DJI Kameras Neuheiten

Osmo 360 II: DJIs neue 360-Grad-Kamera startet vorerst nur in China

Kratzer im Objektiv waren bei 360-Grad-Kameras bisher ein teures Problem. DJI ändert das mit der neuen Osmo.

DJI hat die Osmo 360 II vorgestellt, die zweite Generation seiner 360-Grad-Kamera. Sie nimmt Rundumvideos nativ mit 7.680 x 3.840 Pixeln und 24 bis 60 Bildern pro Sekunde auf, und ihre Frontlinsen lassen sich erstmals selbst tauschen. Verkauft wird sie bislang nur in China, dort ab 3.299 Yuan (ca. 420 Euro).

Wechselbare Linsen lösen ein altes Problem

Zerkratzte Frontlinsen waren bei 360-Grad-Kameras bisher ein Fall für den Service. Beide Objektive der Osmo 360 II sitzen jetzt in einer austauschbaren Fassung und tragen eine verbesserte Ionenbeschichtung. Die hielt im Labor nach DJI-Angaben 2.000 Reibungen mit Stahlwolle stand, ohne dass die Bildqualität litt.

Optisch bleibt es bei f/1,9 und 2,4 Mikrometer großen Pixeln, den Werten der ersten Osmo 360. Der Dynamikumfang steigt auf 14,5 Blendenstufen, in D-Log M bleibt er bei 13,5. Ob die quadratischen 1/1,1-Zoll-Sensoren ersetzt wurden, lässt DJI offen. Der Mindestabstand fürs Stitching liegt bei 75 Zentimetern, unter Wasser mit Gehäuse bei einem Meter.

An der Auflösung ändert sich nichts, 120 MP rundum und 30,72 MP im Einzelobjektiv. Neu sind RAW-Unterstützung, wo die erste Generation nur JPEG kannte, und HDR bei 120-MP-Panoramafotos.

Mehr Tempo bei Video, Zeitlupe und Zeitraffer

Die Bitrate steigt von 170 auf 220 MBit/s, im 16K-Zeitraffer sind 600 MBit/s möglich. Zeitlupen nimmt die Kamera im 360-Grad-Modus mit 4K bei 240 fps auf, im Einzelobjektiv-Modus mit 4K120. Zwischen den Objektiven wechselt sie bis 4K60 mitten in der Aufnahme, ohne die Datei zu beenden.

Der Nachtmodus AI Super Night Scene 2.0 arbeitet ebenfalls in 8K60. Ein neuer Tracking-Modus hält eine Person im Kugelbild und exportiert daraus automatisch ein flaches 4K30-Video über DJI Mimo oder DJI Studio.

Preise und offener Marktstart

Der interne Speicher bleibt bei 105 GB plus microSD. Trotz des neuen 2.150-mAh-Akkus gibt DJI weiterhin bis zu 100 Minuten in 8K30 an, ältere Osmo-Action-Akkus passen weiterhin. Bundles reichen von 3.499 Yuan (ca. 450 Euro) bis 4.006 Yuan (ca. 515 Euro).

Einen Termin für Europa nennt DJI bislang nicht. Bei der Osmo Pocket 4P lagen zwischen China-Start und internationalem Verkauf rund sechs Wochen. Zum Vergleich kostet die einen Tag zuvor gestartete Insta360 X6 in Deutschland 699 Euro, die erste Osmo 360 lag bei rund 480 Euro, gibt es momentan aber stark rabattiert.

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1 Kommentar
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Bernd

Endlich kommt das UW-Gehäuse, auch für das alte Modell!

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