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Panasonic präsentiert kompaktes 100mm f/2.8 Macro

Das neue Panasonic Objektiv besticht mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1, ist aber trotzdem außerordentlich kompakt und leicht.

Neu: Panasonic Lumix S 100mm f/2.8 Macro

Eine neue Kamera hat uns die gestrige Panasonic Pressekonferenz im Rahmen der CES 2024 leider nicht beschert, doch der Hersteller hat wie erwartet das neue Lumix S 100mm f/2.8 Macro für spiegellose Vollformatkameras mit L-Mount präsentiert.

Dieses Objektiv hat nicht nur eine Naheinstellgrenze von gut 20 cm und einen Abbildungsmaßstab von 1:1 zu bieten, sondern ist auch außerordentlich kompakt und leicht. Es reiht sich nahtlos in die Reihe der f/1.8 Festbrennweiten von Panasonic ein, die alle mit identischen Abmessungen und ähnlichem Gewicht daherkommen. Konkret bedeutet das, dass das 100mm f/2.8 Macro nur 298 Gramm auf die Waage bringt, die Abmessungen betragen 82 mm in der Länge und 74 mm im Durchmesser.

Schneller Autofokus, unterdrücktes Fokus-Breathing

Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, zudem besitzt es neben einem AF-MF-Schalter auch einen Fokus-Limiter. Ein neuer Zweiphasen-Linearantrieb soll für einen schnellen Autofokus sorgen, außerdem will Panasonic mit einer Konstruktion von 13 Linsen in 11 Gruppen, drei asphärischen Linsen, zwei UED-Linsen und einer ED-Linse für eine hohe Bildqualität bis an die Bildränder sorgen. Videografen dürfen sich außerdem über ein unterdrücktes Fokus-Breathing freuen.

Das neue Panasonic Lumix S 100mm f/2.8 Macro soll im Januar 2024 auf den Markt kommen, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.099 Euro.

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Robert

Unfassbar interessantes Objektiv! Ich empfehle auf YouTube den Test von AmazingNature Alpha, der hat wirklich beeindruckende Aufnahmen hinbekommen und zeigt auch das es viel mehr als nur ein Macro ist

alex

Ich empfehle das Review von davision für eine realistischere Einschätzung zu diesem Objektiv (Spoiler: das Sigma 105mm Macro ist deutlich schärfer).

HaLe

Das behauptet David, bleibt aber den Beweis schuldig. Auf jeden Fall ist das Pana in der Summe der Eigenschaften konkurrenzlos.

Rolf Carl

Die Sigma Makros waren schon immer schärfer als alle anderen, in jeder Generation. Beim AF waren andere besser. Man muss halt entscheiden was einem wichtiger ist. Ich selber habe nur Sigmas.

joe

Also „davision“ nehme ich nicht mehr ernst, nach seiner Einschätzung gehört das RF 16/2.8 in den Mülleimer, das schlechteste Objektiv ever!!! Habe es mir trotzdem inklusive Sonnenblende für 228.- gekauft und bin sehr zufrieden damit! Das Pana kann ich nicht beurteilen, aber die Grösse ist wirklich beeindruckend, wäre ich im System würde ich sobald es unter 1’000.- ist zuschlagen.

Robert

Wo genau zeigt er denn das es schärfer ist? Er scheint mir da so ziemlich der einzige zu sein der die Schärfe bemängelt…

Finde leider auch das der David ziemlich nachgelassen hat, manchmal hab ich das Gefühl er testet Dinge ohne zu wissen was man eigentlich damit macht. Dementsprechend realitätsfern fällt dann auch gern mal sein Fazit aus…

Peter

Vielleicht sollte man diese YouTuber einfach nicht für voll nehmen.
Diese Dampfplauderer sind nette Unterhaltung und nicht wenige singen doch das Lied dessen Brot sie erhalten…😊
Diese ganzen YouTube „Testspezialisten“ sind wie eine sich schnell vermehrende ansteckende Krankheit. 😊

