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Sony Manager: „Vollformat-DSLMs von Canon und Nikon innerhalb der nächsten 12 Monate“

Sony Manager Kenji Tanaka geht davon aus, dass innerhalb der nächsten 12 Monate spiegellose Vollformatkameras von Canon und Nikon auf den Markt kommen.

Zahlreiche Gerüchte zu den Vollformat-DSLMs von Canon und Nikon

Es würde mich nicht wundern, wenn ich im kommenden Dezember 2018 im Zuge eines Jahresrückblicks hier auf Photografix zurückschauen und feststellen würde, dass das Thema, mit dem wir uns in den vergangenen 12 Monaten am häufigsten beschäftigt haben, die spiegellosen Vollformatkameras von Canon und Nikon sind.

Schon seit vielen Monaten gibt es verschiedenste Gerüchte zu den ersten Vollformat-DSLMs der beiden großen Hersteller und viele gehen nach wie vor davon aus, dass es in diesem Jahr – vermutlich im Zeitraum der photokina 2018 – erstmals wirklich handfeste Infos geben wird. Vielleicht noch nicht in Form einer finalen Präsentation, aber zumindest in Form einer ersten Ankündigung.

Doch wie das eben mit Gerüchten so ist – mein weiß nie mit wirklicher Sicherheit, was wirklich an ihnen dran ist. Auch weil man nicht immer weiß, von welchen Quellen die entsprechenden Informationen stammen.

Sony Manager äußert sich zum Thema

Doch wie ist das eigentlich mit einem Manager eines Konkurrenzunternehmens, sollte der nicht eigentlich einen ziemlich guten Überblick über die gesamte Branche und aktuelle Entwicklungen haben? Sollte er, weshalb wir der Aussage von Sonys Senior General Manager der Digital Imaging Business Group Kenji Tanaka durchaus Beachtung schenken sollten, auch wenn er diese lediglich als seine „persönliche Meinung“ kennzeichnet:

„Das ist nur meine persönliche Meinung, aber ich denke, dass wir im nächsten Jahr bei der CP+ 2019 spiegellose Vollformatkameras von Canon und Nikon sehen werden. Ich denke bis dahin werden sie diesen Markt bedienen.“ [Sony Manager]

Wie gesagt, eine echte Bestätigung ist die Aussage von Sonys Manager natürlich nicht. Trotzdem hat er sicherlich Einblicke, die wir als normale Fotografen nicht haben.

Zumindest die Vollformat-DSLM von Canon soll jüngsten Gerüchten zufolge übrigens schon in Umlauf sein, in diesem Artikel haben wir die letzten Gerüchte (Stand 17. März 2018) für euch zusammengefasst.

Quelle: DPReview

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

26 Kommentare

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  • wow, was für ein gewagtes Statement! 😉
    Um solche Plattitüden abzusondern, muss man doch nicht „Sony Manager“ sein…. aber es hilft sicher ungemein, verschafft Gehör, und wird auch noch gut bezahlt; toll!

    • Ein Top-Manager einer japanischen, chinesischen, taiwanesischen oder südkoreanischen Firma sondert keine unsinnigen Plattitüden ab. Kann ich aus jahrelanger Erfahrung (mit Leuten von beispielsweise Toshiba, Brother, Kyocera, Epson und anderen, unbekannteren Firmen aus den anderen genannten Staaten) sagen. Dann wäre er dort die längste Zeit Top-Manager gewesen.

  • Auch wenn das nur seine „persönliche Meinung“ ist: ich kenne keinen intelligenten Asiaten, der nicht irgendeine Absicht mit so einem Statement verfolgt.

    Vielleicht besteht seine (und damit natürlich Sonys) Absicht darin, auf die CP+ 2019 zu verweisen, und damit den potenziellen Käufern zu signalisieren: wartet nicht so lange, sondern kauft die Sony A7 III.

    • …sehe ich auch so. Genau das ist die Botschaft, das ist typisch asiatisch. Ich warte trotzdem auf Canon. Die Sonys sind von den Parametern schon Klasse, aber eine Innovation sind sie nicht, es ist ein höher , schneller , weiter. Ein Umstieg ist mir einfach zu teuer und es wird immer Zeiten geben in denen der eine oder andere Hersteller die Nase vorne hat. Damit kann man leben. Meine 6D ist jetzt 6 Jahre alt und was soll ich sagen, sie macht mir immer noch Freude und wir haben uns aneinander gewöhnt.

