Kameras Sony

Sony hat noch eine neue High-End-Kamera in der Mache!

Sony hat nicht nur eine, sondern zwei neue High-End-Kameras in der Mache! Beide sollen in den nächsten Wochen erscheinen.

Sony Präsentationen im Mai und Juni

Wer die Gerüchteküche in den letzten Tagen und Wochen aufmerksam verfolgt hat, der dürfte bereits mitbekommen haben, dass Sony im Juni 2020 voraussichtlich eine neue High-End-DSLM vorstellen wird. Derzeit geht man davon aus, dass es sich bei dieser Kamera um den Nachfolger der Sony A7s II handeln wird, die Präsentation einer Sony A7 IV ist anscheinend eher unwahrscheinlich.

Zudem gibt es auch eine neue Kompaktkamera, die Sony wohl am 26. Mai 2020 vorstellen wird – die Sony ZV1. Es handelt sich hierbei um eine 1-Zoll-Kompaktkamera, die sich mit einem seitlich herausklappbaren Display und Sonys erstklassigem Autofokus primär an Vlogger richten soll. Wenn ihr euch die geleakten Bilder und den geleakten Pressetext der Sony ZV1 noch nicht angeschaut habt, dann könnt ihr das hier nachholen.

Dritte Kamera Neuheit aufgetaucht

Nun sieht es allerdings ganz danach aus, dass Sony nicht nur die genannten zwei, sondern noch eine dritte Kamera in der Mache hat. Entsprechende Munkeleien gab es bereits in der letzten Woche und nun ist durchgesickert, dass Sony in China ein neues Modell mit der Bezeichnung „WW850128“ hat registrieren lassen:

Vor einiger Zeit hat Sony bereits die „WW271448“ registrieren lassen und beide Kameras sind – das kann man den offiziellen Dokumenten entnehmen – mit 5,1 GHz WiFi ausgestattet. Das ist ein Merkmal, was klar auf eine eher teure High-End-Kamera hindeutet.

Sony RX1 Mark III mit 61 Megapixeln?

Noch ist unklar, um welche Kamera es sich bei der „WW850128“ handelt. Viele rechnen damit, dass es hier um eine Sony RX1 Mark III geht, also um eine neue Kompaktkamera mit Vollformatsensor. Die neue RX1 könnte mit dem 61-Megapixel-Sensor der Sony A7r IV ausgestattet werden – das würde durchaus ins Bild passen.

Alternativ wäre aber auch die Präsentation einer weiteren E-Mount-Kamera denkbar, schließlich feiert das E-Bajonett in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Möglich, dass Sony das mit einer Überraschung feiern möchte.

Was denkt ihr, welche neue Kamera hat Sony hier in der Mache?

Quelle: Sonyalpharumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

27 Kommentare

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  • Habe ich doch schon mehrfach in der Vergangenheit geschrieben, dass sich Sony von Canon nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Die R5 und R6 sind Kameras die verhindern sollen, dass noch mehr Leute von Canon zu Sony wechseln. Welcher Sonyaner, der mit seinem Equipment zufrieden ist, ist so blöd und wechselt die Marke? Es werden ein paar einzelne zurück wechseln, aber das war’s dann auch, weil Sony nachziehen oder vielleicht sogar wieder überholen wird. Was für eine neue Kamera von Sony zusätzlich kommt ist doch eigentlich egal, die Kameras sind doch alle gut und können mit den Mitbewerbern locker mithalten. Was will man denn noch mehr? Das einzige was wirklich noch fehlt ist doch der Global Shutter, ansonsten braucht es eigentlich keine neuen Kameras, die sind alle Spitze.

      • Vergiss nicht Kameras wie die Sony PDW-530 / PDW-580 / PDW-850 / PXW-Z450 / PXW-Z400 und andere, die alle zwischen 20.000 und 30.000 EUR kosten. Wieso sollte Sony da Schwierigkeiten haben, es in Sachen Video mit Canon aufzunehmen?

      • @Joschuar
        ich träume nicht, ich bin Realist. Sony ist keine Hinterhofgarage wo etwas zusammengebastelt wird. Übrigens ich benutze Canon – bin engagierter Hobby-Fotograf aber kein Fanboy – von keiner Marke, ausser bei Autos, da geht nichts über Jaguar!

