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Sonys neuer Micro-Four-Thirds-Sensor: 47 MP, 8K-Videos mit 30 fps

Sony hat einen neuen Sensor im Micro-Four-Thirds-Format vorgestellt. Der Sensor arbeitet mit 47 Megapixeln und ist in der Lage, 8K-Videos mit 30 fps aufzuzeichnen.

Kameras von Olympus und Panasonic

Micro-Four-Thirds-Kameras von Olympus und Panasonic haben durchaus Vorteile im Vergleich zu Kameras, die mit APS-C- oder Vollformatsensoren arbeiten. Beispielhaft wäre hier die kompakte Bauweise zu nennen, außerdem ist ja vor allem die GH-Reihe von Panasonic dafür bekannt, erstklassig für die Aufnahme von Videos geeignet zu sein.

Im Sensor-Bereich hat sich zuletzt bei den Micro-Four-Thirds-Kameras allerdings relativ wenig getan. Dabei wäre gerade hier die eine oder andere Verbesserung wünschenswert, damit bei neuen Kameras im Vergleich zu älteren Modellen mal wieder ein echter Schritt nach vorne zu sehen ist. Zu häufig sind Kameras noch mit alten Sensoren ausgestattet, die schon vor Jahren in anderen Modellen verbaut wurden.

Der neue Micro-Four-Thirds-Sensor von Sony

Was theoretisch im Micro-Four-Thirds-Bereich möglich ist, das zeigt nun Sony mit einem neu vorgestellten Sensor, dem Sony IMX492LQJ. Dieser arbeitet mit einer Auflösung von unglaublichen 47 Megapixeln, was im Vergleich zu den aktuell üblichen ca. 20 Megapixeln eine enorme Steigerung darstellt. Außerdem ist der Sensor auch in der Lage, 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen.

Dass die 8K-Auflösung früher oder später kommen wird, gilt quasi als sicher, auch wenn es dafür zu Beginn keine oder nur sehr wenige passende Abspielgeräte geben wird. Panasonic war in den letzten Jahren stets ein Vorreiter im Video-Bereich, wäre also gut möglich, dass der neue 47-Megapixel-Sensor von Sony früher oder später auch in einer entsprechenden High-End-Kamera von Panasonic zum Einsatz kommen wird.

Lasst euch übrigens nicht davon irritieren, dass Sony den neuen IMX492LQJ als Sensor für „Überwachung und Industrie“ vorsieht. Genau dieser Einsatzzweck wurde nämlich damals auch beim Sensor der Panasonic GH5s angegeben.

Quelle: DPReview

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

68 Kommentare

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  • Mir – und auch all meinen Kunden – reichen die 20 MP meiner GH 5 zwar voll und ganz aus. Dennoch ist es schön, zu wissen, dass MFT ggf. wesentlich höhere Auflösungen zulässt. Tatsächlich wurde ja schon länger drüber spekuliert, die GH 6 könne mindestens 24, wenn nicht gar 30 oder stolze 42 MP haben. Wobei mir persönlich eine Auflösung zwischen 24 und 30 wahrscheinlicher scheint und (siehe oben) in einem GH 5 Nachfolger auch vollends reichen würde!!!

      • Du erwartest doch nicht ernsthaft eine Antwort? Peter schreibt immer nur einen Kommentar in jeden Artikel, beteiligt sich sonst aber nicht an Diskussionen (was ja auch jedem offen steht).

        Erinnert mich stark an YouTube, wo Menschen bei „großen“ Youtubern einen Satz hinterlassen, um Andere auf ihren Kanal zu lotsen.

        Scheint hier auch zu funktionieren, denn die Klickzahlen sind im Vergleich zu vorher teilweise deutlich in die Höhe gegangen.

      • Mir hat das auch einen etwas zu werbenden Charakter inzwischen, deshalb habe ich den Namen mal von „Fotografie, Kampfsport & Fitness Peter Hoffmann, Waldstr.20, 66113 Sbr. Peter Hoffmann“ schlicht und einfach zu „Peter Hoffmann“ geändert. Peter, ich würde dich bitten, das in Zukunft so beizubehalten.

      • Ich dachte ich frag mal nach. Das einsehbare Material überzeugt mich auch nicht wirklich, daher war es für mich mal interessant wer da zur Kundschaft gehört.

      • Ich bin im Bereich Reportage-Fotografie tätig, bei der Regionalpresse wie auch Fachzeitschriften. Hier funktioniert MfT tadellos, für großformatige Kalenderdrucke mag das anders aussehen!

