Samsung verdoppelt das Tempo seiner tragbaren SSDs. Ein Modell zielt auf Profis, das andere auf den Alltag.
Samsung hat mit der P9 und der P7 zwei portable SSDs vorgestellt, die in dieser Baureihe erstmals USB4 nutzen. Der Hersteller gibt bis zu 4.000 MB/s beim Lesen und 3.800 MB/s beim Schreiben an. Das ist rund doppelt so viel wie bei der T9, die über USB 3.2 Gen 2×2 auf etwa 2.000 MB/s kommt. Wenn ihr große RAW-Serien sichert oder Video direkt auf ein externes Laufwerk schreibt, ist das der eigentliche Unterschied zur bisherigen T-Serie.
Beide Modelle messen 90x65x8,3 mm, wiegen 96 beziehungsweise 98 Gramm, verschlüsseln per AES mit 256 Bit und kommen mit fünf Jahren eingeschränkter Garantie. Die vollen Übertragungsraten erreicht ihr nur an einem USB4- oder Thunderbolt-Anschluss.
P9 zielt auf die Direktaufnahme in 12K
Die P9 arbeitet über USB4 Gen 3×2 mit 40 Gbit/s und ist nach Samsungs Angaben die erste portable SSD, die 8 TB mit diesen 4.000 MB/s verbindet. Für diese Variante gab es Anfang des Jahres einen CES Innovation Award.

Samsung nennt die Schreibleistung ausdrücklich für 12K-Direktaufnahmen, also für Kameras, die ihr Material über USB-C auf ein externes Laufwerk schreiben. Eine Liste freigegebener Kameras liefert die Ankündigung nicht. Prüft vor dem Einsatz an der Kamera die Freigabelisten des Kameraherstellers und testet euer Aufnahmeformat.
SanDisk hat Ende Februar eine neue Generation portabler SSDs angekündigt, deren Spitzenmodell Extreme Pro dieselben 4.000 und 3.800 MB/s nennt und ebenfalls bis 8 TB reicht. SanDisk hat die Schnittstelle bisher nicht offiziell als USB4 bestätigt und noch keine Preise genannt, der Marktstart soll in der mittlerweile fortgeschrittenen zweiten Jahreshälfte erfolgen.
P7 setzt auf dieselbe Schnittstelle in robusterem Gehäuse
Die P7 nutzt ebenfalls USB4 und ist für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones, Spielekonsolen und Kameras gedacht. Samsung hat sie nach eigenen Angaben Falltests aus zwei Metern sowie Stoß- und Vibrationstests unterzogen und nennt für den ausgeschalteten Zustand eine Stoßfestigkeit von 1.500 G.

Das Datenblatt führt für beide Modelle dieselben Spitzenwerte auf. Samsung nennt die Geschwindigkeiten und die Dauerschreibleistung im Fließtext allerdings nur für die P9. Die P7 führt die abgerundete Form der T7 fort, die P9 fällt kantiger aus.
Pressebild stammt offenbar aus einem Bildgenerator
Samsungs Pressebild aus dem Newsroom hält der genauen Betrachtung nicht stand. Die “handschriftliche” Shot List rechts im Bild besteht in großen Teilen aus Buchstabenfolgen ohne Bedeutung, die erste Spaltenüberschrift liest sich als “SHERAKS”, und Zeilen wie “Lizard sunning on rack” oder “Coctus flower timelapse” ergeben keinen Sinn. Das sind typische Artefakte von Bildgeneratoren. Die Pressemitteilung kennzeichnet das Bild nicht als KI-generiert.

“Durch AI-gestützte Content-Produktion und ultrahochauflösende Videos gehören große Datenmengen für viele Menschen längst zum Alltag”, wird ein Samsung-Manager ironischerweise in der Pressemitteilung zitiert.
Ricoh hat erst vor wenigen Tagen mehrere generierte Bilder von der offiziellen GR-Website genommen, nachdem unter anderem PetaPixel darauf hingewiesen hatte. Darunter war die Abbildung einer GR mit elektronischem Sucher, also eines Modells, das es nicht gibt. Sie steckte im Blogbeitrag zu den geplanten Sondermodellen zum 30. Geburtstag der GR-Serie.
Preise und Verfügbarkeit
Die Varianten mit 1 TB und 2 TB sind ab sofort erhältlich, 4 TB und 8 TB folgen im weiteren Jahresverlauf. Die P9 kostet 340,99 Euro mit 1 TB und 646,99 Euro mit 2 TB, die P7 287,99 und 548,99 Euro. Diese Preise treffen auf einen angespannten Speichermarkt, in dem auch die ältere T9 deutlich über ihrem Tiefstpreis liegt.


Leider unterstützt meine „Externe“ nur Thunderbolt 5 😢
Wo ist das Problem?
na nirgends 😉
dachte ich mir!
Liebe Conny bitte um Aufklärung für mich unbedarften Monitor Betrachter!
Was die KI zu vermelden hat:
Ja, es gibt 16K-Bildschirme, aber sie sind nicht für normale Käufer im Geschäft erhältlich. Diese Anlagen sind extrem teuer, oft meterlang und werden nur für kommerzielle Projekte, Museen oder ultra-exklusive Installationen für Firmen und Millionäre maßgeschneidert.
Es gibt so gut wie keine Filme, Serien oder Spiele in nativer 16K-Auflösung. Selbst 8K setzt sich im Alltag nur sehr langsam durch, und 4K ist nach wie vor der Standard.
Das menschliche Auge kann den Schärfeunterschied zu 8K oder sogar 4K auf einem normalen Fernseher aus üblichem Sitzabstand kaum noch wahrnehmen.
Samsung stellt die erste portable 8-TB-SSD mit USB4 vor – Liebe Conny, was soll ich damit anfangen? USB4? 12K-Direktaufnahmen? Kann ich das irgendwie visuell unterscheiden oder soll 12K als „Ausgangsmaterial“ zur weiteren Bearbeitung dienen?
Hallo Alfred,
Deine Frage ist berechtigt.
12K Aufnahmen gibt es tatsächlich im Kinofilmbereich. Hierfür gibt es auch Filmkameras, welche bin ich überfragt, aber sicher irgendwas von Blackmagic und Co.
Das ist aber reines Ausgangsmaterial was heute natürlich nie im Consumerformat (fertig geschnittener Film) landet.
Ob man diese SSDs in diesem professionellen Bereich einsetzt mag ich zu bezweifeln.
Für uns Hobbyisten bringt eigentlich nur die USB4 Schnittstelle in Verbindung mit der schnellen internen NVMe was, weil die Transferraten natürlich extrem gut sind.
Richtig vorteilhaft ist sowas natürlich beim Videoschnitt, da man mit entsprechender HW den Schnitt ohne Geschwindigkeitsnachteil auslagern kann.
Danke – also nichts was ich unbedingt haben muss.
Zum Beispiel:
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/blackmagicpyxis
oder
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/blackmagicursaminipro