Sony

Von Gehäusen über Objektive bis hin zu den Sensoren ist Sony an so gut wie jedem Fertigungsschritt einer Kamera beteiligt. Mit der Sony A7 feuerte das japanische Unternehmen zudem den Startschuss für den branchenweiten Umstieg von der DSLR zur DSLM ab. Was es auch abseits seiner Foto-Vergangenheit über Sony zu wissen gibt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Geschichte

Es gibt kaum einen Bereich der Unterhaltungselektronik, in dem der Name Sony nicht auftaucht, seien es Spielkonsolen, Fernseher oder eben natürlich auch Kameras. Und das wahrscheinlich zu recht – schließlich hatte man die letztgenannte Sparte schon seit Gründung des Unternehmens im Blick, wenngleich Gerüchten zufolge ein Reiskocher das erste Produkt der inzwischen mehr als 70 Jahre alten japanischen Firma gewesen sein soll. Das bezieht sich allerdings auf eine Gerätschaft, die unter Aufsicht von einem der Mitgründer in einem früheren Unternehmen entwickelt wurde, allerdings nie Marktreife erreicht hatte.

Aber der Reihe nach: Sony wurde als „Tōkyō Tsūshin Kōgyō K.K“ (was sich als „Tokioter Kommunikationsunternehmen“ übersetzen lässt) bald nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 7. Mai 1946 von Akio Morita und Masaru Ibuka gegründet. Der Name Sony wurde 1955 zunächst als Markenname verwendet, bevor er 1958 für das gesamte Unternehmen stehen sollte. Kontrovers diskutiert wurde die Tatsache, dass Sony als erstes japanisches Unternehmen lateinische Buchstaben benutzte. Der Name erinnert übrigens an die damals auch in Japan gebräuchlichen Begriffe „Sonnyboy“ (gescheiterter Junge) und „sunny“ (heiter).

Wenngleich Sony heutzutage als erfolgreiche Firma, sogar als das japanische Unternehmen mit den größten Geldreserven überhaupt gilt, war der Weg kein leichter. In den Achtziger Jahren urteilte ein Analyst der New York Times sogar, dass „die besten Tage von Sony“ bereits vergangen waren. Zuvor machte sich Sony besonders mit Audioprodukten, etwa mobilen Transistorradios oder natürlich dem berühmten Walkman international einen Namen.

Produkte

Kameras

Obwohl die ersten fotografischen Experimente schon weit in der Vergangenheit liegen, ist Sony im Gegensatz zu Herstellern wie Canon ein vergleichsweise junger Vertreter auf dem (professionellen) Kameramarkt. Während man in den Neunziger Jahren schon Digitalkameras unter den Serien Digital Mavica und Cyber-shot verkaufte, folgte die erste Spiegelreflex namens Sony Alpha A100 erst im Jahr 2006 nach der Übernahme von Konica Minolta.

In der A7-Serie finden sich die beliebtesten Kameras des Unternehmens.

2013 errang Sony mit der A7 einen Meilenstein, denn es war nicht nur die erste spiegellose Vollformatkamera des Unternehmens, sondern der ganzen Branche. Damit war Sony der namhaften Konkurrenz um Jahre voraus, denn Canon und Nikon schlossen sich dieser wegweisenden Entwicklung erst 2018 mit der EOS R bzw. Z6 und Z7 an. Die A7-Reihe ist bis heute eine der wichtigsten Kameraserien von Sony.

Zu weiteren Kamerareihen von Sony gehören derzeit:

  • Sony Alpha 7, Alpha 1, Alpha 9 (spiegellose Vollformatkameras)
  • Sony Alpha 6000 (spiegellose APS-C-Kameras)
  • Sony RX (Kompaktkameras)

Neben Kameragehäusen und Objektiven (mehr dazu weiter unten) ist Sony auch noch der größte Hersteller von Bildsensoren. Diese kommen nicht nur in den eigenen Kameras sowie zahlreichen Smartphones zum Einsatz, sondern beispielsweise auch in Kameras von Konkurrenten wie Nikon oder Canon.