Viva

Für mich ist das die Innovation der letzten Jahre schlechthin, Panasonic entwickelt sich zum Experten kurzer Festbrennweiten. Sechs erschiedene Optiken in der immer selben kurzen Größe, und dieses hat auch unter 300 Gramm!!..wo alle anderen immer noch bei 600-700Gramm in langen Rohren stehen. Dazu wird ihm in verschiedenen Reviews eine sehr gute Bildleistung bescheinigt.
Mich hat es ja immer gestört das 105er Macros auf Vollformat neben zb einem 60er Mft solche Klötze sind. Und jetzt zeigt Panasonic wie es geht und lässt alle gerade richtig alt aussehen. Höchstens Nikons 50mm wäre zu erwähnen, noch kompakter und leichter, aber bei eben nur 50mm und das muss dafür schon eine Aussenfokussierung einsetzen, irgendwo ist eben dann die Grenze.
Ansonsten, ja 1100 Euro sind natürlich dafür wie fast überall ein Fabelpreis, aber dafür kann Panasonic ja nichts, das ist der gesamte Markt. Oder die Materialanmutung, sie kommt nicht an die von zb C und N heran, aber dafür sind sie schön. Ansonsten eine echt großartige Leistung.

alex

Die f1,8 Festbrennweiten der anderen Hersteller liegen auch alle um 300 Gramm oder darunter!

Viva

..darum geht es hier aber nicht, aber welches 100er Macro hat das sonst?

J.Friedrich

1:1 mit 100mm bei f2.8, gesealed mit Innenfokussierung, bei 82mm Länge und minimale 298g – kenne ich persönlich nix vergleichbar oder besser!

Also, das Teilchen ist eine schöne optische Ansage.

Negative Pauschalurteile bzgl. DIESES ODER JENES war schon „immer“ besser, wie wieder reflexartig aus berufenen Kreisen rapportiert wird, ist nur anachronistisches Wunschdenken!

Erst mal gilt: tolle Sache, Pana, ehrlich!

Peter

Friedrich, Du bringst es exakt auf den Punkt.

Die Linse finde ich extrem interessant, überhaupt, was Pana in letzter Zeit an Festbrennweiten rauskickte, ist interessant.

J.Friedrich

Ja, sehe ich auch so lieber Peter, die machen sich doch tatsächlich „einen Kopf“ in Richtung User-Bedürfnisse und Nutzen, als auch Produktions- und Engineeringsynergien. Durchaus 😉 „mee(h)r als interessant! Viel Spass beim Tauchen und vielem mee(h)r.

Johannes Pottfay

Die anderen 100mm Macro-Objektive mit Fokussiermotor haben ebenfalls alle Offenblende 2.8 und über 500g.

J.Friedrich

150mm Baulänge und 700g hat z.B. das RF 100 IS 2.8 mit 1,4:1 – das ist schon eine sehr schöne Leistung von Panasonic – wenn die BQ wirklich gut ist: dann Chapeau! Auch derPreis geht dann in Ordnung.

Alfred Proksch

Ich sage immer – ein System ist so gut wie es die lieferbaren Objektive sind. Heute stimmt das leider nicht mehr so ganz denn die Kamera interne elektronische Fehlerkorrektur mischt da kräftig mit. Es ist eher selten das Objektive ohne Kamera „ausgemessen“ werden – was viel ehrlichere Ergebnisse zeigen würde.

Egal – wie heißt es so schön: Wichtig ist was hinten raus kommt!

Rüdiger

Für Objektivfehler, die sich einfach und verlustarm rausrechnen lassen, finde ich das auch durchaus in Ordnung.

Mit CAs und Verzeichnungen, die einfach sind und leicht rausgerechnet werden können, kann man heute besser leben, als wenn die Fehler zum Teil optisch korrigiert werden. Die optische Korrektur macht das Objektiv in der Regel schwerer und teurer und die verbliebenen Fehler sind dann so komplex, dass sie in der Kamera nicht mehr rausgerechnet werden können.