      • Ich war – speziell wegen deines weiteren (zweiten) Kommentars – übrigens mal auf deiner Seite. Einige der Fotos gefallen mir ausgesprochen gut, andere weniger. Aber sind die, die mir weniger zusagen, dafür schlecht? Bestimmt NICHT!! Das liegt wohl mehr / eher daran, dass du als Hochzeitsfotograf und ich als Foto-Journalist eine unterschiedliche Herangehensweise und Sichtweise an ein Motiv haben.
        In diesem Zusammengang denke ich zum Beispiel an eine Diskussion, die wir vor einiger Zeit unter Kollegen geführt haben, nämlich die, wie die Beach-Volleyball-Damen „richtig“ in Szene gesetzt werden? Natürlich würde man unter rein fotografisch-künstlerischen Gesichtspunkten die Sportlerinnen und deren Athletik in den Vordergrund rücken und die Zuschauerränge eher im Unschärfebereich verschwimmen lassen … aber dann kommen eben die Besonderheiten der Regionalpresse zu tragen. Sprich: Die LeserInnen freuen sich darüber, wenn sie sich selbst oder Bekannte unter den Zuschauern ausmachen. Also lässt man das „Freistellen“ der Sportler dann doch lieber sein.
        Zum Teil müssen auch Werbebanner und vieles mehr mit scharf im Bild sein. Insofern kommt es in meinen Augen immer auf das „Geschäft“ an, das man betreibt. Ich bin Journalist & Fotoreporter (das übrigens seit einigen Jahrzehnten), hauptsächlich in den Bereichen Tierhaltung, Naturkunde und (Kampf) Sport, teilweise auch für die Tages- und Regionalpresse, die gegenüber Fachmagazinen (s.o.) nochmals speziell(er) ist. Da geht es dann in aller Regel um die Dokumentation eines ganz bestimmten Textes mit Bildmaterial und nicht um eine Herangehensweise, wie sie zum Beispiel jemand. der ein Fine Art drucken will oder ein Paar zur Hochzeit begleitet, an den Tag legt.

        Liebe Grüße

        Peter

      • Ich war – speziell wegen deines weiteren (zweiten) Kommentars – übrigens mal auf deiner Seite. Einige der Fotos gefallen mir ausgesprochen gut, andere weniger. Aber sind die, die mir weniger zusagen, dafür schlecht? Bestimmt NICHT!! Das liegt wohl mehr / eher daran, dass du als Hochzeitsfotograf und ich als Foto-Journalist eine unterschiedliche Herangehensweise und Sichtweise an ein Motiv haben.
        In diesem Zusammengang denke ich zum Beispiel an eine Diskussion, die wir vor einiger Zeit unter Kollegen geführt haben, nämlich die, wie die Beach-Volleyball-Damen „richtig“ in Szene gesetzt werden? Natürlich würde man unter rein fotografisch-künstlerischen Gesichtspunkten die Sportlerinnen und deren Athletik in den Vordergrund rücken und die Zuschauerränge eher im Unschärfebereich verschwimmen lassen … aber dann kommen eben die Besonderheiten der Regionalpresse zu tragen. Sprich: Die LeserInnen freuen sich darüber, wenn sie sich selbst oder Bekannte unter den Zuschauern ausmachen. Also lässt man das „Freistellen“ der Sportler dann doch lieber sein.
        Zum Teil müssen auch Werbebanner und vieles mehr mit scharf im Bild sein. Insofern kommt es in meinen Augen immer auf das „Geschäft“ an, das man betreibt. Ich bin Journalist & Fotoreporter (das übrigens seit einigen Jahrzehnten), hauptsächlich in den Bereichen Tierhaltung, Naturkunde und (Kampf) Sport, teilweise auch für die Tages- und Regionalpresse, die gegenüber Fachmagazinen (s.o.) nochmals speziell ist. Da geht es dann in aller Regel um die Dokumentation eines ganz bestimmten Textes mit Bildmaterial und nicht um eine Herangehensweise, wie sie zum Beispiel jemand. der ein Fine Art drucken will oder ein Paar zur Hochzeit begleitet, an den Tag legt.

        Liebe Grüße

        Peter

    • Die RX100- und RX10-Serie gibt es seit Jahren mit 20 Megapixel, und die kann man getrost bei ISO 800 verwenden, zur Not auch bei ISO 3.200, wenn man die Fotos nur in Zeitungen drucken will. Deren Sensoren sind halbes Four Thirds Format (13×8 statt 17×13).

