Tamron Objektive

Tamron 25-200mm f/2.8-5.6: Kostenloses Update macht Reisezoom Makro-tauglich

Ein Superzoom von Tamron kommt seinen Motiven jetzt deutlich näher. Möglich macht das ein kostenloses Update.

Tamron hat für das 25-200mm f/2.8-5.6 Di III VXD G2 (Modell A075) die Firmware Version 3 veröffentlicht. Sie hebt den maximalen Abbildungsmaßstab im Brennweitenbereich zwischen 25 und 70 mm auf 1:2 oder besser an. Zwischen 35 und 50 mm erreicht das Objektiv sogar 1:1,7 und liegt damit über dem, was üblicherweise als Halb-Makro gilt.

Bei 50 Millimetern fast doppelter Maßstab

Wie groß der Zugewinn ausfällt, zeigt Tamron an einem Vergleichsbild bei 50 mm Brennweite. Mit Firmware 2 und älter lag der maximale Abbildungsmaßstab dort bei 1:3,1, mit Version 3 sind es 1:1,7.

Zum Marktstart im Oktober 2025 nannte Tamron einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1,9, wie wir bei der Präsentation berichtet haben. Den erreichte das Objektiv allerdings nur am kurzen Ende bei 25 mm, wo der Arbeitsabstand entsprechend gering ausfällt. Bei 50 mm bleibt mehr Platz zwischen Frontlinse und Motiv, ihr verschattet das Objekt seltener und die weitwinkeltypische Verzeichnung fällt weg.

Damit verschiebt sich auch die Position im Wettbewerb. Das zeitgleich vorgestellte Sigma 20-200mm f/3.5-6.3 DG Contemporary deckt am kurzen Ende mehr Weitwinkel ab und wiegt weniger, kommt beim Abbildungsmaßstab aber auf maximal 1:2. Beim Tamron gilt dieser Wert nach dem Update über einen ganzen Brennweitenbereich hinweg.

Update läuft über die Tamron Lens Utility

Einspielen könnt ihr die Firmware selbst. Dafür verbindet ihr das Objektiv über seinen USB-C-Anschluss mit dem Rechner und nutzt die Tamron Lens Utility für Windows und macOS. Kosten entstehen nicht.

Wie Tamron den Zugewinn technisch erreicht, führt der Hersteller nicht aus. An der optischen Rechnung kann Firmware nichts ändern, der zusätzliche Verstellweg der Fokusgruppe muss also bereits in der Mechanik angelegt gewesen sein.

Seit Tamron seinen Objektiven einen USB-C-Anschluss am Bajonett spendiert, gehören Firmware-Updates zum Standard. Der Nutzen blieb bisher überschaubar: Im Dezember 2022 verbesserte Tamron beim 50-400mm f/4.5-6.3 und beim 150-500mm f/5-6.7 die AF-Verfolgung bewegter Motive und gab die AF-Assist-Funktion für Videoaufnahmen frei. Ein Update für das 18-400mm f/3.5-6.3 beseitigte 2022 einen Fehler, durch den der Autofokus an Canon EOS R7 und EOS R10 nicht zuverlässig ansprang. 2024 folgte ein Fix für 20-40mm und 50-400mm, bei denen der Fokusring die Fokusposition ungewollt verstellen konnte. Im Frühjahr 2026 kam die Bluetooth-Anbindung TAMRON-LINK für ältere Modelle dazu.

Das 25-200mm f/2.8-5.6 Di III VXD G2 ist seit November 2025 erhältlich und kostete zum Start 849 Euro. Eine Fassung für andere Bajonette als Sony E-Mount gibt es bislang nicht, das Update betrifft entsprechend nur diese Version. Ob weitere Objektive mit USB-C-Anschluss vergleichbare Nachbesserungen erhalten, ist offen.

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Das Update fällt in eine bewegte Woche für Tamron. Der Hersteller hat am 30. Juli bestätigt, von der Sony Group ein rechtlich nicht bindendes Angebot zur vollständigen Übernahme erhalten zu haben, wie wir berichtet haben. Falls ihr generell in die Makrofotografie einsteigen wollt, findet ihr in unserer Einführung zu Grundlagen und Ausrüstung alles zu Abbildungsmaßstab, Naheinstellgrenze und passendem Equipment.

Ist das Objektiv in eurem Besitz oder habt ihr das Update vielleicht sogar schon aufgespielt? Schreibt uns eure Erfahrungen in die Kommentare!

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24 Kommentare
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J.Friedrich

Keine Erfahrung, da PanaSigma fixiert. Aber ich finde es krass-klasse, das auch bei Obis im Nachgang durch Update(s) Möglichkeiten geschaffen werden können in die Steuerkurve der Mechanik und Ansteuerung von Linsengruppen einzugreifen und neu zu definieren! Toll Tamron!

Rolf Carl

Finde ich auch. Massstab unter 1:2 ist schon mal eine Ansage für so ein Objektiv. Vermutlich auch auf Druck von Sigma, aber egal, Konkurrenz belebt das Geschäft.

J.Friedrich

So ist es und Tamrons Obi-Offensive ist Beweis: Konkurrenz belebt das Geschäft. Auch der chinesische Druck ist zum Teil gut um Innovation zu fördern – Sonys Übernahme-Absicht beweist, mit Power im Rücken, ist sicher einiges besser möglich – man darf gespannt sein …

Radioreinhard

Nachdem, was ich immer wieder über Teleobjektive lese, könnte ich ja mal versuchen, mit meinem 4/300 eine Fliege aus 5 cm Entfernung aufzunehmen. Die Fliege sollte dann auf dem Bild sehr deiailreich sein, und etwas die scheinbare Größe eines Elefanten haben.