  • Eigentlich könnte ich mit meinem Equipment zufrieden sein. Leistungsmäßig alles im grünen Bereich. Doch das Höher, Weiter, Schneller, überhaupt das vermeintlich Bessere ist des Guten Feind.

    Die Werbeleute und die Gerüchteküche kitzeln den Gedanken das man nichts verpassen möchte. Die Befürchtung das es technisch einen großen Sprung nach oben gehen könnte lassen einen schon wieder ängstlich auf das Konto für Investitionen blicken.

    Wir werden sehen was tatsächlich geboten wird.

  • Nach meinen Erfahrungen sind die von Fans gerne mal behaupteten „verfeindenden“ zwischen den einzelnen Japanischen Firmen längst nicht real – alle schöpfen aus dem selben Brunnen und es gibt unglaublich viele Verflechtungen und keiner konstruiert oder produziert seine Geräte oder auch nur einen Großteil seiner Bauteile selbst.
    Vielleicht steckt in dieser Aussage auch die Hoffnung, das Canon und Nikon neuen Schwung in die Fotogene bringen und damit letztlich alle beflügeln.
    Vielleicht wurde sogar ein neues Abkommen über die gegenseitige Lieferung von Sensoren, Prozessoren, Glas, Akkus oder ähnlichem geschlossen.
    „Feindbilder“ existieren meist nur in den Köpfen von vernagelten Fans – in der Fotoindustrie wollen alle Leben und leben lassen und gut verdienen und seit einigen Jahren ist der Markt extrem geschrumpft.
    Da ist mit der Aussage für mich eher Hoffnung als Befürchtung verknüpft.

  • Das ist in der Automobilszene nicht anders. Egal welche „Marke“ man fährt es sind immer fremde identische Teile an Bord ohne die der Fahrbetrieb erst gar nicht möglich wäre.

    Wer sich die Mühe macht und den Verflechtungen der asiatischen Börsennotierten Unternehmen nachgeht staunt nicht schlecht was da möglich ist. Politisch wäre das so als ob die Linken und die AFD ein gemeinsames Projekt hätten.

    Für fast zwei Drittel der Bauteile ist mittlerweile die chinesische „Werkbank“ zuständig. Natürlich wissen die Konkurrenten was die Mitbewerber machen wollen, bleibt bei den Verflechtungen garantiert nicht „geheim“!

    Nun geht es darum sich vom schrumpfenden Markt das größte Tortenstück zu sichern. Die Gründe für den Schrumpfungsprozess lassen sich nicht ändern. Um diesen zu stoppen bräuchte es neue Innovationen, das kostet Geld und Zeit, an der Börse fast nicht möglich da geht es nur um kurzfristige Gewinne.

    Wer bei dieser Gemengelage am geschicktesten agiert hat die Nase vorn. Aussagen von Sonys Senior General Manager der Digital Imaging Business Group Kenji Tanaka sind nicht zufällig, oder persönliche Meinungen, sondern gezieltes Marketing. Das heißt nichts anderes als: „Bei uns könnt ihr schon HEUTE alles kaufen.“

    Dadurch werden die Mitbewerber ordentlich unter Druck gesetzt was zu Fehlern bei diesen führen könnte, die eigene Position aber gleichzeitig stärkt. Warum sonst soll Sony ( Kenji Tanaka) den Namen seiner größten Mitbewerber überhaupt aussprechen?

    • Alfred – Sony hat noch was in der Pipeline, das Canon und Nikon die Suppe versalzen wird, da bin ich mir fast sicher, sonst würde er nicht so selbstbewusst dastehen und über die Konkurrenz reden.

      • Oder umgekehrt.
        Sieht aus, als wolle er auf den Busch klopfen, damit Canon und Nikon Farbe bekennen.
        Falls einer der Konkurenten eine Kamera herausbringt, die mit höchster Auflösung plus super Lowlight-Fähigkeit punktet, dann kann Sony mit dem System A7r + A7s einpacken.
        Technisch wäre das kein Problem, für Lowlight müsst man nur 4 Pixel auf dem Sensor zu einem zusammenfassen.

