Tamron erhöht ab April 2026 die Preise für drei Objektive um bis zu 200 Euro und begründet dies mit steigenden Rohstoff- und Logistikkosten.
Tamron erhöht in Japan zum 1. April 2026 die Preise für vier beliebte Objektive mit Sony-E- und Nikon-Z-Bajonett. Betroffen sind das 28-75mm f/2.8 Di III VXD G2, das von mir sehr geschätzte 28-200mm f/2.8-5.6 Di III RXD und das 35-150mm f/2-2.8 Di III VXD. Die Aufschläge liegen je nach Modell zwischen rund 11.000 und 31.000 Yen.
Am stärksten trifft es das Allround-Zoom 28-200mm für Sony E, das um 30.800 Yen (ca. 166 Euro) teurer wird und künftig 129.800 Yen (ca. 701 Euro) kostet. Auch das bei Porträtfotografen beliebte 35-150mm steigt um 23.100 Yen (ca. 125 Euro) auf 253.000 Yen (ca. 1.366 Euro). Beim 28-75mm G2 fällt die Erhöhung für die Sony-Variante mit 26.400 Yen (ca. 143 Euro) deutlich höher aus als für die Nikon-Z-Version mit 11.000 Yen (ca. 59 Euro).
Als Grund nennt Tamron anhaltend steigende Kosten für Rohstoffe, Fertigung und Logistik. Trotz interner Sparmaßnahmen sei es nicht mehr möglich, die Mehrkosten allein aufzufangen. Konkreter wird das Unternehmen nicht. Tatsächlich belasten aber mehrere Faktoren derzeit die gesamte Kamerabranche: Spannungen im Nahen Osten verteuern Transportwege, weil Schiffe den Suezkanal meiden und den langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung nehmen müssen. Hohe Ölpreise schlagen auf Kunststoffe, Verpackungsmaterial und Energiekosten in der Produktion durch. Hinzu kommt ein schwacher Yen, der importierte Vorprodukte zusätzlich verteuert.
Bereits im abgelaufenen Fiskaljahr drückten gestiegene Materialkosten und US-Zölle auf Tamrons operatives Ergebnis. Gleichzeitig will der Hersteller so produktiv sein wie nie und im laufenden Jahr zehn neue Objektive veröffentlichen.
Für Käufer könnte das bald höhere Einstiegspreise bei Objektiven bedeuten, die bisher als eher preiswert galten. Sollte sich die geopolitische Lage nicht entspannen, könnten im Laufe des Jahres weitere Hersteller nachziehen und sich die Effekte auf andere Märkte ausweiten. Allerdings muss man auch festhalten, dass die Preisempfehlung des Herstellers nicht unbedingt in direkter Verbindung zum tatsächlichen Verkaufspreis stehen muss: Das 35-150mm gibt es in Japan etwa bereits ab gut 800 Euro. Hierzulande ist der Preis seit Einführung ebenfalls von 1.799 Euro auf 1.399 Euro gefallen.
via: Asobinet


Ist doch ein alter Hut, Stichwort „Corona“. Mal schauen, wer dieses Mal die Gewinner sind.