  • ich sehe das als tageslichtsensor.
    ich denke da wieder an die smartphones die vor x jahren schon 40mp hatten. oder an meine inzwischen ins alter gekommene tz-31 mit 14mp oder was es auch war. es ist nur die frage wieviel dieser pixel letzten endes tatsächlich nutzbar sind. ich kenne den sensor zwar noch nicht, aber höher als iso 400 sehe ich da nicht.

    • Ja
      Bei Smartphones

      Derzeit ist es so, dass man sich ausrechnen kann, in welchen zeitlichen Abständen welche Verbesserungen kommen und wieviel Jahre man warten muss, bis die Kameras kommen, die man braucht.

      Man fährt gerade bei Smartphones dieselbe eklige Krümelkacker-Schiene, wie sie lange von den traditionellen Kameraherstellern gefahren wurde. Da wird beispielsweise der Ultraweitwinkel mit einer schlechteren Kamera ausgestattet als die im Weitwinkel. Ich fasse das als Aufforderung zu Kaufzurückhaltung auf.

  • 47 MP für mFT find ich gut.
    Keine Bange,die entsprechenden Optiken, werden die Pixel schon packen.
    Ist ja bei PanaLeica, Leica darin.
    Vielleicht doch eher für Überwachungskameras, weil da mFT sehr beliebt ist.
    Und, wird Panasonic auf einen Sony-Sensor zurückgreifen, wo sie doch grad im Cine-Bereich ihren organischen 8K Sensor vorstellen, mit Global Shutter und so.
    47 MP Sony mFT vielleicht was für eine Olympus E-M1 Mk III.

      • Danke Finny 🙂 Wenn man mal seinen Ideen freien Lauf lässt, kann das schon kreativ sein 🙂 Damit wäre das E-Bajonett das erste mit DREI Sensorformaten!! APS-C-Objektive hätten dann eine weitere Verwendung.

        Noch so eine Idee? … Wenn Sony solch eine mft-Kamerareihe auflegte, dann vielleicht noch in der ParallelVariante mit mft-Bajonett, dann mischen sie auch da noch im Marktsegment mit!!! Und gute Objektive sind schon vorhanden!

      • @Finny
        Stell Dir vor, Sony will mal den Markt testen, was machen sie dann, wie andere Firmen auch? Sie starten einen „Testballon“, der heisst „47Mpx-Sensor“ als Info in die Medien geben und daraufhin die Reaktionen in diesen Diskussionen beobachten: Dann lesen sie z.B. auch meine Ideen 🙂
        auf die sie vielleicht selber nicht gekommen wären 🙂 und schon startet bei Sony ein neues Projekt namens mft-Kamera (2 Varianten)!! 🙂

  • 47 MP machen für einen Fotosensor bei mFT keinen Sinn! Und das sage ich als mFT Fan.
    Was soll bei einem Pixelsize von ca. 1,9 µm noch an Qualität übrig bleiben ?
    Bei Video das Gleiche. Da bleibt nur mehr Match übrig.

    Das wäre für mFT der falsche Weg. Eine moderate Steigerung auf ca. 24 MP und noch höhere Geschwindigkeit bei der Bildrate und 4k / 60p bei Video hätten mehr Sinn.

    • @Maratony:

      Was früher schon nicht funktioniert hat funktioniert auch heute nicht. Physik kann man halt (noch) nicht überlisten.
      47 Mio. Minipixel auf einer Minifläche von 13 x 17mm wir nicht gehen. Aber die Jugend glaubt ja auch, dass ein Smartphone mit 3 oder 4 Kameras eine gute Bildqualität hat. Ja, bei Sonnenschein stimmt das sogar, aber sonst ….

  • Das führt zu neuen, noch teureren Objektiven – dann kann man gleich Vollformat kaufen, mit mehr Pixel und weniger Brennweite und dadurch auch nicht mehr größer und schwerer.

  • Hallo Leute,

    Wie der Sensor „sieht“ hängt von der Signalverarbeitung ab. Das mit den Objektiven ist nicht leicht zu erklären. Grob ausgedrückt passen oft die einzeln darstellbaren Linien einer Optik nicht mit der Matrix des verwendeten Sensors und der Signalverarbeitung zusammen, an einem anderen Sensor (anderer Hersteller) mit der selben Packungsdichte funktioniert es hervorragend. Die Pixel Größe des neuen Sony Sensors ist übrigens mit 2.315 Mikrometern angegeben.

    Außerdem gebe ich zu bedenken das auch eine mehrfache Auslesung mit zusammengelegten Pixeln machbar ist. Siehe Smartphone und dem Beispiel Nachtaufnahmen. Mehr Pixel bedeuten nicht unbedingt größere Ausgabeformate, man kann sie auch anders nutzen.