      • Ich glaube nicht das es in erster Linie um die Produkte selbst geht, es geht darum wie viel Gewinn damit machbar ist wenn die Vermarktung optimiert wird. Es geht darum die nächsten „Neuheiten“ zeitlich vor den Mitbewerbern auf der Verkaufstheke zu haben, denn der Kunde kann sein Geld nur einmal ausgeben.

        Riesige Qualitätssprünge sind momentan nicht zu erwarten. So hat mal der eine oder andere Hersteller einen winzigen technischen Vorsprung. Der ist aber niemals so groß das deswegen alle sofort wechseln würden.

        Jeder Anbieter hat treue Nutzer die in den Foren für „Ihre“ Marke „kämpfen“. Wer da noch mediale „Größen“ wie Tony Northrup auf seiner Seite hat spielt das Meinungsklavier besonders gut.

  • Es bringt doch nichts wenn wir alle nun in die Glaskugel schauen 👀
    Fakt ist, Nikon ist garnicht vertreten im wachsenden DSLM Markt und Canon für MICH gesehen nur halbherzig.
    Sony hat nun mit der A7 III auch noch einen Preis vorgelegt der eine Kampfansage ist. Das Canon/ Nikon darauf reagieren müssen dürfte klar sein, das WIE dürfte interessant werden….Sony ist bestimmt nicht im Zugzwang und es dürfte auch klar sein das Sonys Ingenieure nun jetzt keine Auszeit nehmen und Tee trinken sondern wohl schon am Projekt Alpha XX arbeiten werden.

  • Eine Randbemerkung @Mark. Die Symbolbilder zu den Blog Artikeln gefallen mir meistens sehr. Auch das zu diesem Artikel ist toll gemacht. Sind es Deine Aufnahmen oder die einer Bilddatenbank?

    • Hallo Urs! Unsere Beitragsbilder sind in den meisten Fällen Pressebilder der jeweiligen Hersteller (wie auch bei diesem Artikel hier), manchmal bediene ich mich auch bei unsplash.com. Würde sehr gerne eigene Beitragsbilder schießen, dazu fehlt mir aber leider die Zeit.

      Liebe Grüße! Mark

  • Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das mittlerweile nur noch peripher interessiert.
    Das ganze Gedröhne um spiegellose Vollformate. Das was es seit ca. den letzten fünf Jahren gibt, ist schon unglaublich gut. Es geht doch inzwischen nur um verschwindend geringe Details im Handling bzw. Komfort wie z.Bsp. beleuchtete Tasten. Über Bildqualität muss man doch nun wirklich nicht mehr debattieren.
    Und falls jetzt noch was von Canon und Nikon dazu kommt, fürchte ich, dass das auch unglaublich teuer wird. Gerade bei Nikon.
    Ich denke, die breite Masse wird diesen Firmen und ihren Innovationen nicht mehr folgen wollen.
    Das ist nur noch was für Spezialisten die ihre Kamera im täglichen Einsatz als Werkzeug nutzen und ein paar Nerd’s die glauben, sowas unbedingt haben zu müssen.

    • @Mickey
      Du hast vollkommen recht, ob DSLR oder DSLM, die Bildqualität ist im Vergleich zur vordigitalen Zeit unglaublich und kaum noch zu verbessern, egal ob APS-C oder Vollformat oder besser Kleinbild. Nichtsdestotrotz finde ich es spannend was noch so kommt und wenn es gut ist oder besser als das was ich habe, werde ich sicherlich zugreifen. Ich bezweifle allerdings, dass die Preise in den Himmel schiessen, im Gegenteil, was denkst Du was mit dem jetzt schon sehr attraktiven Preis der Sony A7 III passiert, wenn es Canon und/oder Nikon gelingt was Vernünftiges im spiegellosen Vollformat auf den Markt zu bringen. Da kannst Du dich als Verbraucher freuen, denn die Preise werden weiter sinken und auch der Gebrauchtmarkt wird mit sehr guten Modellen überflutet.

      • Hallo @Joe
        Klar, interessant ist es natürlich zu sehen, was die sich da noch einfallen lassen.
        Und in der Stock- oder Modefotografie (Werbung) und gerade auch im Sportbereich sind effektive Kameras sicherlich nützlich.
        Ich verdiene nicht mit Fotografie mein Geld. Zum Glück, denn ich weiss, dass es einige sehr schwer damit haben.

