Canon Kameras Neuheiten

Canon EOS Ra: Neue DSLM für Astrofotografie offiziell vorgestellt

Die neuste DSLM aus dem Hause Canon ist tatsächlich eine Kamera speziell für Astrofotografie! Die Canon EOS Ra basiert auf der normalen Canon EOS R und kostet 2.770 Euro.

Canon EOS Ra für Astrofotografen präsentiert

Gestern wurde die Canon EOS Ra bereits mit diversen Details und einem konkreten Preis geleakt, heute hat Canon die neue spiegellose Vollformatkamera offiziell vorgestellt. Es handelt sich wie erwartet um eine Kamera speziell für Astrofotografie, die alle technischen Eigenschaften und Details von der normalen Canon EOS R übernimmt – fast zumindest.

Was die Canon EOS Ra zu einer besonderen Kamera macht, ist die Tatsache, dass sie vier Mal so viel langwelliges Hα-Licht erfasst wie die normale EOS R. Bei einer normalen Kamera wird genau dieses Hydrogen-Alpha-Licht durch UV- bzw. IR-Sperrfilter herausgenommen, bei der Astrofotografie möchte man diese Filterung aber bewusst vermeiden, um die roten Farbanteile im diffusem Nebel im All besser einfangen zu können. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass normale Bilder nicht so aussehen wie bei einer normalen EOS R. Die EOS Ra ist also nur eine Kamera für einen ganz bestimmten Anwendungsbereich.

30-fache Lupe und Preis von 2.770 Euro

Canon bietet bei der EOS Ra darüber hinaus auch eine Lupe mit 30-facher Vergrößerung zur besseren Bildkontrolle an. Außerdem können auf Wunsch verschiedene Ausschnitte und Formate ausgewählt werden, sodass die Bildauschnitte mit dem eingesetzten Teleskop übereinstimmen. Ansonsten sind für Astrofotografen natürlich auch die „normalen“ Funktionen der EOS Ra wie beispielsweise 4K-Zeitraffervideos, die Möglichkeit zur drahtlosen Fernbedienung, das flexible Display sowie das geringe Auflagemaß von Vorteil.

Canon wird die neue Canon EOS Ra zum Preis von 2.770 Euro in den Handel bringen. Damit ist die unverbindliche Preisempfehlung knapp 300 Euro höher als die der normalen Canon EOS R. Der aktuelle Marktpreis der EOS R ist aber nochmal ein ganzes Stück geringer und liegt aktuell bei gut 2.000 Euro.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

57 Kommentare

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  • Die Umsatz- und vor allem Gewinnrückgänge im Imaging Bereich von Canon kann man ja intern als nicht besonders tragisch empfinden, wenn man sich mit derartigen Nischenkameras, nicht aber mit Brot- und Butterkameras, wie beispielsweise einer APS-C im R-System, beschäftigt. Ob das mal gut geht?

      • Dieser Logik kann ich nun nicht folgen. Was sonst als ein Anstieg oder Rückgang der verkauften Kameras bestimmt massgeblich das Betriebsergebnis?

    • @Thomas, ich frage mich wie aufwendig es für Canon war, die EOS R zur EOS Ra „umzubauen“. Könnte mir vorstellen dass das relativ flott ging und nicht mit großen Kosten verbunden war.

      • @Mark: Das mag sein, das kann ich letztendlich nicht sicher beurteilen. Ich habe bisher auch nichts darüber gelesen, ob man beispielsweise den Sensor neu entwickeln musste oder ob es relativ einfach war, den bestehenden Sensor durch geringe Änderungsmassnahmen auch für die Ra zu verwenden. Was ist mit der Firmware der Kamera, wieviele Änderungen/Ergänzungen waren hier erforderlich? Ist mir auch nicht bekannt. Aber sei´s drum, ich finde es wäre für Canon sinnvoller sich schnell um günstige Einstiegsobjektive im R-System und vor allem um eine preislich attraktive APS-C im R-System zu kümmern. Das würde meiner Ansicht nach die Chancen auf stark erhöhte Umsätze massiv vergrössern. Der Umsatzanteil der Ra wird im Rauschen hinterm Komma untergehen. Wieviele Exemplare einer Astrokamera für 2`700,00 Euro ohne Objektiv wird man wohl absetzen?

