Sony Kameras

Sony A7s III bekommt großes Update nachgereicht, aber Warten wäre schlau

Sonys A7s III erhält ein großes Firmware-Update mit neuen Autofokus-Funktionen und USB-Streaming. Nach den jüngsten Problemen bei der A7 IV bleibt die Community aber wachsam.

Sony hat für die 2020 erschienene A7s III ein umfangreiches Firmware-Update auf Version 5.00 veröffentlicht. Die Aktualisierung erweitert vor allem die Autofokus-Konfiguration und ändert den Update-Prozess grundlegend. Viele der neuen Funktionen kennen Nutzer bereits von neueren Sony-Kameras wie der A7 IV oder der A7R V, sie erreichen nun auch das etwas ältere Video-Flaggschiff. Die letzte Aktualisierung auf Version 4.00 erschien im Mai 2025.

Beim Autofokus kommt mit “Spot: XL” eine neue Fokusfeld-Größe hinzu. Zusätzlich lassen sich drei eigene AF-Presets unter “Custom 1” bis “Custom 3” speichern, die auch im Tracking-Modus verfügbar sind. Wer häufig zwischen verschiedenen AF-Setups wechselt, spart sich damit das Umkonfigurieren während des Drehs.

Weitere Neuerungen betreffen die Anzeige: Die Aufnahmeinformationen passen sich jetzt automatisch an horizontale und vertikale Ausrichtung an. Außerdem lässt sich die Menüanzeige jetzt vergrößern. Bei simultaner oder Relay-Aufnahme zeigt die Kamera nun die verbleibende Kapazität beider Speicherkarten. Die A7s III unterstützt ab sofort auch USB-Streaming über USB-C.

Für professionelle Workflows fügt Sony die Funktion “Write Digital Signature” für Videos hinzu, die Teil der hauseigenen Camera Authenticity Solution ist. Kostenpflichtige Lizenzen sind bislang allerdings nur für ausgewählte Medienunternehmen verfügbar. Die ebenfalls kostenpflichtige Volume-Photography-Lizenz schaltet Funktionen wie Scan and Tag, Photo Cropping und Volume Photography Commands frei. Darüber hinaus behebt das Update einen Fehler, bei dem trotz deaktivierter Audioaufnahme weiterhin Ton aufgezeichnet wurde, und verbessert die allgemeine Betriebsstabilität.

Wichtig vor dem Update: Bestimmte Einstellungen werden zurückgesetzt, darunter Netzwerk-Streaming-Konfigurationen, einzelne Custom-Key-Belegungen und Teile des “My Menu”. Zuvor gespeicherte Settings lassen sich nicht auf Version 5.00 übertragen. Sony empfiehlt, alle relevanten Einstellungen vorher zu notieren. Wer noch Firmware 2.11 oder älter nutzt, muss zunächst auf Version 3.01 aktualisieren, bevor Version 5.00 installiert werden kann.

Das Update lässt sich ausschließlich per Speicherkarte installieren, der Download ist kostenlos über Sonys Support-Seite verfügbar.

Etwas Geduld noch angebracht

Die Skepsis in der Community dürfte nach dem jüngsten Firmware-Debakel bei der Sony A7 IV besonders groß sein. Dort hatte das Update auf Version 6.00 Ende November bei einigen Kameras Reboot-Schleifen und komplette Ausfälle verursacht. Sony musste die Firmware zurückziehen und lieferte erst Mitte Januar mit Version 6.01 einen Ersatz. Berichte über vergleichbare Probleme mit der A7s III Firmware 5.00 gibt es bislang nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet trotzdem ein paar Wochen ab, bevor er das Update einspielt.

Beitragsbild: Daniel Romero

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Stefan Zimmermann

Ich kann mich nicht daran erinnern, je ein nachträglich durch Updates hinzugefügtes Feature wirklich genutzt zu haben. Geht es euch nicht auch so? Ich habe es mal kurz angeschaut, nie wieder genutzt und schließlich mit der Zeit vergessen.

Rene Stämpfli

Liegt wohl daran, dass einige Features automatisch aktiviert wurden. So wie die horizontale und vertikale Ausrichtung oder die automatische Objekt Erkennung.

maddin

Liegt bei Sony aber teilweise auch eher daran, das nachträgliche Updates oftmals fast keinen sinnvollen Mehrwert mitbringen… Ein paar mehr Auswahlmöglichkeiten des AF Feldes? Wahnsinn…

Erst hat Sony die A7sIII beinahe jahrelang ohne Updates “sterben” lassen – und jetzt kommen solch peinliche Miniaturupdates bei denen man auch noch einen Großteil der gesetzten Settings verliert und diese anschließend nicht recallen kann, sondern erneut neu setzen muss.
Insbesondere in Unternehmen in denen mehrere Nutzer mit den Kameras arbeiten bedeutet dies erst einmal Probleme bis alle ihre Settings aktualisiert haben…

Naja und mit dem Firmware-Hick-Hack der letzten Updates über diverse Modelle hinweg hat sich Sony auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.

Kurzum: Ich werde vorerst nicht updaten… vielleicht eines Tages mal – aber aktuell fehlt mir die Lust, auch weil die Updates bisher unter MacOS nicht immer ganz so elegant vonstatten liefen…
Wobei – das war ja immerhin mal ein Aspekt den sie irgendwann gefixt hatten indem man via SD Karte updaten konnte.

Rene Stämpfli

@maddin Also mein Enkel hatte bisher keine Probleme mit seiner A7SIII gehabt und ist immer noch am Leben. Sie hat bis anhin das gemacht, für was er sie gekauft hatte. Dass MacOS eine schlechte USB sprich nicht standard mässige Implementation hat, ist ja bekannt.

Alfred Proksch

So weit musste es kommen – seine Kundschaft mit unfertigen Updates so zu verunsichern das mancher sagen wird „blos net olanga“ alles so belassen wie es ist.

joe

Ich hoffe, dass man irgendwann versteht, dass alle privaten Firmen deshalb gegründet werden, weil man damit Geld verdienen will und nicht irgendwelchen Kunden möglichst günstig oder gar umsonst Waren und Dienstleistungen zur Verfügung stellen will. Sony will Kameras verkaufen und nicht umsonst Verbesserungen und Updates liefern – bei den anderen Firmen ist das nicht anders. Wenn man das im Hinterkopf behält, dann geht man entspannter mit diesen Dingen um! Das war mein Wort zum Mittwoch!

Jürgen K.

Moin Joe,
aber mit der “GEIZ IST GEIL” Einstellung kann man doch erwarten, dass alles Umsonst oder für sehr wenig Geld zu bekommen ist. Es gibt immer wieder Menschen, die nicht verstehen, dass BILLIG nicht immer GÜNSTIG ist.
Schönen Mittwoch.

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