteren Linsen Erfahrung?

J.Friedrich

Ingo, bei EF-Linsen muss ich leider (fast) komplett passen – bis auf mein 4.0 17-40mm (an der “angestaubten” analogen eos-1 habe ich nix mehr. Hatte vor gut 2 Jahren noch EF-Optiken an der RP – Einschränkungen jedweder Art gab es nicht. Mit dem Kauf der R6sen hatte ich “die EF-Reste” verkauft. Mit den RF Linsen ist es bei mir wie Du schreibst – alle Teile sind gnadenlos gut, gerade auch die günstigenVarianten! Die L-Teile phantastisch, aber mir oft zu “wuchtig, schwer” und ja auch vom Preis teils “25%” daneben – obwohl die Abbildungsleistung ja auch davon kommt, das eben nur diese als oberste Prämisse bei der Entwicklung scheinbar zählte. Den AF der R7 konnte ich bereits am Wochenende bei einem langen Kinderevent in einem Wald testen – auf der R7 hatte ich das 2.0 85 IS (Macro) als 136er-FF. Eine R6 mit dem 1.8 35er IS (Macro) – meinen zwei immerdrauf “Arbeitsponys” an den R6sen (sind klein, leicht, sehr gute Freistellung und saugutes P/L-Verhältnis). Die R7 hatte ich (gerade mal 2 Tage im Besitz) einfach im AF-Automatikmodus “spielende Kinder” (2.8 und kurze Zeiten und wohl so bis ISo 1600) – selbst in der Verfolgung durch Zweige/Äste hindurch, beim Springen, Hakenschlagen,… Weiterlesen »

Ingo

Hi J. Friedrich. Also, bei mir wäre bei einem kompletten Wechsel 12196 Euro angesagt plus ein längeres Tele, das auch bei mäßigem Licht gut Sporttauglich ist. Deshalb erstmal lieber eine R7 mit Adapter und gebrauchtem EOS-Objektiv zum probieren. Oder eben eine Fuji X-H2s, wenn da der Autofokus auf dem Niveau der R7 wäre. Da lese ich allerdings schon sehr unterschiedliche Meinungen. Von daher gesehen, erstmal testen, wenn möglich.
Ich muß auch zugeben, die Fuji muß auch mal 12800 ISO bei Nachtveranstaltungen oder auch im Theater leisten. Das funktioniert natürlich nicht ohne Rauschen, aber die Farben sollten stabil bleiben und das Rauschen das Bild nicht komplett zerstören. Das wäre auch bei einer R7 Voraussetzung, wenn ich ein EOS 70-200 mit Adapter und die Kamera mir kaufen würde. Deine R3 mit dem 28-70 wäre natürlich ein perfektes Gespann. Das würde dann aber auch nochmal 3500 Euro teurer werden. Ist schon heftig.

J.Friedrich

Klar, wenn ich meine L-Optiken addiere, dann würde mir (mit den 5 Teilen) auch schwindelig – das lasse ich mal schön bleiben. Zum 28-70mm kann ich nichts sagen – habe ja “nur” das 2.8 24-70mm L IS. Abbildungs-Qualität des 1.4kg Teils ist schon beeindruckend, aber ein 95mm Frontdurchmesser auch. Ich gestehe: der Zoomring ist schon so fett, das ich mit meinen mittelgroßen Händen schon an die Grenzen kam/komme. Und in Kombi mit der R3 wären das knapp 2,5kg – nö, Danke! Mir sind ja – wie mehrfach gesagt – teilweise die 900/1000g vom 24-70/70-200 in 2.8 schon zuviel des Guten 😀 P.S.: also unbrauchbar ist das mit ISO 12800 bei der R7 zwar nicht, aber doch ein sehr deutlicher Unterschied, der nicht bei jedem Sujet noch akzeptabel ist. Bei 3200/(6400) würde ich persönlich doch die Grenze ziehen.