    • Das APS-C-R-System hat seine Tücken und Fallstricke, die heißen meist irgendwas mit EOS M-System. Canon geht im Moment einen etwas anderen Weg als Sony und Nikon. Wie Fuji haben sie für jedes Sensorformat einen eigenen Mount. Ich finde das nicht dumm. Wir hatten das Thema neulich schon mal hier. Ob sies durchhalten, weiß ich nicht. Sony und Nikon machen ihre Objektive für unterschiedliche Sensorgrößen austausbar durch die gleiche Mountierung. Aber dann gehen halt die APS-C – Objektive an FF nur im Cropmodus und falls da an einer FF-Kamera sogar eine Automatik erkennt, was für ein Objektiv angeschlossen ist und automatisch den Cropmodus umschaltet, wette ich, dass so mancher Einsteiger gar nicht merkt, dass er sich eine FF Kamera gekauft hat aber nur in APS-C – Crop aufnimmt. Klar, selber Schuld, wenn man keine Ahnung hat, werden sich die Profis denken. Wenn sie es nicht merken, war die FF eh nichts für deren Hände. Klar, man kann so argumentieren.

  • Es gibt durchaus Astrofotografen, die sich über die Kamera freuen. Auch wenn das über die Phantasie des überwiegenden Teils der Kommentatoren hier hinaus gehen dürfte.
    Ich finde es klasse, dass Canon nochmal eine zeitgemäße Astrokamera auflegt. Das erspart dann z.B. vielen Astrofotografen den Umbau normaler EOS-Kameras in nicht-zertifizierten Werkstätten unter Verlust der Garantie und Gewährleistung. Zudem kostet so ein Umbau – der z.B. durchaus für eine EOS 6D relativ oft für Astro-Hobbyisten vorgenommen wird – ähnlich viel wie der Aufpreis ggü der normalen EOS R.
    Wobei halt hier die Herstellergarantie und Gewährleistung noch vorhanden ist.

    Ich rechne es Canon hoch an, auch hier und so solche Nischen zu bedienen. Gibt halt auch Motive abseits von Vögeln und Wiesen und so …..

    • ..unbedingt, weil diese Nischen neben zb Ausrüstungen für Expeditionen uvm, einen nicht zu unterschätzenden festen Bedarf haben. Bringt dazu auch wesentlich mehr Wert für eine Marke, als irgendwelche Geräte und Kopien für Jedermann…auch wenn es weniger Umsatz bringt.
      Man muss längst froh sein, wenn zumindest einige Hersteller sich nicht nur auf Stückzahlen und Umsatz konzentrieren.

    • Ja, das kann man als Astrofotograf Canon hoch anrechnen. Allerdings jammert ja Canon in letzter Zeit selbst herum, dass man, was die Sensortechnologie angeht, den technologischen Anschluss an Sony verloren hätte, das eigene DSLM-Programm nicht zeitgemäss wäre und vor allem, dass die Umsätze im Fotobereich massiv zurückgegangen sind und weiter zurückgehen werden. Wer das nicht sieht und Canon für eine Kamera für einen derart kleinen Nischenbereich auch noch zujubelt, der kann dann als nächstes vielleicht darüber „jubeln“, dass Canon den Fotobereich komplett aufgibt, weil man die wirklich wichtigen Baustellen nicht rechtzeitig und treffend bearbeitet hatte. Darum geht es letztendlich und nicht um eine kurzfristige Freude an irgend einem bestimmten Kameratyp. Aber das scheint über die Phantasie und erst recht über das Realitätserkennen des ein oder anderen hier hinauszugehen.

      • Thomas, wie hoch schätzt du den Emtwicklungsaufwand ein der notwendig ist, um einen Sperrfilter in der Kameraproduktion wegzulassen und in der Firmaware zu Programmieren, dass beim zweiten Drücken auf dem Lupen-Button nix 10x sondern 30x Vergrößerung dargestellt wird?

        Was viele – und auch du offensichtlich – gerade verkennen ist, dass es sich hier um eine lupenreine EOS R handelt, die mit einer Modifikation ausgestattet ist, welche man ansonsten bei irgendwelchen Werkstätten für unter 300€ bekommt.

        https://www.astro-shop.com/Astro-Umbau-Canon-EOS-6D.html

        bzw.
        https://www.astro-shop.com/Instrumente_eigene-DSLR-umbauen-lassen_Canon-EOS-Astro-Umbau.html

        Der einzige Unterschied ist, dass du bei ’ner originalen EOS Ra halt Garantie und Gewährleistung hast.
        Ich glaube du überschätzt maßlos den Aufwand, den Canon betreiten muss um diese Nische zu bedienen …..

