Sigma Neuheiten Objektive

Neu vorgestellt: Sigma 35mm f/1.4 für Sony E und Leica L

Aus dem Hause Sigma kommt ein neues Objektiv für Sony E und Leica L, das Sigma 35mm f/1.4 DG DN Art. Der Preis: 850 Euro.

Neues Sigma 35mm f/1.4 präsentiert

Über zu wenig Auswahl bei den 35mm Festbrennweiten konnte man sich als Besitzer einer Sony Kamera zuletzt eigentlich nicht beschweren. Braucht es da mit dem neuen Sigma 35mm f/1.4 DG DN Art denn wirklich noch ein weiteres Modell? Vielleicht nicht unbedingt, trotzdem könnte sich die neue Festbrennweite im Bereich der 35mm Objektive an die Spitze setzen – das Gesamtpaket sieht nämlich ziemlich überzeugend aus.

Bildqualität deutlich verbessert

Eines ist auf jeden Fall klar: Das alte Sigma 35mm f/1.4 DG HSM Art dürfte ab sofort ausgedient haben. Das neue 35mm f/1.4 soll laut Sigma nämlich mit einer komplett neuen Konstruktion und einer deutlich besseren Bildqualität überzeugen, Preis und Gewicht sind gleichzeitig aber nahezu identisch geblieben.

Bei der Konstruktion vertraut Sigma auf 15 Linsen, die in 11 Gruppen angeordnet sind; mit dabei sind zwei asphärische Linsen, zwei Linsen mit geringer Dispersion, eine Linse mit extrem geringer Dispersion und eine Linse mit Fluoritglas ähnlicher Dispersion. Also jede Menge Speziallinsen, die in der Summe dafür sorgen sollen, dass die Auflösung bis zum Bildrand hoch bleibt und es deutlich weniger Bildfehler gibt als früher.

Gehäuse und Gewicht

Der Schrittmotor des Objektivs soll leise und schnell seine Arbeit verrichten, außerdem besitzt die Festbrennweite einen Fokusring, einen Blendenring inklusive Lock-Schalter und De-Click-Funktion, einen AF-MF-Schalter und eine frei programmierbare AF-L-Taste. Das Gehäuse ist zudem gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Abgerundet werden die wichtigsten technischen Daten durch eine Naheinstellgrenze von 30cm, ein Filtergewinde von 67mm und ein Gewicht von 640 Gramm.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis des neuen Sigma 35mm f/1.4, welches ab Mitte Mai für Sony E-Mount und Leica L-Mount erhältlich sein wird, beträgt 850 Euro. Damit ist das Objektiv genau halb so teuer wie das vergleichbare Sony 35mm f/1.4 GM, welches aktuell für 1.700 Euro über die Ladentheken geht.

Sigma 35mm f/1.4 vorbestellen bei: Foto Koch

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Steve

35mm ist wirlich nicht meins. Hoffe die kommen mit einem 50mm F1.2

100carat

Ich hatte mir heute Mittag die Vorstellung des Objektivs im Live-Stream angeschaut. Was ich dort präsentiert bekam, machte einen exzellenten ersten Eindruck. Gerade die Behebung der Bildfehler und die MTF-Werte auf Referenzniveau machen dieses Objektiv zu einer hervorragenden Wahl. Postuliert man, dass die gezeigten Fotos nachträglich nicht bearbeitet wurden, bestätigen die fotografischen Ergebnsse die Meßwerte. Wenn sich diese Eindrücke bestätigen, kann ich Sigma nur gratulieren – und jedem, der eine Sony- oder eine Kamera mit L-Bajonett besitzt und ein 35 mm-Objektiv sucht, empfehlen, sich diese Linse genauer anzuschauen. Zu dem aufgerufenen Preis wäre dieses Objektiv auch für das RF- und Z-Bajonett eine höchst willkommene Bereicherung … sollte Sigma sich dazu entschließen, baldmöglichst auch diese beiden Anschlüsse zu bedienen.