    • Ich bin sehr auf Sonys Antwort auf Canons R5 gespannt. Falls diese auch 10Bit 4:2:2 oder Video-RAW und 120fps in 4K kann, wird man sich auch über deren Preis wundern. Wenn nicht, braucht Sony wieder ein paar gute und erfolgreiche Sportler oder andere Werbeträger auf überdimensionierten Werbeplakaten mit der entsprechenden Kamera in ihren Händen.

      • Sony braucht gar nichts. Die müssen nur ihr System so konsequent weiter führen, wie bisher. Die Technologien haben sie sowieso: Smartphones, PS 5 und professionelles Video. Ich habe eher den Eindruck, daß sie in die aktuellen Kameras so wenig wie möglich einbauen. Insofern können die Mitbewerber gern herausbringen was sie wollen, Sony wird immer kontern. Aber das ist in Corona Zeiten Nebensache. Wir schauen mal, wer Ende nächsten Jahres noch Kameras baut.

      • Zumindest hat ja Canon erstmal die Spezifikationen der R5 rausgehauen. Die Kamera nun nicht oder nicht mit diesen Spezifikationen zu bringen, würde einen heftigen Imageverlust bedeuten. Ich habe diese Kamera, wenn sie wirklich so kommt, wovon ich ausgehe, in einem anderen Thread als Gamechanger bezeichnet. Daran wird sich Sony halt messen lassen müssen. Wenn sie dahinter zurück bleiben und anderen Schnickschnack in den Vordergrund rücken, wird man das halt auch bemerken. Die Einschätzung, dass sich der Kameramarkt konzentrieren muss auf weniger, dafür hochwertige Geräte mit etwas langsamerer Neuerscheinungsfrequenz teile ich.

      • Gamechanger sind für mich Dinge, die den Markt komplett umkrempeln und mich dazu veranlassen, ein System zu wechseln (z.B. Leica I, Nikon F, Der Umstieg von Analog nach Digital und später von DSLR zu DSLM). Auch wenn die R5 laut Ankündigung sehr gut sein soll und ich technischen Fortschritt immer begrüße, sehe ich sie eher als gelungene Evolution, auch wenn sie vielleicht eine Stufe übersprungen hat.
        Unabhängig vom Hersteller wären 4/5K60 (und sehr gerne auch 10Bit 4:2:2 ) für mich mehr als genügend um bei meinem Anbieter zu bleiben. Tatsächlich lege ich mehr Wert auf anderen Schnickschnack (z.B. bessere Bedienung und so…)

      • @Fleischwolf
        Zitat Fleischwolf:
        „Gamechanger sind für mich Dinge, die den Markt komplett umkrempeln und mich dazu veranlassen, ein System zu wechseln (z.B. Leica I, Nikon F, Der Umstieg von Analog nach Digital und später von DSLR zu DSLM).“

        Für mich ist ein Gamechanger erstmal nur das, was vor dem „Und“ kommt. Dazu hat die R5 schon das Zeug. Allerdings nur, wenn man das Augenmerk auf ihre Videofähigkeiten richtet. Ob ich sie mir kaufe, ist eine komplett andere Frage. Die viel entscheidendere ist, was die veränderten Vorgaben auf dem Markt auslösen und ob sich die anderen Mitbewerber auf die geänderten Vorgaben einlassen.
        Meine Meinung dazu ist, es wird schwer für die Konkurrenz, die R5 zu ignorieren.
        Natürlich wird die R5 so, wie sie angekündigt ist, nicht billig werden. Viele brauchen diese Videoeigenschaften auch nicht. Die sind dann weiterhin mit preiswerteren und ebenfalls guten Kameras ähnlich gut bedient. Wenn aber eine Firma den Anspruch erhebt, Innovationstreiber und technischer Primus zu sein, dann kommt sie an dieser Canon nicht vorbei. Immer vorausgesetzt, Canon schafft es auch rechtzeitig, diese Kamera auf den Markt zu bringen. Wenn sie sie zu spät oder abgewandelt bringen, dann haben sie ein kleines Immageproblem, was sie sicher nicht brauchen können. Wie sagen es die Kinder immer so schön? „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.“ 😉 Oder hohe Politiker. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
        Sony muss eigentlich mindestens mit 10Bit 4:2:2 in 4K 50P im Videocodec kommen, besser noch zusätzlich mit Video-RAW und 8K, sonst ist eben Canon der Innovationstreiber und technische Primus. Anders kanns gar nicht sein. Aber gegen diese Features hat sich Sony bisher vehement im Amateurbereich gewehrt, offensichtlich, um seine Profikameras zu schützen. Also hat die R5 schon das Zeug zu einem Gamechanger. Ich habe selten eine Kamera mit solch einer Vorfreude erwartet, obwohl ich sie mir nicht kaufen kann. Sony ist übrigens nicht alleine, auch Nikon, Panasonic und vor allem Fuji wird es weh tun, denn die Videocodecs waren bisher dort die besten. Fuji hat ggü. den anderen noch das Problem, dass es keine Vollformatkameras baut. Von daher wird Fuji in ein, zwei Jahren von oben her mit Mittelformat unter die 5000,- Euro-Grenze kommen müssen mit 4/8K 10Bit und evtl. Video-RAW. Dass sie es könnten, zeigt die GFX-100. Die ist aber viel zu teuer. Ich rechne damit, dass die GFX 50R MkII (mein Arbeitsname) schon einiges von obigen Codec-Merkmalen bringen wird. Und auch die X-H2 wird spannend.