      • Hallo @Thomas Müller, Du hast geschrieben “ Allerdings jammert ja Canon in letzter Zeit selbst herum, dass man, was die Sensortechnologie angeht, den technologischen Anschluss an Sony verloren hätte“. Ich habe dafür keine Quelle gefunden, kannst Du die mal verlinken?
        Ansonsten ist es ja so, dass Canon von äußeren Einflüssen bezüglich ihres Produktzyklus weitgehend nicht beeinflussbar ist. Die 60Da kam 7 Jahre nach der 20Da, da macht es nur Sinn, dass 7 Jahre danach die Ra kommt. Ich denke die hatten das einfach auf dem Plan.

  • Ich bin alles andere als ein Spezialist in diesem Bereich, allerdings würde mich interessieren ob es technisch nicht möglich wäre durch einen speziellen Adapter mit UV- bzw. IR-Sperrfilter die Kamera sozusagen wieder zurück zubauen um sie auch für „normale“ Fotografie zu verwenden. Das würde meiner Meinung nach – wenn es technisch möglich wäre – sie aus der Nische herausholen und der Mehrpreis wäre dann auch gerechtfertigt und würde wohl gerne bezahlt werden.

    • Ja, das geht. Ein Filter den die Funktion des in der EOS Ra entfernten Sperrfilters übernimmt ist technisch keine Sache. Gibt sogar Leute die mit Astromodifizierten EOS 6Da Kameras und aufgeschraubten IR-Sperrfiltern hier und „normale“ Bilder machen.
      Würde mich nicht wundern, wenn Canon in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht sogar einen Einschubfilter für den EOS R/EF Adapter mit Filterhalter nachschiebt. Das wäre dann ne echt klasse Sache.

  • Für wen ist diese Kamera? Astrofotografen sind eine sehr spezielle – und auch überschaubare Menge Spezies. Warum Canon ausgerechnet für diese jetzt eine spezielle Astro-Version der Canon EOS R vorstellt – das weiß wohl nur Canon allein. Canon kämpft mir sinkenden Umsätzen. Die Anzahl verkaufter Kameras sinkt ebenfalls – zweistellig. Wie hier jetzt eine Nischen-Kamera wie die Ra einen Umschwung bringen soll, bleibt unklar. Alle Canonianer, die nach neue Kameras von Canon schmachten, hatten etwas anderes erwartet. Die Kamera ist so überflüssig wie ein Kropf.

    Vielleicht hat Canon aber auch von dem neuen R-Modell soviele auf Lager, dass man dort nach einer Lösung suchte, den Abverkauf anzukurbeln. Kürzlich wurde erst eine umfangreiche Rabattaktion gestartet, jetzt wird aus einer Canon EOS R mit wenig oder kaum Entwicklungsaufwand eine Canon Ra gemacht. Das könnte natürlich auch eine Erklärung sein.

    Preislich hat sich Canon allerdings vertan: Die Canon R wird aktuell für rund 2.300 EUR minus 200 EUR Sofort-Rabatt gleich 2.100 EUR angeboten. Es gibt auch schon Händler, die weniger als 2000 EUR verlangen. Wie Canon jetzt bei der Ra auf einen Preis von 2.769 EUR kommt erschließt sich dem unabhängigen Betrachter nicht. Zu teuer für das das Angebot.

    • @GüntherDorn
      1. Der einzige Ort in dem die klassische Kamera überleben wird ist die Nische!
      2. Die Profi R ist noch nicht fertig, der IBIS ist noch nicht so wie es sich Canon (und die Kunden) vorstellt.
      3. Mit dieser Kamera bleibt man im Gespräch und in den Medien
      4. Wenn jetzt noch ein IR/UV-Adapter kommt wie für den ND-Filter, hat die Kamera ein Alleinstellungsmerkmal und ist konkurrenzlos und massentauglich.

      Übrigens, der Preis für die R liegt in der Schweiz je nach Anbieter zwischen knapp 1’500 bis 1600.-€. Dazu gibt es noch Cash back von Canon von ca 250.-€. Hier geht die Kamera weg wie warme Semmeln!
      Die Nikon Z6 inklusive 24-70mm /4 kostet knapp 2000.-€ und auch die Sony A7 III ist für um die 1600.-€ erhältlich (alle Preise mit Wechselkurs 1€ = 1,12CHF umgerechnet).

