Sony veröffentlicht das erste Firmwareupdate für die A7 V und behebt damit mehrere Fehler seit dem Marktstart.
Das Update auf Version 1.01 soll ein Problem aus der Welt schaffen, bei dem in RAW-Dateien eingebettete Vorschaubilder Rauschen aufweisen konnten, wenn die Kamera auf die kombinierte Aufnahme von RAW und HEIF eingestellt war. Außerdem konnte es vorkommen, dass sich die Alpha 7 V nach dem Ausschalten nicht mehr starten ließ, sofern die Funktion “Im ausgeschalteten Zustand verbinden” aktiv war. Beide Fehler dürften in der Praxis einige Nutzer betroffen haben. Darüber hinaus verbessert Sony laut Changelog die Kompatibilität mit CFexpress-Typ-A-Karten von Drittanbietern sowie die allgemeine Betriebsstabilität.
Wer von der Erstversion 1.00 aktualisiert, sollte vor dem Update einige Vorbereitungen treffen: Die Funktionen “Im ausgeschalteten Zustand verbinden” und “Wi-Fi Connect” müssen zunächst deaktiviert werden. Anschließend muss der Akku einmal entnommen und wieder eingesetzt werden, bevor das Update starten kann. Die Aktualisierung selbst erfolgt wahlweise per Speicherkarte über Kartensteckplatz 1 oder über Sonys Creators’ App. Der Vorgang dauert rund sechs Minuten und setzt einen Akkuladestand von mindestens 51 Prozent voraus.
Dass Sony bereits kurz nach dem Start ein Update nachliefert, ist bei neuen Kameramodellen nicht ungewöhnlich. Gerade der Startfehler im Zusammenhang mit der WLAN-Funktion dürfte für betroffene Fotografen allerdings ärgerlich gewesen sein. Den Download findet ihr auf der offiziellen Webseite.
Die A7 V ist für Sony bislang offenbar ein kommerzieller Erfolg. In Japan führte die Kamera im Dezember die Verkaufscharts bei den Fachhändlern MapCamera und Yodobashi an und setzte sich dabei auch gegen die Canon EOS R6 Mark III durch. Bei MapCamera verkaufte sich die A7 V häufiger als die nächsten vier Modelle zusammen. Auch in Nordamerika und Deutschland melden Händler starke Nachfrage, trotz anfänglicher Kritik am Preis und den begrenzten Video-Neuerungen.
Sony ist derzeit bei mehreren Alpha-Modellen mit Firmware-Pflege beschäftigt. Erst wenige Tage zuvor erhielt die A7s III ein großes Update auf Version 5.00 mit neuen Autofokus-Funktionen und USB-Streaming. Gleichzeitig ist die Community nach dem Firmware-Debakel bei der A7 IV noch wachsam: Dort hatte das Update auf Version 6.00 Ende November Reboot-Schleifen verursacht, Sony musste die Firmware zurückziehen.


Am besten nie eine Kamera direkt beim Release kaufen, schon garkeine Sony.
Das man eine Kamera komplett bricken kann, wenn man eine Option aktiviert, ist schon heftig.
Von den „Update-Katastrophen“ letzter Zeit abgesehen hätte ich allgemein zu diesem Thema etwas anzumerken.
Fehler können immer wieder einmal vorkommen, sind diese durch ein simples unkompliziertes Update zu beheben ist nichts dagegen einzuwenden. Daumen nach oben!
Auffällig finde ich das von meiner Seite gesehen „unfertige“ Software mit einem neuen Kamera Modell in den Handel also zu den kaufenden Kunden gelangt. Die „Fehlerbehebung“ wird im Nachgang mit „kostenlosen“ neuen Funktionen die sowieso niemand wirklich braucht „getarnt“.
Die übliche Ausrede für solche Vorkommnisse wird mit „KOMPLEXEM System“ beschrieben !?!
Ehrlich? Für mich ist die Aussage von @Uneternal: Am besten nie eine Kamera direkt beim Release kaufen.“ genau richtig!