Canon Kameras

Canon PICK: Neue Kamera fotografiert vollautomatisch

Die neue Canon PowerShot Pick fotografiert vollautomatisch. Die besten Momente will die Kamera mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erkennen.

Canon PowerShot PICK vorgestellt

Wie wichtig wird der Beruf des Fotografen in Zukunft noch sein? Wenn man sich die neue Canon PowerShot PICK anschaut, dann kann man zumindest zu dem Fazit kommen: Weniger wichtig als in der Vergangenheit. Canons neuste Kamera fotografiert nämlich vollkommen automatisch, man benötigt keinen Fotografen oder Benutzer, der die Kamera bedient. Die Canon PICK wird einfach eingeschaltet, irgendwo abgestellt und den Rest erledigt dann die künstliche Intelligenz. Diese soll in der Lage sein, passende Momente für ein Foto oder Video zu erkennen.

Rein optisch erinnert die Canon PowerShot PICK an eine Überwachungskamera. Da sich das Weitwinkelobjektiv um 170 Grad drehen und um 110 Grad neigen kann, deckt die Kamera einen Bildbereich von 360 Grad ab. Man kann sie einfach irgendwo abstellen, Einsatzgebiete könnten zum Beispiel Familienfeiern oder Hochzeiten sein.

Steuern kann man die Kamera über eine App, dort ist es auch möglich, die gemachten Bilder und Videos zu betrachten. Interessant ist dabei unter anderem, dass Gesichter von Personen in einer Datenbank gespeichert werden können, diese werden anschließend von der Kamera priorisiert behandelt. Außerdem kann die Canon PICK auch Personen verfolgen und automatisch den Bildausschnitt anpassen.

Kamera vorerst nur in Japan erhältlich

Aus technischer Sicht hat die Kamera einen 1/2,3 Zoll großen CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 12 Megapixeln zu bieten. Das Objektiv zoomt im Bereich zwischen 19 und 57mm, die maximale Lichtstärke liegt bei f/2.8.

Preislich liegt die Kamera bei etwa 320 Euro, vorerst ist sie allerdings nur in Japan erhältlich. Dort wurde sie via Crowdfunding in kürzester Zeit finanziert. Gut möglich, dass es die Canon PowerShot PICK früher oder später auch nach Europa schaffen wird, auch die außergewöhnliche Canon PowerShot ZOOM wurde nämlich via Crowdfunding finanziert und war erst nach einiger Zeit in Europa erhältlich.

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Alfred Proksch

3 Stück auf dem Sommer Grillfest aufgestellt, dann kannst du sehen wer mit wem in den Büschen verschwindet. Die 960 Euro sind preiswerter als eine Detektei zu beauftragen. Der Chef sieht alles!

Steffen

Was feiert ihr für Sommerfeste? 😀

Maratony

Scheinbar ganz gute!

Alberich

Bitte mich das nächste Mal auch einladen. Danke

Thomas Müller

“…… Der Chef sieht alles!”
……und hat dann Probleme mit der DSGVO ;-). Ich vermute, letztere ist auch der Grund, weshalb dieses Wunderwerk der Überwachung (noch) nicht in Europa angeboten wird.

joe

Also ich sehe den Einsatzbereich nur in irgendwelchen Formen von Überwachung, Babyzimmer, Gebäude etc. oder so wie Alfred es nutzen wird um zu sehen wer mit wem in der nach-Corona-Zeit auf einer Party in den Büschen verschwindet!

Thomas Müller

Kameras die selbst fotografieren, ohne dass ich weiss, wann ein Foto gemacht wird und wann nicht, sind mir völlig suspekt. Erst recht, wenn diese Kamera dann noch eine Anbindung ans Internet haben sollte. Aber auch ohne Internetanbindung wird diese Kamera nichts für mich sein, denn mir geht es nicht nur um das jeweilige Foto selbst, sondern auch um meinen Beitrag, damit ein gutes entsteht und der ist ja bei einer solchen Kamera gleich Null. Viele andere werden dies nicht so wie ich sehen, weshalb diese “Alexa” unter den Kameras vermutlich erfolgreich sein wird.

joe

Thomas, zumindest alle die hier sind sehen das so, deshalb meine Einschränkung auf Überwachung im weiteren Sinn!

Thomas Müller

joe, ich habe mit meinem Post keinen von uns hier gemeint, mir ist doch klar, dass es engagierten Hobbyisten und erst recht Profis, um die eigene Bildgestaltung und um den gezielten Einfluss auf das Foto geht. Ich meinte diejenigen, die üblicherweise einfach auf den Auslöseknopf drücken, in der Hoffnung, dass das Bild etwas wird. Leute, denen die Vollautomatik des Handys vollkommen ausreicht, sehe ich als hauptsächliche Kundenkreise für diese Kamera und das sind ganz schon viele, jedenfalls um Faktoren mehr als unsere Gattung.

Henry

Sag ich doch. Die Fotograf*innen sind bald überflüssig.

Robin

Die Chinesen haben so etwas überall hängen.
Die sehen alles und erkennen alles sogar mit Maske.
Und der entsprechende Score kommt auch automatisch.

100carat

Es schien ja ein paar Jahre beinahe (!) so, als hätte Canon ein wenig die Marktorientierung verloren und würde das (Innovations-)Spielfeld Sony überlassen. Inzwischen ist der Gesamtmarktführer (DSLR+DSLM) nicht nur erwacht, sondern er zeigt sich kreativer in der neuen Produktentwicklung als jeder Mitbewerber. Solche innovativen Produkte a la PowerShot Pick wie auch die PowerShot Zoom hätte auch Sony bringen können. Ob man selbst diese Produkte nutzen würde, steht auf einem anderen Blatt. Fujifilm Instax etwa würde ich mir nie zulegen, aber offenbar verkauft sich die Reihe sehr gut. Wir dürfen gespannt sein, was Canon alles in die R1 packt (Global Shutter? QuadPixel-Technologie?).

Lennoxx80

Die Hinterwäldler von Sony hatten das bereits im Jahr 2011. Nannte sich “sony party shot” und war eine docking station , die sich drehte, senkte und aufrichtete….Man konnte nahezu jede cybershot kompaktkameras rein packen und durch die GesichtsErkennung löste die Kamera aus.einfach mal googlen.