      • Man kann als Kamerahersteller nur in der Nische überleben. Der Markt ist abgegrast, Zuwächse kommen erstmal auf unabsehbare Zeit nicht. Es gibt auch nur zahlenmäßig wenige Profis im Vergleich zu den Amateuren und die Amateure kaufen in der Regel nur wenn das alte defekt ist. Die „Familienväter“ haben sich schon lange von der Kamera verabschiedet, Handy sei Dank. Das jetzige Feld der Kamera ist die schwierige Aufnahme, bei wenig Licht, Blitzen mit Slaves, Astro, Aufnahmen mit Teleskop, mit Altglas, vom Stativ. Die Weitwinkelaufnahme am See oder in den Bergen gelingt auch mit dem Handy. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten, dafür gelingt das besondere Foto aber am besten mit Kamera. Wenn diese Kamera viele Möglichkeiten bietet, ist der Preis gerechtfertigt und wird in der Regel auch gezahlt.

      • „4. Wenn jetzt noch ein IR/UV-Adapter kommt wie für den ND-Filter, hat die Kamera ein Alleinstellungsmerkmal und ist konkurrenzlos und massentauglich.“

        Nein!
        Das ist die Sicht derer, die mit den traditionellen Kameras groß geworden sind – und viel Geld rein gesteckt haben.

        Als ich im Sommer beim Media-Markt mein mittlerweile veraltetes Galaxy S10 gekauft habe (die Farben waren am besten), fragten die Leute nach Smartphones mit guter Kamera nach !

        Mit aller Klarheit:
        Leute, die eine gute Kamera haben wollen, fragen nach Smartphones mit einer guten Kamera !

        Die traditionellen Kameras sind bei der breiten Kundschaft nicht gefragt. Sie sind bestenfalls noch nischentauglich.

      • >traditionellen Kameras sind bei der breiten Kundschaft nicht gefragt
        @Sabrina: vielleicht ist das ja der Grund, warum sich in disem Forum zumindest ambitionierte Hobbyfotografen austauschen, und nicht die 0815 Hanyknipser.

      • Ach Mimas – Handy schreibt man mir d.

        Der ambitionierte Fotograf wählt sich das Werkzeug aus, was für seine Art der Fotografie (Landschaft/Architektur oder Wildlife oder Porträäähht oder Marko oder …) das zweckmäßigste ist.
        Die anderen sind nur ambitionierte Krämer. Die verkaufen auch den Lohn im Himmel.


      • Ach Mimas – Handy schreibt man mir d.“

        Ach Sabrina – „mit“ schreibt man mit t

        ….so ist das wenn man Neunmalklug sein möchte

      • @Sabrina – ein Taschenrechner ist und bleibt nun mal ein Taschenrechner, auch wenn da ein (mit Pixeln überladener Mini)Bildsensor und eine Linse mit drin ist.
        Und entschuldige bitte meine Rechtschreibung – die KI lässt einen doch schnell nachlässig werden. Zum Glück übernimmst Du diese Aufgabe hier.

      • @Sabrina
        …Als ich im Sommer beim Media-Markt mein mittlerweile veraltetes Galaxy S10 gekauft habe (die Farben waren am besten), fragten die Leute nach Smartphones mit guter Kamera nach !

        Mit aller Klarheit:
        Leute, die eine gute Kamera haben wollen, fragen nach Smartphones mit einer guten Kamera !

        Sabrina, das ist eine Misinterpretation. Sie wollen kein billiges Smartphone, und keines das sie schon haben, sondern eines mit einer guten Kamera. Daraus zu schliessen, dass eine gute Kamera nicht mehr von traditionellen Herstellern kommt, sondern das Smartphone ist, ist schon eine sehr gewagte These! Zumindest heute noch!

  • Grundsätzlich sicher eine tolle Sache, diese Spezialkamera. Als Ökonom sprechend würde ich aber Canon dringend empfehlen, sich auf folgendes zu konzentrieren:
    -Zahlbare R-Mount Objektive für APS-C (in Kombi mit einer APS-C Kamera mit R-Mount natürlich)
    -Zahlbare EOS R Objektive, die nicht völlig auf Profilevel sind, ergo ein tolles nifty-fifty mit f1.8 oder f1.4
    -Partnerships und collaborations Drittherstellern, um möglichst rasch ein tolles Objektivangebot bieten zu können

    Ich denke die EOS R ist leicht zu kritisieren und schwer zu verstehen. Sie wurde oft zerrissen, aber denke nachwievor es ist grundsätzlich eine tolle Kamera. Nach dem Firmware Update besticht sie nun auch mit hervorragendem Eye-AF. Aber nicht die Kamera macht es aus, sondern das System. Canon sollte meiner bescheidenen Meinung nach auf Hochtouren daran arbeiten, dieses System auszureifen.