J.Friedrich

Hallo Rüdiger, habe ja sowohl sauteure RF Ls als auch günstige RF-STMs (vereinfacht ausgedrückt) – „die verbliebenen Fehler sind dann so komplex, dass sie in der Kamera nicht mehr rausgerechnet werden können.“ – MUSS gem. meiner optischen Kenntnisse heißen: … nicht mehr rausgerechnet werden MÜSSEN, weil sie nicht (im gleichen Umfang) da sind. Überspitzt interpretiert: Nimm eine „Scherbe als Optik“, da kann man die Fehler gem. Paretoprinzip mit wenig Aufwand super rausrechnen – halt nur bis zu den 80% bei denen die Hochleistungsoptik überhaupt erst ansetzt. Ich wähle oft Variante 2 😉

Alfred Proksch

J.Friedrich genau so ist es. Im Prinzip müssen Fremdhersteller sogar besser korrigieren weil sie für mehrere System anbieten. Offene Systeme und deren interne Korrektur „erkennen“ sich und agieren zusammen. Deswegen kann es vorkommen das ein und die selbe Objektiv-Konstruktion an diversen Kameras leicht unterschiedliche Ergebnisse liefert.

Aus Erfahrung mit besten korrigierten Fachkamera Objektiven und digitalen Rückteilen weis ich das neuere für digital optimierte Optiken tatsächlich perfektere Dateien abliefern.

Für die „breite“ Masse spielt das eher keine Rolle weil nicht wirklich kritisch begutachtet wird und weil auch keine „Referenz“ Bild Dateien zum Vergleich vorhanden sind. Exakte Messergebnisse-Datenblätter ohne Sensor sucht man bei Konsumer Objektiven vergeblich.

J.Friedrich

👍 – Alfred, besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Beide Varianten haben (natürlich) ihre Berechtigung, aber nur die beste Grundkonstruktion ist als Ausgangspunkt eben „voll überzeugend“!

Bergher

Sehr interessantes Teil. Kompakt und vielsetig genug zum Immer-Dabeihaben. Und ein äußerst interessantes Autofokuskonzept.

___visual_notes___

Vielleicht bringen sie mal einen Konkurrenten zur Sony A7C/CII. Dazu passen solche Objektive.

zaphood

hmm… da ich ursprünglich aus dem mft-lager komme, stehe ich auf kompakt und müsste fast „schade, dass ich schon das sigma 105mm/makro habe“ sagen, aber sag ich natürlich nicht, da ich mit der performance hochzufrieden bin :=)

Mathias

Als Antwort für den ein oder anderen Hinweis, wo gibt es denn sowas noch?

An der Stelle tatsächlich bei Pentax:
100mm 2,8 Macro. 89,5 lang, 65 Durchmesser, Wetterfest und tolle Abbildungsleistung…. nur eben nicht spiegellos.
Hab aber gerade nicht den Überblick, ob das früher bei DLSR auch bei anderen üblich war oder nicht.

J.Friedrich

Absolut richtig Matthias – „gülded aber nüch richdisch“, weil die rd. 20mm vom „Klapperkasten“ (im Normalfall) in die DSLM-Optik rein gerechnet werden müssen. Insofern ist 82mm des Pana schon wirklich beeindruckend, für ein innenfokussiertes 1:1 Makro.

Peter

Würde ich nochmal neu in ein System einsteigen, wäre das Pana Makro und die Pana Brot und Butter 1.8er Festbrennweiten Linie genau meine Kragenweite. Vernunftlinsen zum fairen Preis.👍

Alfred Proksch

Peter – super richtig erkannt. Genau deswegen würde ich (müsste ich neu Vollformat kaufen) bei den L-Allianz Produkten landen. Faire Preise für erstklassige Leistung – genau das braucht der Fotograf – weil von einem Firmen-Logo alleine kannst du nicht abbeißen.

J.Friedrich

Gebe euch beiden mal recht – für mich gilt dies aber erst seit der S5/S5ii als Gehäusekonzept (Grösse/Gewicht). Gerade die FBs 20, 24 … Bis 100mm in einer Linie und durchgängig mit 1,8 bei gutem P/L/BQ – toll!