  • Lese ich die Voraussagen der Wirtschaftsgurus, dann sehe ich die zukünftigen Umsätze in der Foto Industrie mit anderen Augen. Sie werden für längere Zeit auf sehr niedrigem Niveau verharren.

    Wer immer neue Kameras auf den Markt bringen möchte braucht für den Erfolg Käufer! Die Technik kann noch so gut sein die Kunden sind weg.

    Sony, Canon wer geschäftlich besser aus den zwei Krisen kommt wird sich in wenigen Monaten zeigen.

    Fast 39 Millionen Arbeitslose in den USA einem der wichtigsten Exportmärkte! In Asien ähnliche Zustände. Für gesamt Europa kenne ich die Zahl nicht.

    Mir scheint es so als ob mit Ankündigungen und Gerüchten das Interesse wach gehalten werden soll. Wo bleiben denn diese neuen Superboliden? Ich habe noch keinen in der Hand gehabt! Jetzt darf der Verbraucher wieder in den Elektronik Markt. Was steht da in Menge im Regal? Altes Zeug und zwar von allen Herstellern.

    In China ein Gerät anmelden, na und? Erst bei der Vorstellung der Produktneuheit und einem zugesichertem Liefertermin nehme ich die Sache ernst, alles andere ist blauer Dunst!

    • Altgeräte? Ich sehe keine! Leider gibt es bei allen Herstellern den Wahn, jährlich einen Kracher herauszubringen. Dieser entpuppt sich regelmäßig als Evolution. Habe erst letzte Woche eine a7II in der Bucht für 400 Euro geschossen. Die Kamera könnte auch aktuell herauskommen, als super Kracher des Jahres 2020. So verschwindet sie halt als Ersatzkameras in der Photo Tasche, wo sie vermutlich nie zum Einsatz kommt.

      • @Carsten Klatt

        Meine Zustimmung hast Du. Seit ich fotografisch als privater Anwender unterwegs bin sind andere Dinge für mich wichtig geworden. Stichworte wie Größe, Gewicht, Volumen stehen im Vordergrund.

        Am Ende steht für mich die gute RAW Datei mit der ich in die Bildverarbeitung gehe. Noch vor Covid-19 habe ich mir den Spaß erlaubt zwei 50×70 Poster zu fertigen. APS-C und Mittelformat, selbe Zeit, Stativ, selber Bildausschnitt, selbe Beleuchtung unter Studio Bedingungen fotografiert. Wer jetzt glaubt das das Mittelformat Poster doppelt so gut sein muss wie das aus der APS-C Kamera der irrt sich. Zum tragen kommen die Unterschiede erst wenn Ausschnitte gemacht werden müssen oder wenn die Poster beim Spezialisten gefertigt werden. Die Dinger aus dem Billiglabor sind nicht zu unterscheiden.

        Für die Bild Darstellung am 4K-Fernseher reicht jede der heutigen Kameras, sogar ein Smartphone.