    • Luca, ich bin zwar kein Ökonom, aber trotzdem eine auch ökonomisch denkende und vorausschauende Person und als solche kann ich Deinen Post komplett unterschreiben. Als jemand, der ua mit Canon-Kameras fotografisch aufgewachsen ist liegt mir sehr viel am Erhalt von Canon als Kamerasystemanbieter, mache mir aber Sorgen um Canon aufgrund Canons Modellpolitik, soweit sie bisher konkret geworden ist.

    • Ich gehe davon aus, dass es die Smartphone-Ingenieure schaffen, diese Geräte in drei Jahren so verbessert zu haben, dass auch in den schattigen Bereichen ein gute Auflösung erreicht wird. Wer soll denn dann noch die traditionellen Kameras kaufen? Das aktuelle Xiaomi Mi 10 deutet schon mal an, welche Qualität in den nächsten Jahren Smartphones liefern werden – zu einem Bruchteil des Preises – wohlgemerkt.
      Nein – ich denke, die traditionellen Hersteller können bestenfalls noch ein paar Spezialkameras anbieten und ansonsten ist in drei Jahren Schluss. Man sieht doch jetzt schon, dass im APS-C Bereich nichts geboten wird.

      • Sabrina,
        ich hoffe nur, dass du bei den nächtlichen Sternenfotos im Zeitraffer nicht in einen Notfall gerätst. Dann kannst du den Smartphone nämlich nicht benutzen, ohne die Aufnahme zu ruinieren. 😉
        War ein kleiner sarkastischer Witz.
        Allerdings haben Witze ja auch oft recht sachliche Hintergründe. Ich brauche eigentlich mein Smartphone nur zum Telefonieren und für Kommunikation. Für Fotos möchte ich gar keins. Gefällt mir haptisch nicht und zumindest jetzt sind sie mir für Fotos zu unflexibel.

      • BEN das ist Ihr gutes Recht. Das ist eben der Fall Spezialkamera.
        Ich bin immer wieder verwundert, wie Menschen auf die Idee kommen können, dass die Leute Astrofotos machen müssten.
        Das mag doch sein, dass Ihnen das Smartphone zu unflexibel ist. Offenbar sehen es die meisten umgekehrt. Es gibt nur noch wenige Anwendungsfälle, wo ich mit der traditionellen Kamera profitiere, etwa nahezu rauschfreie Nachtaufnahmen. Da versagt jedoch der Autofokus und mit Fokuspeaking sind die Bilder mitunter unscharf zum wegwerfen. Hinzu kommen eklige Lensflares.
        Den Massenmarkt werden die großen Kameras nicht mehr bedienen, schon wegen des Preises nicht.

        Bisher lagen die jährlichen Einbrüche bei Kameraverkäufen bei 20-25%. Nächsten Sommer wird er bei 30 bis 40 % liegen (rein subjektive Schätzung von mir).
        Warum? Weil die neuen Kameras qualitativ kaum besser sind oder die Leute es einfach nicht mehr einsehen, für jede Verbesserung den Preis einer neuen Kamera zu zahlen. Gleichzeitig sind die Smartphones dramatisch besser.

        Beispiel Autofokus. Bei meinen Nikon D5100 und Canon EOS M3 völlig unbefriedigend.
        Soll ich jetzt nochmal zahlen, dafür dass die Kamerahersteller aus marketingtechnischen Gründen in die genannten Kameras keinen ordentlichen Autofokus eingebaut haben?
        Ja – mache ich – aber nicht bei diesen Herstellern – sondern bei Smartphones.

      • @Sabrina
        also Bitte! Den Autofokus der M3 mit heutigen Kameras zu vergleichen. Mit der R und der 5D4 hast du keine Probleme. M6 kann ich nicht beurteilen weil ich keine habe bzw. noch nie benutzt habe.