    Wie stark ein Sensor rauscht hängt unter anderem von seiner Schichtdicke ab. Die ist nicht angegeben, deswegen bin ich da erst mal vorsichtig solange keine näheren technischen Daten verfügbar sind. Auch habe ich meine früheren Erfahrungen bezüglich Sensoren im positiven Sinn über Bord geworfen, weil sie sich als mittlerweile nicht mehr zutreffend herausgestellt haben.

    @joe, 305 MP auf dem Mittelformat, ja und, da stellen sich mir keine Haare auf, eher ist für mich die Frage ob ich 305 MP haben muss.

    Das MFT ein interessantes System ist zeigt sich hier von neuem.

    • @Alfred
      wie bereits schon gesagt, ich beneide dich um deine GFX 100 und denke das ist eine Kamera fürs Leben. Ich bin im Gegensatz zu Dir kein Freund von MFT, ein guter Bekannter hat eine Olympus OM 1 II, macht ordentliche Bilder, aber nicht vergleichbar mit meiner 5D4, speziell im höheren ISO-Bereich ist die Kamera nach meinen Massstäben unbrauchbar. Sollten die 47MP auf einem MFT-Sensor tatsächlich brauchbar sein fände ich das toll, denn dann wäre natürlich auch noch viel mehr möglich bei VF oder MV, aber wie Du bin ich der Meinung, dass neben dem Pixelwahn noch viele andere Dinge bei einem Bild wichtig sind.

      • Vorab, es wäre eine EM1 MK2 und nicht OM1…. Und das die Kamera im oberen ISO Bereich unbrauchbar ist, Blödsinn! Das sagen die, die diese Kamera nicht besitzen… Ich arbeite mit Vollformat (Nikon D5/D800) und olympus MFT (EM1 MK2) und habe einen direkten Vergleich…. Durch das letzte Update hat die Olympus sehr viel an Qualität gewonnen und ist auch im oberen ISO Bereich sehr gut einsetzbar. Ich finde die Aussage „Ein Freund hat eine Olympus…..“ oder „ich kenne jemand der eine hat…“ immer recht Blöd, denn ich kann nur über etwas Urteilen was ich selber auch besitze…… Alles andere ist Hören – Sagen….. Meine Meinung

      • @Robin
        …Vorab, es wäre eine EM1 MK2 und nicht OM1
        Ja, Herr Oberlehrer Sie haben Recht

        …Ich finde die Aussage „Ein Freund hat eine Olympus…..“ oder „ich kenne jemand der eine hat…“ immer recht Blöd
        Soll ich jetzt seinen Namen und Adresse hinschreiben, ich gebe dir mal seine Initialen MKS. M steht für Max.
        …denn ich kann nur über etwas Urteilen was ich selber auch besitze…… Alles andere ist Hören – Sagen…
        Bilder hört man nicht, die sieht man! Ein bis zweimal wöchentlich sendet er mir einen link auf dem er neue Fotos von seinen häufigen Reisen veröffentlicht. Er hatte früher eine Nikon, habe nicht verstanden weshalb er die verkaufen wollte, aber er wollte etwas Kleineres. Die Bilder sind ok, und am Tag auch gut, aber hohe ISO – ohne Pixelshift ist schon 800 nicht mehr brauchbar. Und das ist meine Meinung! Aber vielleicht hast du ja auch nur geringere Ansprüche.

      • Servus Joe

        Warum ich MFT so sympathisch finde?

        Zum einen weil es mittlerweile komplett, zum anderen weil das Volumen/Gewicht im Rahmen bleibt und weil nichts wirklich teuer ist. Außer einige Bilder vor dem Laden des Großhändlers habe ich keine sonstigen Erfahrungen mit Olympus, MFT machen können.

        Warum es dann doch eine APS-C des selben Herstellers zur Mittelformat geworden ist? Erstens weil die X-T3 recht handlich ist, aber der Hauptgrund war die fast selbe Bedienung der Kameras und der RAW Konverter CaptureOne der wie maßgeschneidert für die Fujis ist.

        Zu analogen Zeiten war eine Entwicklung der Filme im Speziallabor der Punkt für wesentlich bessere Ergebnisse. Heute hat die „Entwicklung“ der Rohdaten diese Funktion übernommen. Weil ich immer auf der Suche nach Tools zur besseren, bequemeren Signalverarbeitung bin werde ich mir das Lumminar4 mit seinen interessanten Möglichkeiten sehr genau ansehen. „KI“ gesteuerte Funktionen, warum nicht wenn sie aufwendige Bearbeitungsschritte flott und gut erledigen.