Ingo

Oh, letztens war ein Dpa-Fotograf da, der vorher mit Fuji fotografiert hatte. Ihm war das ständige Objektivwechseln dann doch etwas zu hektisch (für offene Blende, vergleichbar mit Vollformat, brauchst du ja 2,0 oder eher 1,4 und das hast du eben nur mit Festbrennweiten). Er ist wegen des 28-70 zu Canon gewechselt und wirklich zufrieden damit.
Klar verstehe ich das sehr gut, wenn man nicht die ganzen Kilos mitschleppen will. Bei mir ist es sowieso ein Rucksack, den merke ich schon gar nicht mehr. Und eine Handschlaufe, ich nutze deshalb sogar das Spider Pro Tragesystem kaum noch, obwohl du damit auch höhere Gewichte locker mitnimmst.
Ja, auch bei Fuji ist 12800 sicher nicht bei jeder Situation noch akzeptabel, da sind beide Kameras vermutlich ähnlich.
Bei den Objektiven kannst du mit Fuji so ein wenig Vollformat simulieren, dafür sind z.B. beim 56er die Blende 1,2 und beim 16er die Blende 1,4 sehr nützlich. Das würde ich ehrlich gesagt bei Canon vermissen, deshalb fände ich dort auch die Vollformat Kameras fast interessanter als Haupt-Kamera. Also jedenfalls, wenn ich mit R-Objektiven und nicht mit den EOS-Objektiven fotografieren wollte. Natürlich gibt es das tolle R 1,2/50, aber das ist dann auch schon preislich extrem angehoben.

Thorsten

Volle Zustimmung Mark!
Für mich, nach den Qualitätsproblemen bei den neuen Objektiven und der OM1, sowie dem schlechten Service, ein weiterer Sargnagel für OMDS.

Curt Demmler

Seit Anbeginn der Olympus E-1 bis hin zu allen Neuen, ausser OM-System, war ich ein begeisterter Olympus- Fotograf mit allen Topobjektive von Olympus……
Gottlob….. ich bin zu Panasonic erfolgreich gewechselt und bin nach wie vor begeistert.
Echt irre ist die INTERNE RAW-Bearbeitung, die mit vielen Möglichkeiten aufwarten kann, so unteranderem eine wirkungsvolle Nachschaerfung ermöglicht !!!! Bearbeitung am Computer?????
Entfällt, da ich keine Ebenenbearbeitungen u. a. m. benötige.
Ja, mit OM-System bin auch ich sehr enttäuscht. Sorry SYSTEM!!!

Marco

Um ehrlich zu sein, bin ich auch enttäuscht. Es wurden im Vorfeld Gerüchte gestreut, die sich nicht bewahrheitet haben.
Egal. Ich muß die Kamera ja nicht kaufen.
Vielleicht will und kann OMDS nach den abgestürzten Marktanteilen nicht aufs ganze gehen und die restliche Kundschaft nicht mit einer 1500-1700€ teuren Mini OM-1 schocken.

Markus B.

Einfach nur alter Wein in neuen Schläuchen. Wie woll man mit diesem Upddate weitere 3 Jahre bestehen? Der Sensor wurde schon 2016 in der mittlerweile in Rente gegangenen PEN F verbaut. Der High Pixel Modus ist ein alter Hut. Den verbaut Olympus seit bald 10 Jahren. Es ist mir unerklärlich wie man mit dieser Technologie Stammkunden bei Laune halten will geschweige denn neue Kunden gewinnen will. Zumal der aufgerufene Preis von 1299,- jenseits des realistischen Marktniveaus befindet. Tut mir leid für Olympus aber es wird immer offensichtlicher, dass OM die Marke nur ausquetscht ohne wirklich was neues zu bringen…

Janis

Wie woll man mit diesem Upddate weitere 3 Jahre bestehen? 

Wer sagt denn, dass es 3 Jahre werden ?
Für mich sieht es so aus als würde OM erstmal den Markennamen entschwinden lassen – neuer (upgradefähiger) Prozessor rein und dann wird es bestimmt bald Apple-like mit Updates und “Zwangs Upgrades” weiter gehen.
Nun ist doch der USB-C Anschlus in Europa bald verpflichtend – somit wird eine Modellpflege alleine schon für das Akku Laden kommen (müssen).

Martin Berding

OM-Digital Solutions macht leider den gleichen Fehler, den schon Generationen von anderen Technikherstellern gemacht haben und dann gescheitert sind. Sie verlassen sich auf den guten Namen, kommen irgendwie nicht mit der Konkurrenz mit und haben dann das Nachsehen. Geld verdienen kann nur derjenige, der vorne mitspielt. Es braucht nicht die absolute Führungsposition, aber OM macht den Anschein, als wenn irgendwie das Ganze zuende geht, die Anzeichen sind deutlich. Vor 4 Jahren war es noch Nikon, aber Nikon konnte das Ruder herumreißen. Man muss auch nicht die Kamera neu entwickeln, aber ein gutes Menü, moderne Funktionen etc. kosten auch in der Konstruktion wenig Geld. Bleibt noch die Vermarktung, welcher Fotohändler steht denn noch mit Überzeugung hinter OM-Systems? Warum wird keine Werbetrommel gerührt? Vor 10 Jahren konnte sich kein Händler, egal ob online oder vor Ort, es sich leisten Olympus nicht anzubieten. Heute ist es nur noch ein Füllprodukt. Für mich ist die Kamera ok, für viele andere wohl nicht mehr.