  • Also ich mache mir keine Sorgen um Canon, wenn sie nicht eine APS-C R Serie auflegen. Dann müssten sie eine weitere Objektiv-Serie anbieten.
    Und sie haben bereits ein feines APS-C System, das M-System.
    Hier müssten sie ein EOS-M Spitzenteil mit eingebautem Sucher auflegen. Außerdem die EOS-M Objektivserie ausbauen, alle mit IS.
    Beim R-System das Objektivangebot ausbauen. Und die EOS RP im Preis reduzieren. Etwa RP plus Objektiv für 899 €.
    Dann noch ein Burner. Unter dem Slogen – Alles was das Smart Phone nicht bietet. Eine SX 80 HS, die gleichen Specs wie die SX 70 HS Unterschied, der Sensor und die Bildausgabe. Kann alles, was ein Smart Phone kann, besonders die computerisierte Bild Ausgabe.

    Eine spezielle Astro Canon Ra geht voll in Ordnung. Hat Canon immer schon gemacht. Nur, rechtfertigt die gesteigerte Rot-Empfndlichkeit den satten Aufpreis? Nicht einmal ein R/EF Adapter für Einsteckfilter dabei.
    Auch keine gesteigerte Langzeitbelichtung, kein eingebautes Intervallometer und keine Funktion das sich bildende Bild beobachten zu können.
    Aber ich versteh nix von Astro.
    Nur, ist eine Gebrauchte, für sagen wir mal 500€, die man nach seinen Wünschen umbauen lässt, nicht interessanter.

    • Ehrlich gesagt, wenn ich sehe, was in den letzten Monaten an neuen Kameras angeboten wurde, da kann man nur sein Portemonnai zuhalten. Preis und Leistung stehen in überhaupt keinem vernünftigen Verhältnis zueinander. Mittlerweile hat ein Chinesisches Unternehmen eine Kamera mit 108 Mpx herausgebracht. Hohe messerscharfe Auflösung ohne dass irgendwo störende Schärfungsränder auffallen. Und das für einen Preis von ca. 600 Euro.

      Die Kamerahersteller übersehen, dass wohlhabende Fotografen nicht reichen. Die müssen auch bereit sein, das Geld zu zahlen. Und an diesem Punkt verrechnen sich die Hersteller der traditionellen Kameras aber ganz gewaltig. Es wird wohl so sein, dass in drei Jahren mit den traditionellen Kameras Schluss ist. Das ist der Zeitraum, den die Smartphones noch etwa brauchen werden, um auch in schattigen Bereichen eine gute Auflösung zu erreichen. Zooms gibt es mittlerweile bis 5-fach (optisch).

      • Hallo Sabrina
        Der CEO von Samsung sagt, dass die Smart Phones in fünf Jahren tot sind. Wir sollen dann wahrscheinlich mit irgendwelchen Wearables telefonieren.
        Bei der 108 MP Kamera meinst du vielleicht das Xiaomi Mi Note 10.
        Der Sensor wurde zusammen mit Samsung entwickelt. Samsung bringt demnächst auch ein SmPh mit 108 MP.
        Beim Xiaomi werden jeweils 4 MP zusammengeschaltet, das gibt dann 27 MP Aufnahmen. Warum macht man das, damit bei wenig Licht der Sensor eine ausreichende Menge abbekommt. Außerdem hat dieses SmPh insgesamt fünf Kameras.

      • …und Fuji China hat Xiaomi herzlich im 100 Mp Club begrüßt, man hat auch mal den neuen Sensor im Sensor der GF 100 in der Ecke versteckt um die Größenunterschiede zu verdeutlichen, Fuji China betonte auch die gute Zusammenarbeit zwischen Samsung und Fuji (Raum für Spekulationen) und Samsung investiert nun richtig Geld in die Sensorproduktion (bestimmt nicht nur für Smartphone‘s) Ich vermute das die Isocell Sensoren bald bei Fuji Einzug halten

      • @ Robin
        ich denke man macht das aus zwei Gründen:
        der erste ist, dass man eine bessere Schärfe erzielt schon bei normalen Aufnahmen ohne den digitalen Zoom.
        Zum zweiten kann man wahrscheinlich auch beim digitalen Zoom mehr Schärfe rausholen.
        Beim Samsung Galaxy S10, dass lediglich einen 12 Mpx Sensor in der Hauptkamera hat, bin ich mit dem digitalen Zoom überhaupt nicht zufrieden.

      • Zitat:
        „Der CEO von Samsung sagt, dass die Smart Phones in fünf Jahren tot sind.“

        Meint der damit geplante Obsoleszenz?