100carat

Ich habe mir gerade erste unabhängige Videos zu dem Objektiv angeschaut, die mich meine vorstehende Aussage insofern relativieren lassen, dass in diesen ersten Praxistests das Sigma bei größter Blendenöffnung überraschend klar gegen das neue Sony GM in Sachen Schärfe, Schärfe und chromatischer Aberration verliert. Zwar steigt die Abbildungsleistung bei Blende 2 deutlich, doch schafft man sich ein lichtstarkes Objektiv nicht an, um es immer abgeblendet zu nutzen. Warten wir deshalb weitere Eindrücke ab und eine Gelegenheit, das Objektiv selbst einmal gegen seinen Vorgänger zu testen.

Red and Gold

Hätte mich auch sehr gewundert. Das 35mm GM ist einfach unfassbar gut. Ich frage mich immer noch wie diese Qualität möglich ist, bei der geringen Größe.

Ingo

Fotos, die im Video gezeigt werden, machen häufig einen tollen Eindruck.
Zum Bewerten eines Objektivs sollten sie dann aber doch eher runtergeladen werden können.
Für den Preis ist das Sigma doch klasse, ich denke aber, Sony versteht natürlich schon sein Handwerk und kann mit einem größeren Budget auch deutlich mehr erreichen bei Offenblende.

Maratony

Hatte die erste Version, war richtig gut offen an der 6D. Jetzt soll es noch besser sein. Was will man dann mehr? Ob ein anderes objektiv schärfer ist, spielt ab einem bestimmten Punkt keine entscheidende Rolle mehr.

Ingo

Hatte mich jetzt auf 100carat bezogen. Er hatte sich ja wohl mal die Vergleichsaufnahmen mit dem Sony angeschaut.
Aber wie gesagt, Sigma bietet wirklich toll was fürs Geld. Auch das USB Dock ist eine wirklich Sinnvolle Idee, die ich gerne nutze.
Also, von mir gibt es sicher keine Kritik an Sigma. Eher ein großes Lob für Objektive wie das 2,0/20-35. Das würde mich interessieren. Obwohl das 150-600 Sports optisch ok ist, kein Wunder bei der Brennweite, ist es mechanisch überragend. Andere Tele-Linsen sind einfach nur überzeugend, was die Abbildungsleistung betrifft. Spätestens seit der Einführung der Arts, Contemporary und der Sports Serie gibt es eigentlich nur noch einen Kritikpunkt bei Sigma. Und zwar einfach die Größe der Objektive. Wenn man das akzeptiert ist bei Sigma für jeden was im Programm und auch für jeden Anspruch.
Trotzdem gibt es natürlich immer noch etwas besseres am Markt wie hier wohl das Sony, ob man das nutzen kann liegt ja auch am Fotografen und am Einsatzzweck.

lichtbetrieb

Ich bin auch ein großer Sigma Fan, vor allem der Art Serie. Trotzdem ist meine Erfahrung auch mit den Objektiven durchwachsen. Gerade das 24-35 f2 blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte 2 verschiedene Exemplare und beide waren, je mehr man sich den 35mm nähert, schlecht. Ich habe das Objektiv zu Reportage Zwecken genutzt und war enttäuscht, dass Personen zum Rand hin zunehmend verschwommener wurden. Das gleiche Problem habe ich auch mit dem 35mm f1.4 Art (EF) gehabt. Auch das 50er Art und das 20er Art hatte bei Offenblende so seine Probleme mit Randschärfe. Besonders glücklich bin ich mit dem 40er, 105er und 14-24 alles Art, für mich Objektive ohne Schwächen.

Ingo

Oh, gerade das 24-35 fand ich immer sehr spannend. Ist das schon mit dem USB-Dock kompatibel?
Ich kann mir aber auch vorstellen, daß selbst bei zwei Objektiven beide nicht der Norm entsprechen können. Einschicken ist natürlich immer problematisch, klar, weil man dann auch auf das Gehäuse viel zu lange warten muß.

lichtbetrieb

Mehr Randschärfe bei Offenblende. 🙂 Da hatte ich bei meinem Sigma 35er Art diverse Schwächen.