        Wie der neue Sony Sensor mit einer sehr guten „Entwicklungssoftware“ zusammen arbeitet, darauf kommt es an. Leider werden die meisten Bilder mit JPEG gemacht. Da ruiniert die Kamera interne Bildbearbeitung ordentliche Ergebnisse weil sie 70% der vorhandenen Informationen unwiederbringlich vernichtet. Wenn die Anwender wenigstens beide Formate speichern würden, aber anscheinend ist in deren Köpfen immer noch die „teure“ SD Karte ein Hindernis. So kommt es dazu das die Mär vom Bildrauschen sich ungeachtet der Verbesserungen weiter verbreitet.

      • @Alfred,

        Tatsächlich fotografiert mein Bekannter mit der Olympus fast ausschliesslich JPEG, und tatsächlich ist das Rauschen dadurch geringer, allerdings zu Gunsten oder besser zu Ungunsten einer internen Glättung. Wie gesagt, hätte ich nicht noch andere teure Hobbys würde ich auch den Gang wie Du zu MV gehen, aber, da kriege ich dann wirklich Probleme mit meiner Frau. Mit Deiner Zweitkamera X-T3 hast du ja auch einen anderen Weg als den MFT-Weg gewählt, und was ich so über die X-T3 höre scheint dieser Weg der richtige zu sein. Der einzige Grund weshalb ich seinerzeit bei Canon gelandet und nicht bei Nikon geblieben bin war, dass Canon mit der 5D II eine noch bezahlbare VF-Kamera anbot, der Verkäufer damals hatte mir die Nikon D90 empfohlen, aber ich wollte unbedingt VF und habe mich Gott sei Dank gegen seinen Rat entschieden. Hätte es damals schon die D800 gegeben wäre ich bei Nikon geblieben.
        Ich habe ja nichts gegen MFT, aber ich finde es einfach nicht gut genug, da ich oft mit ISO 1600 bis 6400 fotografiere.

      • @joe:
        Auch wenn ich wieder als der bezahlte mfT Messias rüberkomme.

        Komme gerade von einem Kurzurlaub aus Rovinj und habe aus der Hand bei ISO 1600 im HR- und im Normal-Modus der E1MX viele Nachtaufnahmen bei 1/20 sec. gemacht. Im JPG Modus bei Einstellung Rauschunterdrückung „Gering“.

        Ja, klar rauschen die Bilder bei 100% Zoom leicht. Im Vollbildmodus am 5k Monitor siehst du das Rauschen praktisch nicht. Also was soll´s. Meine analogen Fotos mit einem ISO 1000 Film haben auch gerauscht. Das war jedem klar. Heute macht jeder ein Theater wegen ein bisschen Rauschen …

        Und das freihändige Fotografieren ist mir viel mehr Wert als das ganze Rauschtheater ob der verschiedenen Kameras. Hätte auch die Z-6 nehmen können, aber der Stabi und die Auflösung kommt halt nicht mit ….

    • Ganz genau Alfred! Die besten Handys liefern eine sehr beachtliche Fotoqualität. Somit ist klar, daß Pixeldichte kein Problem ist. Ich habe übrigens das, hier schon erwähnte, Lumix 1020. Mit seinen 42MP war es damals der Pixel-König. Es ist sicher allen hier klar, daß diese 42MP auf einem kleinen Sensor nicht das Selbe wie die 36 MP meiner damaligen D800 sind. Dennoch lieferte das 1020 eine Qualität die auch heute keinen Vergleich mit aktuellsten Handys scheuen muß und ist etwa auf dem Niveau der ersten Generation DSLR´s. Neben Auflösung gibt es auch so Sachen wie Dichte und Tiefe die mit höherer Auflösung schöner werden. Dazu neue Rechenmodelle mit mehreren Aufnahmen, Kombination mehrerer Pixel und dergleichen. Wenn dann die Kamera zudem noch im DNG ausliefert gibt’s auch am Rechner keine Probleme. Ohnehin sind die neuesten M43-Objektive schon auf eine hohe Auflösung hin konstruiert, die auch 8K schön ausleuchten. Die ersten 8K Fernseher gibt es und wer eine Kamera dafür liefern kann, die nicht tonnenschwer ist…

