Es wurde eine Patentanmeldung von Tamron veröffentlicht, die ein 50-130mm f/2.8-Objektiv mit Innenzoom-Konstruktion beschreibt.
Das Patent trägt die Nummer P2026105742 und wurde bereits im Dezember 2024 eingereicht, einsehbar ist es allerdings erst seit dem 26. Juni 2026. Die veröffentlichten Ausführungsbeispiele zeigen ein Zoom mit einer Brennweite von rund 51,5 bis 130,9mm bei einer Lichtstärke von f/2.88, was in der Praxis also einem 50-130mm f/2.8 entspricht.
Ähnlich wie das 35-100mm, aber mit einem wichtigen Unterschied
Wer von euch das bestehende 35–100 mm F/2.8 Di III VXD von Tamron kennt, wird die optische Verwandtschaft erkennen. Der Brennweitenbereich ist dabei leicht in den Telebereich verschoben, während die Lichtstärke gleich bleibt. Der entscheidende Unterschied liegt in der Baulänge. Während das im Februar erschienene 35–100 mm beim Zoomen ausfährt, soll die neue Konstruktion als echter Innenzoom konzipiert sein, sodass sich die Gehäuselänge über den gesamten Zoombereich nicht verändert.
Das bringt praktische Vorteile wie bessere Abdichtung, weniger Staubeintrag und stabileres Handling am Gimbal. Gerade ausfahrende Tubus-Konstruktionen sind erfahrungsgemäß anfälliger für Staub. Ein Innenzoom könnte das zumindest teilweise entschärfen. Das wäre dann ähnlich wie bei anderen Tamron-Innenzoom-Konstruktionen wie z.B. dem Tamron 17-50mm f/4. Das kürzlich für Canon RF und Nikon Z erschienene Tamron 17-70 mm f/2.8 ist hingegen kein Innenzoom.
Tamron selbst gibt keine Auskunft darüber, ob aus diesem Patent ein Produkt wird. Da das 50-130mm f/2.8 direkt mit dem eigenen 35-100mm f/2.8 konkurrieren würde, bleibt offen, ob Tamron beide Objektive parallel im Portfolio führen würde.
Spielt es für ein Rolle für euch, ob bei einem Objektiv der Tubus ausfährt? Oder bevorzugt ihr einen Innenzoom?
via: Asobinet



Innenzoom ist mir persönlich ziemlich egal. Mir kommt es in erster Linie auf die optischen Eigenschaften an. Sehr viele Objektive – auch absolute High-End-Modelle – sind keine Innenzooms. Ich hatte damit bisher weder bei Staub, Sand noch Regen irgendwelche Probleme.
Bei einem Tele kann ich einen Innenzoom noch eher nachvollziehen, weil die Gewichtsverteilung dort eine größere Rolle spielt. Dafür hat man dann aber oft das schlechtere Packmaß im Rucksack. Wie so oft: Alles hat seine Vor- und Nachteile. Wer dagegen viel filmt und einen Gimbal nutzt, wird vermutlich einen Innenzoom bevorzugen, weil sich der Schwerpunkt beim Zoomen nicht verändert.
Oder nehmen wir mal als Beispiel das Sony FE 100–400 mm F4.5–5.6 GM. Wenn jemand genau dieses Objektiv wegen seiner optischen Leistung, des Autofokus, Gewichts oder Gesamtpakets haben möchte, dann gibt es eben nicht die Wunschkonfiguration „mit oder ohne Innenzoom“ zur Auswahl.
Von daher stellt sich die Frage für mich oft gar nicht so grundsätzlich.
Man bewertet am Ende das komplette Objektiv – und nicht nur ein einzelnes Merkmal wie Innenzoom. Und ganz ehrlich: Wenn ich nach Abbildungsleistung, Autofokus, Gewicht, Preis und vielen anderen Parametern auswähle, steht Innenzoom bei mir ziemlich weit unten auf der Prioritätenliste.
Mahlzeit!
Ich finde Innenzooms deutlich angenehmer und praktischer. Auch in Hinblick auf den Staubsaugereffekt ziehen sie theoretisch weniger “Dreck” von außen an sofern sie vernünftig abgedichtet sind.
Ein weiterer Vorteil tangiert all jene, die damit auch filmen wollen und ggfs. Filter/Matteboxen etc verwenden. Ausfahrende Gläser sind hier oftmals problematisch oder erschweren die Arbeit.
Und zur Aussage des Sony FE 100-400er… Offenbar haben sich Fotografen eben eine Innenzoom-Variante gewünscht und wurden mit dem “neuen” 100-400er erhöhrt. Natürlich in einer ziemlich anderen Preis-Range und auch vom Volumen/Gewicht nochmal ‘ne andere Baustelle als das “Bestands 100-400er.”
Allen wird’s man sowieso nie recht machen können – aber wenn wir mal einen Blick auf die gängigen 70-200er werfen, so werden die “Pro” Zooms auch fast ausschließlich als Innenzoom angeboten – egal ob von Sony, Canon, Sigma oder Nikon.
Insofern fände ich ein 35-130er mit Innenzoom tatsächlich interessant – wobei mir ‘nen 24/28-xxx mit Innenzoom noch besser gefallen würde.
Da es bzgl. dieses Tamrons lediglich ein Patent und kein Gerücht über ein tatsächlich in Entwicklung befindliches Objektiv ist, braucht man sich hier nicht näher den Kopf zu zerbrechen. Ganz grundsätzlich finde ich die Kompaktheit und Größe von Luftpumpen, auch wenn mir das Handling von Innenzooms gerade bei größeren Teleobjektiven schon deutlich besser gefällt.
Wer schnell Millionär werden möchte entwickelt ein „Luftpumpen freies“ Zoom Objektiv! Selbst bei Festbrennweiten ist Staub innerhalb der Linsen nicht zu verhindern. Das wäre ein revolutionäres PATENT der Sonderklasse!
👍
Ich denke, das Patent ist einfach ein Enwurf, bei dem intern diskutiert wurde, ob es das 35-100 oder das 50-130 werden wird und Tamron hat sich dann für ersteres entschieden. Daher ein “veraltetes” Patent, das wahrscheinlich nie genutzt wird.
PS: Das Tamron 17-50mm F4 ist strenggenommen auch kein richtiges “Innenzoom” – das Frontelement bewegt sich nämlich, nur ist dieses vollständig vom Gehäuse umgeben. so könnte man theoretisch jedes Zoom zu einem Innenzoom machen. Ein echtes Innenzoom hat ein fixes Frontelement – so wie das Patent 🙂
Ich finde ja das 35-150 ziemlich fein von der Abbildungsleistung her. Ist ziemlich groß, ja, aber hat ja auch etwas zu bieten. Und zwei Kameras umhängen zu haben ist ja auch nicht immer kleiner oder handlicher. Aber auch hier würde ich mir ein Innenzoom schon wünschen, obwohl die Länge noch überschaubar variiert. Vermutlich würde das 35-150 dann aber eher so groß werden wie die maximale Länge der Linse jetzt schon ist.