7Artisans Objektive

7Artisans 135mm f/1.8: Neues lichtstarkes Tele im Anmarsch

Bei 7Artisans hat sich ein neues Autofokus-Objektiv angekündigt: Das AF 135mm f/1.8 soll zur Fotomesse CP+ 2026 in Japan vorgestellt werden. Geplant sind wohl Varianten für Sony E-Mount, Nikon Z-Mount und L-Mount.

Das Objektiv richtet sich vor allem an Porträtfotografen. Die Kombination aus 135 mm Brennweite und f/1.8 sorgt für ein stark komprimiertes Bild mit geringer Schärfentiefe, was Motive plastisch vom Hintergrund löst. Die Naheinstellgrenze liegt laut einer durchgesickerten Produktbeschreibung bei 68 Zentimetern, was für diese Brennweite vergleichsweise kurz ist und mehr Flexibilität bei der Motivgestaltung bietet. In der Zwischenzeit sind auch Fotos sowohl vom Äußeren des Objektivs als auch solche, die mit dem Objektiv aufgenommen worden sein sollen, aufgetaucht.

Zur Ausstattung gehören ein Blendenring für die direkte Steuerung am Objektiv, ein AF/MF-Umschalter sowie eine frei belegbare Funktionstaste. Diese Kombination kennt man bereits vom 7Artisans AF 35mm f/1.8, das im vergangenen Jahr erschienen ist und ähnliche Bedienelemente mitbringt.

Interessant ist der mögliche Vergleich mit dem Viltrox 135mm f/1.8 LAB, das seit Ende 2024 in Deutschland erhältlich ist und in ersten Tests mit sehr guter Schärfe überzeugen konnte. Allerdings bringt das Viltrox-Objektiv 1,35 kg auf die Waage und kostet hierzulande rund 1.199 Euro. Zu Gewicht und Preis des 7Artisans gibt es bislang keine Angaben. Sollte 7Artisans wie beim 35mm f/1.8 auf eine aggressive Preisgestaltung setzen, könnte das Objektiv den Markt für bezahlbare Porträtbrennweiten weiter beleben.

Weitere Details dürften zur CP+ folgen, die ab heute in Yokohama stattfindet. Insgesamt ist es aktuell wieder eine spannende Phase für neue Objektive, gerade erst gab es Neuheiten etwa von Zeiss, Sigma, Nikon oder Samyang. Wie spannend findet ihr das anstehende 7Artisans-Tele und was wärt ihr bereit zu bezahlen?

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O.G.

Bringt doch mal wieder ein 135mm mit Blende 2,8 in leicht und kompakt.
Ähnlich von Volumen und Gewicht einem Nikon Ai-s 135mm 2,8.
Das wäre doch mal was.
Man gewinnt ja sonst den Eindruck, dass Objektive nur noch für Quartettspieler entwickelt werden.

Peter Wagner

Hallo O.G.,
das war ein sagenhaftes Objektiv für Porträts im Freien genial.
Gruß
Peter Wagner

Thorsten

Volle Zustimmung,
für ein leichtes 2.8/135 mit AF und guter Nahgrenze könnte ich mich auch begeistern

Thomas Müller

Stimmt, das wäre sicherlich eine vergleichsweise kostengünstige und kompakte Alternative. Ich denke aber, dass die Hersteller ein solches Objektiv nicht entwickeln werden, weil ja die weit verbreiteten 70-200mm/f2,8 diese Brennweite und Offenblende mitumfassen. Klar, bei einem völlig anderen Gewicht und anderer Grösse. Die Hersteller sehen vermutlich bei 135mm/f1,8 ein grösseres Marktpotential.

Achja, ich habe noch ein Exemplar des von DIr genannten AI-s 135mm/f2,8. Ein wirkliches Schätzchen, werde ich bestimmt nicht verkaufen 😁.

O.G.

Oskar Barnack entwickelte damals die Leica um weg von der Plattenkamera zu kommen.
Irgendwie scheint sich die Fotoindustrie in teilen wieder rückwärts zu bewegen.

Buntebilderknipser

Auf ein 135mm / 2,8 warte ich schon seit sehr vielen Jahren. In den 80’er Jahren hatte jeder Hersteller diese Linse im Angebot. Deshalb bin ich auch zu MFT gewechselt. Eins meiner ersten Objektive war das 75mm / 1,8. Die Pro Festbrennweiten folgten, sowie die PanaLeica Festbrennweiten. Und wenn es Vollformat sein soll, gibt es da ja noch meine D850.

O.G.

An der D850 lässt sich so ein Nikon 135mm 2,8 Ai-s sicher auch gut nutzen.
Kein Adapter und der Schärfeindikator funktioniert auch.

