Voigtländer setzt beim Nokton Classic 35mm f/1.4 auf Charakter statt Perfektion. Neu sind Versionen für Canon RF und Nikon Z, die vor allem Fans kompakter manueller 35mm-Objektive ansprechen dürften.
Wir hatten das Objektiv bereits im Zusammenhang mit Voigtländers CP+-Neuheiten in diesem Artikel erwähnt. Jetzt wird aus der damals gezeigten Neuheit ein konkretes Produkt für Nutzer von Canon-RF- und Nikon-Z-Kameras.
Lichtstarkes Nokton mit manuellem Fokus und kompaktem Gehäuse
Das Voigtländer Nokton Classic 35mm f/1.4 richtet sich an die Fotografen unter euch, die ein lichtstarkes, kompaktes 35mm-Objektiv mit bewusst analogem Rendering suchen. Autofokus und Bildstabilisierung gibt es nicht, dafür bleibt das Objektiv angenehm klein und leicht.
Laut Digital Camera World erscheinen die neuen Varianten für Canon RF und Nikon Z im Juli 2026. Der Preis für die Sony-E-Version liegt bei 749 Euro. Wir gehen daher davon aus, dass der Preis für Canon RF und Nikon Z ähnlich ausfallen wird. Die Canon-RF-Version wiegt etwa 260 Gramm, die Nikon-Z-Version rund 250 Gramm.

Klassische Optik mit bewusstem Charakter
Voigtländer nutzt 8 Linsen in 6 Gruppen und eine klassische Gauß-Konstruktion. Dazu kommen 10 Blendenlamellen, eine Lichtstärke von f/1.4 und eine Naheinstellgrenze von 0,26 Metern. Das Filtergewinde misst 58 Millimeter. Die Angaben beziehen sich auf die bereits erhältliche E-Mount-Version, bei den neuen Varianten für Canon RF und Nikon Z sind jedoch keine Abweichungen zu erwarten. Auch elektronische Kontakte für EXIF-Daten und Fokusunterstützung dürften wieder an Bord sein.
Voigtländer selbst bewirbt das Objektiv nicht als maximal korrigierte Hochleistungsoptik. Konkret lässt der Hersteller bewusst einen Teil der sphärischen Aberration bestehen. Bei Offenblende kann das zu weicheren Konturen, geringerem Mikrokontrast und sanfteren Übergängen ins Bokeh führen. Die Bilder dürften dadurch weniger technisch und eher klassisch wirken. Beim Abblenden sollte die Darstellung deutlich schärfer und kontrastreicher werden.
Sucht ihr ein 35mm-Objektiv von Voigtländer für Leica M, lohnt sich ein Blick auf das neu aufgelegte Ultron Vintage Line 35mm f/2.


„ Stattdessen sollen bestimmte Abbildungsfehler bewusst erhalten bleiben, um einen eigenen Charakter zu erzeugen.“🤣 so kann man es auch verkaufen, oder sie können es halt nicht besser. 😉
Gott sei Dank ist es NICHT ein auf Perfektion getrimmtes und Software korrigiertes „Original AF Teil“ geworden. Das Nokton Classic 35mm f/1.4 ermöglicht den Besitzern modernster DSLM Technik den Zugang zur emotionalen ehrlichen Fotografie ohne das Effekte nachträglich digital erzeugt werden müssen. Klein, leicht und zum akzeptablen Preis kommt oben drauf.
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Emotional ehrliche Fotografie……………das soll jetzt was sein?
…hat Alfred doch geschrieben was Er damit meint 🤔
„oder sie können es halt nicht besser“
Das können wir aufgrund der existierenden APO Lanthar-Serie bereits ausschließen.
Ja doch, da hast du vollkommen recht!
Hmm. Schön das du deine absolute Unwissenheit so zur Schau stellst. Kann man gut drüber lachen.
Sorry, für die Intellektuellen ist „Joe“ hier verantwortlich. Ich sorge nur für die „Lacher“ 🙂
Es wäre noch interessant zu erfahren, um welche “Abbildungsfehler” es sich handelt? Flares, Ghostings, CAs, Farbverbschiebungen, Unschärfe etc?? Wenn ich für Nikon Z ein 35mm/f1,4 mit “bestimmten Abbildungsfehler” haben möchte, dann kann ich mir auch das Nikon Z35mm/f1,4 zulegen und zwar zu einem sogar günstigeren Preis und habe dann sogar noch AF zusätzlich zum MF zur Verfügung. Ich bin zwar Fan der Voigtländer Objektive und haben selber eines, aber zumindest bestimmte Abbildungsfehler müssen bei solchen Objektiven nicht unbedingt sein. Das wären Objektivfehler und kein Objektivcharakter.
Die Differenzierung zwischen Objektivfehler und -charakter gefällt und ist für mich einsichtig!
Damit die Aussage fachlich eindeutig bleibt und nicht missverständlich wirkt, habe ich im Artikel ergänzt, dass Voigtländer konkret von bewusst nicht vollständig korrigierter sphärischer Aberration spricht.
Danke Jürgen, für Ihre Klarstellung und zusätzliche Info!
Ich würde mal behaupten, dass 35mm 1.4 Nokton Classic ist das bekannteste Objektiv von Voigtländer. Der Look ist doch bereits sehr bekannt und für Leica M und Sony bereits Jahre verfügbar.
Stimmt es gibt eigentlich genügend Informationen über dieses Objektiv im Netz. Vermutlich wird man bei den Sony,Canon,Nikon Versionen nicht wählen können zwischen SC/MC Ausführung.
Ist halt die Kopie vom Summilux-M pre-ASPH. Ziemlich gut gelungen, mit sehr viel Charakter im Bild.
Was meinst Du mit “Charakter” in diesem Zusammenhang?
Moin Thomas,
das 35mm Nokton Classic besitze ich nicht (habe das 40mm) aber ich besitze das Nokton 50/1.2 (FujiX und modern) und das Heliar 50/1.5 Classic (laut Voigtländer eines der schlechtesten Objektive welches sich sehr gut verkauft)
Nun lässt sich über Geschmack bekanntlich streiten aber ich setze das Heliar lieber für Porträt ein (besonders wenn Lichter mit ins Spiel kommen zB. Weihnachtsmarkt) hier ist mir die schlechtere “Randschärfe” auch völlig schnuppe. Die Unterschiede im Bokeh sind offensichtlich 😉
https://i.ibb.co/Ndkx81Rz/Collage-16.jpg
Ich hatte es so verstanden, dass eine neue Version des 35mm 1,4 ist und nicht nur die alte Version mit Anpassung an ein weiteres Bajonett. Kann sein, dass es so wie Du es verstanden hast richtig ist.