        Was sich noch auf die Schnelle verbessern lässt ist die Kamera Software, das wird zur Zeit gemacht. Wer solche Funktionen nicht braucht der kann mit älteren preiswerten Geräten wunderbar auskommen. Glückwunsch zur a7II.

      • @ Alfred
        …Wer jetzt glaubt das das Mittelformat Poster doppelt so gut sein muss wie das aus der APS-C Kamera …
        hallo Alfred, danke für diesen Vergleich, hatte von einem anderen Fotografen gehört, das die Unterschiede erst ab 100cm sichtbar werden.
        Da ich jedoch alle Wände voll habe, und untereinander noch tauschen kann, wird eine Kleinbild Kamera nicht mehr benötigt. MF schon gar nicht. Hatte mal damit gespielt aber nur, weil der Body sehr günstig war.
        Ja, damit sehe ich die Fotoindustrie in einer Sackgasse, die heutige Leistung ist schon so hoch, das kein Fotograf noch mehr braucht.
        Was also sollen die noch anbieten ?
        Nikon hatte mal eine Idee:
        Das herrliche 24-70/2.8 als Kaffeetasse, Spielraum ist ja noch als kpl Kaffee-Gedeck oder Teegeschirr.
        Oder das Oly 300/4 als Bierglass oder oder
        In diesem Sinn

  • Sony verkauft so wenig….
    Olympus zieht sich zurück….
    Nikon kratzt am….
    Canon kommt mit einer 6000 Dollar Kamera…..
    und
    Sonny kommt mit NOCH einer high-end Kamera ??

    Wer eine high- end Kamera besitzt, Bsp Nikon D850 / D5… oder entsprechende Canon, oder A7R3/4- A7/3 oder oder
    der kauft sich mit Nichten wieder eine Neue mit 2 weiteren Funktionen.
    Am Ende des Jahres wird man die Toten zählen können.
    Und ja, wieder nur Ach und Weh…

    Irgend wie begreifen die Fotofirmen wohl gar nichts mehr.

    Heute, den 23.03. kam die Nächsten Schreckensmeldung ::
    Renault macht wohl „dicht“, wenn nicht der desinteressierte franz. Finanzminister doch noch einlenkt.
    Ja Alfred wird Recht behalten, in Kürze bekommt man alle High-End Produkte zum Spottpreis
    In diese Sinn…

  • @Alfred

    So einen Vergleich habe ich letztes Jahr gemacht. Da habe ich bei einer Hochzeit meine sehr alte mamiya rb67 ausgepackt und das Brautpaar samt Fotografen ( Canon 5d iv) für ein paar Fotos begleitet. Die Filme habe ich bei meinen alten Meister ( mittlerweile 84) im Kellerlabor entwickelt. Und der Meister hat mir dann einen XXL Handabzug 50×60 gefertigt. Da weiß man wieder warum Fotografie ein echtes Handwerk „war“. Und warum ein Meister ein Meister ist. Sowas können heute nur noch ganz wenige in der Qualität. Lange Rede kurzer Sinn: mein Foto hängt an der Wand. Und die Fotos vom Hochzeitsfotografen ( der sehr gut ist) sind im Album und auf einer CD. Und die Qualität vom Handabzug braucht sich in der Größe hinter keine Digitalkamera verstecken.

    • Sony hat eine Menge „Pulver“ verschossen, die großen Schritte wurden gemacht. Seid der dritten Generationen, haben die Kameras auch guten AF und eine gute Auswahl an Objektiven. Sony ist an einem Punkt angekommen, wo ihre Produkte auch gut ausentwickelt sind. So wie Canon mit ihren DSLR mit der 5D vor einiger Zeit z. B. Bei Canon sehe ich aber noch unfassbar viele potentielle Wechsler, die ihre DSLR in Rente schicken könnten und auf Dslm umsteigen würden. Natürlich bei canon, damit sie ihr geliebtes Glas adaptieren, so wie ich es auch mache. Ich z. B. würde mir niemals ein Sony holen und da bin ich ganz sicher nicht der einzige. Jetzt könnte ich unterstellen, dass viele Sony User nicht besonders Markentreu sind. Wer schon mal alles hintersich gelassen hat, tut es vielleicht wieder? Vielleicht haben auch viele Sonyuser ihr Canon Glas behalten und notdürftig adaptiert, sodass ein Wechsel zurück unproblematischer ist? Canon hat vielleicht Analysen gemacht, die zeigen, dass eine „Überkamera“ tatsächlich als Gamechanger am Markt gehandelt wird. Umso mehr müsste Sony wieder „kontern“ wie es hier ja schon prophezeit wurde. Ich würde es extrem begrüßen, da es sicherlich die Preise bei Canon drücken würde. Zumindest was den Body angeht. Bei den Objektiven gibt es das wohl nicht, da sie quasi konkurrenzlos sind. 🙁