Henry333

Es wurden falsche Erwartungen geweckt auch aufgrund der völlig misslungenen Namensgebung. Aber man sollte doch mal auf dem Boden bleiben! Die Kamera ist ganz einfach eine aufgebohrte EM5/III der Body wurde eins zu eins übernommen (nach meinem bisherigen Wissen). Es wurde nur ein neuerer Prozessor verbaut und die Software überarbeitet. Entwicklungskosten mussten klein gehalten werden, für diese Kamera konnten wahrscheinlich Teile und auch bestehende Fertigungsstraßen benutzt werden. Was man auch positiv sehen kann denn diese alte Olympus Technik ist ja sehr zuverlässig, für die OM5 wird wieder fünf Jahre Garantie geboten, vielleicht deshalb? Ich finde für 100€ UVP mehr zur EM5III kann man überhaupt nichts falsch machen, ein schnellerer Prozessor ist “Gold” wert und dadurch erst möglich, um nur eines zu nennen, Freihand HiRes. Finde ich absolut genial, das kann meine G9 leider noch nicht. Wenn ich derzeit eine mittel-preisige Mft Kamera suchen würde, würde ich darüber nachdenken. Das sie das Menue nicht erneuert haben finde ich absolut unverständlich! Aber auch hier haben sie wohl nur übernommen und dann ein paar Punkte ergänzt, schade. Als Modellpflege um aus einer guten Kamera eine noch bessere zu machen wäre es angemessen und Gut gewesen. Einen Versionssprung von zwei Stufen den sehe ich… Weiterlesen »

Ingo

Da ist aber noch ein wichtiger Punkt. Als neuer Anbieter auf dem Kamera-Markt hat OM Systems ja ein Statement mit der OM 1 geliefert. Mit der OM 5 zeigen sie aber, daß sie das Niveau nicht aufrechterhalten wollen oder können. Gerade in so einer Übergangsphase ist es enorm wichtig, Vertrauen durch moderne Kameras mit aktueller Technik aufzubauen. Es hätte eine Mini-OM 1 werden sollen, dann wäre auch das Vertrauen in die Fortführung des Systems da gewesen.

Mike Theiß

Bei Micro-USB bin ich schon raus.
Lächerlich. Punkt!

joe

Ich war kein Freund von MFT, aber seit ich bei fotocommunity.de bin, wo es sehr viele Olympusianer gibt, die wirklich hervorragende Bilder machen, frag ich mich, warum immer so negativ über MFT berichtet wird. Gerade makros und auch Tierfotografie kann man damit hervorragend machen und der Stabi ist ein Traum, daagegen sehen alle anderen alt aus.

Peter

Hier unter diesem Artikel wird MFT nicht runtergemacht und auch auf dieser Webseite wird in der Regel eigentlich nicht negativ berichtet. Das schreibe ich als MFT-ler. Aber OMDS hat es mit der OM-5 m.M.n. wirklich vergeigt und das sehen scheinbar viele andere auch so. Natürlich kann man sicher auch mit der OM-5 immer noch tolle Fotos machen, aber eine zeitgemässe Ausstattung sieht einfach anders aus.

Thorsten

Ich fotografiere auch mit MFT, neben L- Mount, gerade bei Makros und auf Reisen ein sehr geeignetes System. Ich besitze 5 Olympus Kameras und viele Objektive. Aber: Die Olympus Kamerasparte wurde am einen Finanzinvestoren verkauft, der die sehr hohen Verluste der Olympus Sparte reduzieren muss. Es wurden lt div. Meldungen 50 % der Mitarbeiter freigestellt. Das das nicht ohne Auswirkungen auf Qualität und Kundendienst bleiben kann, ist auch klar. Ich habe eben sehr schlechte Erfahrungen mit dem OMDS Service gemacht. Siehe auch Meldungen im Olympus und Systemkamera- Forum. Es werden von den neuen Objektiven viele Objektive ausgeliefert, die dezentriert sind, oder andere Maengel aufweisen. Die neuen Objektive wurden abgespeckt, sind lichtschwach und vergleichsweise zu teuer.. Die neue OM1 hat viele Macken, die Kamera ist nicht ausgereift und die Endkontrolle mangelhaft. Und nun die EM-5: Uralt Technik zu einem meiner Meinung nach, viel zu hohen Preis. Glücklicherweise gibt es bei MFT ja noch Panasonic, mit denen habe ich nur die besten Erfahrungen gemacht, mit einem vorbildlichen Service. Die neue Firma: OMDS ist halt nicht mehr Olympus, mit anderen Qualitaetsstandarts und anderen Service Vorgaben. Die Geraetschaften von Olympus, noch aus der Olmypus Zeit, sind durchweg von hoher Qualität, das trifft aber nicht… Weiterlesen »

