Neuheiten • Kameras

Polaroid Mod: Neue Sofortbildkamera setzt auf Experimente statt Menüs

Mit der Mod richtet sich Polaroid an alle, die mit Sofortbildern spielen wollen.

Polaroid hat mit der Mod eine neue analoge Sofortbildkamera vorgestellt, die Doppelbelichtungen, Lichtmalerei und weitere Effekte direkt auf ein Modusrad legt. Für solche Aufnahmen braucht ihr damit weder manuelle Einstellungen noch eine App.

Vier Effektmodi neben der Automatik

Das Drehrad rund um das Objektiv bietet neben dem Automatikmodus vier weitere Stellungen. Double Exposure belichtet zwei Aufnahmen auf ein Bild. Für Split Shot liegt eine Abdeckung bei, die eine Hälfte des Objektivs verdeckt. Nach der ersten Aufnahme dreht ihr sie auf die andere Seite und kombiniert so zwei Motive in einem Bild.

Light Painting belichtet sechs Sekunden lang und zeichnet bewegte Lichtquellen als Spuren auf, ein Stativ ist dafür Pflicht. Motion Freeze belichtet drei Sekunden und zündet am Ende den Blitz. Lichter im Hintergrund verwischen dadurch, während das angeblitzte Motiv scharf bleibt. “Die vier Aufnahmemodi sitzen direkt auf dem Drehrad statt hinter Menüs oder Einstellungen”, erklärt Polaroids Produktchefin Stine Bauer Dahlberg.

Zwei Objektive und Akku mit USB-C

Die Mod wählt je nach Motivabstand zwischen zwei Objektiven. Das Nahobjektiv mit rund 95 mm deckt 0,4 bis 1,3 Meter ab, das zweite mit rund 102 mm alles ab einem Meter. Die Blende reicht von f/11 bis f/64.

Manuelle Modi gibt es nicht, über ein Helligkeitsrad macht ihr Aufnahmen heller oder dunkler. Eine LED-Anzeige auf der Rückseite zählt die verbleibenden Aufnahmen. Die Kamera verarbeitet i-Type- und 600-Filme in Farbe und Schwarzweiß. Der Akku lädt per USB-C und reicht laut Polaroid für 15 Filmpacks.

Das Gehäuse misst 162 x 110 x 98 mm und wiegt ohne Film 520 Gramm. Im insgesamt positiven Praxistest von Digital Camera World erschwerte die Parallaxe des Suchers das genaue Ausrichten von Doppelbelichtungen.

Für 170 Euro jetzt verfügbar

In Deutschland kostet die Mod 169,99 Euro, zunächst verfügbar im im eigenen Onlineshop. Daneben gibt es Sets, etwa das Frame Set für 199,99 Euro und das Throwback Set für 219,99 Euro.

Preislich liegt die Kamera zwischen der Now+ Generation 3 und der Polaroid Flip. Ein Achterpack i-Type-Film kostet bei Polaroid 17,99 Euro, jedes Bild also rund 2,25 Euro.

Fujifilm setzt bei der Instax Mini 99 ebenfalls auf ein Drehrad. Dort wählt ihr sechs Farbeffekte, die LEDs im Inneren während der Belichtung auf den Film bringen. Doppel- und Langzeitbelichtungen beherrscht die Mini 99 über ihre Aufnahmemodi. Die Kodak Smile+ arbeitet digital und druckt auf Zink-Papier. Vor ihrem Objektiv sitzt ein drehbarer Aufsatz mit drei Farbfiltern. Die Mod verändert dagegen keine Farben, sondern arbeitet mit Belichtungszeit, Blitz und geteiltem Bildfeld.

guest
0 Kommentare
älteste
neueste

Photografix Newsletter

In unserem kuratierten Newsletter informieren wir dich regelmäßig über die wichtigsten News und Gerüchte aus der Welt der Fotografie.

Wir senden keinen Spam und teilen niemals deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.