      Ich freue mich auf die Entwicklung und bin ganz gespannt, was uns so erwartet.

  • Hallo Rinde,

    meiner unmaßgeblicher Meinung nach werden Firmen die eine Nische erfolgreich besetzt haben, z.B. Leica, Pentax, leichter die Krise überstehen weil sie den Konsolidierungsprozess schon hinter sich haben. Beide bieten Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen an.

    Fuji hat sich auf zwei Sensorformate konzentriert und dort das Angebot spezialisiert – könnte funktionieren. Der Fuji Konzern ist beim Sensorhersteller TowerJaz mit eingestiegen, Canon, Sony produzieren selbst Sensoren aber alle Hersteller die zukaufen müssen sind gleich 2x betroffen.

    Viele glauben das Spiegellos und Vollformat kombiniert mit 4-8 K Video, feinster Technik, Super Software die Lösung sein wird. Dazu noch höhere Preise weil super Technik und kleinere Stückzahlen! Das glaube ich ganz und gar nicht! Die wenigen Nutzer die etwas damit anfangen könnten sind für das Wohlergehe der Produzenten eine nicht relevante Minderheit.

    Ich würde die heutige Denke der früheren Platzhirsche mit dem „KODAK SYNDROM“ vergleichen wollen! Sie wollen einfach nicht glauben, wahr haben das tiefgreifende Veränderungen anstehen. Es geht um den Bedarf der Kunden, nicht darum was die Fotoindustrie produzieren und an den Mann die Frau bringen möchte.

    • Und der Bedarf wurde im Grunde schon vor vielen vielen Jahren gedeckt. Trotzdem bekommt man immer wieder neue Anreize gesetzt und uns werden Kennlinien oder Laborwerte als neue Messias für das Perfekte Bild untergejubelt.
      Das Kodak Syndrom kann ich nicht nachvollziehen, da ich zwar mit einem analogen Fotoapparat angefangen habe, aber erst mit der Canon 400D DSLR richtig angefangen habe zu fotografieren.
      Ich persönlich glaube, der Kunde weiß erst mal gar nicht was er will (man glaubt es vielleicht). Ihm wird etwas angeboten und entweder kauft man, oder nicht. Alles weitere wird über Marktforschung sondiert.
      Ich sehe das pragmatisch, das Internet gibt alle Informationen Preis. Ich kann Raws aller neuen Kameras herunterladen, Testcharts, die alle Stärken/Schwächen einer Kamera oder Objektiv preisgeben usw. Ich würde sagen, das war früher nicht der Fall.

      • Hallo lichtbetrieb,

        Marketing ist die eine Sache, Marktforschung ist das anderes Ding. Erstens welche Fragen werden gestellt? Werden sie innerhalb der „Fotoblase“ gestellt und vor allen Dingen von wem wurde der Auftrag erteilt? Zweitens gehört zur seriösen Forschung das Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln berücksichtigt werden.

        Das was die Geräte Produzenten als Marktforschung bezeichnen würde ich als „Wunschzettel“ lesen beschreiben!

        Als Fotograf war ich eher am sich verändernden Kundenverhalten interessiert, an sich abzeichnenden Trends, einfach gesagt an einer Zukunftsprojektion. Das mein Equipment auf dem letzten Stand war ist eine berufliche Selbstverständlichkeit, davon geht der Kunde aus. Ich muss wissen in welche Richtung sich der Bilder Markt entwickelt, wie die zukünftige Verwertung meiner Bilder aussieht, damit ich meine Investitionen entsprechend planen kann.

        Anscheinend haben Fotogeräte Hersteller sich um ihre fantastische fortschrittliche Technik aber nie um den sich rasch verändernden bildnerischen Sektor gekümmert sonst hätten sie die heutigen Probleme, die waren schon lange vor Covid-19 vorhanden, nicht.