      • @PGS
        Man kann auch auf einen 1″ Sensor 100MP draufladen und bei sehr gutem Licht kriegt man auch vernünftige Bilder, aber wehe die Sonne verschwindet oder es wird abend oder man ist in der Wohnung. Wenn das wirklich alles so toll ist, dann ganz ehrlich, dann sind ja die ganzen Kamera-Hersteller und die entsprechenden Käufer Vollidioten. Da ich aber davon ausgehe, dass nicht alle nur heisse Luft im Kopf haben, ist bei dir Wohl der Wunsch Vater des Gedanken! NOCH – ich betone – NOCH sind Kameras besser als SP, und je grösser die Sensorfläche, desto schwieriger wird es diese einzuholen. Wer nur auf Instagram oder auf dem Handy Bilder anschaut, der braucht sich im Übrigen keine Kamera kaufen, da reicht schon was heutige SP bieten.

      • @Joe! Was sind SP? Ich mache Fotos wegen mit dem IPhone (SP???) wegen des GPS um die Fotos der Kamera zu sortieren. So hab ich schon mal das gleiche Foto vom Handy und auch meiner 850er. Selbstverständlich erkenne auch ich die Unterschiede in den Fotos verschiedener Kameras. Dennoch ist es erstaunlich wie gut die Handy Fotos sind. Ein gewisser Unterschied wird immer bleiben, da sicherlich alle Sensoren weiterentwickelt werden. Genau so ist klar daß ein Handy eine Systemkamera (ob nun mit oder ohne Spiegel) nicht ersetzen kann. Andererseits ist der Trend zur kleineren Kamera immer schon da gewesen. Einst waren alle Fotoapparate Großformatkameras, dann kam Mittelformat und Kleinbild. Diese Typen gibt es auch heute alle noch neu. 99,x% wurden vor der Digitalzeit jedoch, der Praktikabilität wegen, mit einem Kleinbildformat aufgenommen. M43 hat locker das Film-Mittelformat überholt. Da ist einfach die Frage, warum noch Kleinbild? Ebenso ist es mit der Forschung. Meine erste DSLR war die Fuji S2. Gigantischer Fortschritt! Aus heutiger Sicht ein Rauschmonster mit 6MP. Also seien wir mal nicht so pessimistisch, was hohe Empfindlichkeiten hochauflösender Sensoren betrifft.

  • Kann mir nicht vorstellen, dass dieser Sensor in eine mft Wechselobjektivkamera eingebaut wird. Dynamik umfang ist zu schlecht, Diffraktion setzt vermutlich ein bevor selbst die besten Objektive an die Auflösung herankommen. Ich denke hier geht es um andere Anwendungen. Für hohe Fotoauflösung haben die Hersteller doch mit dem Sensorshift eine gute Technik entwickelt, die Potential bietet. Ich habe bei slashcam gelesen, dass 8k auch nur mit 10 bit ausgelesen werden können… für mich unwahrscheinlich, dass die Ansprüche bei Panasonic so niedrig sind.

    • Da wirds sicher um 10Bit Video gehen. Das ist was anderes und deutlich besser als das herkömmliche 8Bit, das meist noch in den gängigen Videocodecs verwendet wird.

    • Dynamik und Empfindlichkeit sind immer eine Kombination von Sensor-Physik und Rechenmodellen. Diese Rechenmodelle machen erst so etwas wie ISO-Empfindlichkeit. Man mache ein richtig belichtes 1600 ISO Bild und lasse Blende und Zeit. Danach mit ISO 100 ein Foto. Erscheint auf dem Rechner schwarz. Hellt man es entsprechend auf hat man etwa Dynamik und Rauschen wie beim nativen 1600 Bild. Funktioniert allerdings nicht bei überbelichtung…

    • @Dorian:

      Ein oft gelesener und verbreiteter Irrtum. Ein heutiger mFT Sensor hat 20 MP. (Brutto eigentlich 21 MP). Auch das können die sehr guten mFT Objektive, die kleine Pixelgröße von 3,75µm haben, problemlos und sehr scharf bedienen. Bis in die Ecken. Und ich habe viele Pro-Objektive von Olympus, die das beweisen.

      Nun stelle dir vor es gäbe einen VF Sensor / Kamera von Olympus! Der Sensor hätte bei der 4 fachen Größe des VF (ohne das Olympus was ändern müsste (ausgenommen vielleicht einen schnelleren Prozessor) nun plötzlich ca. 80 MP. Alles andere bleibt gleich. Die Pixelgröße, die Empfindlichkeit, das Rauschen usw.