Thorsten

Ich betreibe auch Naturfotografie und bin GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen- jetzt Naturfotografen) Mitglied. Von den Tierfotografen kenne ich in der GDT nur einen, der mit Olympus fotografiert und der hat Tier/Vogelfotografie oder Landschaftsfotografie auch nicht als Schwerpunkt, sondern hauptsächlich Makro. Warum so wenige? Das hat hauptsächlich 4 Gründe: Durch den kleineren Sensor vergrößert sich die Tiefenschärfe, was im Vergleich zu einer FF- Ausrüstung nur eine schlechtere Freistellung erlaubt. Ein MFT 4/300 ist eben äquivalent ein 8/600, mit deutlich schlechterer Freistellung als es die weit verbreiteten 4/600 bei FF ermöglichen, die allerdings groß, schwer und teuer sind. Ein FF Sensor weist die 4 fache Fläche eines MFT- Sensors auf, das heißt er fängt bei gleicher Blendenöffnung 4 mal mehr Licht ein, was 2 Blenden entspricht. Oftmals entstehen die besten Naturfotos bei stimmungsvollem Licht, also früh morgens und spät Abends, oder bei Nebel/Dunst. Wenn man dann Bewegungen einfrieren möchte (da hilft auch der beste Stabi nichts) ist man auf kurze Verschlusszeiten angewiesen, das heiß man muß die ISO hochschrauben und dann tritt bei dem kleineren Sensor eben 2 ISO- Stufen früher störendes Rauschen auf. Bei Landschaftsaufnahmen (mein Schwerpunkt) hat man mit einem FF- Sensor aufgrund der höheren Dynamik, sprich des größeren Rauschabstandes… Weiterlesen »

mftler

Alles ganz schön viele Allgemeinplätze, die da runtergerasselt werden…

Ich bin auch Wild unterwegs und besitze sowohl eine Premium Sony Ausstattung inkl. A1 und 400GM, als auch seit 4 Monaten zwei OM-1 und das 150-400. Du darfst mal raten was seit 4 Monaten nur noch im Schrank rumsteht…!?

Hans Mazeppa

Ich glaube, hier haben einige vergessen, dass Olympus alles an einen Verwerter verkauft hat. Der will einfach nur Geld verdienen und nicht in teure Entwicklungen versenken, die sich nie mehr amortisieren werden.

Hier sind auch keine zukünftigen Entwicklungen zu erwarten. Die Kuh wird solange gemolken, wie der Griff in die Regale mit den vorhandenen Modulen und Sensoren halt klappt. Solange Fanboys zugreifen und weiterhin an eine Zukunft von MFT glauben, wird geliefert, bis auch der letzte kappiert hat, wie es läuft. Bei Olympus-Fanboys klappt das ja erwartungsgemäß ganz gut und wird einige Jahre klappen, bis die letzte rosarote Brille abgesetzt wird. Dann wird man ja so enttäuscht sein….

Aufwachen!

Thorsten

Exakt !

Tom

Könnte sie besser sein? Ja. Stichwort USB… Müsste sie besser sein? Nein. Für mich ist es eine omd 1 m III im Kleinformat. Das bedeutet für mich : klein, handlich und alles dran was ich brauche. Deshalb werde ich mir sehr wahrscheinlich eine zulegen.

Hartmut

Ich hatte zu lange auf die Olympus OM-1 warten, und mich mit der sehr guten Panasonic G9 zur TdF 2022 gebraucht&günstig eingedeckt müssen. Ich wäre auch dabei geblieben, wenn das Oly 40-150mmF2,8 + MC20 mit Pana DFD Focus bei langer Brennweite vernünftig funktionieren würde.
So muß ich mir doch noch eine Oly zulegen. Die OM-1 hatte ich im Frühjahr in der Hand und die wird es, weil schnell & wetterfest, aber nicht WOW. Rauschen wird nur ab ISO 1600 besser wie andere, der 50M Mode ist ernüchternd. Die GH6 wurde es nicht, weil zu groß, zu schwer.
Ansonnsten liebe ich meine Pana’s (GM5+Leica15mm,GX9, G9), ein Abklatsch wie die neue OM-5 würde ich mir nicht antun.