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Xiaomi schraubt Leica-Objektiv an Smartphone

Schon in der Vergangenheit gab es solche Konzepte, doch sie haben sich nie so richtig durchgesetzt – ist es jetzt anders?

Daran hat Xiaomi heimlich gearbeitet

Xiaomi arbeitet bekanntermaßen schon seit einigen Monaten mit dem deutschen Unternehmen Leica zusammen, nachdem dieses seine langjährige Partnerschaft mit Huawei aufgelöst hatte. Erstes Ergebnis dieser Kooperation war das Xiaomi 12S Ultra. Wie aber auch bei vorheriger Zusammenarbeit zwischen Smartphone- und Kameraherstellern (etwa zwischen OnePlus und Hasselblad) beschränkte sich diese Verschmelzung auf Details wie Farbkalibrierung. Xiaomi hat nun allem Anschein nach einen großen Schritt gemacht und schraubt ein echtes Leica-M-Objektiv an sein Telefon.

Das geht aus einem Video hervor, dass Xiaomi auf seinem offiziellen Weibo-Account hochgeladen hat. Darin ist die Rede davon, dass Xiaomi bei der Entwicklung des Xiaomi 12S Ultra zwei Teams gleichzeitig auf die Arbeit angesetzt hatte. Und das Team, das nicht die Version entwickelt hatte, die schließlich im Handel landete, hat offenbar zwei statt nur einem 1-Zoll-Sensor untergebracht.

Prototyp hat zweiten 1-Zoll-Sensor

Auch wenn man auf den ersten Blick beim Xiaomi 12S Ultra zu dem Schluss kommen könnte, dass der große Sensor in der Mitte des ungewöhnlichen kreisförmigen Moduls säße, ist er tatsächlich im Rand untergebracht. Bei dem jetzt gezeigten Prototyp kommt aber auch der Sensor in der Mitte mit dieser Fläche daher.

Sogar Produktmarketing-Chefin Abi Go hat auf Twitter Bilder des Konzeptes geteilt – und nicht nur von der spannenden Gerätschaft an sich, sondern auch von Fotos, die angeblich mit dem Aufbau entstanden sein sollen.

Fans haben gemischte Gefühle

Die Reaktionen aus der Community sind gemischt. Ein Kommentator auf Twitter hält es für ein interessantes Konzept, vor allem angesichts der Tatsache, dass sich Sensortechnologie und KI-Bildverarbeitung bereits auf dem höchsten Stand der Technik befänden. Eine modulare Bauweise zur Nutzung größere Objektive könnte seiner Meinung nach die nächste Stufe für Smartphonefotografie sein.

“Ist das der Sinn der Sache?”, fragt ein anderer Nutzer auf Twitter. “Mit einem Smartphone in der Tasche hat man jederzeit die Möglichkeit, aber jetzt braucht man eine eigene Tasche, um das Telefon und das Kamerazubehör mit in die Stadt zu nehmen.” Noch ein anderer schreibt: “Das ist einfach übertrieben. Wenn ich auf diesem Niveau fotografieren will, kaufe ich einfach eine Spiegelreflex, die immer noch weniger kosten kann als ein Telefon wie dieses” – womit er sicherlich nicht ganz unrecht hat. Was meint ihr?

via: SmartDroid

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Phili

Das wäre definitiv ein Konzept, dass ich für meine Urlaubsfotografie verwenden würde. Man hat ein oder zwei Objektive dabei. Und das Smartphone sowieso. Nur die Bedienung eines solchen Konzept ist wohl für die Tonne…

lichtbetrieb

Vielleicht mit einem kleineren Objektiv, was dann einigermaßen portabel ist. Man nutzt das Handy im Urlaub ja auch für Navigation, suche von Lokalen, Nachrichten usw. Nicht selten ist man eh zu 2 Geräten gezwungen.

ccc

Es geht sich mit einem Handy eigentlich gar nicht aus. Den ganzen Tag fotografieren, filmen, navigieren, Restaurant suchen, mit einem Gerät, für das eine keinen Wechselakku gibt. Fehlanzeige, würde ich sagen. Das schaffen die Smartphone-Akkus einfach nicht. Powerbanks finde ich persönlich nicht sonderlich praktikabel.
Oder man schafft sich ein zweites Gerät an, wie du sagst.

Bobo64

Ist Dir klar, das jenes Leica Opjektiv welches in der Werbung zu sehen ist rund 7800€ kostet?

lichtbetrieb

Nein war mir nicht klar. Kenne mich bei Leica nicht so gut aus. Kleine Frage am Rande, wo ist der Bezug zu meinem Kommentar?

Ich

„Das wäre definitiv ein Konzept, dass ich für meine Urlaubsfotografie verwenden würde. Man hat ein oder zwei Objektive dabei. Und das Smartphone sowieso.“

Dann könnte man zu den ein, zwei Objektiven einfach einen kompakten APS-C Body mitnehmen.
Wie andere bereits geschrieben haben, würde der Akku nicht lange aushalten. D.h. man schleppt noch eine Powerbank mit.
Dazu kommt, wie du auch schon sagtest, die schlechte Bedienung.

Und im Endeffekt hätte man trotzdem nur einen 1-Zoll Sensor… also nee, das Konzept ist in meinen Augen nicht überzeugend.

Cat

ist das die nähere Zukunft unserer Fotografie oder schon wieder Vergangenheit?
Für Leica M ist man ja an sich schon sehr beschränkt und so lange kein KB-Sensor eingebaut ist, bleibt das auch so. Ohne Griff ist das ja ein Witz.
Und wie soll man auch nur einen 1″ Sensor staubfrei halten?
Das ist ein Experiment ohne echte Zukunft.

