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Canon: Neue Details zur Hybrid-Kamera aufgetaucht

Canons angebliche Hybrid-Kamera, die sowohl mit EF- als auch mit RF-Objektiven umgehen können soll, wird wohl mit einem beweglichen Sensor ausgestattet sein.

Arbeitet Canon an einer Hybrid-Kamera?

Das Gerücht, dass Canon an einer Hybrid-Kamera für EF- und RF-Objektive arbeitet, ist definitiv eines der Gerüchte, das man mit viel Vorsicht genießen sollte. Die Möglichkeit, ohne Adapter sowohl die alten EF- als auch die neuen RF-Objektive an einer Kamera verwenden zu können, klingt zwar verlockend, doch ob eine solche Kamera jemals auf den Markt kommen wird, das muss aktuell auf jeden Fall noch angezweifelt werden.

Beweglicher Sensor geplant

Trotzdem sind nach den ersten Berichten nun weitere Informationen zur Hybrid-Kamera von Canon aufgetaucht. Diese stammen von Canonwatch, dort will man von einer Quelle erfahren haben, wie genau das flexible Bajonett technisch umgesetzt werden soll – mit einem beweglichen Sensor nämlich.

Das Hauptproblem bei einer Kamera, die mit EF- und RF-Objektiven funktionieren soll, ist ja das unterschiedliche Auflagemaß. Dieses Problem möchte Canon angeblich mit einem Sensor lösen, der nach vorne und hinten verschoben werden kann, sodass sich das Auflagemaß anpasst, je nachdem, welches Objektiv gerade verwendet wird.

Ein Bajonett für beide Objektive

Aktuell kann man ein RF-Objektiv zwar nicht an ein EF-Bajonett schrauben, umgekehrt funktioniert das ebenfalls nicht, doch die Anschlüsse sind sich generell verdammt ähnlich. Gut möglich, dass es mit ein paar Anpassungen von Canons Seite möglich wäre, einen Anschluss für beide Arten von Objektiven anzubieten. Und ebenfalls gut möglich, dass Canon das RF-Bajonett damals bewusst so entwickelt hat, dass theoretisch irgendwann die Möglichkeit besteht, einen gemeinsamen Anschluss für RF- und EF-Objektive anbieten zu können.

Die Theorie mit dem beweglichen Sensor klingt plausibel, trotzdem gibt es noch jede Menge Fragezeichen rund um Canons Hybrid-Kamera. Welche Vorteile hätte ein solches System im Vergleich zu einer einfachen Adapter-Lösung? Würde die Kamera mit einem optischen oder einem elektronischen Sucher arbeiten? Hat Canon vielleicht einen Hybrid-Sucher im Sinn?

Viele offene Fragen, die in nächster Zeit vermutlich nicht eindeutig geklärt werden. Denn mit der Präsentation einer solchen Hybrid-Kamera rechnet man frühestens 2021.

Was würdet ihr von einer Hybrid-Kamera halten?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • Canon im Panikmodus?
    Ibis wäre damit wohl komplett vom Tisch.
    Wo bliebe die Präzision, bei einem verschiebbaren Sensor?
    Macht nur mit einem EVF Sinn.
    Das kommt davon, wenn man die Zeichen der Zeit verschläft.
    Warum bauen die nicht einfach gute DSLMs und geben R/EF Adapter gratis dazu und zwar so viele, wie der Anwender braucht.

    • Wie „Präzision“?
      Genau diese Herausforderung hatte Contax 1996 mit der AX bereits gelöst. Ich glaube, die Lösung dieses „Problems“ dürfen wir Canon 25 Jahre später durchaus zutrauen.

    • Ibis braucht man bei Canon nicht wirklich, da sehr viele Linsen stabilisiert sind. Zudem hat Ibis auch Nachteile, weil der Sensor immer in Bewegung ist und Energie verbraucht und Wärme erzeugt. Ein Sensor der statisch ist und der nur vor- und zurückfahren müsste beim Objektivwechsel, klingt nach einer guten Idee. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Canon das hinbekommt.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass Canon sowas umsetzt und grundsätzlich ist die Idee sicher sehr gut. Es gibt allerdings auch einen Haken. Sowas umzusetzen bedeutet eine zusätliche sehr präzise Mechanik und Mechanik ist teuer.

  • Wo soll denn darin der Sinn liegen? Wirtschaftlich ist es doch gewollt, das die Leute neue Objektive kaufen . Mit dem Adapter haben die Leute doch schon eine Möglichkeit den Kauf von neuen RF-Objektiven zu umgehen, und nun sollte es Canon auch noch ermöglichen ohne „nervigen“ Adapter schon vorhandene Objektive zu benutzen?

