Kodak zeigt die neue Snapic A1 mit Glaslinse und LCD-Display, eine kompakte 35mm-Filmkamera für Einsteiger und Analogfans.
Unter der Marke Kodak erscheint bald eine neue 35mm-Filmkamera. Hinter dem Produkt steht allerdings nicht Kodak selbst, sondern der Lizenznehmer Reto, der auch für die Kodak Charmera und Ektar H35 verantwortlich ist. Die Snapic A1 richtet sich an Einsteiger in die Analogfotografie und soll eine kompakte, alltagstaugliche Alternative zu teuren Vintage-Kompaktkameras bieten (und wahrscheinlich auch modernen Ablegern wie der Rollei 35AF).






Das zentrale Ausstattungsmerkmal ist die 25mm-Glaslinse mit drei optischen Elementen. In einem Teaser-Video zeigt der Hersteller Landschaftsaufnahmen und verspricht: “You can see the peak clearly!” Die Festbrennweite entspricht einem leichten Weitwinkel und eignet sich für Street- und Alltagsfotografie.
Die Kamera arbeitet mit Zonenfokussierung, das heißt, ihr wählt über einen Schalter zwischen zwei Einstellungen: allgemeine Entfernung und Porträt. Ein Autofokus fehlt, was bei der Weitwinkelbrennweite aber unproblematisch sein dürfte, da die Schärfentiefe ohnehin groß ist. Zusätzlich bietet die Snapic A1 einen Doppelbelichtungsmodus und einen integrierten automatischen Blitz.
Ein ungewöhnliches Detail für eine Analogkamera ist das LCD auf der Oberseite. Es zeigt Blitzmodi und den Bildzähler an – eine klare Verbesserung gegenüber blinkenden Status-LEDs, wie sie etwa die Pentax 17 verwendet.
Glaslinse als Verkaufsargument?
Der Onlineshop ausgeknipst.de, der sich auf Zubehör für Analogfotografie spezialisiert hat, nimmt die Snapic A1 aus technischer Sicht unter die Lupe. Die Experten begrüßen wenig überraschend grundsätzlich jede neue Analogkamera, da sie die Nachfrage nach Film und die Labore am Leben hält. Das Drei-Element-Design der Glaslinse erinnere stark an die Pentax 17 und könne – bei guter Vergütung – eine Schärfeleistung deutlich über dem typischen “Lomo-Look” liefern. Das sei der entscheidende Unterschied zu günstigen “Reusable”-Kameras mit einfachen Kunststofflinsen.
Das LCD-Display bewerten sie ambivalent: Einerseits sei es praktischer als kryptische Blinkcodes, andererseits ein weiteres elektronisches Bauteil, das kaputtgehen könne. Kodak habe hier womöglich “an der falschen Stelle Budget verbrannt”, statt auf robustere Lösungen zu setzen.
Die Techniker äußern auch einen grundsätzlichen Wunsch an die Industrie: Was wirklich fehle, sei der “Mut zur Mechanik”. Eine moderne Interpretation einer klassischen Spiegelreflexkamera – etwa im Stil der Pentax Spotmatic mit M42-Anschluss – wäre ihr Traum: vollmechanisch, reparierbar, kompatibel mit Millionen existierender Vintage-Objektive. Doch bis sich ein Hersteller daran herantraue, bleibe nur, “die alten Schätze am Leben zu halten”.

Die Lomo MC-A kommt 2026 mit Metallgehäuse und manuellen Funktionen für 499 Euro auf den Markt. Die Snapic A1 müsse sich preislich deutlich darunter ansiedeln, sonst würden Käufer in den Augen der Shopbetreiber lieber zu gebrauchten Klassikern wie der Olympus XA oder Canon AF-1 greifen.
Weder Preis noch Erscheinungsdatum hat Kodak bisher genannt. Interessierte sollten den Instagram-Account @kodakfilm.reto im Auge behalten, über den weitere Details angekündigt werden sollen.
via: Digital Camera World


Der Analog-Liebhaber freut sich über jedes neue Produkt welches Filme verbraucht denn das fördert Filmhersteller und sichert deren Produktion.
Jede DSLM die etwas auf sich hält bietet digital erzeugte „Retro“ Film Effekte an, was für ein Anachronismus!
Nehmt doch lieber gleich das Original – den passenden Film in einer analogen Kamera, darf auch gerne ein Oldtimer aus dem eigenen Fundus sein. NUR 36 Aufnahmen oder weniger erziehen den Bildermacher genauer hinzusehen und exakt zu arbeiten. Zeit bis die Bilder aus dem Labor kommen, die Vorfreude-Spannung und das einkleben der 2 bis 3 besten Fotos in ein haptisches Album hat etwas besonderes. Funktioniert immer – auch ohne Strom.
Ich finde Filmfotografie persönlich so unnötig wie mit einer Kutsche zum Einkaufen zu fahren, weil die Hufe so schöne Geräusche machen. Das ganze hat ja sowieso nur momentan nur Aufwind bekommen, weil die ganzen Hipsterkiddies so auf den Analog-Look abfahren.
Statt dem ganzen Aufwand benutze ich lieber ein analoges Objektiv auf meiner Spiegellosen und bearbeite das ganze mit RNI für einen Filmlook.
Vorteile: Kein Fotomüll der irgendwo im Schrank verstaubt, nicht ständig 10+ € für Filme+Entwicklung latzen und keinen Ausschuss, weil irgendwas falsch entwickelt, falsch geschnitten oder falsch belichtet wurde.
Warum nimmst du kein Objektiv mit Autofokus? Das würde doch besser zu dem unkomplizierten digitalen Workflow passen? Und warum editierst du die Bilder, damit sie nach Film aussehen, wenn Filmfotografie doch so unnötig ist und nur Hipsterkiddies auf den Analog-Look abfahren? Irgendwie ziemlich widersprüchlich.
Ist vllt zu weit gedacht für den ein oder anderen 😉
Dieses herbeten irgendeines Hypes von euch alten Opis ist so herrlich. Wie lange hält der „Hype“ jetz schon an? 10 Jahre? Mehr? Vllt war er nie ganz weg außer als die ersten Digitalkameras auf den Markt kamen. Alles nur „hype“. Deshalb modernisiert Kodak ihr Werk und es kommen hier und da neue Filme raus… sieh es ein dein digitales Bild wird niemals den Charme des unperfekten analogen haben. Jedem seins.
… hab ja den FD auf EF Adapter. Solche Photos bekommt man mit keiner Analogen hin …
Sie kann für 99 US Dollar vorbestellt werden