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Warnung: Adobe Updater löscht Lightroom 6 ungefragt

Achtung Lightroom 6 Nutzer, keine Updates über den Adobe Download Manager herunterladen! Das Update kann Lightroom 6 komplett löschen.

Vorsicht mit aktuellen Updates für Lightroom 6

Vorsicht, liebe Nutzer von Lightroom 6: Im Moment machen einige Berichte die Runde, dass das automatische Lightroom 6 Update über den Adobe Download Manager ungefragt Lightroom 6 deinstalliert und stattdessen das neue Lightroom Classic CC installiert, für das monatliche Beiträge fällig werden. Nach dem Update auf Lightroom Classic CC muss man entweder ein Abo abschließen oder sich für die 7-Tage-Testversion registrieren, um wieder an die eigenen Bilder zu kommen. Ein Zugriff auf das alte Lightroom 6 ist nicht mehr möglich.

Ich selbst kann das Problem aktuell leider nicht nachvollziehen, möchte euch aber zur Sicherheit trotzdem auf die möglichen Probleme aufmerksam machen und beziehe mich auf den Artikel, den ich gerade auf PetaPixel gelesen habe.

Häkchen bei „Remove old versions“ deaktivieren

Das Problem ist anscheinend folgendes: In den erweiterten Optionen, die man vor der Installation des Lightroom 6 Updates öffnen kann, gibt es eine Option „Remove old versions“, müsste auf Deutsch dann „Alte Versionen entfernen“ heißen. Diese Option ist standardmäßig aktiviert, wenn man also nicht genauer hinschaut und einfach das Update installiert, dann wird Lightroom 6 gelöscht. Wer also das neue Lightroom Classic CC ausprobieren möchte, aber seine aktuelle Lightroom Version (Lightroom 6) nicht deinstallieren will, sollte unbedingt darauf achten, dass dieses Häkchen nicht gesetzt ist.

Adobe hat inzwischen eine kurze Mitteilung zu dem Problem veröffentlicht und anscheinend ist das Häkchen standardmäßig nun nicht mehr gesetzt. Es war selbstverständlich ein Versehen – na klar, was auch sonst. Ich würde in jedem Fall auf Nummer sicher gehen und vor dem Update überprüfen, ob da alles seine Richtigkeit hat.

Lesetipp: 7 interessante Lightroom Alternativen

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

7 Kommentare

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  • Man kann LR6 gar nicht updaten – zumindest ich nicht – und somit kann ich Adobe LR6 für RAW gar nicht nutzen – gebe es am Montag zurück und verwende in Zukunft wieder die Canon Software. Capture one ist zwar sehr gut, aber mit 279.- für mich als Canon Nutzer einfach unverschämt teuer im Vergleich zu Sony Nutzern, die es fast umsonst bekommen. Habe mich daher entschieden dieses Probeabo auslaufen zulassen.

    • Volker, das sehe ich auch so wie Sie, sollten sich diese Berichte als richtig herausstellen. EIn „Update“, das einem die „upzudatende“ Software löscht und ungefragt und automatisch einem ein Abomodell für eine andere Software unterjubelt geht ja sogar über das kriminelle Handeln der Abo-Fallen hinaus, die man aus dem Handy-/SMS-Bereich kennt. Denn dort wurde einem zwar auch ein Abo untergejubelt, aber dabei noch nicht einmal das Eigentum, nämlich die nutzbare Software, zerstört. Es handelt sich somit noch nicht einmal um ein Update, was das angebliche „Update“ aber vorgibt zu sein, oder seit wann löscht ein Update das eigentliche Programm komplett und unwiderruflich? Es handelt sich somit meiner Ansicht nach um eine glasklare Kundentäuschnung, mit dem Ziel der finanziellen Schädigung des Kunden bei gleichzeitiger Erzielung eines Vermögensvorteils zugunsten Adobes. Das erfüllt meiner Ansicht nach sämtliche Tatbestandvoraussetzungen des Betrugs gemäss §263 StGB. Ausserdem sehe ich keinerlei Grund dafür, weshalb es nicht auch eine Sachbeschädigung sein sollte und/oder Computerkriminialität gemäss §§303a, 303b StGB. Auf die gleich mehreren einschlägigen Bestimmungen des UWG gehe ich erst gar nicht ein, um hier nicht ein juristisches Seminar zu eröffnen. Adobe bewegt sich hier auf ganz dünnem Eis und die Angelegenheit zeigt meiner Ansicht nach ziemlich klar, was man in der Zwischenzeit von diesem Unternehmen halten kann.