Maratony

Ich war ja schon immer hauptsächlich in der Portraitfotografie und Landschaftsfotografie unterwegs. Offenblende ist mein Ding, aber ich habe den Randbereich nie als wichtig empfunden. In der PPortraitfotografie nicht, weil eher alles im Zentrum ist und in der Landschaftsfotografie eher, weil da Offenblende eher verdammt selten vorkam.
Ich verstehe das Argument, aber das trifft mich nicht, weil ich da nicht soviel Mehrwert erwarten würde.

lichtbetrieb

Kein Problem, hatte auch jahrelang mit dem Sigma gearbeitet. Irgendwann hat mich das dann aber doch gestört. Deswegen nutze ich zumindest für den professionellen Einsatz von Sigma das 40mm, anstatt das 35. Das 40er ist absolut tadellos. Höchstens Größe/Gewicht kann man bemängeln.

René

Du weißt doch so gut wie ich und sehr viele andere hier, das die Qualität einer Optik weit über Schärfe hinaus geht – zum Beispiel bis in die Ecken 😉

Maratony

In meiner Erinnerung war die Linse spätestens ab 2.8 überall scharf.
Mit f1.4 hat man selbst bei 35mm eine sehr kurzen Schärfebereich. Welche Motive bieten sich denn da an eigentlich? Man müsste quasi fast “plan” arbeiten zum Motiv?
Mein Erinnerungen sind allerdings auch paar Jahre entfernt und eine 6D ist heute kein Vergleich mehr wert. Dennoch frage ich mich manchmal was die Leute suchen.
Krasse Kameras und krasse Linsen und das für wenig Geld.
Das Sony würde ich nicht als interessant empfinden, da ich weder den praktischen, noch den finanziellen Mehrwert sehen würde. Getestet habe ich es allerdings auch noch nicht.

Nobody

Die meisten Leute suchen ausreden, dass sie dieses und jenes nicht machen können, weil sie nicht das neuste haben. Nennt sich kaufsucht. Die ganzen Techniker haben auch immernoch nicht verstanden das es bei einem außergewöhnlich gutem Bild nicht drauf ankommt ob es bis in die Ecken scharf ist oder wieviele linienpaare bei offenblende aufgelöst werden.

Red and Gold

Bestimmt eine mega Kombination mit der SL2-S

Ingo

Sigma biete wirklich wichtige Objektive zu Preisen, die noch etwas erschwinglicher sind. Sie sollten allerdings auch möglichst viele Bajonette unterstützen.

Robbi

wobei dann das Unterstützen möglichst vieler Bajonette dazu führen könnte, dass die dann die Preise nicht mehr halten könnten. Denn jedes Bajonett bedeutet dann auch wieder weitere Entwicklungskosten

Fleischwolf

Normalerweise senken Stückzahlen den Herstellungspreis. Die Grundkonstruktion bleibt ja die selbe, es wird nur der Anschluss ausgetauscht. Bei CaNikon hat Sigma das sogar als Service angeboten.

Ingo

Das glaube ich so nicht. Sigma wird ein Objektiv sicher nicht umkonstruieren sondern nur das Bajonett und die Software anpassen. Gerechnet wird das Objektiv dann auf den größten geplanten Bajonettdurchmesser und an die anderen Bajonette dann angepasst.
Das hat Sigma bisher ja auch immer so gemacht bei den DSLR. Oder gibt es einen Grund, warum das hier nicht funktionieren sollte?

Robbi

bei den DSLR war es aber auch einfacher, also “nur” die Software anpassen, dann könnte am Ende doch jeder Anschluss eine Art Neuentwicklung sein

Fleischwolf

Wo siehst Du denn die technischen Unterschiede zwischen DSLM und DSLR, die eine Anpassung verhindern könnten?

Robbi

die Systeme werden doch immer komplexer, was eben bei Anpassungen dann eine große Rolle spielt. Die Hersteller haben ja nicht umsonst die Anzahl der Kontakte erhöht, die zwischen Kamera und Objektiv Kontakt regeln.