  • Ich halte es nach wie vor Praktisch für den schlechtesten Kompromiss eine solche Hybridkamera zu bauen! Die Lösung wie sie evtl. in der 1D X. mkIII ist schon perfekt. Mit dem verschieben des Sensors und so ein komischen Doppelanschluss deutet für mich, wenn tatsächlich so gebaut, auf Panik und nicht Fisch oder Fleisch hin. Damit tut Canon sich keinen Gefallen.

  • Beweglicher Sensor??
    da müsste das Gehäuse genauso groß/tief oder event. noch größer sein wie bei einfachem EF-Anschluss.
    Sinnlos.
    Ungenauigkeiten bei der Mechanik mach das ebenfalls sinnlos.

  • Hybrid-Kamera?
    Eventuell ist gar nicht der Sensor mit Hybrid gemeint.
    Ein Kamera mit Bildschirm-Sucher und Prisma-Sucher, gibt es ja schon, nur bei Canon noch nicht.
    Hier lässt sich was entwickeln auf was jeder Profi scharf wäre.

  • Ich hoffe Canon arbeitet nicht daran, weil es absoluter Blödsinn und vergeudete Energie wäre, so etwas so zu konstruieren und zwar so dass es dauerhaft und präzise funktioniert. Ich weiss auch nicht weshalb so viele meinen, dass eine Adapterlösung schlecht sein sollte. Ich verwende Adapter für die M5, ich habe drei davon, und die sind dann fix an den EF-Objektiven dran, wenn ich diese verwende? Was ist das Problem? Im Übrigen habe ich gerade gesehen, dass zumindest in der Schweiz, die Preise für RF Objektive signifikant gesenkt wurden. Absolut kein Grund zur Panik!

    • ……. was ja alles andere als überraschend ist und schon seit längerem erwartet wurde. Genau so wie die Vorstellung eines Nachfolgers für die M5, vielleicht auch einen gemeinsamen Nachfolger für die M5 und die M50.

  • Wie wir alle wissen bringt Canon einen Super Boliden mit R-Bajonett auf den Markt. Für mich ist das Gerücht um eine Zwitter Kamera nichts anderes als der Wunsch einiger Hobby Fotografen NICHT neu investieren zu müssen.

    Warum Canon das nicht machen wird? Bis auf einige wenige EF Objektive ist der Rest nicht wirklich geeignet, der Kunde wäre mit der gebotenen Leistung an Superboliden ab 50 Megapixel nicht zufrieden, das ist für Canon kontraproduktiv.

    Als Canon würde ich (ähnlich der 90D) eine verbesserte EOS 5D Mark IV mit beweglichem Display und „Hybridtechnik“ den vielen EF Fotografen anbieten wollen.

    Allen die unbedingt „modern“ sein möchten aber nicht flüssig sind würde ich eines der Null Zins Finanzierungs- Modelle ans Herz legen wollen damit es mit dem R-System etwas wird.

  • Wenn man sich die Beiträge hier so durchliest, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Ein Bedenkenträger nach dem anderen und kaum jemand, der sich für eine revolutionäre Idee im Kamerabau begeistern kann. Ein beweglicher Sensor, der von einer vorderen in eine hintere Endposition sowie umgekehrt, verschoben werden muss, lässt sich ohne Probleme und dauerhaft zuverlässig realisieren. Genau so zuverlässig, wie man die Einhaltung des Auflagemass bei bisherigen Trivialbajonetten ermöglichen kann. Mir fallen dazu gleich mehrere Lösungsmöglichkeiten ein. Man muss beispielsweise nur die Drehbewegung beim Ansetzen eines Objektivs am Bajonett nutzen, um diese für eine Umsetzung in eine geradlinige Bewegung des Sensors gegen einen festen Anschlag im Kameragehäuse vorzusehen. Genau so gut könnte man das ganze auch mit einem kleinen Schritt- oder andersartigen Motor lösen, der einen Sensorrahmen gegen Anschläge vor- und zurück fahren lässt. Der (Schritt-)Motor könnte klein ausfallen, da er ja keine schnellen und oft auftretenden Bewegungen ausführen muss. Selbst einen IBIS könnte man in solch einem Rahmen anordnen. Wo soll dabei das technisch nicht lösbare Problem sein? Hallo, wir haben es hier bei den Kameraherstellern mit erfahrenen Feinmechanikprofis und nicht mit Grobmotorikern zu tun.

    Auch dass der Sinn einer solchen Lösung in Abrede gestellt wird lässt mich nur den Kopf schütteln. Canon hat einen riesigen „Alt“-Kundenstamm mit EF-Objektivparks, vermutlich der grösste „Alt“-Kundenstamm aller Hersteller überhaupt. Wenn man nun diesen neben der von anscheinend vielen (für mich nicht ganz nachvollziehbaren) abgelehnten Adapterlösung für einen Umstieg in den R-Bereich eine adapterlose Weiterverwendung ihrer EF-Objektive mit einer VF-DSLM anbieten kann, dann hat man dadurch ein schlagendes Argument, dass diese „Alt“-Kunden nicht zu einem anderen Hersteller abwandern und dort mit extrem höheren Kosten sich erst einen neuen Objektivpark zulegen müssen.