Buntebilderknipser

Danke für die Info. Diese Überlegung hatte ich auch schon. Die lichtschwächeren D und G Festbrennweiten sind bereits alle vorhanden. Die D850 mit den 1,8er G Festbrennweiten sind über 500g leichter als das neue Z System mit den 1,8er Z-Festbrennweiten. Dafür sollen die Z-Festbrennweiten jedoch auch besser sein.

J.Friedrich

Mein Sigma 1,4 135mm ist nicht zu toppen, €1800,00 werden dafür aber fällig und es ist ein ordentlicher BQ-“Knubbel”(um es positiv auszudrücken 😉) – Viltrox u. Samyang haben mit 1,8ern vorgelegt und bessere Namen als 7Artisan – € 999,– und unter 1000g wäre zielführend – ob die BQ bei Offenblende passt wird dann entscheidend – die Chinesen sind aber dabei alle Märkte “platt” zu machen und sich im Sauseschritt weiterzuentwickeln – es kann noch härter für Mitbewerber werden…

Maik Richter

Das Viltrox 135mm F/1.8 LAB bekommt man inzwischen ja schon neu für 799,- € (Foto Erhardt), bzw. rund 840,- € bei den meisten anderen Händlern. Da müsste das 7artisan 135mm F/1.8 schon noch deutlich günstiger, bzw. leichter sein und natürlich auch bei der Abbildungsleistung mithalten (was ich da bisher vom Viltrox gesehen und gehört habe, liefert es eine hervorragende Abbildungsleistung). Ansonsten würde ich persönlich das Viltrox vorziehen, mit meinen bisherigen Viltrox Optiken (14mm F/4, 16mm F/1.8, 24mm F/1.8 und 40mm F/2.5) bin ich jedenfalls absolut zufrieden, was Preis/Leistung angeht. Von 7artisan habe ich bisher noch kein Objektiv, was ich bisher davon gehört habe, würde ich die Marke aber eher hinter Viltrox einreihen.
Aber mal abwarten, wenn es deutlich günstiger wird, als 800,- € und trotzdem auf ähnlichem Niveau abliefert, wie das Viltrox, würde ich das Objektiv in Erwägung ziehen. Ansonsten würde ich das Viltrox oder vielleicht auch das Samyang vorziehen (die beiden müsste ich vorher mal genauer miteinander vergleichen). Das Sigma 135mm F/1.4 wäre mir persönlich zu teuer, da 135mm auch nicht unbedingt meine bevorzugte Brennweite ist (für Astroaufnahmen, mit Nachführung, fände ich ein lichtstarkes 135er aber ganz interessant).

J.Friedrich

Ich habe gehört, dass die es von Anfang an verschenken wollen – die verdienen hauptsächlich durch’s Altglasreceycling – das Sigma wäre mir auch zu teuer, wenn es nicht so saugut wäre und exakt zu meinen Anwendungen passen würde. 😉

Daniel_S

Ich finde das Objektiv spannend, würde es mir aber niemals kaufen.
Ich habe noch das alte EF 2,0/135mm L. Das hat eine ähnlich große Offenblende, ist handlich, hat einen super schnellen AF (ich weiss, dass ist doof für eine bewusste Bildgestaltung) und ich kann es sogar mit Konvertern nutzen.
Ich würde sogar behaupten, dass die Beispielbilder mit dem EF 2,0/135mm L schärfer würden, als die im Artikel verlinkten, obwohl das Objektiv aus den 90ern ist.

Alfred Proksch

Die alten Zeiten wo es preiswerte Blende 2,8 – 35/50/135mm Objekte mit guter Bildqualität im Set beim Kamera Kauf gab sind leider vorbei. Dafür sind heute Kit Zooms mit 24-70 mm F4.5-6.3 zuständig im Set plus einem 70-200 ähnlicher Lichtstärke die von der Kamera internen Software Korrektur schön gerechnet werden zuständig.

Ist für die Kunden positiv zu sehen wenn gute Licht-stärkere 135mm Festbrennweiten für wenige Euro gekauft werden können. Und welches elektronisch gesteuerte Gerät verwendet keine Bauteile aus China? Wertschöpfung für aufwendigere Produkte wie Objektive bei uns? Ist möglich wenn Leica-M drauf steht und der Preis akzeptiert wird! Ansonsten viel Spaß mit dem 7Artisans 135mm f/1.8, – gute Bilder macht es jedenfalls.

Maik Richter

Wo kostet das Viltrox 135mm F/1.8 LAB denn noch 1199,- €? Das war zwar die UVP, aber soviel kostet es schon lange nicht mehr.
Das Objektiv bekommt man (für e-mount) in Deutschland schon für rund 800,- € (z.B. 799,- bei Foto Erhardt). Auch bei den meisten anderen Händlern, bei denen ich geschaut habe, bekommt man das Objektiv für rund 840,- € (nur bei Rollei kostet es noch 999,- €).

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