Ingo

Sicher war es einfacher mit den DSLR. Aber die Kontakte mussten auch da schon entsprechend angepasst werden, ebenso wie bei den heutigen Bajonetten der DSLM.
Software ist vermutlich ein großes Thema, da die wirklich komplexer geworden ist.

Martin S

Nicht ganz… Kleinster Durchmesser und kürzestes Auflagemaß. Wäre ja blöd, wenn man für Z-Mount gerechnet hat und dann das letzte Element zu groß den E-Mount ist… Außerdem könnte es durchaus sein, dass noch eine Endanpassung des optischen Designs nötig ist. Bei großen Öffnungen und großen Feldwinkeln ist nicht ganz egal, wie viel Planglas (Anti-Aliasing-Filter, Sensor-Schutzglas usw.) zwischen Objektiv und Sensor noch kommt. Das unterscheidet sich schon zwischen den Systemen. Und wenn noch das letzte herausgeholt werden soll könnte auch noch an die verschiedenen (oder vielleicht auch nicht verschiedenen) Mikrolinsenarrays angepasst werden. Am Ende will der Hersteller allerdings nur so wenig wie möglich verschiedene Komponenten verbauen und entscheidet sich für ein Design irgendwo in der Mitte.
Den Aufwand für die Software solle man auch nicht unterschätzen. Da wird ja heute einiges an Daten übertragen. Und wenn das Protokoll für den Objektivhersteller nicht zugänglich ist, muss das mühselig per reverse engineering herausfinden.

Fleischwolf

Wie hat man es denn dann bei Canon EF (54 mm DM – 44mm AM) und Nikon F (44mm DM – 46,5mm AM) gelöst? Der Durchmesser dürfte eher keine Rolle spielen, das Auflagemaß lässt sich durch den jeweiligen Anschluss anpassen. Denke ich mal, ohne Ahnung zu haben.
Das Planglas unterscheidet sich auch schon innerhalb der Systeme (die Z6 hat z.B. einen Anti Aliasing Filter, die Z7 wiederum nicht). Bei Fuji gibt es auch 2 verschiedene Sensortypen, da werden auch keine unterschiedlichen Objektive entwickelt (zumindest nicht durch Fremdhersteller)
Sehe eigentlich nur das Problem bei der Software.

Stefan-Do

Spekulation über das, was sein könnte ist eines. Aber was ist jetzt?

Sigma bietet das 30 f1.4 bereits heute für zwei verschiedene Bajonette an, ebenso viele andere Objektive. Die Sony- und Leica-Bajonette haben unterschiedliche Auflagemaße und Bajonettdurchmesser. Hat Sigma oder ein anderer jemals erklärt, dass sich die Rechnungen für Sony E- und Leica L-Mount unterscheiden? Nein!

Warum sollte Sigma neue Rechnungen durchführen, wenn ein drittes Bajonett dazukommt?

Martin S

Man kann natürlich immer nur darüber spekulieren was ein Hersteller genau macht (und warum). Aus meiner Erfahrung: nur das Nötigste. Am Ende will man das Produkt ja gewinnbringend herstellen und verkaufen. Andererseits macht sich der Hersteller natürlich vorher schon Gedanken für welche Bajonette das Objektiv funktionieren soll und da werden die Randparameter entsprechend festgelegt. Zum Glück endet auch nicht jedes Design am absoluten Limit (sprich kürzestes Auflagemaß und größter Durchmesser der letzten Linse). Je höher die Auflösung sein muss, um so kritischer werden dann aber auch die Kleinigkeiten. Da macht Glas oder nicht Glas vor dem Sensor (oder 2 Millimeter Glas statt einem) schon einen Unterschied. Problematisch wird es aber meist erst dann, wenn der Vertrieb auf die Idee kommt: “Wir könnten doch noch…” und etwas aus dem Hut zaubert, was keiner auf dem Schirm hatte. Aus produktionstechnischer Sicht ist es auf jeden Fall um so einfacher, je weiniger Unterschiede es zwischen den Varianten mit unterschiedlichen Objektivanschlüssen gibt – das spricht für eine “one size fits all”-Lösung für die Optik. Da kann man sich die vorjustierten Optikbaugruppen ins Lager legen und dann entsprechend der Nachfrage mit den passenden Elektronik-Baugruppen und Mechanik-Teilen komplettieren.