      • Hallo Alfred,

        ich sehe es nicht ganz so. Mir fällt es einfach schwer zu glauben, dass so große Firmen wie Nikon und Canon nicht in der Lage sind, echte Bedürfnisse von Wunschzetteln zu unterscheiden. Ich glaube die zermürbenden Prozesse intern sorgen für Kompromisse, die aus unserer Sicht von außen wiederum so wirken, als ob die Entscheidungen marktfremd sind. Deshalb gibt es bei canon den berüchtigten „cripple hammer“ der betriebswirtschaftlich viel Sinn macht, bei Nikon fällt es gar nicht so stark auf, da gibt es aber noch weniger kaufanreize für ein Upgrade. Das erklärt sicher auch ein Stückweit die aktuelle Lage von Nikon. Alles wie du schon sagtest unter der Prämisse der Marktveränderung. Ich kann mir auch vorstellen, dass interne Prognosen schon für einen „stabilen“ Markt plädieren, da ja Fotos in Zeiten des Internets auch eine sehr wichtige Rolle spielen. Perfekte Portraits, perfekte Landschaftsbilder usw. Mit denen man stolz Haustieren geht. Vielleicht haben die großen nicht damit gerechnet, dass Smartphones da so schnell Land gewinnen.
        Aus sicht eines Profis (ich bin Vor allem Hochzeitsfotograf) könnte ich mit meinem Backup Body, der Canon 6D, ohne Probleme fotografieren und der Kunde wäre mega zufrieden. Bis vor 1 Jahr war die 6D auch mein 2. Body, womit ich immer Weitwinkel fotografiert habe. Eigentlich gibt’s kein Grund für was „besseres“ es ist für die meisten Bedürfnisse schon gut genug.
        Ich höre raus, dass das 8K Video quasi ein Symbol für falsche Spezifikation der Kamera ist, gleichzeitig liegt der Fokus auch stark auf Video. Die meisten Nutzer brauchen nicht mal wirklich 4K. Auch die Kommende Sony High End wird höchstwahrscheinlich den Fokus auf Video legen. Ich fürchte damit müssen wir uns abfinden. Fotografisch gibt es aktuell nichts mehr womit man auftrumpfen kann/möchte. Bei jedem müsste es angekommen sein, alle neueren Kameras sind super. Der unterschied liegt eher im Detail und im Geschmack.
        Wenn ich aber in die Glaskugel schaue, dann wird vor allem das Thema AI noch an Fahrt aufnehmen. Die direkte Bearbeitung der RAW in Kamera, Hautretusche, Sky Replacer, Upscaling, effektivere Rauschreduzierung. Die Technologien gibt es ja schon zu kaufen. Canon DP RAW hat soviel Potential. Ich hoffe wir haben nicht aneinander vorbei geredet.
        Viele Grüße
        Nils

      • @Nils

        Wie Du schreibst. Die eigentliche Fototechnik ist ausentwickelt. Kommen muss da trotzdem noch eine Menge. Da geht es mit einheitlichen Standards los. Der Weißabgleich in Verbindung mit Gradation und Kontrast ist bei allen! Kameraherstellern immer noch ungenügend und zum Teil stark schwankend. Da sind die Smartphones schon viel weiter. KI wird das nächste grosse Ding und das wird langsam auch Zeit. Wer trotzdem kreativ sein will, den wird die KI nicht behindern, bei allen anderen bringt sie hoffentlich eine konsistente und einer echten Kamera würdige Bildqualität.

      • @Nils Müller @Carten Klatt

        Mit eurer Vermutung das KI und damit verbundene Software in „Neuheiten“ Einzug halten wird habt ihr wahrscheinlich ins Schwarze getroffen.

        Mein Neffe, Dr. der Physik und Informatik beschäftigt sich beruflich mit Sensorik in der Überwachungstechnik. Da sind unter anderem bildgebende Dinger dabei von denen haben wir Fotografen noch nie etwas gelesen oder gehört.