      So, ich bin mir sicher, jetzt tauchen die Adobe-Fanboys wieder auf und wollen mir mit Adobe-Textbausteinen erklären, dass das alles angeblich seine Richtigkeit hat und Adobe für uns nur das Beste will.

  • Zumindest am 24.10. wurde LR6 beim „Update“ gelöscht und LR Classic Testversion installiert. Wer wie ich nicht ordentlich aufgepasst hat, hat erstmal sein LR6 verloren. Von der Bibliothek hat man ja ein Backup.
    LR6 und die Updates, einschl. das Neue 6.13 findet man auf den Adobe Webseiten. Nach Download und Installation sowie etwas verlorener Zeit ist wieder alles hergestellt. Ich würde es nicht Verbrechertum nennen, eine zwielichtige Aktion bleibt es jedoch und macht mir Adobe nicht sympathischer. Ich werde erstmal bei LR 6.13 bleiben, eine dauerhafte Lösung ist es nicht. Ende des Jahres wird der Produktsupport eingestellt und irgandwann auch der Betriebssystem Support. Leider sehe ich derzeit keine echten Alternativen und die Subscription Modelle werden auch bei anderen Anbietern zur Anwendung kommen.

  • Adobe Hotline Schweiz sendet auf Anfrage einen Link um LR 6 zu aktualisieren. 12 ist die aktuellste Version. Die Nikon 850 ist aber nur im Classic oder CC implementiert. Ob das überhaupt noch für LR 6 aktualisiert wird konnte die Hotline nicht sagen. Also das ist klar der Hebel um die User ins Abo zu nötigen. Ganz Abgesehen von den kommenden Systemupdates die sicher nicht mehr kompatibel sind.

  • Etwas Entwarnung:

    ich habe nachdem ich ein Backup erstellt habe, die Desktop LR Version 6.13 (Mac) über dem Updatemanager installiert. Das Programm startet ganz normal – Ein Hinweis auf die CC Version gibt es nicht. Somit dürfte das letzte LR Update für die Desktop – Kauf – Version veröffentlicht worden sein.

    Vielleicht entsteht das Problem, wenn die Cloud schon benutzt wird, diese habe ich seither nich nie aktiviert.

    Warum es zu den hier berichteten Problemen kam, kann ich somit nicht nachvollziehen, stimmt mich dennoch sehr nachdenklich. Eine Petition wäre vielleicht angebracht. Dazu müste man das Ganze jedoch international aufstellen.
    Wenn im 6 stelligen Bereich die User sich einig sind, könnte vielleicht ewas bewegt werden. Oder auch nicht.

    In der Vergangenheit war eine Version ca. 3-4 jahre mit kleineren Updates üblich. legt man diese Zeitspanne als Messlatte an die die ABO Version, so hat sich der Preis für das Programm um 400% verteuert.

    Selbst wenn 50% aller LR Nutzer abspringen, so so hat sich der Gewinn dennch verdoppelt ohne die Cloud Space Option zu berücksichtigen. Demnach entspannt ist eben auch die Position des Softwareherstellers.

    Ich vermute, dass sich jeder über lang oder kurz Gedanken machen muss, ob er die Kundenpolitik unterstützt. Es werden andere Programme immer besser. Der Workflow in LR ist zugegebenermaßen schon gut, doch andere Anbieter können nachbessern. Es liegt auch an den Usern die Wünsche und Anregungen an den Hersteller zu richten. Und wer weiß – veilleicht gibt es in 2-3 Jahren einen neuen Shootings Star am Softwarhimmel für RAW Entwicklung.