Stefan-Do

Da macht Glas oder nicht Glas vor dem Sensor (oder 2 Millimeter Glas statt einem) schon einen Unterschied.

Das Planglas unterscheidet sich auch schon innerhalb der Systeme (die Z6 hat z.B. einen Anti Aliasing Filter, die Z7 wiederum nicht). 

WENN es einen echten, sichtbaren Unterschied machen würde, müsste Nikon zwei getrennte Objektivreihen anbieten, eine für Z 6 und eine für Z 7. Machen sie das? Habe ich etwas übersehen? Soweit ich weiß, bietet Nikon jedes Objektiv nur einmal an, egal ob für Z 6 oder Z 7.

Das eine ist Theoriegeschwurbele, das andere sind sichtbare Beweise. Ich sage, wenn ich den Unterschied nicht im Foto sehen kann, ist er unwichtig. Zeig die Pics, sonst glaub’ ich nix.

Ich stimme denen hier zu, die sagen, dass die einzige Unterscheidung die Bajonettfassung und die dahinter stehende Elektronik sein werden. Das gilt für E-Mount und L-Mount und das wird für X-Mount, RF-Mount oder Z-Mount gelten, wenn die irgendwann mal kommen werden.

Martin S

Na gut, dann wollen wir mal… Zum Glück gibt es ja Leute die jede neu gekaufte Kamera auch gleich auseinander schrauben. z.B. hier Nikon Z6, Nikon Z7 und Sony A7R IV Ganz weit unten geht es dann jeweils um die Dicke der verbauten Glasfilter. Kurze Zusammenfassung: Nikon Z6 1,1 mm; Nikon Z7 1,1 mm; Sony A7R 1,75 mm. Wie man sieht, unterscheiden sich die Nikon-Kameras nicht voneinander. Die Entwickler bei Nikon wissen natürlich am besten*, dass man den Tiefpassfilter nicht weglassen kann, ohne ihn durch ein Element mit gleicher Dicke und ähnlichen Brechungsindex zu ersetzen. Was die Auswirkungen selbst anbetrifft, gibt es einen interessanten Blogpost von Roger Ciala von Lensrentals. Und noch einen zweiten (etwas weniger tiefschürfenden, dafür mit mehr Daten für verschiedene Kamera-Modelle). Einen Live-Test mit echten Bildern kann ich natürlich nicht anbieten, da ich weder über das Objektiv noch über eine entsprechend hoch auflösende Kamera verfüge. Und weil ich meine (privaten) Objektive generell nicht vermesse… Mich interessiert da auch eher die optische/technologische Seite. Kann gut sein, dass sich die Objektive in der Optik nicht unterscheiden – aber reicht das auch für 50 Megapixel? Oder für hundert? Und wie muss ein Objektiv konstruiert sein, das relativ unempfindlich auf die… Weiterlesen »

Stefan-Do

Die beiden Artikel, die du verlinkst hast sind sehr interessant. Bei Lens Rental werden einige Kameras ausgeführt und deren Glasstärke vor dem Objektiv genannt. Diese Werte habe ich dem Artikel entnommen: Canon: 1,0 bis 2,75 Nikon: 0,7 bis 2,2 Sony: 0,6 bis 2,4 Daraus schließe ich: Keiner der drei Hersteller hat sich irgendeinen Kopf gemacht, dass die unterschiedlichen Glasstärken Auswirkungen auf die Qualität der Bilder haben könnte. Keiner der drei Hersteller hat es für nötig gefunden, seine Objektive für die unterschiedlichen Glasstärken zu optimieren bzw. zu unterscheiden. Jedes Sony-Objektiv ist für alle Kameras empfohlen. Wenn bei Sony die Glasstärke von 0,6 bis 2,4 mm reichen kann und ein Objektiv für diese Bandbreite passt, passt es auch für Nikon oder Canon. Wenn Sigma Objektive auf 1,5 mm Glasstärke rechnet, decken sie die genannten Kameras von Canon, Fujifilm, Nikon und Sony mit der Bandbreite +/- 1 mm ab. Beide Artikel sind vom selben Autor, Roger Cicala. Er hat Bedenken, wer noch? Cicalas Aufhänger war die Adaption eines Vollformat-Objektivs auf MFT. MFT-Kameras haben 4 mm, das ist allerdings eine stärkere Abweichung zu Canon, Fujifilm, Nikon und Sony. Interessant ist, dass auch eine Black Magic Kamera für MFT dabei ist, die eine deutlich geringere… Weiterlesen »