      Olympus war damit ohne Probleme schon 2016 (als die E1-MarkII vorgestellt wurde) dort wo z.B.: Sony mit der A7RIV heute (2019 – fast schon 2020) ist ! Einen Sensor mit der 4 fachen Größe (als mFT) herzustellen wird damals nicht das Problem gewesen sein.

      Also wenn das die Optiken heute schon schaffen, geht auch 80 MP mit entsprechenden Optiken, das ist nicht das Problem.

      Das Problem ist nur, dass die Kamerahersteller sich mit dem Pixelwahn aus meiner Sicht in ein technisches Eck manöverieren, aus dem Sie qualitativ nicht mehr herauskommen.

      Extrem kleine Pixel auf die dann auch beschränkte Fläche von VF Sensoren = lichtschwache und rauschanfällige Kameras, die nun auch eine Pixelgröße von 3,8µm haben.

  • Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das momentan immer noch Sensorgröße durch nichts zu ersetzen ist. Schon rein physikalisch ergeben sich andere Möglichkeiten der Bildaufzeichnung. Als ich noch meine Canon mit 50 Megapixel und die Mittelformat Fuji mit ebenfalls 50 Megapixel hatte war der Unterschied bei Vergleichsaufnahmen deutlich sichtbar.

    MFT ist nun wirklich kein großer Sensor, er hat aber durchaus Vorteile. Was mir besonders gefällt ist mit welcher Hingabe Olympus und Panasonic mit der Software kluge und echt brauchbare Zusatznutzen generiert haben. So etwas würde ich dem APS-C und dem Vollformat wünschen.

    Selbst die Sony 1Zoll Bridge Kamera meines Neffen macht sehr gute Bilder wenn die üblichen Lichtverhältnisse herrschen. Für die meisten Urlauber und Hobbyisten reicht das schon.

    Also vergleichen sollte man nur innerhalb der Systeme und nicht Sensorgrößen übergreifend weil das unfair ist. Sonst könnte ich behaupten das alles unterhalb von digitalen Rückteilen Schrott ist. Die Repro Scanner könnten das selbe vom Mittelformat sagen und die 3D Fraktion setzt noch einmal einen oben drauf.

    • Gelegentlich fotografiere ich sogar noch im Großformat. Es ist schon richtig, was Sie sagen, Alfred. Je größer der Sensor/Film, um so schöner sind die Übergänge von scharf zu unscharf, ist die Darstellung räumlicher Tiefe und die Dichte. Darum vergleicht man. Wie groß sind die Unterschiede und was bin ich bereit dafür zu opfern. Ein Großformat-Foto sollte auch der Laie vom Handy-Foto unterscheiden können. Bei anderen Formaten habe ich so meine Zweifel.

    • Alfred,

      da wir gleich beim Thema sind; ich verstehe überhaupt nicht, dass ausgerechnet du, der ja auf absolute Topqualität wert legst, dich mit MF zufrieden gibst. Das ist doch nur was für Amateure … schau dir doch einfach mal die Bilder des Ehepaars Popp an, die mit Grossformat fotografieren, dann wirfst du deine MF gleich auf den Müll …

      https://popphackner.com/portfolio

      Viel Spass beim Bewundern, vielleicht findest du ja einen Käufer für deine MF 100 MP …

      • Hallo Rolf:

        Habe mir die Fotos des Links: popphackner.com angesehen.
        Viele sehr gute Bilder, viele jedoch auch schwach und flau.

        Vor allem die Gegenlichtaufnahmen der New … Serie. Unscharf, flau, falsche Schärfe und zu wenig Tiefenschärfe (wenn schon alles scharf sein soll) und nicht einer Großformat würdig. Oder fasziniert dich nur das 4:3 Format.

        Die Fotos bringt bald einer auch mit VF hin, der nichts anderes zu tun hätte als zu fotografieren und auf das richtige Licht warten kann.

      • Hallo OlyNik,

        Gegenlichtbilder haben immer flaue Stellen im Bild, aber das stört den Gesamteindruck nicht, im Gegenteil. Unscharfe und Bilder mit zu wenig Schärfentiefe habe ich keine gesehen. Allerdings habe ich nicht jedes einzelne darauf hin kontrolliert, denn da sind absolute Topshots am Werk, die schon jeden Wettbewerb gewonnen haben, den es zu gewinnen gibt, und zwar beide. Sie arbeiten absolut pedantisch, die stellen sicher keine Bilder ins Netz, bei denen die Schärfe nicht stimmt, ausser es ist gewollt.

