Zeiss verschiebt die Markteinführung des Otus ML 85mm f/1.4 Objektivs von September auf Oktober 2025 aufgrund verschiedener Umstände.
Marktstart verzögert sich um einen Monat
Statt wie ursprünglich angekündigt im September 2025 kommt das Objektiv nun erst im Oktober in den Handel. Der Hersteller Cosina, der die Zeiss-Objektive produziert, bat bei wartenden Kunden für die Verzögerung um Entschuldigung, nannte aber keine konkreten Gründe.
Das Otus ML 85mm f/1.4 gehört zur neuen Objektivserie, mit der Zeiss nach längerer Pause wieder in den Fotomarkt einsteigt. Die manuellen Festbrennweiten richten sich an professionelle Fotografen und anspruchsvolle Bildschaffende. Das 85mm-Modell wiegt stolze 1.040 Gramm und kostet 2.799 Euro. Es wird für Sony E-, Canon RF- und Nikon Z-Bajonette verfügbar sein.
Bereits im Frühjahr 2025 war das 50mm-Pendant der Serie für 2.499 Euro erschienen. Beide Objektive setzen konsequent auf manuelle Bedienung ohne Autofokus und sollen höchste optische Qualität bieten.


Hautpsache es kommt. Nutze das neue Zeiss Otus ML 50mm 1.4 an der Sony und es ist ein Traumobjektiv. Es macht einfach viel Freude damit zu fotografieren und die Bildqualität ist einfach jedes Mal eine Augenweide. Ich hoffe auf ein Zeiss Otus ML 28mm 1.4.
Ich glaube, dass es phantastische Objektive sind, ich frage mich trotzdem was bei einem Non AF Objektiv, welches gem. Artikel ja auch in Japan/Cosina gefertigt wird, so besonders macht.
Bei meinem Wechsel von Canon zum PanaSigmaLeica L-Mount habe ich auch ein in Japan Aizu (Sigma hat nur die Stammsitzfertigung in Japan, sonst nix) gefertigtes 1,4 85mm Art DGDN für NP €825,– mit Bundle-Nachlass erworben, also <30% des Preises eines 1,4 85mm Otus ML.
Da muss das Teilchen aber "richtig fett liefern", nicht nur "fette 400g mehr auf die manuell-Fokus Waage" bringen, zumal bei Non-AF sich auch nix bewegen sollte …
Erinnerungen … Distagon, bekomme ich glänzend-feuchte Augen, ZeissContax an meiner RTSiii vor 25Jahren, die waren schon genial, hoffe, das Teilchen macht den Käufern also trotzdem richtig Spaß …
Die RTS-III war eine tolle Kamera, wohl die beste Kamera zu der Zeit, ich besaß sie auch, neben meiner damaligen Nikon- Ausrüstung.
Die RTS-III zusätzlich wegen der genialen Spot- Blitzmessung mit Leuchtdauerspeicherung, ideal zum Aufhellblitzen bei Makros.
Zusammen mit einigen tollen Zeiss Objektiven, die waren klar besser als meine Nikkore, sowohl optisch, als auch mechnanisch.
Habe mir wieder einige Zeiss/Contax- Objektive zugelegt, die ich an meinen L- Mount Kameras fremdadaptiere.
Eine wahre Freude damit zu arbeiten.
Aber über 2500€ ? Nein danke!
Meine Pana- Objektive sind auch sehr sehr gut und mit AF.
Kann mein Geld auch anderweitig verjubeln…
👍, ja, es waren auch tolle Zeiten, aber schlussendlich bin ich heute froh im Digitalen – kann ich aber auch alles unterschreiben.
Die Zeiss Otus und die Sigmas Art für Nikon F waren übrigens gemäss DxO auf Augenhöhe, manchmal war auch Sigma besser. Der einzige Unterschied war, dass die Zeiss Objektive 4-mal teurer waren. Allerdings durfte ich auch einmal das Zeiss Distagon 2.8/15mm ausprobieren, ein absoluter Traum! Feinste Mechanik, da dreht man den AF-Ring schon aus diesem Grund gerne von Hand. Leider waren die schon früher richtig schwer, deshalb habe ich das wieder verworfen und bin auf die etwas leichteren Sigma Art ausgewichen.
Ja, Rolf Carl, das waren schon geniale Teile, das 15er hatte ich nicht, aber z.b. das super korrigierte 2,8er Distagon T 21mm, wirklich ein lecker Ding an der RTS-lll – aber damals wie heute, eher Brennweiten zwischen 28 bis zum 85mm Planar – und das waren wirklich wuchtige Dinger, aber optisch halt sehr fein.