        Sein Bestreben ist mit KI dafür zu sorgen das die Bedienung der hoch spezialisierten Geräte für jeden Anwender ohne aufwendige Schulung funktioniert. Seine Äußerungen zu Kamerasoftware im allgemeinen sind volkstümlich und zart ausgedrückt „Steinzeit und von vorgestern“!!! Bei einigen seiner Überwachungssysteme ist z.B. die Inbetriebnahme und Steuerung ohne personalisierter externer Software über das Smartphone nicht möglich.

        Nach dem Gespräch mit dem Neffen haben meine grauen Zellen Fahrt aufgenommen. Warum machen die Fotogeräte Hersteller ihre Produkte nicht digital mobil? Muss die benötigte Software in der Kamera sein? Der Kunde könnte sich seine Software in Form einer App kaufen, nämlich die Funktionen die er haben möchte, ein Smartphone hat heute doch jeder in der Tasche. Gut, ein „Notprogramm“ darf in jedem Fotoapparat installiert sein.

      • @Alfred

        Absolute Zustimmung! Die Kameraindustrie hat sich mit ihrer konservativen Haltung selbst in das Abseits manövriert. Wir haben in der Industrie den einmaligen Fall, das die Software nicht mehr der Hardware folgt. Normalerweise ist es immer umgekehrt. Obwohl die Hardware auf höchstem Stand ist, werden die Potentiale nur völlig unzureichend genutzt. Es gibt hier immer wieder User, die davon träumen, eine Smartphonesoftware in ein aktuelles Kameramodell zu implementieren. Sony hätte diese Möglichkeiten, nutzt sie aber nicht. Selbst so banale Dinge wie Touch werden nur völlig halbherzig umgesetzt. Ich bin immer noch der Meinung, das sich die Hersteller belauern. Keiner will so richtig in die Vorhand, da hält man lieber Technologien zurück, um dann doch noch regieren zu können, wenn einer etwas bringt. Das wirkt sich nachhaltig auf die Technologiesprünge und das Kaufverhalten. Aktuell findet die Entwicklung leider nur im ständig höheren Mpx-Bereich der Sensoren und bei Video statt. Dinge die teuer sind, aber die breite Masse nicht braucht. Wichtiger wäre, das man mit einer mehrere tausend Euro teuren Kamera ein Bild macht, das auch ohne Nachbearbeitung perfekt ist. Auch das bekommt kein (!) Hersteller bis heute wirklich hin.

        Hätte Sony seinerzeit den Markt nicht aufgemischt, würden wir heute vermutlich immer nach auf dem Stand der Technik von 2005 sein. Riesige Kameraboliden mit APS-C! Stabilisiertes Vollformat, konsequente Umsetzung von EVF und nicht zuletzt die Schaffung einer völlig neuen kompakten und spezialisierten Kameraklasse der a7/9-Reihe haben den Markt Hardwareseitig wenigstens in Bewegung gebracht. Leider noch immer nicht im Softwarebereich. Wenn man sich ansieht, was man heutzutage in Sachen Dynamik und Rauschverhalten aus den Rohdaten selbst älterer Kameras kitzeln kann, dann kann man ermessen, wie rückständig und konservativ die Kamerahersteller wirklich sind. Die Krise ist daher hausgemacht und Corona verschärft sie. Immerhin kann man feststellen, das kein (!) Kamerahersteller schlechte Kameras baut. Sie alle sind hochwertig und extrem langlebig. Auch das ist ein zentraler Grund, gute Technik nicht gleich nach 5 Jahren zu versenken.

        Im Übrigen Alfred gab es das schon mit den zusätzlichen Apps oder Zusatzprogrammen. Samsung hatte mal ein Android in seine Kameras implementiert, bei der a7II konnte man sich Erweiterungen herunterladen.