    Canons angebliche Idee finde ich klasse und sie wäre ganz bestimmt realisierbar. Ob Canon eine solche Kamera tatsächlich bauen wird, ist aber wieder etwas anderes.

    • @ Thomas Müller

      Was bringt denn diese Lösung? Nichts, absolut gar nichts, ausser unnötiger Verschwendung von Hirnschmalz der Canon Ingenieure. Was spricht denn gegen den Einsatz von einem Adapter, ausser dem Spruch „ich mag keine Adapter?“ Einfacher und billiger geht es nicht, alles andere verursacht unnötige Kosten und ist letztlich nicht einmal zielführend. Dass sportfotografen ihre teuren Teles beim Wechsel auf eine R weiterverwenden möchten ist doch klar, aber da würde ich an Stelle von Canon jedem Sportfotografen 5 Adapter umsonst dazulegen, das ist doch keine Sache. Ich hoffe wirklich inständig, dass Canon sich mit IBIS, EOS RII, Canon 5D5 und anderen Baustellen beschäftigt statt mit so einem – in meinen Augen – Blödsinn!!
      Man muss nicht alles machen, nur weil es theoretisch geht!

      • @joe
        Nach meinem Verständnis hatte ich bereits geschrieben, was diese Lösung bringt, aber ich wiederhole es gerne noch einmal. Canon bietet damit seinen Bestandskunden, die weder sofort einen R-Objektivpark anschaffen, noch Adapter verwenden wollen, eine Möglichkeit an, auf eine Canon VF-DSLM umzusteigen und mit ihren EF-Objektiven weiter fotografieren zu können. Ich habe ja selbst auch keine Probleme mit Adaptern, im Gegenteil, aber es scheint doch viele zu geben, die das anders sehen. Canon hätte mit dieser Lösung ein Argument für Bestandskunden, doch bei Canon zu bleiben und dabei langsam den Umstieg auf das R-System vornehmen zu können, ohne hierfür Adapter einsetzen zu müssen. Das halte ich für alles mögliche, nur nicht für Blödsinn.

      • @joe
        Gegen Adapter spricht, dass sie oft doppelte Schraubvorgänge erfordern, wenn z.B. mehrere Fremdobjektive zum Einsatz kommen, es sei denn, ich habe für jedes zu adaptierende Objektiv einen separaten Adapter. Das kann aber dann wieder recht teurer werden und bedeutet zusätzliches Zeug/Gewicht/Volumen in der Fototasche.
        Zur Erklärung: Wenn du zum Beispiel einen R-Body hast und ein R-Objektiv und drei gute EF-Objektive, brauchst du eigentlich 3 Adapter von EF auf R, sonst schraubst du ewig den Adapter von einem EF-Objektiv aufs andere um und dann das Ganze nochmal an die Kamera zu schrauben. Lässt du den Adapter gleich an der Kamera, kannst du zwar die EF-Objektive schneller wechseln, musst ihn aber abschrauben, sobald du das R-Objektiv verwenden willst.
        Ich finde dieses Geraffel auf Dauer auch nervig. Außerdem dauert es oft zu lange und manchmal hat man auch nicht genug Hände und kann grad nichts ablegen, weils grad nass, dreckig oder staubig ist.
        Ich finde also die Idee eines Doppelmounts auch nicht schlecht, falls es diese wirklich gibt.

      • @Ben @Thomas Müller
        man merkt dass ihr nie oder sehr selten Original-Adapter von Canon verwendet. Erstens. wenn man nur mit EF fotografieren will, dann lässt man den Adapter an der Kamera. Geschraubt wird hier überhaupt nichts sondern wenn, dann eingeklickt. Will man permanent zwischen RF und EF wechseln bietet es sich an mehrere Adapter zu besitzen und diese am EF-Objektiv dranzulassen. Ein Adapter ist sowieso immer dabei und ein zusätzlicher kostet 89.-€, also selbst wenn man permanent zwischen den RF-Objektiven wechselt sind das Mehrkosten bei drei gleichzeitig verwendeten EF-Objektiven von 178.-€, für dieses Geld bekommt ihr keine Kamera mit verschiebbarem Spiegel oder wie immer das auch funktionieren soll. Ein Objektiv mit Adapter ist etwas länger (22mm), aber nur dann, wenn ich ein adaptiertes Objektiv dranhänge, ansonsten kann die Kamera schmal gebaut werden, was bei Eurer Lösung nicht möglich ist, also statt eines Vorteils ist es sogar in den meisten Fällen ein Nachteil einen verschiebbaren Spiegel zu verwenden. Wie gesagt, wenn Canon ernsthaft darüber nachdenken sollte, dann denken sie – meiner Meinung nach – in die falsche Richtung – in die Vergangenheit!