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Ricoh GR III: Neue Kompaktkamera auf der photokina 2018 angekündigt

Endlich: Ricoh hat auf der photokina 2018 die neue Kompaktkamera GR III angekündigt, die ein größeres Update zur GR II und GR darstellt.

Photokina 2018: Ricoh GR III angekündigt

Mehr als drei Jahre hat die Ricoh GR II bereits auf dem Buckel und schon zum Zeitpunkt ihrer Präsentation im Jahr 2015 konnte man im Vergleich zur alten Ricoh GR nur einige kleinere Veränderungen feststellen. Fazit: Es wird höchste Zeit für die Ricoh GR III, die heute auf der photokina 2018 in Köln auch offiziell angekündigt wurde.

Die positive Nachricht gleich vorweg: Es gibt bei der GR III Gott sei Dank auch einige größere Neuerungen, auch wenn man nicht davon sprechen kann, dass die Kamera in absolut jeder Hinsicht auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Auch hat sich beispielsweise am Design nicht viel getan, was ja aber nicht zwingend negativ sein muss.

Neuer APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln

Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf den APS-C-Sensor. Dieser löst nun mit 24 und nicht mehr mit 16 Megapixeln auf, zudem verzichtet Ricoh auf einen Tiefpassfilter. Interessant ist außerdem, dass der Sensor auf drei Achsen beweglich gelagert ist – es gibt also einen internen Bildstabilisator. Und wenn doch mal ein Tiefpassfilter benötigt wird, dann kann der Sensor zur Reduzierung von Moiré in Mikroschwingungen versetzt werden.

An der Brennweite von 18,3mm bei f/2.8 (auf Kleinbild umgerechnet sind es 28mm) hat sich auf dem Papier zwar nichts getan, trotzdem hat der Hersteller das Objektiv komplett überarbeitet und es kommt nun mit einer anderen Linsenkonstruktion daher. Auch beim Autofokus hat Ricoh nachgebessert, denn dieser arbeitet nun nicht mehr nur kontrastbasiert, vielmehr haben wir es mit einem Hybrid-Autofokus zu tun.

Der Zentralverschluss ermöglicht maximal 1/4.000 Sekunde kurze Belichtungszeiten, bei Offenblende ist es maximal 1/2.500 Sekunde. Auch eine Bulb-Funktion ist mit von der Partie, genauso wie es einen integrierten Blitz und einen zusätzlichen Blitzschuh gibt.

Keine 4K-Videos, kein wetterfestes Gehäuse

Nicht auf dem aktuellen Stand der Technik ist die Ricoh GR III bei Videos, die 4K-Auflösung wird hier nämlich nicht unterstützt. Immerhin sind Full-HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde möglich. Des Weiteren ist es etwas schade, dass das Gehäuse der Kamera nicht wetterfest konstruiert wurde, lediglich eine sogenannte „Dust Removal II“ Staubschutzfunktion hat Ricoh integriert. Diese soll Verunreinigungen vom Sensor wieder abschütteln.

Weitere technische Daten der Ricoh GR III:

  • 3 Zoll großer Touchscreen
  • ND-Filter
  • USB-C
  • WiFi, kein Bluetooth

Auf den Markt kommen soll die Kompaktkamera Ricoh GR III Anfang 2019, dann will der Hersteller auch die noch fehlenden Informationen (Serienbildgeschwindigkeit, Preis usw.) nachliefern.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

9 Kommentare

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  • ok, von fuji war ich wegen des fehlenden filtergewindes etwas enttäuscht. vielleicht warte ich dann mal auf die gr iii und was da auf uns zukommen mag. 4k brauch ich sowieso nicht.

    • Das Fujikonzept ist schon gut, aber die Signalverarbeitung ist für mich leider nicht ansprechend (Farben, …). 4K bei der GR braucht wirklich keiner, da das System zu heiß wird, weil die Gehäusegröße nicht ausreicht. Und darum geht es ja bei der GR, ein kleines Gehäuse. Full-HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde ist eine gute Entscheidung der Entwickler. Hoffentlich mit einer guten Datenverarbeitung. Also ein gutes Verhältnis der Datenmenge zur Qualität. Ich hatte mit meiner PENTAX K5II einen Film gedreht und eine wahnsinns Datenmenge erhalten. Weiß bis heute nicht was da los war. Drei Minuten Film in Full-HD mit einer Datenmenge im Gigabytebereich, das geht natürlich nicht. Meine Sony RX100 benötigt für die gleiche Aufnahme wenige hundert Megabyte. Also Ricoh: Full-HD ist super, aber bitte sehr gut durchdacht! Und macht sie doch noch wetterfest! Danke!

      • hallo gabi, ich verstehe dein argument mit der signalverarbeitung/farben nicht so recht. kannst du mir das bitte mal erläutern?

      • Hallo Daniel, ich kann mit den Farben, die eine Fujikamera ausgibt nicht umgehen. Sie entsprechen nicht meinem Farbempfinden. Ich arbeite mit PENTAX und damit bin ich sehr zufrieden. Es soll aber nun nicht bedeuten, dass die Fujikameras in irgend einer Weise schlecht sind. Sie entsprechen mir einfach nicht. Im Grunde sind heutzutage alle Kameras irgendwie gut. Das ist eine tolle Zeit für Fotografen.

      • hallo gabi, daß die kamera schlecht seien habe ich auch nicht herausgelesen. ich hatte aber gehofft du könntest definieren was dich an den farben stört. frauen haben wesentlich mehr farbrezeptoren als männer und sehen aus dem grund auch mehr. wäre es aber eher, daß dir velvia nicht gefallen hat, dann ist es ein reines empfinden/geschmack. oder ist es sogar was ganz anderes…

  • Falls jemand von Ricoh das liest: Wetterfest und Klappdisplay mit Auslösefunktion wären super! Klappdisplay deshalb, da man besser aus der Hüfte heraus Fotos machen kann. Ansonsten alles wie gehabt.