        Aus meiner Erfahrung macht schon gelegentliche Hochzeitsfotografie keinen wirklichen Spass mehr, da trotz Ansage ständig irgendwelche Personen aus Familien- Bekanntenkreis mit ihren Handys vor meinen Kameras herum tänzeln. Und die Mehrheit dieser Leute investiert im Bereich um 1000,-Euro lieber in ein intelligentes Phone, als eine Kamera mit schwerer Optik mit sich herum zu schleppen. Aus völlig nachvollziehbaren Gründen.
        Und eine beispielsweise spiegellose Nikon wäre für mich letztlich nur interessant, weil sie leise ist. Aber inzwischen habe ich mein Equipment auch im lautlosen Bereich. Sie kommt, wenn sie denn kommt, viel zu spät.

        Natürlich existiert Preisverfall. Das ist sicher ein Vorteil für den interessierten Neueinsteiger, der sich noch ausprobieren will. Ich habe mehrere Jahre alte Kameras, die ich nach wie vor für gewisse Zwecke – auch mal nach Lust und Laune einsetze. Alle funktionieren hervorragend mit ihren Optiken. Daher bin ich lange vom „Gebrauchtmarkt“ weg.
        Ich experimentiere inzwischen nur noch mit Glas und Licht 😉

    • Panasonic, Fuji, Pentax, Sony sind innovativ im klassischen Kamera-Bereich, aber wirkliche Innovation sieht anders aus.

      Ja, die Kriterien für den Kauf einer neue Kamera, gar einen Systemwechsel sind vielfältig:

      – wer hätte nicht gern, sagen wir mal 52Mpx-Fotos,
      – Zoom 28-150mm UND Festbrennweiten 28, …,150mm (KB-Äquivalent) je mit Lichtstärken 2-2,4
      – Full-HD-Touchscreen (leider nicht beweglich),
      – nachträgliche Anpassung von Bokeh und Schärfenebene,
      – extrem kompakt: 16,5 x 18,5 x 2,4 cm (inkl. Optiken), ja wirklich!!!,
      – Gesamtgewicht (alle Objektive inkl.) unter 500g (unglaublich!!!)
      – Preis ca. 2000,-€?

      Wenn dann noch die Bildqualität entsprechend gut ist? Wer überlegt sich dann nicht zuzugreifen?
      NEEEEIIIIN, nicht die Lichtfeldkamera Lytro, die ist auch sehr innovativ, aber viel billiger und hat nicht die hohe Bildauflösung.

      Nein, das ist viiiiel zu innovativ für hier im Forum schreibende herkömmliche Kameraanwender, traditionelle Fotografen, konservative Amatuerfotografen, einfache Knipser, nicht wahr?, viel zu innovativ für wohl fast alle hier, wie ich annehme.

      Aber, es gibt sie, diese Kamera:
      https://www.digitalkamera.de/Meldung/Light_L16_Kompaktkamera_will_mit_16_Linsen_DSLR-Qualitat_erreichen/10813.aspx
      https://light.co/
      Light L16
      Da steckt wirklich viel intelligente Entwicklungsarbeit drin.
      Wenn das Marketing dafür funktioniert, rollt diese Kamera den Markt von unten auf.
      Also Sony, greif dir diese Firma und steig schnell auf diesen Zug auf.

      Und Ihr Kamerabediener hier (ich bin es auch — noch) lockert mal eure Ansichten über das, was ihr für Kameras haltet, denn auch diese herkömmlichen Kameras sind auch nur eine, zwar hochgezüchtete, aber dennoch alte Technik, wie der klassische Klappspiegel, der vielleicht noch sein 100stes Lebensjahr erreichen wird, aber kaum mehr.

      • @renus
        Keine Angst, wir alten Fotografen sind flexibler als Du denkst, denn wir wollen immer das Beste! Zumindest ich. Und das Beste ist neben guter BQ, Zuverlässigkeit, Handling, Service.
        Ich fotografiere seit ich 12 Jahre alt bin, angefangen von Kodak Instamatic, über diverse andere billige Kameras hin zu Pentax, dann zu Nikon, dann als digital gut wurde zur Canon 5D Mk II bis zur 5D Mark VI und einigen anderen kleineren Geräten, wie diverse Lumix, M5, Olympus tough TG5. Ich wäre in der vor-digitalen Zeit nie zu Canon gegangen, aber die erste bezahlbare und gute Vollformat kam halt von Canon und wenn das was da vielleicht irgendwann mal so funktioniert, wie beschrieben (würde gerne Testbilder sehen), dann ist das vielleicht eine Option, aber ich denke die Handys werden die Zukunft sein.