Roman.Tisch

Je nach Objektiv bricht das Smartphone dann auch einfach 😂

So etwas halte ich für Quatsch. Wer mit dem Smartphone fotografiert, macht das doch, weil er es in der Hosentasche verstauen möchte oder weil er es immer dabei hat. Muss man Objektive anbringen, dann muss man Objektive mitnehmen und kann dann auch gleich eine Kamera mitnehmen.

So wie auf dem Bild zu sehen würde ich diese Kombination nicht halten und bedienen wollen.

Henry 333

Mit kleinem speziell für den 1 Zoll Chip entwickeltem Bajonett und entsprechend winzigen Objektiven könnte das ganze sogar Sinn machen…

ccc

MFT Mount könnte evtl Sinn machen, da gibt es schon reichlich objektve und ist ja nur gering größer als 1 Inch.
Weiß aber nicht ob das mit den restlichen Spezifikationen und der Distanz halbwegs passt.

Henry333

Klar, für Mft gäbe es genug Objektive die sind meiner Meinung nach aber immer noch viel zu groß. Es könnte nur funktionieren wenn man kompromisslos die Größe reduziert, eventuell mit einem wenige mm dickem Pancake als immerdrauf dazu einige längere Brennweiten wo SPs bisher gar nicht gut dastehen. Du hast recht ob das dann mit den Spezifikationen und der Distanz überhaupt funktionieren würde, keine Ahnung.

Steffen Schöwel

Bissel früh für den 1. April

joe

…Spät!

Leonhard

Wirklich toll, was in kreativen Köpfen so alles heran reift!

Man kann sich auch einen Stacheldraht durch den Bauch ziehen und einen Ölofen drann hängen, bei der zweiseitigen Verwendung von Klopapier liegt der Erfolg auf der Hand und wenn man sich ein halbes Schwein kauft fällt das dumme Tier im Stall immer um.

Alleine beim Gedanken an den Tragekomfort dieser komischen Winkelkeule tun einem ja schon die Handgelenke weh, aber gekauft würde so etwas sicherlich, auffallen kann man damit sicherlich, fotografieren vielleicht. Mir käme das Ding nicht ins Haus, ich telefoniere ja nicht in der Vitrine!

Rawbert

Ich finde die Lösung als SP-Halterung fürs Auto nicht schlecht. Man könnte es mit dem Objektiv voran in den Getränkehalter stecken und hätte ein praktisches Bedienpanel…

Tigerfox

Das Konzept “lens-style camera” gab es so ähnlich bei Sony vor gut 8 Jahren. Dort hat man entweder eine auf der RX100-Reihe basierende Kombination aus 1″-Sensor und verschiedenen, fest verbundenen Zoom-Objektiven (QX10, QX30 oder QX100) oder den 20MP APS-C Sensor der a5000 mit E-Bajonett ans Smarthpone oder Tablet montiert. entweder mit einer einfachen, verstellbaren Klemme (SPA-TA1) oder mit einer passende Hüllen mit Halterung, die es für die erste Xperia Z-Reihe gab (SPA-ACX1 bis 4, für Z, Z Ultra, Z1 und Z1 Compact). Das Kameragehäuse enthielt Akku und Speicherkarte, es gab also keine elektrische Verbindung zum Smartphone. Das diente zu Bedienung und als Bildschirm, kommuniziert wurde über WiFi, wie bei den damaligen NEX- und Alpha-Kameras. Ich fand das Konzept erst interessant, hab es aber nicht ausprobiert. Tests berichteten, dass die Bedienung an einem relativ kleinen, flachen Smartphone mit einem schweren Objektiv an der Rückseite äußerst unhandlich ist. Zudem ergäbe es wenig Sinn, statt eines Smartphones und einer ordentlichen Kamera das Smartphone mit soetwas auszustatten, da man mit montiertem Objektiv das Smartphone nur in der Hand transportieren kann und die Kamera jedes mal abmontieren muss, wenn man das Smartphone in die Tasche stecken will. Ich kann mir zudem nach meinen Erfahrungen mit… Weiterlesen »

Leonhard

Machbar wäre es schon, wenn man dann mehrere Objektive in eine Art Brillenetui stecken könnte, weil die Größe so gering wäre (immer noch riesig gemessen an der Dicke eines SP), dann wäre es wohl technisch machbar, aber, sollen die dann auch AF und andere Scherze können, dann muss der Strom dafür ja auch wieder irgendwo her kommen und da dürfte bei einem SP der nächste Problemfall auftreten.

Ausserdem wäre bei meiner Spinnerei am Ende des Tages dann auch die Frage “doch nicht lieber VF”, denn dies wäre dann wahrscheinlich erst einmal billiger, Großserien späterer Jahre nun mal aussen vor gelassen.

Georg

Man sollte die Bildqualität beim Filmen mit Smartphones nicht unterschätzen.
Siehe folgender Link:
https://www.film.tv/nachrichten/2022/trailer-starbesetzter-thriller-wurde-nur-mit-einem-iphone-gedreht-59150.html

Mir ist bewusst, das ist hier nicht das Thema, passt aber zu den “Handys”

A.Y

Also geht’s noch ich habe ,nichts gegen Innovation wenn es sinnvoll ist, aber das hier, ist der absolute Dünnschiss hoch 10 da kann ich mir gleich ein kompakt Kamera mit 1 Zoll Sensor Holen zb. Panasonic LUMIX DC TZ202 ist ein Zoom Kamera ,und Mann kann sie auch in die Hosentasche stecken ,habe das Telefon für anderweitiger Benutzung frei, das ist natürlich meine Meinung es gibt vielleicht es Menschen die es toll finden,was ich aber sehr bezweifele.