      • @Carsten Klatt

        Also Du machst es Dir – meiner Meinung nach – mit Deiner Argumentation etwas zu einfach. Den Smartphone Markt mit dem Kamera Markt zu vergleichen ist doch ein bisschen weit hergeholt (Du vergleichst „Apple“ mit Birnen – der Gag musste sein). Alleine Apple macht in einem Quartal mehr Gewinn, als zum Beispiel Canon im ganzen Jahr Umsatz! Das sind ganz andere Dimensionen und ganz andere Möglichkeiten. Ich schätze das Verhältnis von Soft- und Hardware – Entwicklern von Apple vs Canon auf mindestens 1000 :1, da wird es schwierig mitzuhalten und dennoch schlagen sich die aktuellen Kamera-Anbieter noch relativ gut. Im Übrigen ist noch gar nichts „ausentwickelt“ bei Kameras. Natürlich sind aller aktuellen Kameras fantastisch und man bräuchte nicht unbedingt mehr. Aber es gibt noch unzählige Möglichkeiten zur Verbesserung von Hard- und Software. Wenn die Kameras „fertigentwickelt“ sind, also sie die Bilder quasi alleine macht, dann bin ich nicht mehr dabei, weil mein Eigenanteil und mein Können für mich den Reiz ausmacht zu fotografieren. Meine Schwester macht auch tolle „Sonnenuntergänge“ mit dem i-phone 11proMax, aber meine sind trotzdem besser, weil ich fotografieren kann und weiss was ich tue wenn ich ISO, Zeit, Blende, Weissabgleich, Belichtungskorrektur usw. einstelle und nutze! Und dann ist es MEIN Bild und nicht ein beliebiges i-phone Bild. Das muss man nicht verstehen, aber solange es Leute wie mich gibt, die selbst noch kreativ sein wollen, wird es auch Kameras geben und immer wieder neue Entwicklungen.

      • Hallo Carsten,

        nur so aus Neugierde weil Du von alten RAW Dateien geschrieben hast habe ich mir eine alte Studio Sachaufnahme (EOS 5D-ll Rodenstock Objektiv) auf dem neuen Capture One noch einmal Entwicklungsgemäß vorgenommen. Der Unterschied zum damals verwendeten RAW Konverter ist sehr groß, da hat sich die Software exorbitant weiterentwickelt. Ich habe in den EXIV Daten gesehen das ich das Bild im Juni 2009 gemacht habe. Der Sensor ist also 11 Jahre alt! Ich bin überzeugt keiner würde im direkten Vergleich einen sichtbaren Unterschied zum heutigen „modernen“ Spiegellosen EOS RP Bild bemerken!

        Von dieser Seite mag ein Hersteller die Sache nicht betrachten schließlich lebt er vom Verkauf, deswegen auch die neuen Bajonette. Das Pixelrennen ist für die Bildqualität nicht unbedingt nötig. Fuji-X beteiligt sich nicht daran und kann trotzdem sehr gut mithalten. Die GFX ist ein Sonderfall weil Mittelformat.

        Was aber wie Du richtig schreibst fehlt ist die innovative Software. Meines Erachtens trauen die Hersteller der älteren Kundschaft den Umgang mit der neuartigen Bedienung nicht zu! Leider ein Irrglaube!

        Ich gebe die Hoffnung nicht auf das jetzt im letzten Moment doch noch Bewegung in die Sache kommt.

      • @Joe

        Nein, ich habe keine Smartphones mit Kameras verglichen. Nur die Software und die hat im Gegensatz zu den Kameras echte Entwicklungssprünge gemacht.

        Was fehlt sind immer noch einheitliche Standards, quasi ein Benchmark von dem sich jeder seine Vorlieben ableiten kann.

        KI ist nicht Schlimmes. Du stellst es ab und kannst dann Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Es kommen nur die endlich zum Zuge, die einfach ein gutes Bild haben wollen, ohne aufwendige Konverter usw.

        Also alles gut!

        @Alfred

        Ich habe stets in RAW fotografiert. Eine 12 Jahre alte a900 sieht mit aktuellen Konvertern überhaupt nicht alt aus. Und mit einer a7III kannst Du inzwischen locker in der Nacht aus freier Hand mit ISO 12.000 fotografieren. Mit der DXO-Prime Entrauschung holst Du das letzte Quäntchen raus. Leider bekommen das die Hersteller nicht hin oder sie wollen es nicht. Deswegen sind auch viele Kameratests nichts wert, weil zu oft jpg aus der Kamera vergleichen wird. Dies sagt aber nichts über die wirklichen Fähigkeiten der Hardware aus.

  • „Sony RX1 Mark III mit 61 Megapixeln?“

    Hauptsache im Gespräch bleiben.
    Wenn Dich keiner mehr wahr nimmt, kauft auch keiner mehr.

    Hatte Huawei nicht den Nachtmodus des P40 Pro mit Bildern der Sony A7 beworben?
    Oder war es die Nikon D780?