Wenn ich mir die Sigma Art-Reihe, aber auch Contemporarylinsen 35/65er heute anschaue, habe ich auch eine sehr wertige Haptik und wenig Plaste, das genieße ich wirklich im Vergleich zum RF, es fühlt sich halt anders-besser an und die BQ von damals wird heute weit übertroffen …
Ich hatte Art und Otus. Otus war klar überlegen gegenüber dem Sigma. Schon allein wenn man das Design angeschaut hat. Otus sah aus wie ein Bugatti, Sigma Art wie ein Fiat.
Die Bildqualität war gemäss DxO bei Sigma Art auf Augenhöhe mit den Otus, oft auch besser, und das zu einem Viertel des Preises. Es war übrigens genau der Grund, wieso ich lieber Sigma Art hatte. Ein Fiat lässt sich zudem auch besser einparkieren als ein Bugatti, z.B. in einem Fotorucksack. Der Rücken sagt auch danke, nur das Portemonnaie ist leichter bei Otus.
Ist dieses Objektiv wirklich so gut, dass dieser hohe Preis gerechtfertigt ist? Und macht es nicht mehr Sinn, ein Objektiv vom Originalhersteller (Nikon, Canon etc.) zu kaufen, auch wenn es minimal “schlechter” ist, das aber deutlich billiger ist und einen AF hat?
Wenn ich es richtig verstehe, sind Zeiss Otus ML-Objektive konstruktionsseitig voll korrigiert – Nikon-Z und Canon-RF-Objektive erreichen dies erst durch kamerainterne Softwarekorrekturen, weswegen sie vielfach kleiner, leichter und billiger sein können 😉
„Die unvergleichliche Qualität der ZEISS Otus ML Objektive macht es praktisch unmöglich, Makel in den Bildern zu finden.” (Aus dem Zeiss-Werbeprospekt)
Naja, ich wähle mir jetzt nicht unbedingt eine Waschmaschine nach den größten Versprechungen der Hersteller aus….
Dann bist du wohl der Typ “Kurzprogramm” und betest, dass deine Wäsche trotzdem sauber wird 😉
Mir gefällt der Farblook des Zeiss Otus ML 50mm überhaupt nicht. Auch die Bokeh-Kreise sprechen mich nicht immer an, weil sie immer wieder mal mehr wie Katzenaugen und weniger rund sind. Mag der Rest noch so gut sein, für mich ist das nun mal wichtig. Ohne Autofokus ist es zudem stark eingeschränkt und nur für Motive geeignet, die sehr langsam sind oder sich gar nicht bewegen.
Von daher sollte man lieber darauf achten, was einem persönlich zusagt, und weniger darauf, was andere einem vermitteln wollen an Meinungen.
Am Ende musst nur du mit den Bildern leben, und nur du kannst wissen, welcher Look dir wichtig ist oder dir gefällt.
Für mich ist das Zeiss keine Option aus den genannten Gründen.
Für mich muss das Gesamtpaket stimmen.
Preise, Werbetexte oder Meinungen anderer haben mich nie interessiert.
Am Ende mache ich mir mein eigenes Bild und entscheide selbst welchen Look ich benötige oder präferiere. Gibt aber auch bei Sony so manche Festbrennweite die ich wegen des Farblooks nie kaufen würde.
… hatte beide, das 50 mm und das 85 mm, auf der Imaging World in Nürnberg am Sonntag (nur kurz) ausprobiert auf meiner Sony A7_MK4. Klar bei F1.4 ist MF eine Herausforderung. Aber wenn der Fokus sitzt sind Auflösung, Farbwidergabe und (im Non-Fokus-Bereich) das Bokeh super gut. Ja, das ist nur mein erster subjektiver Eindruck, aber der hat sich in meinem Hirn “eingebrannt”.
Mein Dilemma ist dass ich bereits das SEL85F14GM (1st generation) und das 85mm Batis habe und somit ein weiteres 85mm nicht/kaum rechtfertigen kann.
Mein SEL50F14ZA hat zwar nicht die höchste Auflösung, aber die Farbwidergabe und das Freistellen sind super gut. Das ist eines meiner “für immer” Objektive.
Zum Vergleich: Ich habe auch das SEL35F14GM und das SEL135F18GM. Die Freistellung erscheint oft wie in PhotoShop “ausgeschnitten”. Hier dominiert offensichtlich das Zusammenspiel von Objektiv und Bildnachbearbeitung in der Kamera. Wohlgleich mein 135er Batis lichtschwächer und leicht hinsichtlich im Hintertreffen ist ggü meinem SEL135F18GM, ist die Art wie es freistellt weitaus ansprechender.
Schon klar, das ist alles subjektiv und es kommt darauf an welche Arbeit man macht.
PS: Ja, das 135er Batis ist auch ein Für-Immer-Objektiv.