    • @Robin
      Weshalb müssen sie eine neue Objektivserie auflegen? Die müssten gerade mal ein zwei weitwinklige Linsen bringen wegen des Crops, den Rest kann man von der VF übernehmen.

  • Schön das Canon eine kleinere Nische bedient. Dürfte auch nicht so schwer und kostspielig sein eine vorhandene Kamera zu spezialisieren.

    Selbst verstehe ich Nullkommanichts von Astro, außer das die Mädels früher öfters sehr gerne auf der Wiese liegend in die Sterne gesehen haben, wenigstens für kurze Zeit.

    Ansonsten finde ich die 2-3-gleisige Produktpalette von Canon mutig. Es ist ähnlich wie in der Automobilindustrie (Antriebssysteme) noch lange nicht entschieden welche Auswahl den Umsatz und Gewinn bringen wird. Kann ja auch sein das z.B. die Smartphones richtig gut das Kundeninteresse abdecken können oder das Sensor technologisch die optimale Lösung für Systemkameras in Vorbereitung ist.

    Das in allen Bereichen eine Marktsättigung erreicht ist und neue Produkte weniger Interesse finden ist normal. Dabei spielen der Preis oder die 1-2 zusätzlichen Funktionen an den Geräten eher eine Nebenrolle.

    Wichtig ist die zahlungskräftige Mittelschicht! Bisher war sie der Garant für eine florierende Wirtschaft. Weniger Freizeit, höhere „Nebenkosten“ und eine allgemeine Verunsicherung führen automatisch zu weniger Konsum. Alles ist vorhanden, es wird ersetzt was kaputt geht, mehr ist nicht! Das für die Industrie schlimme ist das der Mittelschichtbereich zusehends kleiner wird, noch dümmer ist das die Industrie selbst durch Automatisierung, Digitalisierung an dieser Tatsache beteiligt ist.

    Trotzdem wünsche ich Canon den nötigen Erfolg, denn ich habe jahrelang mit Canon Produkten beruflich mein Geld verdient.

  • Die Hersteller der traditiollen Kameras machen nur noch Angebote für die Dekoration des eigenen Grabs. Qualitativ hinter dem Mond, voluminös, tonnenschwer und völlig überteuert.

    • Hallo Sabrina,

      kann sein das Tradition (siehe Leica) durchaus positiv zu bewerten ist.

      Sehe ich mir so moderne Kameras wie die neue Olympus, Fuji, Panasonic an muss ich feststellen das die Hersteller kapiert haben das der Mensch gerne mit seinen Fingern an Rädchen und Tasten fummelt. Das jeweilige Design kann „Retro“ sein, die integrierte Software ist jedenfalls auf dem aktuellen Stand. So gefällt mir das, ich kann drehen, drücken oder wie auf dem Smartphone wischen und mein Display verschmieren, es liegt an mir wofür ich mich entscheide.

      Ob die DSLR Kameras durch DSLM Geräte vollständig abgelöst werden wage ich zu bezweifeln. Leica hat mit den digitalen M-Kameras eine besondere Stellung! Fuji versucht mit der X-Pro3 beide Sucher Arten, traditionell und modern, zu verbinden.

      Ansonsten bietet Leica spiegel-lose Kameras an. Für eine zukunftsorientierte Zielrichtung hat Leica die L-Allianz ins Leben gerufen und andere Partner gefunden.

    • Hallo Sabrina
      Denke, da irrst du dich schwer.
      Die drei besten Kameras sind derzeit – Panasonic S1H, Sony Alpha 9 Mk II,
      Olympus M1X. Jede von ihnen ist jeden Cent wert. Jede von ihnen ein Teil für Spezialisten. Die S1H etwa ist die billigste Möglichkeit, um an eine Cinekamera heranzukommen. Profi-Cinekameras fangen nämlich jenseits von 10 000 Euro (nacktes Gehäuse) an. Und die S1H hat den Doppelnutzen auch eine exzellente Photokamera zu sein.
      Für wenig Geld gibt es natürlich auch immer etwas.
      Panasonic GX 880 oder Canon M50.
      Zuletzt gab es das Angebot, Panasonic G7 mit zwei Objektiven und viel Zubehör, alles neu, für 500$.
      Allerdings fehlt der Kameraindustrie, so was wie der Saugroboter.
      Die Dinger, verkaufen sich grad wie irre.