Oder sind die heutigen Teleobjektive doch nicht so gut?

Ollika

Nein, sind sie nicht, weil sie nicht Made in GDR sind! Reinhard, zurück auf dein Zimmer! 🤯

Thomas Nordsee

Das Menschenkind Radioreinhard hat einen hohen Unterhaltungswert…

J.Friedrich

… und sendet weiter fröhlich 24/7 aus Punxsutawney seine kleingeistige Dauerverweigerung hinsichtlich altueller, digitaler Fototechnik …

WRDS

Evtl. ist das auch nur ein DDR Bot und kein Mensch.

Thomas Nordsee

Das kannste haben… ich nehme „die Stimme“ jedenfalls nicht Ernst.💥

J.Friedrich

Nu, soweht isch errrinnneree, hoadden wirr Bots sooo ab neuin-zeehn-viierr-unn-seschzig: BausOldaTen waren Soldaten, die den Wehrdienst verweigerten. Sie leisteten einen UUU = unheimlich unbewaffneten Undienst in der NVA = NationaleVollpfostenAgentur, bei dem sie statt einer pseudomilitärischen Ausbildung schwere körperliche MBAs = MauerBauArbeiten verrichteten = Wahrheitsgehalt oben <= KK* = sogenannte *Kujau-Konstante

Alex

Lese seit längerem die Beiträge auf dieser Web und muss sagen, der Kommunikationsstil ist Stammtischmässig – sexistisch und arrogant. Mich wundert es, dass die Redation so „kulant“ ist. Stil hat das auf jeden Fall nicht.

Dirch

Hallo, ich habe das Update aufgespielt und es funktioniert tadellos. Der Abstand Objekt zu zur Frontlinse ist bei 70 mm allerdings immer noch relativ gering, so grob geschätzt ca 5 bis 6 cm. Im Vergleich zur alten Firmware jedoch ein Fortschritt, da betrug der Abstand bei 25 mm Brennweite vielleicht 0.5 bis 1 cm. Ich find’s klasse, dass sso was geht, erweitert es doch die Einsatzmöglichkeiten, zumindest bei unbelebten Gegenständen, Pflanzen und eingefrorenen Insekten oder meinetwegen auch Schnecken, da muss das Objektiv nicht mehr in das Objekt gerammt werden. Und die Verschattungsproblematik ist deutlich geringer, also von mir thumbs up.
Grüße
Dirch

J.Friedrich

Klasse, dass Du direkt aufgespielt, getestet und mitgeteilt hast – neues Feature, neue Potenziale.

Maik Richter

Der Abstand zum Objektiv soll dadurch ja auch nicht größer werden. Um einen größeren Abbildungsmaßstab zu bekommen, muss ja die Naheinstellgrenze verkürzt werden, folglich kommt man dann auch mit dem Objektiv noch näher ans Motiv, um einen größeren Abbildungsmaßstab zu bekommen (der Abbildungsmaßstab hängt ja von der Brennweite und vom Abstand zwischen Motiv und Sensorebene, der sogenannten Naheinstellgrenze, ab). Umso größer der Abstand zwischen Motiv und Sensorebene, desto kleiner wird auch der Abbildungsmaßstab. Mit einem Weitwinkelobjektiv muss man daher z.B. wesentlich dichter ans Motiv, um auf einen Abbildungsmaßstab von 1:2 zu kommen, als mit einem Teleobjektiv.

Alfred Proksch

Wunderbar nun ist ein Universalzoom noch universeller geworden – Glückwunsch allen Besitzern.

Endlich ist eine Bridge Kamera im größeren Sensorformat plus der Objektivwechsel Möglichkeit entstanden. Paradiesische Zustände – hoffentlich kommt keine Eva mit dem Apfel vorbei!

Joachim

nach unbestätigten Meldungen soll Nikon ein Übernahmeangebot an Tamron gemacht haben.

J.Friedrich

… nach unbestätigte Meldungen soll Nikon das Übernahmeangebot an Tamron, nach einem Blick in die leere Schatulle wieder zurückgezogen haben …

Carsten Klatt

Nach unbeständigten Angaben träumt Nikon davon, noch einige Tamron Objektive für das eigene System abzustauben. Das ist der gleiche Traum wie jener, von einer Nikon Produktionsstätte auf dem Mond.

Joachim

Es soll sich um Sony und Tamron handeln.

Schaschanist

Ich höre immer wieder nur den Abbildungsmaßstab, warum nicht mal einfach angeben wie sich die Naheinstellgrenze bei Brennweite X ändert?
Es gab bei Tamron mal solche Angaben, wo welche Naheinstellgrenze ist, für mich als Jemand der mit Macro an sich nix tun hat, hilft das mehr.
Mein Tamron 50-300 hat auf 50mm auch eine Naheinstellgrenze von Gegenlichtblende auf zu fotgrafierendes Objekt… welchen Abbildungsmasstab auch immer das ist…

Rolf Carl

Die Naheinstellgrenze wird nicht von der Gegenlichtblende aus gemessen, sondern von der Markierung auf dem Kameragehäuse aus, meistens ein durchgestrichener Kreis. Ausserdem lässt sich das ganz einfach feststellen, indem man immer näher ans Motiv geht, bis es sich nicht mehr scharfstellen lässt.

Maik Richter

So ist es, die Naheinstellgrenze wird immer von der Sensorebene aus gemessen und der Strich im Kreis zeigt an, wo genau die Sensorebene sich befindet (so kann man die Naheinstellgrenze messen, ohne das Objektiv abzuschrauben und direkt vom Sensor aus zu messen).

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