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Vergleich: Nikon D500 vs. Canon EOS 7D Mark II (Teil 3)

Dritter und letzter Teil unseres Vergleichs zwischen Nikon D500 und Canon EOS 7D Mark II. Selbstverständlich mit einem ausführlichen Fazit.

Im letzten Teil unserer Gegenüberstellung zwischen Nikon D500 und Canon EOS 7D Mark II wollen wir noch auf die kleinen Unterschiede eingehen, die es nicht in Teil 1 oder Teil 2 geschafft haben. Vor allem aber wollen wir in einer ausführlichen Zusammenfassung zu einem Fazit kommen.

Konnektivität

Smartphones, soziale Netze usw. sind in der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Ja, auch hier wird der ein oder andere sagen, dass er WiFi usw. nicht braucht – doch selbst Profis würden hin und wieder gerne in irgendeiner Weise ihr Smartphone einbeziehen. Nikon hat darauf bei der D500 Rücksicht genommen, und zwar mit Bluetooth, WiFi und NFC. GPS fehlt hier zwar, allerdings können über die Bluetooth “Snapbridge Verbindung” wohl die GPS Daten direkt vom Smartphone bezogen werden (wenn wir das richtig verstanden haben). Die Canon EOS 7D Mark II hat weder WiFi noch NFC oder Bluetooth zu bieten – GPS ist allerdings mit an Bord. Dieser Punkt geht also ebenfalls klar an die Nikon D500 und es ist schön zu sehen, dass Nikon im Jahr 2015 angekommen ist und auch an Nutzer denkt, die Instagram, Facebook und Co. bedienen wollen.

Weitere Unterschiede

Wir versuchen mal die weiteren Unterschiede zwischen Nikon D500 und Canon EOS 7D Mark II so kurz wie möglich abzuhandeln:

  • Der Zwischenspeicher der D500 ist deutlich größer. Sie kann die volle Serienbildgeschwindigkeit über 200 komprimierte und 71 unkomprimierte RAW-Aufnahmen halten, die 7D Mark II nur über 31.
  • Der Akku der D500 ist fast doppelt so groß wie der der 7D Mark II (1240 Bilder vs. 670 Bilder)
  • Die Nikon D500 ist 50 Gramm leichter als die 7D Mark II.

Zusammenfassung und meine persönliche Meinung

Im Grunde kann man den Vergleich Nikon D500 vs. Canon EOS 7D Mark II ziemlich schnell auf den Punkt bringen: Die Nikon D500 ist der Canon EOS 7D Mark II auf dem Papier (!) in den allermeisten Bereichen überlegen. Eigentlich in allen. Vielleicht kann die 7D Mark II hier und da noch gut mithalten (Bildqualität, Gesamtbeurteilung des Autofokus [vor allem im Video Bereich] usw.), aber letztendlich muss man einfach festhalten, dass die Nikon D500 die deutlich bessere Kamera ist.

Nun kommen wir aber zu einem entscheidenden Punkt: Die Nikon D500 MUSS auch die bessere Kamera sein! Denn mal ganz davon abgesehen, dass sie rund 16 Monate nach der 7D Mark 2 auf den Markt gekommen ist und dementsprechend neuer ist, kostet sie nach der unverbindlichen Preisempfehlung auch gut 600 Euro mehr! Der Straßenpreis der Canon Kamera liegt zum Zeitpunkt dieses Artikels bei grob 1.400 Euro, damit kostet die D500 ganze 900 Euro mehr! Das ist eine ganze Menge Holz.

2.300 Euro für eine APS-C-Kamera, das ist wirklich extrem viel Geld. Doch ich hatte es in einem anderen Artikel schon angedeutet: Ein Fotograf, der sich aus welchen Gründen auch immer die beste APS-C-Kamera bzw. APS-C-DSLR auf dem Markt zulegen möchte (vielleicht weil er mit Wildlife- oder Sportfotografie sein Geld verdient) – der wird diese 2.300 Euro bezahlen. “Shut up and take my money” heißt es ja heute in den sozialen Netzwerken so schön.

Natürlich bewegen wir uns hier in einem Preisbereich, in dem man auch schon zu einer Vollformatkamera greifen könnte. Und viele werden die Nikon D500 in Anbetracht dieser Tatsache vielleicht als völlig überteuert bezeichnen – doch es gibt aktuell schlicht und einfach keine Vollformatkamera für 2.300 Euro, die so einen Autofokus, 10 fps Serienbildgeschwindigkeit, ein hochauflösendes kippbares Touchdisplay und 4K zu bieten hat! Und wer sich diese genannten Funktionen wünscht und auf einen Vollformatsensor verzichten kann, der kann jetzt eben zur Nikon D500 greifen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, der kauft sich die D7200. Oder eben doch eine Vollformatkamera, wenn der Fokus eher auf der bestmöglichen Bildqualität liegt. Das ist ja das “Tolle” an der Nikon D500: Sie ersetzt keine anderen Kameras, sondern ist jetzt einfach zusätzlich da. Innerhalb einer ganz bestimmten Nische. Und in dieser Nische ist sie aktuell konkurrenzlos.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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