  • Der Preisverfall von Vollformat hält sich in Grenzen. Die „abgelegten“ Boliden bekommen meine Neffen oder Nichten aufs Auge gedrückt, teilweise gleich mit den etwas älteren Objektiven weil diese meine jetzigen Sensoren nicht ausreichend bedienen können. Und weil Kameras mit mehr als 20.000 Auslösungen schwer verkäuflich sind.

    Trotzdem machen die sehr gute Bilder und ich werde gefragt warum ich nicht einfach weiter damit arbeite.

    Solange der Sensor und die optischen Rechnungen der Objektive die selben bleiben ist es beim Vollformat doch völlig egal ob mit oder ohne Spiegel gearbeitet wird. Der Größenvorteil wird bei der Verwendung vom Batteriegriffen verschwindend gering.

    Wenn ich wirklich klein, leicht und gut möchte würde ich zu MFT greifen und selbst da würde ich auf den „Sucher Höcker“ verzichten, lieber zwei Spitzen-Objektive kaufen, das war es dann mit den finanziellen Systemausgaben. Außerdem bieten diese Kameras Funktionen von denen APSC- und Vollformatler nur träumen können.

    Sollten jetzt Canon/Nikon mit neuen Spiegellosen KB um die Ecke kommen müssten die Sensoren deutlich mehr als die derzeit von Sony zugelieferten können. Das würde jeweils ein neues Bajonett und eine komplett neue Objektiv-Reihe bedeuten. Einfach nur ohne Spiegel reicht nicht, deswegen würde ich mir persönlich keinen Adapter und keine neue Kamera kaufen.

    Teurer darf es auch nicht werden, weil sonst verwende ich doch gleich lieber das Original, nämlich Mittelformat.

  • Canon und Nikon werden mit Spiegellosen kommen. Aber nur um einen noch wachsenden Markt zu bedienen.
    Der Pferdefuß sind die vorhandenen Objektive mit ihrem recht langen Auflagemaß. Einerseits möchte man dem Privatanwender ein sehr gutes Gerät in die Hand geben, zum anderen den gewerblichen Anwender nicht vergraulen. Eine DSLM macht am meisten Sinn, wenn das Auflagemaß mit entsprechendem Glas verkleinert wird, sonst geht nur die Adapterlösung. Diese Objektive sind bei den beiden großen Herstellern noch nicht vorhanden, bzw. wahrscheinlich in Konstruktion. Sony hat, auch wenn es andere anders sehen, ein umfangreiches Objektivprogramm, sowohl eigene als auch Fremdhersteller. Canon hat mit der M einen guten Anfang gemacht, meiner Meinung nach aber nicht das richtige Gerät für harten gewerblichen Einsatz. Und da wird nun mal das Geld verdient. Es ist wie im Autogewerbe, der Passat bringt die Marge, der Polo läuft mit.
    Mit einfachen Worten: DSLR weiter pflegen, in DSLM nicht das gesamte Budget für Konstruktion und Entwicklung ausgeben. Im Kamerasektor wird das Geld bei teuren Geräten und Objektiven verdient, der Einsteigerbereich, wo auch die M zu gehört, läuft mit. Vielleicht ist die M auch nur ein Versuchsballon: „Schauen wir mal wie gut das angenommen wird“. Sony hat jedenfalls bereits einen gewissen Marktanteil und wird auf jeden Fall mit der A7 Reihe Geld verdienen. Der Weg dahin war sehr weit und wahrscheinlich sehr verlustreich.
    Ich sehe bei Canon und Nikon eine unbegründete Eile aufkommen. Irgendwie wollen sie auf Biegen und Brechen endlich die spiegellosen Geräte bringen. Schauen wir mal auf Pentax, auch da war schon die spiegellose im Programm. Wurde mangels Nachfrage eingestellt.