      • Zitat:
        „Zuletzt gab es das Angebot, Panasonic G7 mit zwei Objektiven und viel Zubehör, alles neu, für 500$.“

        Ich benötige für Architektur allerdings ein Ultraweiwinkel, wenn ich nicht zur Panoramtechnik greifen will. Ich vermute mal, das war nicht in dem Paket. Diese Kamera bietet zudem nur 16 Mpx.

        Für Filmer steht die Frage, wieso ein Smartphone nicht genügen sollte, insbesondere unter Studiobedingungen oder bei wenig Licht.

        Für meine Zwecke bringt es nichts.

      • Zitat:
        „Die Dinger, verkaufen sich grad wie irre.“

        Na ja, ich habe da mal in die Amazon Rangliste geschaut.
        Außerdem war ich heute im Media Markt, weil ich mal entspannen musste und hab‘ mal ein bissel rumgeschaut bei Smartphones, Computern und traditionellen Kameras.

        Es war nicht viel los. Die Leute halten derzeit das Geld zusammen und Media Markt bei Smartphones die Preise hoch. Aber auch die Kameras, die sie mit Sofortabzug bewerben, wie die Nikon D5600 beispielweise, bieten die immer noch zu recht hohen Preisen von fast 500 Euro (inklusive Objektiv) an.
        Aber auch bei Laptop-Computern war das Angebot eher mau und teuer. Viel zu wenig RAM (4 GByte) oder alternativ sauteuer.
        Einziger Lichtblick waren SanDisk Speicherkarten 400 GB für 55 Euro.

      • @Robin
        …Saugroboter laufen auf Teppich, Teppichboden, Holzböden, Marmor, Beton, etc…

        und zwischen Stühlen, Tischbeinen, Ecken , können auch Treppenstufen erklimmen und sind dadurch wahnsinnig praktisch! Viel Spass damit, ich bleibe bei Wischer und Besen und beim traditionellen Staubsauger, wenn er mal nötig sein sollte.

  • Warum stagnieren, sinken die Umsätze für alle technischen Artikel?

    Geld ist eigentlich genügend im Umlauf, gute Ideen sind vorhanden, ansprechende Produkte auch. Wenn ich mir die zur Zeit verfügbaren Fotoprodukte ansehe, etwas besseres hatten wir noch nie! Was geht da gerade ab?

    Marktsättigung, Verunsicherung wegen digitaler KI, Energiewende, Arbeitsplatz Sorge und vor allem keine klaren Zukunftsperspektiven sind meiner Meinung nach die Gründe für die Kaufzurückhaltung.

    Weil das global so ist können die Fotohersteller, auch Canon, technisch bringen was sie wollen, es wird sich nur minimal auf die Umsätze auswirken.

    Wie seht ihr das?

    • ich denke das hier sehr viele unterschiedliche aspekte zusammen spielen ( natuerlich ist nicht jeder punkt gleich gewichtet ). meines erachtens ist es aber sicher nicht moeglich mit dem steigenden inovations-tempo ( wobei sicher nicht jedes produkt auch gleich eine wahnsinnige inovation ist ) auch ein staetiges wachstum zu erzeugen. die vorhanden kameras sind alle auf einen hohen technischen stand und machen daher eine „erneuerung“ aller 4 jahre nur bedingt notwendig. aber da alles nach dem prinzip wachstum erfolgen muss, werden wohl ueber kurz oder lang einige hersteller aussteigen oder ihr angebot anpassen.

    • @Alfred
      Du hast das richtig erkannt. Marktsättigung bei Waschmaschinen, Kühlschränken, Herden, Flachbildschirme, Bügeleisen, selbst bei Smartphones werden die Profite geringer und natürlich auch bei Kameras. Bei letzteren kommt noch erschwerend dazu, dass es inzwischen Kameras gibt, die man sowieso dabei hat, extrem einfach sind in der Bedienung und wenn man etwas von Bildkomposition versteht und die Lichtverhältnisse nicht extrem schlecht sind, sogar sehr gut Bilder machen – und zwar bei jedem der auf den Auslöser drückt. Dazu kann man mit diesen Dingern auch noch telefonieren Whatsappen und und und…

      Dazu sind wir im Moment gerade in einer Übergangszeit in der noch keiner weiss wo die Reise hingeht, welche Jobs und Produkte überleben und ob wir morgen mit unserer Qualifikation noch einen Job haben werden, Staaten sich noch gegen Grosskonzerne durchsetzen können, China die neue Weltmacht wird oder Europa in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Eines ist aber sicher, dass unsere Renten nicht sicher sind!