Kino-Technik trifft auf Smartphone-Fotografie. Honor und Arri wollen gemeinsam mobile Bildverarbeitung neu definieren.
Honor und Arri haben auf dem MWC 2026 in Barcelona eine strategische technische Zusammenarbeit angekündigt. Kernelemente von Arris Bildwissenschaft, bislang professionellen Kinokameras vorbehalten, sollen erstmals in ein Consumer-Smartphone integriert werden.
Arri entwickelt seit über 100 Jahren Kameratechnik für die Filmindustrie und wurde dafür mit 20 wissenschaftlich-technischen Oscars ausgezeichnet. Die Alexa-Kamerasysteme des Münchner Unternehmens gelten als Industriestandard in der High-End-Filmproduktion.
Bei der Zusammenarbeit sei es nicht darum gegangen, Kino-Hardware zu miniaturisieren. Stattdessen sollen die Prinzipien der Arri Image Science auf Honors mobile Bildverarbeitungsarchitektur übertragen werden: Farbwiedergabe, Umgang mit Lichtern und Schatten sowie eine konsistente Bildcharakteristik von der Aufnahme bis zur Nachbearbeitung.
“Smartphones arbeiten unter grundlegend anderen Bedingungen: kleinere Sensoren, hochintegrierte SoCs, andere optische Aufbauten und andere Bandbreitenlimits”, erklärte Dr. Benedikt von Lindeiner, Vice President bei Arri. Die Herausforderung bestehe darin, “eine echte cinematische Ästhetik in die Smartphone-Bildgebung zu bringen – natürliche Farben, sanftes Highlight-Roll-off und ein Gefühl von Tiefe.”


Das erste Produkt aus dieser Kooperation soll das Honor Robot Phone werden, das im Laufe des Jahres erscheint. Honor reiht sich damit in eine wachsende Liste von Smartphone-Herstellern ein, die mit Kamera- und Optikmarken kooperieren, etwa Xiaomi mit Leica oder Oppo mit Hasselblad.
Die Kooperation mit Honor passt zu Arris strategischer Neuausrichtung. Anfang 2025 hatte das Familienunternehmen seine Geschäftsführung erweitert und den Fokus stärker auf technologische Innovation und neue Märkte gelegt, darunter Cloud-Lösungen, digitale Zwillinge und KI-Anwendungen. David Bermbach, der die Zusammenarbeit mit Honor auf dem MWC gemeinsam vorstellte, verantwortet als Managing Director den Bereich Strategie & Innovation.
Auch andere Hersteller setzen auf cinematische Bildqualität im Kompaktformat. GoPro hatte parallel seinen neuen GP3-Prozessor vorgestellt, der neben Action-Kameras auch kompakte Cinema-Kameras antreiben soll – CEO Nicholas Woodman sprach von “kinoreifer Leistung”.


Da ist gleich ein Bündel von brauchbaren guten Ideen untergebracht die den Spaß am Bilder/Video machen unglaublich fördern.
Arri ist nichts anderes übrig geblieben um als Firma weiterhin bestehen zu können. Das jetzt „der kleine Mann“ mit seinem Smartphone von der Jahrzehnte langen Erfahrung profitieren kann geht mehr als in Ordnung. Spannend bleibt es jedenfalls!
Es war entweder im November oder Dezember wo FR mal einen Artikel von einer “Cinema-Seite” veröffentlich hatte. Also ich habe von filmen genau NULL Ahnung und verstehe bei den ganzen Fachbegriffen nur Bahnhof. Auf jeden Fall ging es dort um Farben im Kinolook (nenne ich mal so) Als Referenz kam eine Cinekamera von Arri zum Einsatz und der Rest musste sich eben beweisen. Es kamen auch Smartphone/Actioncams zum Einsatz die garnicht so schlecht bewertet wurden. Bei den drei großen Kameraherstellern sah es für einen besonders schlecht aus, lautete in etwa “die Farben seien tot”
Von daher könnte was großartiges für Hobbyfilmer dabei rauskommen 🎥
der Standart ist für mich noch Apples ProRes in einem iPhone
Sehr spannende Kooperation. Wenn es den beiden Partnern gelingt, Arri Image Science erfolgreich in das filmisch vorgestellte Smartphone zu integrieren, könnte das ein sehr spannendes Produkt werden. ich würde mir das Smartphone in jedem Falle näher anschauen.
Ich war seinerzeit dabei, als die Alexa öffentlich präsentiert wurde, ebenso bei weiteren Nachfolgern der Serie. Das sind Meisterwerke der Aufnahmetechnik. Sowohl die Hard- wie auch die Software. Perfektion bis ins Detail. Fertigungsqualität vom Feinsten. Mit entsprechendem Premium-Preis. Wer die kauft, weiß: das ist der Araberhengst unter den Arbeitspferden … Hält ewig.