        Klar bringt man die Bilder mit VF auch hin, aber der Unterschied zeigt sich erst bei grösseren Ausdrucken. Er selbst hat in einem Interview mal gesagt: „Bei dem überwältigenden Detailreichtum muss man aufpassen, dass man den Blick fürs ganze Bild nicht verliert“, oder so ähnlich.

        Auf jeden Fall bezweifle ich, dass du solche Bilder mit deiner Oly hinkriegst …

      • Hi Rolf:
        Bitte nicht falsch verstehen. Die Fotos sind absolut Top. Und natürlich von bester Qualität. Wie den auch sonst mit einer solchen Kamera und vermutlich 100% am Stativ mit optimalen Einstellungen.
        Mir ist nur die der etwas flaue Bildeindruck bei Gegenlichtaufnahmen und die oft leichte Unschärfe in der rechten unteren Ecke aufgefallen.

        So was kenne ich seit der Nano-Vergütung von Nikon und auch den Olympus Pro Objektiven nicht mehr. Dort ist der Kontrasteindruck sogar bei Sonnengegenlicht extrem hoch und nicht so neblig.
        Habe sogar schon Flugshows direkt mit der Sonne im Hintergrund fotografiert. Früher war man da teilweise für Minuten fast blind; heute kannst du mit der Nanovergütung direkt in die Sonne sehen und man hat keine Probleme.

        Das hat sich wesentlich verbessert. Hoffe auch nur, das sich diese Themen auch bei diesen Großformat-Objektiven sich bald durchsetzen.
        Bezüglich des Qualitätseindruckes bei Großvergrößerungen bin ich voll bei dir.

        Aber wie du ja siehst kommt man heute ohne Internet nicht aus. Und die geringe Auflösung dieser Internetbilder ist solchen hochwertigen Bildern leider sehr abträglich.

  • Sauberes 4K ist völlig ausreichend. Ich möchte jetzt endlich den Global Shutter sehen! Die sollen ihre Manpower lieber in die Entwicklung echter technologischer Schritte investieren. Bessere Prozessoren für höchste Auslesegeschwindigkeit, gepaart mit anständiger KI.

  • Das stimmt nicht, dass APS bzw. MFT Kameras kleiner sind als Vollformat. Die GH-Modelle von Panasonic sind oft wesentlich GRÖßER und nicht kleiner als die alpha7-Serie von Sony.

  • Hallo,
    weil’s ja um Sensoren geht passt vielleicht dieser Artikel zum Thema…
    Fand Ihn sehr interessant da auch durch Fakten/Daten/Links gestützt.

    Sensordilemma: https://www.foto-schuhmacher.de/artikel/hardware/sensor-dilemma.html

    Was mich erschrak, ist die Aussage dass das die Sensor-Technik aus den SP’s zum Teil erst 1/2 Jahrzehnt später in die Systemkameras umgesetzt wird z.B. die BSI Technik kam 2010 ins I-Phone, 2017 erstmalig in die A7RII und 2017 in die Nikon D850…“, Stacked CMOS Technik schon 2012 im SP erst 2107 in die A9 !
    Hätte ich jetzt so nicht gedacht…

    Gruß Conny

  • Olympus baut schon seit Jahren keine eigenen Sensoren mehr. Es sind Sony Sensoren. Und ich glaube auch nicht das dieser Sensor weder in Olympus noch in Panasonic seinen Platz finden würde. Denn es ist NUR ein 10 bit Sensor, was tatsächlich füt Überwachungskameras oder für die Industrie Sensoren ausreicht.
    Tatsache ist das es von Sony noch Sensoren gibt die fertig Entwickelt sind aber noch in keiner Kamera verbaut wurden. Einer dieser Sensoren wird höchstwahrscheinlich in die M1mkIII kommen und wurde nur deshalb nicht in die M1X nicht verwendet weil die Entwicklung der Kamera schon zu weit vorangeschritten war um diesen ein zu bauen.
    Nämlich mit Globelshater und Größerem Dynamik umpfang und ca. 28 B/sec. Er wurde letztes Jahr wie dieser Sensor vorgestellt. Was eher Passieren kann das Panasonic IHREN ähnlichen Sensor mit der GH6 rausbringen. Und damit, wie es jetzt mit der S1H passiert ist, Sony dazu bringen ihre 7S nochmal zu verschieben um sie nochmal zu verbessern. Olympus hat mit der M1X eine Kamera auf Zuverlässigkeit gebaut und nicht auf max. Bildqualität. Das wird wie eine EOS 5 in Zukunft die M1 mkIII übernehmen. Die M5 mkIII wird schon vieles der jetzigen 1er übernehmen und dann ist Verteilung der Aufgaben gut gelöst.