Stefan-Do

Ergänzung: es gibt bereits Sigma-Objektive, die für Canon, Nikon, Leica/Panasonic, Sigma und Sony passen. Die Art-Serie wird/wurde mit sechs Adaptern angeboten. Ursprünglich kamen diese Objektive für Canon EF, Nikon F, Sigma FA und Sony/Minolta A-Mount auf den Markt. Später wurden sie um Sony E-Mount und L-Mount erweitert. Canon RF- und Nikon Z-Kameras sind mit einfachen Adaptern erreichbar.

Ich will nicht ausschließen, dass die Kamerahersteller mögliche Auswirkungen der Glasstärken (beim AF) in der Kamera-Firmware berücksichtigen. Aber unterschiedliche Objektivrechnungen? Nein. Weder von den Originalherstellern, trotz z.T. deutlichen Dicke-Abweichungen innerhalb der Marken, noch von den Drittanbietern.

rubkon

Die beiden Artikel sind von 2014. Was hat sich inzwischen getan?

Ingo

Das Problem der Microlinsen war ja schon bekannt, als Leica anfing, diese in die digitalen Ms einzubauen. Das war auch notwendig durch das geringe Auflagemaß. Das stimmt schon.
Inwiefern man das mit Adaptern kompensieren kann weiß ich nicht.
Wenn das nicht klappt müsste Sigma ein Objektiv konstruieren, daß mit geringstem Aufwand an das jeweilige System anpassbar ist. Also durch den Einsatz einer Linse, die für die entsprechenden Systeme dann angepasst werden muß.
Ansonsten hast du recht, ob das für Sigma dann rentabel ist, ist natürlich eine Frage.
Was das Protokoll angeht meine ich, daß Sony und auch Fuji mit offenem Protokoll arbeiten.
Panasonic weiß ich nicht, also wird das nur für Nikon und Canon entsprechend programmiert werden.

Martin S

In der Anfangszeit der DSLR gab es ja keine speziell für digitale Nutzung berechneten Objektive. Wahrscheinlich hat jeder Hersteller erst mal rumprobiert. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die angepeilte Auflösung der Systeme damals deutlich unter dem lag, was die Nutzer heute erwarten. Da war noch “Luft” und die Pixel deutlich über 10 µm groß. Zusätzlich sollte man bedenken, dass die veröffentlichten Dickenwerte aus verschiedenen Quellen kommen – da kann nicht sicher gestellt werden, dass alle das gleiche gemessen haben. Zum Beispiel gibt es wohl Unterschiede ob nur der Filterstapel gemessen wird oder ob das auf dem Bildsensor verklebte Schutzglas mit gemessen wird. Bei Sony (und mit Einschränkung auch bei Canon und Nikon) kommt noch dazu, dass es sich um unterschiedliche Objektivanschlüsse – oder doch unterschiedliche Sensorgrößen handelt. Bei Sony sind es genau genommen sogar drei: A-Mount und zwei Sensorgrößen E-Mount. Bei den APS-C-Sensoren (Canon/Nikon) konnte man sozusagen von Anfang an komplett für digital entwickeln, bei den Vollformat-Versionen musste (zumindest in der Anfangszeit) auch berücksichtigt werden dass die Objektive für Film hinreichend gut funktionieren. Ich denke spätestens mit dem Übergang zu spiegellosen Systemen ist auch die Glasdicke Teil der Spezifikation der Anschlüsse geworden. Warum Blackmagic bei MFT eine ander Dicke verwendet… Weiterlesen »