Thorsten

Stimme euch dreien uneingeschränkt zu.
Nur mit dem Unterschied das ich mit dem L- Mount System arbeite und die restlichen 1.8er Festbrennweiten besitze. Alles Sahne- Objektive zu wirklich fairen Preisen, dabei ohne Abstriche bei der Qualität. Sie zeichen sich besonders durch ihr aussergeöhnlich gutes Gegenlichtverhalten und schönes Bokeh aus und erzeugen wunderschöne Blendensterne.

J.Friedrich

👍 – Gut zu hören, dass auch faktisch-praktisch in der getesteten Anwendung korrekt von uns „unterstellt“! Viel Spaß weiterhin damit!

Cat

Trotzdem irgendwie mutlos, ein 2.0/90 mm Macro 1:2 oder gar 1:1 fehlt weiterhin schmerzlich.
Denn nur das würde eine neue Macro-Welt eröffnen und sich für viel Porträts und Event-Fotografie prädestinieren.

Rolf Carl

Cat, 1:2 fände ich auch mutlos, ein f2 bräuchte ich nicht, da man sowieso fast immer abblenden muss. Wenn schon ein 1.4:1 wie bei Canon, das wäre mutig.

Portrait-Fotografen brauchen kein Makro, f1.4/85 gibt es wie Sand am Meer.

Cat

Hallo Rolf,
Da habe ich ganz andere Erfahrungen. Denke Macro nicht ausschließlich classic – es geht auch Ofenblende u ohne Stativ 😇

Cat

Wer schon mit Olympus 2/90 oder 2/50 FT fotografieren durfte oder die Bilder u Möglichkeiten kennt, weiß wie der Horizont sich damit weitet, auch für Nahporträts.

Rolf Carl

Gut, Portraits fotografiere ich eigentlich fast nie, und wenn nehme ich auch meistens das 105er Makro oder bei DX das 50er. Ich dachte halt immer, dass Profis f1.4 wollen zwecks schönerem Bokeh. Es lässt sich natürlich auch ein Objektiv damit sparen, wenn man z.B. ein 90er als Makro benutzt und damit auch Portraits macht.

Aber du hast sicher auch noch ein 1.4/85, nehme ich an.

Thorsten

Ganz und gar nicht mutlos, sondern eine echte Innovation in meinen Augen, die das System deutlich aufwertet, wie die 1.8er Festbrennweiten.
Ich besitze das alte, aber hervorragende Olympus OM 2.0/90, eine Sahne- Objektiv, aber die 2.0 nutze ich selten.
2.0 würde Preis, Gewicht und Größe enorm steigern, obwohl selten genutzt. Fraglich ob man dann nennswert Stückzahlen an den Mann/die Frau bringen könnte.

Cat

Wenn du das sehr seltene Objektiv noch hast. was neben 2.8/100 mm Macro Elmar als das beste Spiegelreflex-Makro bis heute gilt – dann solltest du auch mal die f:2.0 nutzen (vor allem an einer OM-1) und nicht immer nur in Schärfendimensionen denken.
Die Welt lebt von Vielfalt. Davon das alle (außer Canon) ein langweiliges, scharfes 2.8/90, 100, 105 mm haben wird es wahrlich nicht spannender. Und kleiner und leichter ist im konventionellen – manuellen Macrobereich eher sehr hinderlich (schmale Ringe, keine Stativschelle, billiges Gefühl)!

Thorsten

Ein sehr interessantes Objektiv, eine echte Innovation.Ein 2.8/100 Macro in der Größe und Gewicht, in Top- Qualität, hätte ich vor kurzem noch für unmöglich gehalten.
Ich besitze die anderen 1.8er Pana Festbrennweiten, bis auf das 18er, alles sehr gute Objektive, vor allem mit überragend gutem Gegenlichtverhalten und schönen Blendensternen.
Wenn ich nicht schon das SIgma 2.8/105 dg dn Macro für L- Mount besitzen würde, würde ich wohl dieses wählen.
Bin mit dem Sigma sehr zufrieden, Top- Bildqualität und wunderschön weiches Bokeh. Es ist aber leider recht groß und schwer für ein 105er Macro.

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