Videokameras

Sony hat ein breit gefächertes Portfolio an Videokameras für den Profi- und Hobbybereich. Dabei reicht das Angebot von handlichen Camcordern unter der traditionsreichen „Handycam“-Marke bis hin zu wuchtigen Electronic-Broadcast-Kameras mit 4K-Auflösung, die etwa für Fernsehproduktionen verwendet werden.

Objektive

Eine Systemkamera mit auswechselbaren Objektiven, wie Sony sie nun seit Jahrzehnten herstellt, ist ohne die dazugehörigen Objektive praktisch nutzlos. Daher erscheint es nur logisch, dass Sony sich auch der Produktion der entsprechenden Linsen angenommen hat.

Wie im Abschnitt „Kameras“ erwähnt, hatte Sony seinerzeit das Unternehmen Konica Minolta übernommen, um seine Kamerasparte auszubauen. Damit einher ging die Adaption des von Minolta schon 1985 entwickelten A-Bajonetts (oder auch A-Mount oder AF-Bajonett). Das „A“ lehnt sich an die Submarke „Alpha“ an, das noch heute auf Sony-Kameras prangt. Kameras mit A-Mount fanden 2016 mit der Alpha 68, 77 II und 99 II ihr Ende. Per Adapter können die alten Objektive aber auch ohne großartige Kompromisse am heute relevanten E-Mount-System genutzt werden.

Sony stellt selbst eine ganze Reihe von Objektiven her, vertraut aber auch auf Drittanbieter.

2010 sollte dann mit dem E-Mount bei den APS-C-Kameras Alpha Nex-3 und Nex-5 eine neue Ära eingeläutet werden. Der Name E-Bajonett rührt übrigens von dem englischen „eighteen millimetre“ her, weil das Auflagemaß nur 18 mm beträgt. Das macht das kleinere Auflagemaß gegenüber des vorher verwendeten und inzwischen ausgemusterten A-Bajonetts deutlich. Mit der Hasselblad Lunar wurde 2012 die erste Kamera eines Drittherstellers mit E-Mount vorgestellt.

Doch Sony ist nicht nur für Objektive verantwortlich, auf denen der eigene Markenname prangt, denn der Konzern ist auch größter Anteilseigner von Tamron.

Smartphones

Vor dem Zeitalter der Smartphones brachte man Sony vor allem durch das Tochterunternehmen Sony Ericsson mit Mobiltelefonen in Verbindung. Später wurden in der Xperia-Familie weitere Smartphones mit dem Betriebssystem Android herausgebracht. Die Smartphones von Sony zeichnen sich inzwischen durch ihren Fokus auf ihre (Video-)Kamerafähigkeiten aus.

Spielkonsolen

Sony hat sich mit der PlayStation eine der beliebtesten Serien von Spielkonsolen aufgebaut, die mit dem Start ihrer ersten Generation im Jahr 1995 in Europa ihren Anfang nahm. Doch schon seit den 1970er Jahren experimentierte Sony mit der Sparte. Inzwischen hat sich die PlayStation zu einer der technisch fortschrittlichsten Konsolen entwickelt, die durch Zubehör wie eine VR-Brille erweitert werden kann.

Fernseher

Sony ist im Geschäft mit Fernsehgeräten seit Jahrzehnten fest verwurzelt. Bevor 2005 die noch immer aktive Bravia-Linie (was übrigens eine Abkürzung für „Best Resolution Audio Visual Integrated Architecture“ darstellt) eingeführt wurde, verkaufte man lange Zeit TVs über das Tochterunternehmen Wega. Sonys Portfolio an Fernsehern erstreckt sich über die verschiedensten Größen und setzt hauptsächlich auf LED- und OLED-Bildschirme, teilweise werden auch schon modernere Technologien wie Mini-LED verwendet.

Aktuelle Neuigkeiten

Wir versuchen bei Photografix stets, dich über die aktuellsten Neuigkeiten der verschiedenen Kamerahersteller auf dem Laufenden zu halten. Auch aktuelle Sony-News findest du selbstverständlich bei uns auf der Seite. Hier sind die neusten sechs Artikel, die wir zu Sony veröffentlicht haben:

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